CH102231A - Azetylen-Entwickler. - Google Patents

Azetylen-Entwickler.

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CH102231A
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CH
Switzerland
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gas
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acetylene
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Thomann Ed
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Thomann Ed
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H21/00Details of acetylene generators; Accessory equipment for, or features of, the wet production of acetylene

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description


      Azetylen-Entwickler.       Die gebräuchlichsten     Azetylen-Entwickler     haben den Nachteil, dass das erzeugte (las  nur einen geringen Druck hat und daher für  manche technische Zwecke, z. B. zum ratio  nellen Betrieb von Bunsenbrennern zum Heizen  von Lötkolben usw. nicht ohne weiteres ver  wendbar ist. Es sind zwar Apparate bekannt,  die Gas von höherem Druck entwickeln, aber  bei verminderter Gasentnahme und in den  Betriebspausen das sich noch entwickelnde  Gas ins Freie entweichen lassen müssen.  Derartige Apparate sind daher für die Auf  stellung in     Arbeitsräumen    nicht geeignet und  werden auch von den Aufsichtsbehörden nicht  zugelassen.  



  Bei der vorliegenden Erfindung ist nun  das     Zulaufsystem    mit Verdrängungsgasbe  hälter gewählt, jedoch so ausgebaut, dass die  vorerwähnten Nachteile     nicht.auftretenkönnen..     



  Über einem mit eingebauten Retorten     ver-          sehenen    Verdrängungsgasbehälter ist ein       Wasseraüsgleichgefäss    angeordnet, welches  durch ein Rohr mit dem Wasser des Gas  behälters in Verbindung steht, während der       Zufluss    des Entwicklungswassers von der  Höhe des     Wasserspieggels    im Gasbehälter ab-         hängig    ist. Gemäss der Erfindung ist das       Gasentnahmerohr    unmittelbar an die Retorte  angeschlossen und der Gasbehälter selbst im       Nebenschluss    an diese zur Verbrauchsstelle  führende Leitung angeschlossen.

   Das in der  Retorte erzeugte Gas tritt demnach mit un  verminderter Geschwindigkeit in die Ent  nahmeleitung und der Gasbehälter selbst  nimmt nur das überschüssige und das sich  nach dem Absperren der Verbrauchsleitung  im ersten Augenblick noch entwickelnde Gas  auf. Besondere     Vorkehrungen    sind     ausserdem          getroffen,    um diese Nachvergasung möglichst  zu verringern, dieses Gas     zurückzuleiten    und  die Hähne und Verschlüsse derart zwang  läufig zu verriegeln, dass eine unrichtige Be  dienung des Apparates nicht möglich ist.  



  Zwei Ausführungsformen des Erfindungs  gegenstandes sind auf der Zeichnung dar  gestellt.  



       Fig.    1 zeigt einen in Tätigkeit befind  lichen Azetylenapparat im Längsschnitt;       Fig.    2 ist derselbe Schnitt bei geschlos  senen Hähnen;       Fig.    3 ist die     Vorderansicht    des Apparates  nach     Fig.    1; -           Fig.    4 ist die Oberansicht;  F     ig.    5 ist die Vorderansicht des untern  Teils des Apparates mit der     Halmstellung     gemäss     Fig.2;          Fig.    6 und 7 zeigen die Verriegelung des  Retortendeckels;

         Fig.    8 ist ein Längsschnitt durch einen  mit     Rückschlagventilen    ausgestatteten Aze  tylenapparat.  



  Der Apparat besteht aus einem oben  offenen Behälter     a.,    der durch einen Zwischen  boden     U    in den untern geschlossenen Gasbe  hälter c und das darüber befindliche Wasser  ausgleichgefäss d geteilt wird. Dieses steht  durch ein Rohr e mit dem untern Wasser  raum des Gasbehälters C in Verbindung, so  dass das Wasser durch das Gas aus dem  untern Raum in das     Ausgleichgefäss        d    ge  drückt werden und bei geringem     Gasdruck     wieder zurückfliessen     kann.    In den Wasser  raum des Gasbehälters     G    ist die Retorte f  oder auch mehrere eingebaut,

   die zur Auf  nahme der     Karbidschublade        g    dient und durch  einen mittelst Bügel und Klemmschraube be  festigten Deckel     la    geschlossen wird. Diese  Retorte f ist nun einerseits durch das     Wasser-          zuführrohr    i mit dem     obern    Teil des Gasbe  hälters     o    verbunden und anderseits durch das  Rohr     k    unmittelbar an die Verbrauchsleitung  angeschlossen.

