CH102319A - Messanordnung mit Gitterelektronenröhre. - Google Patents
Messanordnung mit Gitterelektronenröhre.Info
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Description
1VIeBanördnung mit Gitterelektronenröhre. Die Erfindung bezieht sich auf eine sol che Messanordnung, bei welcher Elektronen röhren mit Gitter benutzt werden, insbeson dere solche, bei denen eine zu messende Span nung zwischen Gitter und Kathode angelegt wird, um sie mit einem Stromzeiger im Anodenkreis zu messen. Derartige Elektro nenröhren müssen zwei Bedingungen erfül len. Zunächst muss der Gitterstrom, um den Stromverbrauch .des durch :die Röhre und der. Stromzeiger gebildeten Spannungsmessers möglichst gering zu halten, sehr klein sein.
Ferner muss das Verhältnis zwischen der zu messenden Spannung oder, was dasselbe ist, zwischen dem Gitterstrom einerseits und dem Anodenstrom anderseits, unveränderlich sein. Bei den bisherigen Anwendungsweisen der Elektronenröhre kam es auf :die genaue Ein haltung dieser beiden Bedingungen nicht an. Bei Messungen mit Wechselstrom wurde zum -Beispiel ein Eingangsübertrager benutzt, der einen solchen Strom verbraucht, dass der eigentliche Gitterstrom gegen ihn nichb in Betracht kam. Ferner war bei der üblichen Verwendung der Elektronenröhre zur - Ver stärkung eine bis auf geringe Bruchteile ge naue Unveränderlichkeit :des Verstärkungs faktors nicht nötig.
Die bekannte Betriebs weise der Elektronenröhren erfüllte bisher ihren Zweck, sie ist aber nicht mehr anwend bar, wenn es sich um die quantitative--Mes- suug vonGleichspannungen handeIt,insbeson- dere, wenn man es dabei mit ganz geringen Strömen, z. B. Ionisationsströmen, die in der Grössenordnung von etwa 10-10 bis 10-8 Ampere liegen, zu tun hat.
Den beiden genannten Bedingungen, -die bei der bisherigen Betriebsweise .der Elek tronenröhre nicht erfüllt waren, wird zu nächst dadurch genügt, @dass die Gitterspan nung so weit negativ gewählt wird, dass kein merklicher Elektronenstrom zum Gitter ge langt. Dann ist aber immer noch die Mög lichkeit eines positiven Ionenstromes ge geben. Dieser wird um so kleiner sein, je besser das Rohr entlüftet ist. Bei vollkom menem Vakuum wird kein positiver Ionen strom mehr auftreten. Ein solches Vakuum ist aber nicht erzielbar.
Ferner ist auch eine solche Luftleere, bei der der positive Tonen strorn so -gering ist, _ daB er für Aden Betrieb der Röhre nicht in Betracht kommt, bei der Reihenherstellung von Röhren nicht mehr mit .der verlangten Güte herstellbar.
Diesem Nachteil wird gemäss der Erfin dung dadurch begegnet, dass man die Ano denspannung unterhalb der Ionisierungs- spannunig hält, die für ;die betreffenden Rest gase in Betracht kommt. In einem Rohr wird in der Regel eine 1Vlischung verschiedener Gase vorliegen, daher wird man als Grenze für die lonisierungsspannung etwa 7 Volt annehmen.
Bei einem nicht besonders gut gepumpten Rohr wurde für eine Anoden spannung von 7 Volt ein positiver Gitter strom von 2-3.10-12 Ampere gemessen, bei einer Anodenspannung von 7,5 Volt ein Strom von 10.10-12 Ampere, dagegen bei einer Anodenspannung von 15 Volt bereits ein Strom von 1170.10-12 Ampere. Der positive Gitterstrom kann also in der Tat bei Wahl einer genügend kleinen Anodenspan nung gegenüber Aden zu messenden Ionisa- tionsströmen vernachlässigt werden.
