CH102297A - Aus einem feststehenden keilförmigen Teil und einem beweglichen mit ersterem zusammenarbeitenden keilförmigen Teil bestehender Spatienkeil. - Google Patents

Aus einem feststehenden keilförmigen Teil und einem beweglichen mit ersterem zusammenarbeitenden keilförmigen Teil bestehender Spatienkeil.

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CH102297A
CH102297A CH102297DA CH102297A CH 102297 A CH102297 A CH 102297A CH 102297D A CH102297D A CH 102297DA CH 102297 A CH102297 A CH 102297A
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Mergenthaler Linotype Gmbh
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      .Aus    einem feststehenden     keilförmigen    Teil und einem     beweglichen    mit ersterem       zusammenarbeitenden        keilförmigen    Teil bestehender     Spatienl;eil.       Die Erfindung bezieht sich auf einen       Auschliess-    oder     Spatienkeil,    wie solche bei  typographischen     3iaschinen,    insbesondere Ma  trizensetz- und     Zeilengiessmaschinen,    zum Aus  schliessen der gesetzten     Matrizenzeile    vor dem  Giessvorgang verwendet werden.

   Die     Spatien..     keile haben in der Form, wie sie bisher her  gestellt wurden, den Nachteil, dass sie sich  leicht verbiegen oder brechen, weil sie bei  ihrer Verwendung in der Maschine ziemlich  unsanft behandelt werden; ausserdem erfor  dert auch die Herstellung der     Spatienkeile     viel     Zeit    und ist schwierig und mit grossen       Kosten        verbunden.     



       Die    vorliegende Erfindung bezieht sich  auf einen     Spatienkeil,        der.    grössere Wider  standsfähigkeit und Dauerhaftigkeit als die       ilh        Iren        Spatienkeile    besitzt und' mit     we-          ni        ger    losten hergestellt werden kann.  



  Die Zeichnung zeigt ein     Ausführungsbei-          >;lsiel        des    Erfindungsgegenstandes, und zwar  in     Fig.    1 eine zusammengesetzte Matrizen  zeile in der ausgeschlossenen Stellung, fertig  für den Abguss;         Fig.    2 und 3 sind Seitenansichten eines       Spatienkeils,    und zwar von rechts     bezw.    von  links;       Fig.    4 ist eine Seitenansicht eines     Spa-          tienkeils    der bekannten Ausführungsform;

         Fig.    5 und 6 sind Querschnitte in Rich  tung der Linie 5-5     bezw.    6-6 durch     Fig.     3, und       Fig.    7 ist ein Querschnitt in Richtung  der Linie 7-7 von     Fig.    4;       Fig.    5, 6 und 7 sind- in einem grösse  ren     Massstabe    dargestellt als die andern Fi  guren.  



  Wie in     Fig.    1     gezeigt,    besteht der     Spa-          tienkeil    aus zwei spitz zulaufenden oder keil  förmig auslaufenden Teilen<I>A</I> und<I>B,</I> deren  äussere Flächen senkrecht verlaufen und  deren innere, miteinander in Eingriff ste  hende Flächen unter dem gleichen Winkel  geneigt sind, so dass die äussern Flächen stets  ihre senkrechte Stellung behalten.

   Das kür  zere Stück ist der feststehende Teil A, der  an seinem obern Ende mit Ohren A' ver  sehen ist, die ihn gegen Bewegung während      des     Ausschliessvorganges    sichern,     während     der längere Teil     B    der bewegliche Teil ist,  der     gleitbar    mit dem Teil _d verbunden ist,  derart, dass er nach oben durch die gesetzte  Zeile getrieben werden kann, um den Aus  schliessvorgang zu     bewirken.     



  Die vorstehende Beschreibung gilt auch  für die -alte Form des     Spatienkeils,    wie er  in den     Fig.    d und ? dargestellt ist, der aus  einem festen Teil X mit den Stützohren  und einem beweglichen 'feil Y besteht. Bei  der alten Form wird die     Gleitverbindung          zwischen    den beiden Teilen dadurch er  reicht, dass in den     schwalbenschwanzförniigen          Schlitz        Y',    an dem     Teil        Y,    eine     entsprechende     Zunge X' an dem Teil X     einfasst:

      Infolge       clcr        abgcschrägten    Form des Teils Y sind nun       clie    äussern Randleisten     Y\,        insbesonderw    an       ihren        obern    Enden, sehr     dünn,        und    deshalb       verbiegen    sie sich sehr leicht oder brechen       soggar.    Daneben kommt es oft vor,

   dass in  folge von     Krümmungen    und     Verbi.cgungeii          die        beiden        Randschienen    aus ihrer Lage       kommen    und     infolgedessen    die freie     Bewe-          ,;;ung    der beiden keilförmigen Teile stören.