   Von diesem Rohr     k    zweigt  oberhalb des     Ausgleichgefässes    d jedoch ein,  in den Gasbehälter zurückführendes Rohr l  an, wodurch also der Gasbehälter c im Neben  schluss zur Verbrauchsleitung liegt und damit  nun bei plötzlicher Absperrung der Verbrauchs  leitung auch der     Wasserzufluss    zur Retorte  möglichst gleichzeitig unterbrochen wird, mün  det das Rohr     l    unmittelbar vor der Mündung  des Wasserrohres i in eine unten offene     Kam-          mer    z, wodurch an dieser Stelle der Wasser  spiegel infolge des hohen Gasdruckes schnell       gesenkt    wird.

   Eine Nachentwicklung kann  infolgedessen nur in ganz geringem Umfange  auftreten und das noch entstehende Gas im  äussersten Falle zirka die Hälfte des Wassers  aus Raum c in den offenen Behälter     d    drücken.  Beim Wiedereinsetzen des Gasverbrauchs  sorgt ein in der Wand in befindliches Klap-         penventil        m    oder dergleichen dafür, dass auch  das ausserhalb dieser kleinen     Kammer    z be  findliche Gas in das Rohr k und in die Ver  brauchsleitung zurückgelangt.  



  Zwecks     Ausserbetriebsetzung    des Appa  rates ist sowohl das Wasserrohr i mit einem  Hahn o, als auch das Rohr k mit einem  solchen Hahn     p    versehen und die Betätigungs  hebel o' und     p'    dieser beiden Hähne o und  <I>p</I> sind durch eine     Stange   <I>q</I> miteinander ver  bunden. Der mit einer Handhabe versehene  Hebel o' hat ausserdem eine Platte     o',    die  den     Verschlussmechanismus    des Retorten  deckels     lt,    bei geöffneten Hähnen gegen Zu  griff schützt, wodurch ein Öffnen der Retorte  beim Arbeiten des Apparates wirksam ver  hindert wird     (Fig.    1 und 3).

   Sobald die  Hähne o und     p    jedoch durch Anheben des  Handhebels o' geschlossen werden, kann die  Retorte f geöffnet werden     (Fig.    2 und 5),  und für den Fall, dass dies nicht sofort nach  dem Schliessen der Hähne geschieht, ist unter  halb des Hahnes     p    ein in den Wasserraum  des     Gasbehälters    c     führendes    Rohr r abge  zweigt, um die Retorte gegen     Überdruck    zu  schützen, ohne dabei aber Gasverluste be  fürchten zu müssen.  



  Eine weitere automatische Sicherung ist  noch in der Weise     getroffen,    dass die ge  schlossenen "Hähne durch eine Verriegelung  gesperrt bleiben, wenn die Retorte geöffnet  ist. Zu diesem Zweck ist ein den Handhebel  o' arretierender Federstift     s    vorgesehen, der  bei geschlossener Retorte jedoch infolge eines  am Retortendeckel<I>lt</I> befestigten, auf die  Stiftplatte s' einwirkenden Ausschlages     lt'     ausser     Eingriff    gehalten wird.

   Sobald aber  der Retortendeckel     1z    entfernt wird, was ja  nur nach dem Ausschwenken des mit der  Schutzplatte o  versehenen Handhebels o' ge  schehen kann, gibt der Anschlag     h'    die von  einer Feder beeinflusste Stiftplatte s' frei und  der Stift s selbst hält dann den Handhebel  o' fest. Letzterer kann also nur durch den  vollständig geschlossenen Deckel     h    ausgelöst       werden,    wodurch eine unbedingt     zuverlässige          gegenseitige    Verriegelung der Retorte und  des Gasbehälters     geschaffen    ist.

        In     derselben    Weise können bei grösseren       Apparaten    auch zwei Retorten angeordnet       werden    und zwecks Vereinfachung der An  lage ist es auch möglich, in die Rohrleitung       k        Rückschlagventile        t    einzubauen, die bei ge  schlossener Entnahmeleitung. das sich noch  entwickelnde Gas durch das Rohr     l    in den  Gasbehälter entweichen     hissen    und diesen       anderseits        absperren;    sobald die Retorte h  geöffnet ist (siehe     Fig.    8).  



