CH101922A - Stromzuführungsleitung für elektrische Fahrzeuge. - Google Patents
Stromzuführungsleitung für elektrische Fahrzeuge.Info
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Description
Stromzufiihrungsleitung für elektrische Fahrzeuge. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Stromzuführungsleitung für elektrische Fahrzeuge.
Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass an den Stellen, an welchen Richtungsänderungen vorkommen, die Leitung Formstücke auf weist, die derart gekrümmt sind, dass der Stromabnehmer des Fahrzeuges einen prak tisch durchwegs stetigen Übergang von der einen in die andere Richtung findet.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine bei spielsweise Ausführungsform der Strom zuführungsleitung veranschaulicht, die aus einer Drehstromleitung für gleislose Fahr zeuge mit auf der Leitung fahrenden Kon taktwagen besteht.
Fig. 1, 2, 3 sind eine Stirnansicht, ein lotrechter Querschnitt und ein Grundriss der Vorrichtungen, welche an einer Richtungs- änderungsstelle der Leitung vorgesehen sind; Fig. 4 bis 6 veranschaulichen Einzel heiten.
An einem 14 laste 4 ist eine lotrechte, U-förmige Schiene 19 starr befestigt, mit welcher drei übereinander angeordnete Trä- ger 5 starr verbunden sind. An den beiden Enden sind die Träger 5 mit Augen versehen, in welchen Stützen 7 der drei Leitungsdrähte 1, 2, 3 aufgenommen sind. Zwischen den Stützen 7 der Leitungsdrähte 1, 2 und den entsprechenden Trägern 5 sind Isolatoren 6 eingeschaltet, während zwischen der Stütze 7 ddsLeitungsdrahtes 3 und dem entsprechenden Träger 5 kein Isolator vorgesehen ist, da dieser Leitungsdraht von der Erde nicht iso liert zu sein braucht.
Die Stützen 7 haben eine U-förmige Gestalt; ihr einer Schenkel ist im Träger 5 befestigt; auf dem andern Schenkel ist ein Formstück 8 aufgesetzt, das die Gestalt eines umgekehrten U besitzt und an den Stützen 7 mittelst Nieten 9 be festigt ist.
Von oben oder unten gesehen ist das Formstück nach einem einzigen Kreisbogen so gekrümmt, dass es einen praktisch stetigen Übergang von der einen Leitungsstrecke in die andere bildet. Der Krümmungshalbmes- ser kann sehr klein gehalten werden, wenn der als Stromabnehmer wirkende Kontaktwagen entsprechend ausgestaltet ist; er kann sogar beispielsweise 1 Meter betragen, ohne dass bei der gebr < iucliliehen Höcltstgeseh\vindig- keit solcher Fahrzeuge Massstände auftreten.
Das Formstück ist an seinen untern Enden mit Versteifungsflanschen 8" versehen, finit welchen der Kontaktwaben nicht in Berüh rung kommt.
Im Aufriss ist das Formstück 8 ebenfalls nach einem einzigen Kreisbogen nach oben gekrümmt und bildet somit, einen Übergang zwischen den Seilkurven der beiden an dieses Formstück. anschliessenden, freihängenden Teile des Leitungsdrahtes.
Die äussern Schenkel .der Stützen 7 sind T-förmig ausgebildet und haben ihren Quer teil 10 in der Rinne des Formstückes 8 in der Längsrichtung dieses letzteren gelegen. Auf diese Weise wird verhindert, dass, wenn das Formstück 8 in der Drahtrichtung aus irgend einem Grunde zu wandern sucht, die Stützen 7 sich in den Augen der Träger 5 verdrehen können, und dass das Formstück zu nahe an diese Augen herankommt. )'renn eine solche Wanderung vorkommt, so kleininen sich nämlich diese Querteile 10 in der Rinne, so dass eine Verdrehung der Stützen verhindert wird.
