Einrichtung für doppelte Buchhaltung. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Einrichtung für doppelte Buchhal tung; diese besitzt einen aus mindestens drei übereinanderliegenden Blättern, nämlich ei nem Journalblatt und je einem Blatt für Soll und für Habenkonti bestehenden Durch schreibblock, welche drei Blätter überein stimmende Vertikalkolonnen aufweisen, wo bei das Sollblatt mit einer Sollkolonne und dlas Habenblatt mit einer Habenkolonne ver sehen ist;
ferner sind diese beiden Kolonnen und in analoger Weise die Soll- und die Habenkolonne der Hauptbucbkonti konstra- stierend hervorgehoben, zumn Zwecke, dass, wenn dlas Soll- und das Habenblatt in Quer streifen mit je einem Buchungsposten zer schnitten und diese Querstreifen unterteilt werden, ein richtiges Einkleben dfieser Quer streifen mit den darauf befindlichen Bu- ehungen in die einzelnen Konti des Haupt buches erleichtert wird.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes veranschaulicht die beiliegende Zeichnung.
Fig. 1 ist eine Teilansicht des Durch- schreibbloclkes, Fig. 2 ein Querschnitt durch diesen; Fig. 3-5 sind Teilansichten einzelner Blätter des Blockes, und in Fig. 6-9 ist die Art der Übertragung der einzelnen Posten auf die Konti des Hauptbuches veranschaulicht, wobei ange nommen ist, dass das Hauptbuch nach dem Kartensystem geführt ist.
Der in Fig. 1 dargestellte Durchschreib block besteht aus vier übereinanderliegenden Blättern, nämlich dem Journalblatt a, dem Sollblatt b, dem Habenblatt c und dem Rechnungsblatt d. Von letzteren drei Blät tern zeigen die Fig. 3-5 je den Kopf. Das Journalblatt a weist seehs Vertikalkolonnen auf, und zwar, wie die Kolonnenüberschriften in Fig. 1 zeigen, je eine für fortlaufende Numerierung der einzelnen Buchungen, für dag Datum, _ für Sollkonto, Habenkonto, Buchungssatz und Umsatz.
Das Sollblatt b weist die gleichen sechs Vertikalkolonnen, aber mit andern. Überschriften auf; es sind nämlich ausser denen für fortlaufende Nu merierung und Datum je eine für Kontrolle, Gegenkonto, Buchungssatz und Soll vorhan den. Die mit ,Kontrolle" überschriebene ist über ihre ganze Fläche farbig, beispielsweise blau, angelegt, was in der Zeichnung durch horizontale Schraffierung angedeutet ist. Die #Soll"-Kolonne ist ebenfalls farbig angelegt, zum Beispiel rot, wie durch vertikale Schraf fierung angedeutet.
Im Hagenblatt c sind die Kolonnen #Gegenkonto" und #Kontrolle" gegen die entsprechenden des Sollblattes b vertauscht, so dass einerseits die Kolonne #Kontrolle" des Sollblattes über die Kolonne #Gegenkonto" des Habenblattes c und ander- eits die Kolonne #Gegenkonto" des Soll blattes über die Kolonne #Kontrolle" des Hagenblattes zu liegen kommt. Die der #Soll"-Kolonne des Sollblattes b entspre chende Kolonne des Hagenblattes c ist mit #,Haben" überschrieben.
Die #Kontroll"- Kolonne des Habenblattes ist wie die des Sollblattes in blauer Farbe angelegt, die #Haben"-Kolonne in einer zur #Soll"-Ko- lonne des Blattes b konstrastierenden Farbe, zum Beispiel gelb (in der Zeichnung durch schräge Schraffierung angedeutet). Die sechs Kolonnen des Rechnungsblattes d (Fig. 5) traben die Überschriften: fortlaufende Nu merierung, Datum, Gegenkonto, Kontrolle, Buchungssatz, Umsatz. Beim bezeichneten Beispiel ist angenommen, dass keine Kolonne des Rechnungsblattes farbig angelegt ist; es Minnte aber das Blatt auch farbige Kolonnen aufweisen.
Die drei Blätter b, c und d sind ausserdem übereinstimmend mit den parallel zu den Kolonnen verlaufenden Perforierungen c, f, g, lt, und i versehen. Ausserdem sind die Blätter b, c, d auf ihrer Rückseite gummiert.