  Die Handhabung und Wirkungsweise des  Apparates spielt sich wie folgt ab  Nach dem Füllen des Apparates mit  Wasser bis zur Wassermarke zu in Behälter       d    wird die     Retorten-Schublade    y mit Karbid  gefüllt, die Retorte selbst geschlossen und  die Hähne o und p durch Niederlegen des  Handhebels     o1        geöffnet.    Es entwickelt sich  dann, da der Behälter c auch vollständig mit  Wasser gefüllt ist und dieses durch das Rohr  i in die Retorte eintritt, sofort Azetylen,  welches durch das Rohr k in die Verbrauchs  leitung gelangt und zur beliebigen Verwen  dung zur Verfügung steht.

   Bei normalem       Verbrauch    wird sich dabei der Wasserstand  im Gasbehälter, wie in     Fig.    1 dargestellt, in       der    Höhe der Mündung des Rohres i halten,  bei starkem Verbrauch noch etwas höher  steigen, dagegen beim Absperren der Ver  brauchsleitung zunächst in der der Wasserrohr  mündung vorgelagerten Kammer z infolge des  hohen Gasdruckes sehr, schnell fallen und  bei starker Nachentwicklung etwa wie     Fig.    2  zeigt, zurücktreten.  



  Das in der Retorte sich entwickelnde  Azetylen gelangt, wie aus der Zeichnung er  sichtlich, unmittelbar in     dieVerbrauchsleitung;     die Geschwindigkeit des Gases wird demnach  nicht verringert, wie es bei den bisher be  kannten Apparaten der Fall ist, bei denen  es einen mehr oder weniger grossen Gasbe  hälter durchströmen muss und dann nur mit  relativ geringer     (xeschwindigkeit    zur Ver  brauchsstelle gelangt. Beim vorliegenden  Apparat dient der im     Nebenschluss    an die  Verbrauchsleitung angeschlossene Gasbehälter  lediglich zur Regelung des Speisewasserzu-         flusses,    zum Druckausgleich und zur Auf  nahme der Überproduktion.  



  Nicht allein zum Betriebe von Heiz- und  und Beleuchtungsbrennern aller Art bietet  das mit vorliegendem Apparat erzeugte Gas  erhebliche Vorteile; sondern auch bei der  autogenen Metallbearbeitung wird durch die  Verwendung dieses     Azetylenpressgases    eine  grosse Ersparnis an Sauerstoff erzielt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH- Azetylen-Entwickler nach dem Zulauf system mit Verdrängungsgasbehälter, dessen Abschlusswasser als Entwicklungswasser dient, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasbehälter, in welchem ein in bestimmter Höhe ange ordneter Überlauf des Sperrwassers die Speise- Wasserzuführung für den Entwickler bildet, durch ein Rohr im Nebenschluss an die vom Entwickler zur Verbrauchsstelle führende Lei-@ tung angeschlossen ist.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Azetylen-Entwickler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dadurch gekenn zeichnet, dass das Gasentnahmerohr mit einem Absperrorgan versehen ist, unter dem ein in den Wasserraum des Verdrängungs gasbehälters zurückführendes Rohr für das Nacheutw icklungsgas abzweigt, während die Nachentwicklung selbst dadurch vermindert wird, dass das Nebenschlussrohr in eine dem Entwicklungswasserauslass vorgelagerte, un ten offene Kammer einmündet, wodurch der Wasserspiegel an dieser Stelle schnell gesenkt wird.
    2. Azetylen-Eutwickler nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Hahn des Entwicklungs rohres mit einem Hebel versehen ist, dessen Platte bei geöffnetem Hahn den Retorten verschluss gegen Zugriff schützt und ander seits ein Gesperre vorgesehen ist, das die geschlossenen Hähne bei Abnahme des Re tortendeckels verriegelt. 3. Azetylerr-Entwickler nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der Hahn der Gasent- nahmeleitung mit dem Hahn des Entwick lungswasserrohres zwecks gleichzeitiger Be tätigung durch ein Gestänge verbunden ist.
    4. Azetylengas-Entwickler nachPatentanspruch und Unteransprüchen 1-3. dadurch ge kennzeichnet, dass das Halmgestänge bei geschlossenen Hähnen und geöffneter Re torte durch einen Federstift verriegelt wird, während die Freigabe des Gestänges nur bei geschlossener Retorte durch den Re tortendeckel erfolgen bann. 5.
    Azetylen-Entwickler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasent- nahnrerohr vor der Abzweigung des zum Behälter führenden Nebenschlussrohres mit einem Rückschlagventil versehen ist.
CH102231D 1923-02-07 1923-02-07 Azetylen-Entwickler. CH102231A (de)

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