CH102347A - Verfahren zur Herstellung von Gummifäden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gummifäden.

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CH102347A
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    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • B29D99/0078Producing filamentary materials
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29KINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES B29B, B29C OR B29D, RELATING TO MOULDING MATERIALS OR TO MATERIALS FOR MOULDS, REINFORCEMENTS, FILLERS OR PREFORMED PARTS, e.g. INSERTS
    • B29K2021/00Use of unspecified rubbers as moulding material
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29LINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS B29C, RELATING TO PARTICULAR ARTICLES
    • B29L2031/00Other particular articles
    • B29L2031/731Filamentary material, i.e. comprised of a single element, e.g. filaments, strands, threads, fibres

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Gummifäden.    Man hat bereits vorgeschlagen, Kautschuk  lösungen auf kaltem Wege unter Verwen  dung von     Schwefelwasserstoff    und Schwefel  dioxyd zu vulkanisieren, indem beide Gase  dem Kautschuk nach seiner Auflösung in  Benzin nacheinander zugegeben werden.

   Auf  diese Weise lassen sich wohl grössere Kaut  schukgegenstände vulkanisieren, doch ist die  ser Weg für die Herstellung von dünnen  Gummifäden nicht     beschreitbar.    Da in dem  Augenblick, in     welchem    die normale     Vul-          kanisation    erreicht ist, eine Kontraktion       (Pektisierung)    eintritt, so ist es nicht mehr  möglich, durch Herauspressen der Gummi  lösung ans der Spritzmaschine glatte Gummi  fäden runden Querschnittes zu erhalten.  



  Das neue Verfahren, welches diese Nach  teile vermeidet, besteht darin, dass die Gum  milösung zunächst mit dem einen     Vulkani-          siergas    behandelt wird, sodann durch Her  auspressen derselben aus der Presse Fäden  geformt und hierauf die Fäden der Wirkung  des zweiten     Vulkanisiergases    ausgesetzt wer  den. Auf diese Weise lassen sich Gummi  fäden beliebiger Länge herstellen, indem man  die Formgebung zwischen die Reaktion der  beiden komplementären Gase legt.

      Man kann also nach dem neuen Verfahren  beispielsweise die Kautschuklösung zunächst  mit Schwefelwasserstoff oder Schwefeldioxyd  behandeln, aus dieser gashaltigen     Lösung     den Faden bilden und ihn direkt nach Ent  stehen in eine Lösung führen, die das zur  Schwefelbildung notwendige     _    komplementäre  Gas enthält. Durch entsprechende Massnahmen  wird hierbei das Lösungsmittel herausgetrie  ben, worauf der Faden aufgespult und weiter  verarbeitet werden kann. Als praktische Länge       für    den Faden kommen etwa 300-500 m  in Betracht.  



  Da es sich bei Gummifäden um sehr  kleine     Querschnitte    handelt, ist es erwünscht,  langsam zu     arbeiten.    Ebenso ist es zweck  mässig, wenn die Anlagerung des Schwefels  langsam vor sich geht, damit der Faden in  bezog auf Zerreissfestigkeit und Dehnung auf  seiner ganzen Länge gleichmässig wird. Dies  lässt sich in der Weise erreichen, dass das  zweite Gas     gekühlt    wird. Beispielsweise kann  man bei Schwefeldioxyd entweder eine Lö  sung in Benzin anwenden, die man auf etwa  5-10   abkühlt, oder man kann das Gas  bei niederer Temperatur komprimieren, bis  es sich verflüssigt, und es so verwenden. Die      Reaktion der beiden Gase in dem Faden  tritt dann langsamer ein.  



  Es hat sich ferner gezeigt, dass man bei  dem neuen Verfahren auch einzelne Fäden  nach ihrem Austritt aus den Düsen     kurz     vor, während oder nach der Behandlung mit  dem zweiten Gas miteinander verspinnen  kann. Die nach diesem Vorgang eingetretene       Pektisierung    der Fadenmasse ergibt eine ge  nügende     Festigkeit    des Fadens, um diesen  weiter verarbeiten zu können.     Man        kaim    hier  bei zweckmässig mit dünnflüssigeren Lösungen  arbeiten. Bei Verwendung dünnflüssiger Lö  sungen kann der Druck auf die     Kautschuk-          masse    erheblich herabgesetzt oder vermieden  werden.

   Der Vorteil des     Verspinnens    bestellt  in der     grösseren    Festigkeit des hergestellten  Fadens.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gummi fäden, bei dem mit Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxyd vulkanisiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gummilösung mit dem einen Vulkanisiergas behandelt wird, sodann die Fäden geformt und diese der Wir kung des zweiten Vulkanisiergases ausgesetzt werden. TJNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss) Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine dünnflüssige Gummilösung mit dem einen Vulkanisier gas behandelt wird, sodann Fäden geformt und diese nach ihrem Austritt aus den Düsen miteinander versponnen werden. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und TTn- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verspinnen vor der Behandlung mit dem zweiten Vulkanisiergas erfolgt. 3. Verfahren gemäss Patentanspi-nch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verspinnen während der Behand lung mit dem zweiten Vulkanisiergas er folgt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verspinnen nach der Behandlung mit dein zweiten Vulkanisiergas erfolgt.
CH102347D 1922-08-03 1922-08-03 Verfahren zur Herstellung von Gummifäden. CH102347A (de)

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