Bei Verwendung der niedrigen Anoden spannungen ist eine Röhre mit grossen. Git termaschen Bedingung, um das im Anoden kreis liegende Strommessgerät voll ausnut zen zu können.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der neuen Messanordnung in sehe- matischerWeise dargestellt, und- zwar zeigt dieses die Messanordnung für die Bestim- mung beispielsweise eines Ionisationsstromes, der durch die Bestrahlung einer Ionisations- kainm.er mit Röntgenstrahlen erzeugt wird.
Die Strahlung der Röntgenröhre r trifft eine Ionisationska.mmer i. Diese besteht aus einem für Röntgenstrahlen durchdringlichen Gehäuse und einem indessen Innern angeord neten, hochisolierten Stift p. Das Kammer- geliäuse ist an eine Batterie b, von zweck mässig 24 Volt angeschlossen, deren anderer Pol mit. dem Ende e verbunden ist.
Der Stift y) ist dagegen mit einer Ansehlussklemme tl eines hochohmigen Widerstandes o und gleichzeitig auch zeit dem Steuergitter eines Venstärkerrohres t verbunden. Das andere Ende t2 des - Widerstandes o -ist an -- den negativen Pol einer Batterie b2 von 3 bis 4 Volt angeschlossen, deren anderer Pol mit der Kathode c der Röhre verbunden ist.
Die Kathode c wird durch einen Glühfaden -- gebildet, -der aus einer kleinen Batterie b; -den Heizstrom empfängt. Auch die Kathode ist mit Erde e verbunden.
An die Anode a und die Kathode c sind in Reihe ein Strommesser m und eine Bat terie b,4 angeschlossen. Diese Batterie hat eine Spannung von 7 Volt. Zweckmässig kann man auch zwischen der Kathode c und dem Steuergitter g ein zweites, sogenanntes Raumladungsgitter gx einschalten, das an den Pluspol der Batterie b.,
angeschlossen ist und das eine erhebliche Steilheit der Charakteristik und damit grosse Empfind lichkeit der Messanordnung bewirkt.
Die Anzeichen des Messgerätes m sind abhängig von ,der Spannung an dem hoch- ohmigen Widerstand o. Es kann dementspre chend an diesem Messgerät unmittelbar die an den Widerstand angelegte Spannung ge messen werden.
Da, diese im vorliegenden Fall proportional der Stärke des durch die Ionisatiouskammer i. fliessenden Stromes ist, kann das Messgerät unmittelbar in Werten der Ionisierungsstromstürke oder der diese bedingenden Eigenschaften der Röntgen strahlung geeicht werden.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf (las dargestellte Beispiel, vielmehr kann die 11essanordnung in allen Fällen gebraucht werden, wo es sich um die Feststellung dem ngegebenen Verwendungszweck ä:hnlieher <B>t</B> Werte handelt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Messanordnung mit Gitterelektronenröhre zur Messung sehr kleiner Gleichströme oder Gleichspannungen, bei .der der Anodenstrom als Mass der an das Gitter angelegten zu mes senden Spannung oder der diese Spannung bedingenden Stromstärke dient, dadurch ge kennzeichnet, @d.ass die Hilfsspannung am Gitter so weit negativ gewählt ist, dass kein merklicher Elektronenstrom zum Gitter ge langt,und d.ass die Anodenspannung unter halb der Ionisierungsspannung der im Rohr enthaltenen Restgase, im allgemeinen bei 7 Volt, liegt, zum Zweck, die Entstehung von Strömen zwischen Gitter und Kathode zu vermeiden, die ,die Messung stören würden. UNTERANSPRtrCHE 1.Anordnung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung einer Röhre mit Raumladegitter, zwecks Erzie- lung einer möglichst grossen Steilheit der Charakteristik und damit einer grossen Empfindlichkeit der Messanordnung. 2, Anordnung nach Patentanspruch zur Messung von Ionisierungsstärken, dadurch gekennzeichnet,dass im Gitterkreis ein hochohmiger Widerstand liegt, den der Ionisierungsstrom durchfliesst.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102319X | 1921-12-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH102319A true CH102319A (de) | 1923-12-17 |
Family
ID=5649292
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH102319D CH102319A (de) | 1921-12-02 | 1922-11-21 | Messanordnung mit Gitterelektronenröhre. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH102319A (de) |
-
1922
- 1922-11-21 CH CH102319D patent/CH102319A/de unknown
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