         \Veitere    Schwierigkeiten und Nachteile er  gc-bcn sich bei der Herstellung; zum     Beispiel          ,-erziehen    sieh bei dem Härten und Glühen       dcs    Teils Y die beiden Randleisten     Y'    und  -;     erlieren    ihre parallele Lage     oder    werden  in anderer Weise verzogen, was wieder erst  eine Bearbeitung erfordert, uni die geneig  ten abgeschrägten     Kanten    in genaue Arbeits  lage zu bringen.

   Des     Bearbeiten    erfolgt in  dem gehärteten Zustande des     -Netalles.    In  folgedessen ist es sehr     schwieri-    und er  fordert häufig Handbearbeitung. Ausserdem  wechselt die Art und das     Hass    der Bearbei  tung     n.atürlieh    bei den verschiedenen Teilen,  so     dass    zwei Stücke der Teile Y selten voll  stündig gleich ausfallen, vielmehr ist der       s:hwalbenseliwanzförmige    Schlitz     Y1    an eini  gen Teilen Y breiter als an andern.

   Aus die  sem Grunde hatte man die Teile X mit. ver  schieden breiten Zungen X' ausgeführt, um  die verschiedenen Breiten der     schwalben-          seliwanzförmigen    Schlitze an den Teilen Y aus  zugleichen. Aber selbst dann verbleiben doch    immer noch die Nachteile des langsamen  und schwierigen     Auswählens    zweier Teile,  die genau ineinander     passen,    und ausserdem  gibt es noch viele Teile, die eine zusätzliche  Arbeit erfordern, bevor sie in zufrieden  stellender Weise ineinander gefügt werden       können.    Bei der     bisherigen        Fertigungsweise     war eine     Massenherstellung    derart,

   dass die  Teile einfach     ausgetveehsc.lt    werden können,  unmöglich. Diese     Schwierigkeiten    bei der  Herstellung und im Klebrauch     der        Spatien     sind     aller,    Fachleuten     bekannt,    so     da.ss    sie       nicht    weiter     erwiilint    zu werden brauchen.  



  Um sie zu beseitigen, ist     der        gezeichnete          Spatienkeil    wie folgt hergestellt: Der be  wegliche Teil B ist mit zwei     Längsschlitzen          Bi    versehen und besitzt somit zwei Rand  leisten     B'    (ähnlich den entsprechenden Leisten       Y'    des früheren     Spatienkeils)    und eine in der  Mitte zwischen ihnen angebrachte     Leiste        B:

  1,     welche bedeutend breiter ausgeführt ist als  die     beiden    andern, und die an ihren beiden  Kanten über ihre ganze     Lunge    oder wenig  stens so weit, wie die Bewegung des Teils B  reicht, abgeschrägt ist. Der feststehende  Teil A ist an seiner     innern    schrägen Fläche       mit    einem Paar Führungen     A'    versehen, die  in den     Liingssehlitzen.        B1    liegen und an  ihren innern Kanten unterschnitten sind,  so dass sie die     schwalbensehwanzförmi@@e     Leiste     B?    zwischen sieh aufnehmen können.

    Die so hergestellte     Gleitverbindung    dient  dazu, die     beiden        l@eilförmigen    Teile in Be  rührung miteinander zu halten, während der  Teil B die     Möglichkeit    hat, sich dem festen  Teil A     gegenüber        zii    bewegen, um den     Spa-          tienkeil    als solchen zu spreizen und zusam  menzuziehen. In     Fig.    1 sind die     Spatien    in  der gespreizten Stellung gezeigt.

