CH102347A - Verfahren zur Herstellung von Gummifäden. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gummifäden.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Gummifäden. Man hat bereits vorgeschlagen, Kautschuk lösungen auf kaltem Wege unter Verwen dung von Schwefelwasserstoff und Schwefel dioxyd zu vulkanisieren, indem beide Gase dem Kautschuk nach seiner Auflösung in Benzin nacheinander zugegeben werden.
Auf diese Weise lassen sich wohl grössere Kaut schukgegenstände vulkanisieren, doch ist die ser Weg für die Herstellung von dünnen Gummifäden nicht beschreitbar. Da in dem Augenblick, in welchem die normale Vul- kanisation erreicht ist, eine Kontraktion (Pektisierung) eintritt, so ist es nicht mehr möglich, durch Herauspressen der Gummi lösung ans der Spritzmaschine glatte Gummi fäden runden Querschnittes zu erhalten.
Das neue Verfahren, welches diese Nach teile vermeidet, besteht darin, dass die Gum milösung zunächst mit dem einen Vulkani- siergas behandelt wird, sodann durch Her auspressen derselben aus der Presse Fäden geformt und hierauf die Fäden der Wirkung des zweiten Vulkanisiergases ausgesetzt wer den. Auf diese Weise lassen sich Gummi fäden beliebiger Länge herstellen, indem man die Formgebung zwischen die Reaktion der beiden komplementären Gase legt.
Man kann also nach dem neuen Verfahren beispielsweise die Kautschuklösung zunächst mit Schwefelwasserstoff oder Schwefeldioxyd behandeln, aus dieser gashaltigen Lösung den Faden bilden und ihn direkt nach Ent stehen in eine Lösung führen, die das zur Schwefelbildung notwendige _ komplementäre Gas enthält. Durch entsprechende Massnahmen wird hierbei das Lösungsmittel herausgetrie ben, worauf der Faden aufgespult und weiter verarbeitet werden kann. Als praktische Länge für den Faden kommen etwa 300-500 m in Betracht.
Da es sich bei Gummifäden um sehr kleine Querschnitte handelt, ist es erwünscht, langsam zu arbeiten. Ebenso ist es zweck mässig, wenn die Anlagerung des Schwefels langsam vor sich geht, damit der Faden in bezog auf Zerreissfestigkeit und Dehnung auf seiner ganzen Länge gleichmässig wird. Dies lässt sich in der Weise erreichen, dass das zweite Gas gekühlt wird. Beispielsweise kann man bei Schwefeldioxyd entweder eine Lö sung in Benzin anwenden, die man auf etwa 5-10 abkühlt, oder man kann das Gas bei niederer Temperatur komprimieren, bis es sich verflüssigt, und es so verwenden. Die Reaktion der beiden Gase in dem Faden tritt dann langsamer ein.
Es hat sich ferner gezeigt, dass man bei dem neuen Verfahren auch einzelne Fäden nach ihrem Austritt aus den Düsen kurz vor, während oder nach der Behandlung mit dem zweiten Gas miteinander verspinnen kann. Die nach diesem Vorgang eingetretene Pektisierung der Fadenmasse ergibt eine ge nügende Festigkeit des Fadens, um diesen weiter verarbeiten zu können. Man kaim hier bei zweckmässig mit dünnflüssigeren Lösungen arbeiten. Bei Verwendung dünnflüssiger Lö sungen kann der Druck auf die Kautschuk- masse erheblich herabgesetzt oder vermieden werden.
Der Vorteil des Verspinnens bestellt in der grösseren Festigkeit des hergestellten Fadens.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gummi fäden, bei dem mit Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxyd vulkanisiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gummilösung mit dem einen Vulkanisiergas behandelt wird, sodann die Fäden geformt und diese der Wir kung des zweiten Vulkanisiergases ausgesetzt werden. TJNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss) Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine dünnflüssige Gummilösung mit dem einen Vulkanisier gas behandelt wird, sodann Fäden geformt und diese nach ihrem Austritt aus den Düsen miteinander versponnen werden. 2.Verfahren gemäss Patentanspruch und TTn- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verspinnen vor der Behandlung mit dem zweiten Vulkanisiergas erfolgt. 3. Verfahren gemäss Patentanspi-nch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verspinnen während der Behand lung mit dem zweiten Vulkanisiergas er folgt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verspinnen nach der Behandlung mit dein zweiten Vulkanisiergas erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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1922
- 1922-08-03 CH CH102347D patent/CH102347A/de unknown
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