Lm den Übergang des Stromabnehmers vom Leitungsdraht auf das zugehörige Form stück stossfrei zu ermöglichen, ist an jedem Ende jedes Formstückes 8 ein Ansatz 12, z. B. durch Nieten, befestigt, welcher aus einer Platte 13 und einem Schenkel 14 be steht. Die Spitze des Schenkels Kreist eine kleine Mulde zur Aufnahme des Leitungs drahtes auf und ist so angeordnet, dass der Leitungsdraht an dieser Stelle genau auf der Höhe des Endes des Formstückes liegt. Der Schenkel. 14 verbreitet sich nach und nach gegen das Formstück, bis er ungefähr die selbe Breite hat wie dieses letztere an der Stelle. wo es vom Kontaktwagen befahren wird.
Oberhalb jedes Formstückes 8 ist eine Leitschiene 11 derart angebracht. dass der Stromabnehmer bei seiner Bewegtang über Elen Aufhängungspunkt den Stromleiter nicht verlassen kann. Bei der Montierung der Leitung verfährt man wie folgt: Jeder Leitungsdraht 1, ?, 3, der an der Richtungsänderungsstelle nicht unterbrochen ist, wird zuerst auf die Teile 10 der Stützen 7 belegt und das Formstück 8 über diese Teile aufgesetzt, so dass der Leitungsdraht zwi schen den Teilen<B>10</B> und dem Stege 8' liegt.
In dieser Stellung erfolgt die Verbindung des aufgesetzten Formstückes 8 mit den Stützen 7 durch die Nieten 9. Dann kann das Spannen des Leitungsdrahtes erfolgen. Endlich werden die Ansätze 12 befestigt.
Bis zu jedem Ansatz 12 hat jeder Lei tungsdraht die Gest;zlt einer Seilkurve; von da an geht er in ger_@der Richtung auf den Teil 10 zu und liege- von diesem Teil 10 an bis zum andern in einer horizontalen Ebene. Da er, dank dem Formstücke, keine scharfe Biegung aufweisen kann, so ist er bei der Montierung der Leitung und im Betriebe vor Verletzungen geschützt.
'Wenn der Kontaktwagen die Leitung be fährt, so folgt er den Drähten 1, 2, 3, über fliegt infolge seiner Trägheit den Raum zwi- sehen der Knickstelle dieser Drähte an den Ansätzen 12 und dein entsprechenden Ende der Formstücke 8, folgt diesen letzteren und kommt auf den andern Teil der Drähte zu fahren. Die Formstücke bilden somit einen Teil der Fahrbahn des Kontaktwagens.
Die dargestellte Ausführungsform hat den Vorteil 1eicliter Herstellbarkeit der Form stücke durch Giessen oder Pressen und ein facher Verbindung bei festem Sitze auf den Stützen. Durch die Verwendung solcher Formstücke entfällt die Notwendigkeit der Verspannung der Fahrdrähte; hierdurch wird eine erhebliche Zahl von Hilfsmasten oder Tragarmen erspart; die Spanndrähte selbst entfallen vollständig, die Montierung wird wesentlich vereinfacht und der Rauen über dem mittleren Teil der Fahrstrasse verbleibt frei, welches Freibleiben für schienenlose Bahnen eine bedeutende Rolle spielt.
In der Zeichnung ist nur die Verwendung der Formstücke mit einem auf den Leitungs drähten laufenden Kontaktwagen dargestellt; sie ist aber nicht auf dieses Beispiel be schränkt. Die Formstücke können die Lei tungsdrähte auch nur tragen, so dass der Stromabnehmer nicht die Formstücke selbst, sondern immer die Leitungsdrähte befährt.
Wenn der Schnittpunkt der beiden Teile der Leitung an der Riclitungsä nderungsstelle nicht weit ausserhalb der Fahrstrasse liegt, so kann nur ein einziges Formstück für jeden Leitungsdraht zur Verwendung kommen, selbst wenn die beiden Richtungen einen spitzen Winkel einschliessen, d. h. eine Kehre bilden; es wird also auch nur ein Mast ver wendet.