   Die be  weglichen Teile B sind aufwärts durch die       gesetzte        Matrizenzeile    7 getrieben, um die  Zeile auf ihre Schliesslänge zu spreizen.  Aus den     Fig.        i    und 5 ist zu     ersehen,    dass die       Führungen        A'    die seitlichen Randleisten B   nicht berühren und nur an der mittleren       Beiste    B' gleiten. Die Länge der Führungen  <B>A2,</B> die etwa. der Länge der Zungen X' der  alten     Spatienkeile        entspricht,    ist bedeutend      grösser als die Breite der Leiste     B3;    das Ver  hältnis ist grösser als 2 : 1.

   Die obern En  den der Leisten     B2,        B3    verlaufen in einem  dünnen Verbindungsblättchen     B';    die  Schlitze     B'    endigen zu diesem Zweck kurz  vor dem Ende des Teils B, und an ihrem  untern Ende sind die erwähnten Leisten  durch ein längeres und bedeutend dickeres  Blättchen     B'    miteinander verbunden.

   Zwi  schen den beiden Verbindungsblättern     B',    B'  erstrecken sich die Schlitze     B1    durch den  ganzen Teil B     hindurch,    damit dieser in dem  angegebenen Masse     zugeschrägt    werden kann  und die Führungen     Az        in,die    Schlitze eintreten  können, wenn sie an der Leiste     B"    entlang  gleiten, ohne über die äussere senkrechte Flä  che des Teils B hervorzustehen.  



  Beim Zusammenarbeiten der beiden Teile  A und<I>B</I> werden die Führungen<I>A'</I><B>'</B> über  das untere Ende der Leiste     B3,    die, wie     er-          @viihnt,    über ihre ganze     Länge        abgeschrägt     ist, geschoben und ein Kopfstift     B'    wird als  dann in der Verbindungsplatte B', und zwar  in der Verlängerung des einen der Schlitze       B1    derart angebracht, dass er mit der un  tern Kante des Teils A zusammentreffen       kann    und dadurch die Aufwärtsbewegung  des Teils B begrenzt.

   Die Abwärtsbewegung  des Teils B wird durch Zusammentreffen der  Verbindungsplatte     B'    mit dem obern Ende  der Führungen     A2    begrenzt. Diese letztere  Lage nehmen die Teile ein, wenn der     Spa-          tienkeil    vor dem Ausschliessen durch die Ma  schine läuft. Auf diese Weise werden also  die beiden Teile des     Spatienkeils    ständig zu  sammengehalten.  



  Die Vorteile des beschriebenen     Spatien-          keils    sind nun klar zu erkennen. Infolge des  Vorhandenseins der mittleren Leiste     B3    ist  der     bewegliche    geschlitzte Teil von B be  deutend stärker und weit steifer als der ent  sprechende Teil Y der alten     Spatie,    und in  folgedessen ist die Neigung, sich beim Ge  brauch zu verbiegen oder zu brechen, ent  sprechend vermindert. Ausserdem wird da  durch, dass die Führungen     AZ    nur mit der  mittleren Leiste     B3    verbunden sind, eine  sichere Gleitverbindung zwischen - den keil-         förmigen    Teilen A und B erreicht.

   Der  Grund dafür liegt darin, dass eine verhält  nismässig lange und schmale Anlage zwischen  den Teilen<I>A-</I><B>'</B> und     B     vorhanden ist, durch  die eine sanfte und leichtgehende     Gleitver-          bindung    erzielt wird.

   Ausserdem wird da  durch, dass die beiden schrägen     Gleit-          flä-c-hen    für die Führungen     AZ    an der  Leiste     B3    angeordnet     sind,    und diese  zusammen mit dem übrigen Teil des     Spa-          tienteilkeils    B ein festes Ganzes bildet,  erreicht, dass die beiden schrägen Gleit  flächen an ihr ihre genaue Form und ihre  parallele Lage stets behalten, da sich die  Leiste     B3    unter gewöhnlichen Verhältnissen  selten, wenn überhaupt, verbiegen kann.

    Die Führungen A\ stehen weiter mit den  beiden äussern Randleisten     B=    nicht in Be  rührung, so dass die letzteren, auch wenn sie  sich verbiegen oder aus ihrer parallelen Lage  gelangen, keinerlei     Wirkung    -auf die     Gleit-          verbindung    ausüben können. Die praktische  Anwendung hat gezeigt, dass     Spatienkeile     der beschriebenen Form bemerkenswerte       Stärke_und    Dauerhaftigkeit besitzen.  