Die in Fig. 6-9 dargestellten Kontikar- ten k des Hauptbuches tragen zunächst die Aufschrift des betreffenden Kontos, also zum Beispiel Kassa, Postscheck, Hausertrag usw. Jede Karte weist sodann acht Vertikalkolon nen auf mit den Überschriften: Fortlaufende N ummer, Datum, Sollkonto, Kontrolle, Habenkonto, Buchungssatz, Soll, Haben. Die Kolonne #Bontrolle" jeder Karte ist in der gleichen Farbe angelegt wie die entspre chende Kolonne des Soll- bezw. Habenblattes b resp# c.
Ebenso weist die #Soll"-Kolonne jeder Karte k die gleiche Farbe wie cdie #Soll"- Kolonne des Sollblattes, also zum Beispiel rot, auf, und ferner ist die #Haben"-Kolonne jeder Karte ebenso gefärbt wie die #,Haben"- Kolonne des Hagenblattes c. Die Karten k sind in der beschriebenen Weise beicjseitig be druckt und die Breite ihrer Kolonnen jeweils gleich der der entsprechenden Kolonnen des Blattes.
Die Gebrauchsweise der beschriebenen Einriehtung ist nun folgende: Zwischen die aufeinanderfolgenden Blät ter des Blockes wird Kohlenpapier eingelegt zum Durchschreiben, und dann werden in das Journalblatt c, von Hand oder mit der Schreibmaschine die einzelnen Posten einge tragen. Ist das Journalblatt voll geschrieben, so wird es vom Block abgetrennt und in einer besonderen Sammlung aufbewahrt. Die Bu chung jedes Postens auf dem Journalblatt geschieht nach dem Prinzip der doppelten Buchführung, d. h. es wird für jede Buchung gleichzeitig eine Gegenbuchung gemacht. So wird auf dem Journalblatt beispielsweise die Zahlung A. Merz (Porten Nr. 476 in Fig. 1) einerseits im Konto #Hausertrag" des Haupt buches im Haben und im Konto #Kassa" des Hauptbuches im Soll verbucht.
Es enthalten daher die Kolonnen des Jour- nalblattes, die mit #Solllkonto" und #Hagen- konto" überschrieben sind, für jeden Posten des Journalblattes die Überschriften derjeni gen beiden Konti des Hauptbuches (im vor liegenden Fall #Kassa" und #Hausertrag"), in welche der betreffende Posten übertragen wird.
Auf die unter dem Journalblatt liegen den Blätter b und c schreibt sieh diese Bu chung so durch, dass auf dem Blatt b die Buchung #Kassa" in die blaue #Kontrolle"- Kolonne, die Buchung in die Kolonne "Gebenl@onto" und der Betrag selbst in die rote "Soll"-Iiolonne, auf dem Blatt c cl.a-eben umgekehrt die Buchung "Kassa" in die Kolonne "CTegenl@onto",
die Buchung "Hausertrag" in die blaue "Kontrolle"-Ko- lonne und der Betrag selbst in die gelbe "Ha ben"-Kolonne fällt. Wie sich die einzelnen Posten auf das Reehnungsblatt durchschrei ben, ist aus Fig. <B>5</B> ohne weiteres ersichtlich. Wenn das vollgeschriebene Journalblatt vom Block abgetrennt worden ist, so werden zwecks Übertragung ins Hauptbuch bezw. auf das Rechnungsformular die. Blätter h, c und d in Querstreifen zerschnitten, derart, dass jeder Querstreifen nur einen Posten ent hält.
Mit Hilfe der farbigen Kolonnen auf Soll- und Habenblatt b und c, sowie auf den Karten ke des Hauptbuches erledigt sich nun die Übertragung der einzelnen Posten ganz mechanisch. Zum Beispiel der Posten Nr. 476 von Fig. 1 wird folgendermassen über tragen: Der Buchhalter trennt den Querstreifen Nr. 476 des Sollblattes längs der Perforie rung f und klebt den die Nummer und das Datum tragenden Teil des Streifens auf die entsprechenden Kolonnen der Karte mit der Aufschrift #Kassa" (Fig. 6). Den andern Teil des Querstreifens klebt er dann so auf die Karte, dass das blaue Feld mit der Bu chung #Kassa" auf die blaue #Kontrolle"- Kolonne der Karte zu liegen kommt.