Wenn es als geboten erscheint, so können die Formstücke mittelst Verspannung aufge hängt vrerden.
Anstatt nach einem einzigen Kreisbogen können. die Formstücke nach mehreren auf einanderfolgenden Kreisbogen gekrümmt sein.
Die Zahl der Stützen ist natürlich ent sprechend der Belastung zu wählen; die Maste können beliebig ausgebaut werden.
Die Stromzuführungsleitung kann eine andere sein als eine Drehstromleitung; sie kann mit andern elektrischen Fahrzeugen,ver- wendet werden; als mit denjenigen einer schienenlosen Bahn.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Stromzuführungsleitung für elektrische Fahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stellen, an welchen Richtungsänderungen vorkommen, die Leitung Formstücke auf weist, die derart gekrümmt- sind, dass der Stromabnehmer des Fahrzeuges einen prak tisch durchwegs stetigen Übergang von der einen in die andere Richtung findet. UNTERANSPRüCHE 1. Stromzuführungsleitung gemäss Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Formstücke starr an Ständern be festigt sind.2. Stromzuführungsleitung gemäss Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführung ihrer Leiterteile aus der einen in die andere Richtung je durch ein einziges Formstück bewirkt ist. 3. Stromzuführungsleitung gemäss Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Formstücke im Aufriss derart ge krümmt sind, dass sie einen Übergang zwischen den Seilkurven der beiden an das betreffende Formstück anschliessen den, freihängenden Leiterteile bilden. 4. Stromzuführungsleitung gemäss Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet; dass die Formstücke im wesentlichen einen.U-förmigen Querschnitt besitzen, mit Versteifungsflanschen verseken sind, den Stromleiter zwischen ihren Schenkeln aufnehmen und durch ihren Steg die Fahrbahn für den Stromabnehmer bilden. 5. Stromzuführungsleitung gemäss Patent- anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Formstücke durch Stützen getragen sind, die den bezw. die Stromleiter inner halb dieser Formstücke tragen..6. Stromzuführungsleitung gemäss Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet,, dass der bezw. die Stromleiter in den Form stücken ,derart von Stützen dieser letz teren .getragen sind, dass eine Längsbewe gung der Leiter in den Formstücken mög lich ist. 7. Stromzuführungsleitung gemäss Patent anspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet"d@ass die Formstücke durch Stützen getragen sind, die zum Teil in diesen Formstücken liegen, und dass der in diesen Formstücken gelegene Teil .der Stützen eine Erweiterung in der Längs richtung der Formstücke aufweist.B. Stromzuführungsleitung gemäss Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass je eine Leitschiene gegenüber den Form stücken angeordnet ist. 9. Stromzuführungsleitung gemäss Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Formstücke mit. Ansätzen versehen sind, die das anschliessende Teil des frei tragenden Stromleiters in solcher Lage zu den Formstücken halten, dass der Strom abnehmer den Übergang vom Leiter auf das Farmstück annähernd stossfrei<B>zu-</B> rücklegt.10. Stromzuführungsleitung gemäss Patent anspruch und Unteranspruch <B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, da.ss die Ansätze mit den Formstücken .nicht aus einem Stück be stehen, zu dem Zwecke, dass sie nach :dem Montieren. der Leitungsdrähte an den Formstücken befestigt werden können und ein Spannen dieser Drähte nicht hin dern. 11. Stromzuführungsleitung gemäss Patent anspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass .die Ansätze einen Schenkel aufweisen, der an seinem äussern Ende ungefähr die Breite der Stromleiter und an seinem a .adern Ende ungefähr die Breite des vom Stromabnehmer be fahrenen Teils des Formstückes hat.
Applications Claiming Priority (1)
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