Uhrwerk mit in Spritzguss hergestellten Teilen. Gegenstand der Erfindung ist ein Uhr werk mit in .Spritzguss hergestellten Teilen, bei welcher an einer der Platinen ausser den Zapfenlagern für das Laufwerk sowohl Ab standsbolzen zur Befestigung des Zifferblat tes, als auch in Zapfen auslaufende Zapfen bolzen zur Befestigung einer weitern Platine und ein -Glockenlager für die Minutenradwelle angegossen sind, und bei welchem die je ein Trieb tragenden Räder mit diesen und das Stundenrad mit dem an ihm angeordneten Stundenrohr je in einem Stück gegossen sind.
Fig. 1 und 2 zeigen das erste Ausfüh rungsbeispiel in Ansicht bezw. Schnitt.
Die Rädersätze der Uhr sind in zwei Pla- flinen 1 und 2 gelagert, in welche die Zapfen lager für die Rädersätze eingegossen sind. An die Platine 1 sind ausserdem die Abstan.dsbol- zen 3, .1, 5 zur Befestigung des Zifferblattes, sowie die in Zapfen auslaufenden Abstands bolzen 6, 7, 8 zur Befestigung der Platine 2 -in@@:;o@sen. Ferner ist noch an der dem Zif ferblatt zugekehrten Seite der Platine 1 ein Lagerzapfen 9 für das Wechselrad, sowie ein Glockenlager 10 angegossen, in welchem die Welle des Minutenrades läuft.
Infolge der Anordnung des Glockenlagers 10 kann auf dem zwischen den zwei Platinen gelagerten Teil der Minutenradwelle das Vier telrad 25 aufgekeilt werden, welches in das die Bewegung des Stundenrades ableitende, auf dem Zapfen 9 gelagerte Wechselrad 27 eingreift.
Infolge der geschilderten Ausbil dung der Platinen können Minutenradwelle mit Kettenrad, sowie Minutenrad mit Viertel rad je als Ganzes hergestellt, und dann zu sammen mit Beisatzrad, Ankerrad und Gang regler zwischen den Platinen gelagert werden, während Wechselrad und Stundenrad mit Stundenrohr zuletzt auf den Lagerzapfen 9 bezw. die Minutenrad-welle 19 aufgeschoben werden.
Die einzige, an den Platinen Vorzuneh mende Bearbeitung besteht ausser dem Bohren der Löcher für die Befestigungssplinte 26 in dem Einschneiden eines Muttergewindes in jede Platine zum Einschrauben der Körner spitzen 11 und 12, zwischen welchen der Gangregler 13 gelagert ist. Der Gangregler 13 ist als auf der Anker welle sitzender Wagebalken ausgebildet, und an der Feder 14 aufgehängt, so dass er in einer lotrechten Ebene schwingen kann. Der Lauf des Werkes wird durch Änderung der Spannung der Feder 14 geregelt. Die Spann schraube der Feder 14 ist in einem Loch des Abstandsbolzens 6 geführt.
Das Laufwerk der Uhr wird gebildet von dem Ankerrad 15 mit Trieb, dem Beisatzrad 16 mit Trieb und .dem Minutenrad 17 mit Kettenrad 18. Das Ankerrad 15 mit Trieb, sowie das Beisatzrad 16 mit Trieb sind derart ausgebildet, dass die Nabe dieser Räder un mittelbar in den Trieb übergeht und mit die sen zusammen auf die Welle aufgegossen ist.
Das Minutenrad und das Kettenrad sitzen lose auf der Minutenradwelle 19, und zwar wer den sie durch die Feder 20, welche zwischen dem Minutenrad und der mit der Minutenrad- welle verkeilten Nabe des Viertelrades 25 ein geschaltet ist, gegeneinander bezw. gegen den auf der Minutenradwelle festsitzenden Stell ring 21 gepresst. Dadurch wird einerseits eine Reibungskupplung zwischen Minutenrad und Minutenradwelle hergestellt, welche zum Ein stellen der Uhr notwendig ist, anderseits wird dadurch die Wirksamkeit der an dem Ketten rad angebrachten Federsperre gesichert.
Das Kettenrad ist in an sich bekannter Weise ausgeführt. An der dem Minutenrad zugekehrten Seite besitzt es eine Stahlscheibe mit zwei ausgestanzten federnden Lappen, die in eine Achsialverzahnung des Minutenrades eingreifen. Diese achsiale Verzahnung des Minutenrades ist' nicht aus Spritzguss herge stellt, da dieses Material für ein derartiges Organ nicht geeignet ist. Die Zahnung ist vielmehr in eine Eisenscheibe 22 eingestanzt, welche in das Minutenrad eingegossen ist.