Der übrige Text dieses Streifenteils fällt dann ganz von selbst in diejenigen Kolonnen, für die er bestimmt ist. Die Richtigkeit der Über tragung lässt sich ganz mechanisch dadurch kontrollieren, dass der im roten #Soll"-Feld des Streifenteils gebuchte Betrag auch auf der Karte in der roten #Soll"-Kolonne liegt. Der entsprechende Querstreifen Nr. 476 des Habenblattes c dagegen wird längs der Per forierung g getrennt. Der eine, in Fig. 4 links von dieser Perforierung liegende Teil wird auf die Karte mit der Aufschrift #Hauser- trag" (Fig. 8) so geklebt, dass sein blaues Feld in die blaue #Kontrolle"-Kolonne dieser Karte zu liegen kommt.
Dann fällt ohne wei teres die Buchung #hussa" dieses Streifen teils in die #Soll"-Kolonne der Karte und ebenso Datum und Nummer in die betreffen den Kolonnen der Karte. Der rechte Streifen teil wird natürlich so aufgeklebt, dass die im gelben Feld befindliche Buchung des Betrages in die gelbe #Haben"-Kolonne der Karte fällt. Wie sich das Übertragen des Postens Nr. 477 von Fig. 1 auf die Karten gestaltet, ergibt sich in Analogie mit dem Vorstehenden ohne weiteres aus den Fig. 7 und 9. Wie schon erwähnt, lässt sich die Richtig keit der Übertragungen auf die Kontokartrten des Hauptbuches rein optisch kontrollieren.
In der blauen #Kontrolle"-Kolonne jeder Karte dürfen nur blaue Felder der einzelnen Streifen liegen, und alle diese Felder müssen die gleiche Eintragung Rufweisen, also die blauen Felder der #Kassa"-Karte (Fig, 6) alle die Eintragung #Kassa", die der Postscheck karte (Fig. 7) alle die Eintragung #Post- scheck" usw. Ebenso dürfen auf die rote #Soll"Kolonne jeder Karte nur rate Streifen felder und auf die gelbe #Haben"-Kolonne nur gelbe Felder geklebt sein. Die Übertra gungen ins Hauptbuch können also ganz mechanisch erfolgen.
Die Disposition der ganzen Buchhaltung erfolgt ausschliesslich auf dem Journalblatt, während die Vertei lung der einzelnen Posten auf die jeweiligen beiden #Gegenkonti" infolge der beschriebe nen Ausbildung und Anordnung der Soll- und Habenblätter der einzelnen Blocks ganz auto matisch vor sich geht und durch die Anbrin- gu#g der farbigen #Kontrolle"-Kolonne auf den Kontis des Hauptbaehes ein Irrtum bei der Übertragung auf die Gegenkonti (rechts oder links von der Kontrolle-Kolonne) nicht eintreten kann. .
Das Rechnungsblatt d wird ebenso wie die Blätter b und c naell den einzelnen Posten in Streifen zerschnitten und diese auf ein Rechnungsformular mit den nötige11 Vertikal kolonnen in Übereinstimmung mit den be treffenden Kontis des Hauptbuches einge klebt- Die beschriebene Einrichtung ist für je- zlen Betrieb bestimmt. Je nach Bedarf kann ntürlich die Zahl der Vertikalkolonnen ver mehrt werden.
Auch kann das Rechnungs- blatt in Wegfall kommen. Selbstverstä.ndhcll ist es, dass für die farbigen Kolonnen auch andere Farben als die in der Beschreibung erwähnten gewählt werden können; wesent lich ist nur, dass sie möglichst gegeneinander konstrastieren.
Statt in ganzer Fläche farbig angelegt z11 sein, könnten die betreffenden Kolonnen auch nur durch farbige Umrahmungen oder durch versclhiecdenartige Schraffierung, oder sonst in auffallender Weise gegeneinander konstrastierend hervorgehoben sein. Das Hauptbuch braucht natürlich nicht nasch demn Kartensystem angelegt sein; es karnn auch die übliche Buchform haben. In diesem Falle, wie auch beim Kartensystem, brauchen übri gem die #Kontroll"-Kolonne und #Soll"- und #Haben"-Kolonne nicht auf ihrer gan zen Fläche farbig angelegt sein. Ess kann auch nur der Kopf der betreffenden Kolonnen als farbiges Feld ausgebildet sein.
Der be schriebene Block eignet sich ausserdem ohne jede Abänderung auch für die Aufstellung von Bilanzen; statt der einzelnen Journal- posten werden für diesen Fall eben die Schlussziffern der für die Bilanz in Frage kommenden Konti eingetragen.