  Da zudem die schrägen Flächen auf die  mittlere Leiste     B3    beschränkt sind, kann der  Teil B gehärtet und geglüht     -werden,    ohne  dass die schrägen Flächen     nachher    bearbeitet  zu werden brauchen, das heisst die schrägen  Flächen, die nur an einem einzigen festen  Teil angeordnet sind; können an diesem her  gestellt werden, wenn das     Metall    noch weich  ist, und sie werden ihre richtige Form und  ihre parallele Lage während des Härte- und  Glühvorganges behalten, so dass die     haupt-          sächlichste    Schwierigkeit, die bei der Her  stellung von     Spatienkeilen    gewöhnlicher  Bauart auftrat, hierdurch beseitigt wird.

    Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch,  dass die abgeschrägte Leiste     B3    bei allen       Spatien    von gleicher Breite sein kann und  mit Führungen     A2,    die ebenfalls gleiche  Weite     haben,    zusammenarbeitet. Auf diese  Weise können die beiden keilförmigen Teile  <I>A</I> und<I>B</I> nach genauen Lehren und aus  wechselbar hergestellt werden, so dass je  zwei Teile ohne weiteres unmittelbar zu-           sammengefügt    werden können, wodurch er  hebliche Zeit und Arbeit, die das Zusammen  setzen der Teile bisher erforderte, gespart  wird.

   Es kommt noch hinzu, dass viele Ar  beitsvorgänge, die bei den früheren     Spatien-          keilen    erforderlich waren, bei der Herstel  lung des beschriebenen     Spatienkeils    fort  fallen, wodurch die Kosten der Herstellung  auf ein Mindestmass herabgemindert werden.  



  In den Zeichnungen ist der     Spatienkeil     nur in einer Ausführungsform als Beispiel  gezeigt. Es können natürlich     Änderungen     und Abweichungen daran vorgenommen wer  den, ohne dass diese aus dem Rahmen der Er  findung herausfallen. Zum Beispiel kann der  Teil B, der als aus drei Längsteilen bestehend  dargestellt ist, auch aus einer grösseren An  zahl zusammengesetzt sein. Ferner ist in der  dargestellten Ausführungsform die mittlere  Leiste viel breiter als die Randleisten B\.  Selbstverständlich kann diese Leiste auch  schmäler oder breiter als dargestellt aus  geführt werden.

   Ferner ist nicht erforder  lich, dass die abgeschrägten Führungsflächen  nur an der mittleren Leiste     B3    angebracht  -sind, obgleich diese Anordnung aus den vor  her angegebenen Gründen vorteilhaft ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Aus einem feststehenden keilförmigen Teil und einem beweglichen, mit ersterem zusam menarbeitenden keilförmigen Teil bestehender Spatienkeil, bei welchem der bewegliche Teil geschlitzt ist und zwei Randleisten besitzt, die sich in der Richtung seiner Bewegung er- strecken, gekennzeichnet durch mindestens eine mittlere Leiste, die parallel zu den Rand leisten verläuft und dazu dient, dem beweg lichen, geschlitzten Teil Festigkeit und Steifheit zu geben und eine sichere Führung während des Ausschliessvorganges zu ge währleisten.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Spatienkeil nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die an dem feststehenden keilförmigen Teil angeord neten, in Nuten des beweglichen Teils einfassenden Führungen die Randleisten des letzteren nicht berühren und die Gleitverbindung der keilförmigen Teile aneinander lediglich durch die Berührung mit der mittleren Leiste herstellen.
    2. Spatienkeil nach LTnteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die miteinander in Berührung kommenden Flächen der Führungen und der mittleren Leiste so schräg stehen, dass die letztere schw alben- schwanzförmigen Querschnitt besitzt.
    ä. Spatienkeil nach Unteranspruch 1, da durch gel-ennzeichnet, dass die Länge der Führungen bedeutend grösser ist als die Breite der mittleren Leiste, an der sie gleiten, so dass eine verhältnismässig lange und schmale Anlage zwischen den er wähnten Teilen vorhanden ist.
CH102297D 1921-03-28 1922-03-17 Aus einem feststehenden keilförmigen Teil und einem beweglichen mit ersterem zusammenarbeitenden keilförmigen Teil bestehender Spatienkeil. CH102297A (de)

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