Der Minutenradzeiger ist unmittelbar auf dem Vierkant der Minutenradwelle aufge steckt. Die Bewegung des Stundenzeigers ist durch Zwisehenschaltiing des Wechselrades 10 von der Minutenradwelle abgeleitet und wird auf das Stundenrad 23 übertragen, wel ches mit dem Stundenrohr 24 aus einem Spritzgussstiielz hergestellt ist.
Fig. 3 und 4 veranschaulichen als zweites Ausführungsbeispiel eine acht Tage gehende Uhr mit Federaufzug, und zwar zeigt: Fig. 3 die Vorderansicht des Werkes mit teilweisem Schnitt durch das Federhaus, Fig. 4 den Vertikalschnitt durch das Werk.
Die Rädersätze der Uhr sind zwischen zwei Platinen 1 und 2 gelagert, in welche die Zapfenlager für die Räderwellen fertig ein gegossen sind. An der vordern Platine 1 ist ausser den Abstandsbolzen zur Befestigung des Zifferblattes und den Bolzen zur Befestigung der Platine 2 das Federhaus 3 angegossen. Die Platine 2 weist ausser den Zapfenlagern und den Löchern zur Aufnahme der Abstandsbol zen einen Schlitz 4 zur Verstellung der Feder führung 22 des Gangreglers auf.
Das Federhaus 3 ist als eine vorn ge schlossene und hinten offene Kapsel ausgebil det. In dem zentrisch eingegossenen Zapfen lager 5 ist die Federwelle 6 geführt, deren mit Vierkant versehener, zum Aufziehen der Feder dienender Achsstummel 6a durch dieses Lager auf der Vorderseite des Uhrwerkes durchragt.
Die Herstellung des Federhauses aus Spritzgriss ermöglicht eine bei den gebräuch lichen Federhäusern nicht ausführbare Befe stigung der Feder 7. Diese Befestigung wird erreicht durch eine am innern Umfang des Federhauses befindliche Aussparung 8, deren Tiefe etwa der Stärke .der Zwischenfeder 7a entspricht und welche zur Aufnahme dieser Feder dient. Die Feder 7a legt sich mit ihrem einen Ende in die hinterstochene Kante 9 der Aussparung, während um ihr anderes Ende das Ende der Hauptfeder 7 .greift.
Die Zwi schenfeder 7a ist also gewissermassen in zwei Gelenken gehalten und gewährt dadurch dem Ende der Hauptfeder ein freies Spiel in ra dialer Richtung. Bei vollkommen gespannter Hauptfeder kann sich deren Ende daher voll kommen an die letzte Windung anlegen, wäh rend sieh anderseits beim Ablaufen der Feder ihre einzelnen Lagen in Form einer regeimä- ssig verlaufenden Spirale an die Innenwand des Gehäuses anpassen können. Die Abschlussscheibe 10 des Federhauses 3 ist lose auf die abgesetzte Federwelle 6 auf geschoben und legt sich an ihrem Umfang mit etwas Spiel in eine Ringnut 3ä des Feder hauses 3.
Falls sich beim Ablaufen der Feder einzelne Federlagen an die Abschlussscheibe 10 anpressen, so kann diese die Drehbewegung der Federlagen mitmachen.
An der Federwelle 6 ist die Feder 7 mit- telst des Federstiftes 6b in bekannter Weise befestigt. Zur Erleichterung des Zusammen baues des Federhauses ist die Bohrung der Abschlussscheibe mit einer dem Federstift 6b entsprechenden Aussparung 10a versehen, so dass die Federwelle 6 nach Einlegen der Feder in das Federhaus und Auflegen der Abschluss- scheibe 10 eingeschoben werden kann.
Das von der Feder getriebene Federrad 11 ist nicht starr mit der Welle 6 verbunden, sondern durch die Sperre 12, welche in au sich bekannter Weise ausgeführt ist. Die Zähne, in welche die Sperre eingreift, sind jedoch nicht in das Zahnrad 11 eingegossen, sondern in eine Eisenscheibe 12a eingestanzt, welche in das Zahnrad 11 eingegossen ist. Das Feder rad 11 steht in Eingriff mit einem Trieb 13, der .mit dem Minutenrad 14 aus einem Stück gegossen ist und lose auf der Minutenwelle 15 sitzt.
Die Kupplung zwischen dem Minutenrad 14 und der Minutenradwelle 15 erfolgt in be kannter Weise .durch die als Kupplung wir kende Feder 16, die zwischen dem Minutenrad 14 und der Nabe des Viertelrades 17 einge- schaltet ist. Das Minutenrad greift in be kannter Weise in den Trieb des Beisatzrades 18, und dieses in den Trieb des Ankerrades 19 ein.