CH102717A - Streckwerk für Textilvorgespinste. - Google Patents

Streckwerk für Textilvorgespinste.

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CH102717A
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Casablancas Fernando
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Casablancas Fernando
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      Streckwerk    für     Tegtilvorgespinste.       Durch die Schweiz.     Hauptpatentschrift     Nr. 95976 desselben Erfinders wurde be  reits ein     Streckwerk    für     Textilvorgespinste     bekannt, bei dem Zuführungsorgane der  jenigen Typen, wie sie angewandt werden,  um grosse     Verzüge    zu gestatten, so angeord  net sind, dass sie ausser der gewöhnlichen Be  wegung, um die Lunte bis sehr nahe an die  Berührungslinie der Streckwalzen heranzu  führen, noch eine Drehbewegung um die  Achse der Lunte herum ausführen, zum  Zweck, .der Lunte einen vorübergehenden oder  falschen Draht zu erteilen.

   Diese Anordnung  ist besonders da geeignet, wo dem     Vorgespinst          bezw.    der Lunte zwei aufeinanderfolgende       Verzüge    erteilt werden sollen, indem man die  ganze     Streckwerksanordnung    so wählt,     da.ss     die Lunte den ersten Verzug in einem Streck  werk irgendwelcher Art und den zweiten  Verzug in einem solchen Streckwerk erleidet,  bei welchem die Zuführungsorgane zugleich  Drehbewegung um das     Vo@rgespinst    erhalten,  um demselben Draht zu erteilen, während sie  es gleichzeitig zu den Streckwalzen führen.

    Auf diese Weise wird das Ergebnis erreicht,    dass die Lunte nach     Erleidung    des ersten Ver  zuges einen Draht erhält, welcher alle Fa  sern     vereinigt,    den Durchmesser .des Faser  bandes     bezw.        Vorgespinstes        vermindert    und  dasselbe     befähigt,    unter guten Bedingungen  den zweiten Verzug zu erleiden.  



       Dieses    bereits bekannte Streckwerk ergibt  gute Erfolge, hat aber in der Praxis noch  zwei Nachteile. Zunächst ist der Bau des  Mechanismus sehr kompliziert infolge der       Notwendigkeit,    den Zuführungsorganen die  doppelte Bewegung des Vorrückens und der  gleichzeitigen Drahtverteilung zu geben, und  daher ist das Arbeiten dieses Mechanismus  stets sehr delikat.

   Der zweite     Übelstand    be  steht darin, dass, da einerseits die Zuführungs  organe, welche grosse     Verzüge        gestatten,    die  Lunte bis zu einem Punkte begleiten, dessen  Abstand von der Berührungslinie der Streck  walzen geringer ist als die mittlere Länge  der Fasern, und anderseits .der falsche Draht  bis zu der Stelle reicht, wo die Zuführungs  organe .die Lunte verlassen., die zweite     Strek-          kung    auf einer     Luntenstrecke    ausgeführt  wird, wovon ein Teil aufgedreht und der      andere Teil gedreht ist, und dies ist in     ge-          w        issen    Fällen ein Hindernis,

   um einen voll  kommenen Verzug zu erzielen.  



  Diese Nachteile werden beim Streckwerk  vermieden, welches den Gegenstand dieser  Erfindung bildet, und der Lunte zwischen  zwei     Verzügen    einen vorübergehenden oder  falschen Draht     vermittelst    eines hierfür zwi  schen zwei     Streckwerksgruppen    angeordneten  Organes erteilt.  



  Bei dieser Anordnung kann man er  reichen, dass der vorübergehende Draht nur  bis zum Ende des     besagten    Organes reicht  und die Lunte, wenn sie von den     Zuführungs-          or,yanen    der zweiten     Streckwerksgruppe    er  fasst wird, bereits     entdreht    ist.  



  Auf die angegebene Weise erhält die  Lunte, sobald sie die Streckwalzen der er  sten     Streckwerksgruppe    verlässt, einen Draht,  welcher ihren Durchmesser vermindert und  alle ihre Fasern innig zusammenhält, so dass  beim Verzug der Lunte in der zweiten       Streckwerksgruppe    der Durchmesser der  Lunte bereits bedeutend vermindert ist und  ein verhältnismässig grosser Verzug erzielt  werden kann ohne die Gefahr, dass die Fa  sern der Lunte ihren Zusammenhalt verlieren  und ein Abfallen von Fasern vorkommt, wo  durch Unregelmässigkeiten im zu erzeugenden  Faden entstehen würden.  



  Da, die Lunte durch das Strecken in der  ersten     Streckwerksgruppe    meist vollständig       entdreht    ist, wenn sie in die zweite Streck  werksgruppe eindringt, muss letzteres Streck  werk von derjenigen Art sein, welche grosse       Verzüge    gestattet, das heisst wo     Züführungs-          organe    vorgesehen sind, welche das Vor  gespinst bis zu einem Punkt begleiten, des  sen Abstand von der     *    Berührungslinie der       Streekwalzen    geringer ist als die mittlere  Länge der Fasern.

   Auf .diese Weise vermei  det man     unregelmässiges    Gleiten der Fasern  in der zu verziehenden Lunte, sowie das Los  lösen von Fasern des     Vorgespinstes    während  der zweiten Streckung und mithin die grossen       Unregelmässigkeiten,    welche das besagte     fal-          sehe    Gleiten und Loslösen der Fasern in     zn     erzeugenden Faden     här'vörbringen    würden.         Die    Zuführungsorgane können aus Riemen,  Walzen mit kleinem Durchmesser, Zusam  menstellungen von Riemen mit Walzen oder  Platten usw. bestehen.  



  Auf beiliegender Zeichnung sind zwei  Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen  standes schematisch im Querschnitt darge  stellt. In dem in     Fig.    1 dargestellten Aus  führungsbeispiel hat die zweite Streckwerks  gruppe endlose Riemen als Zuführungsorgane.  Bei dem in     Fig.    2 dargestellten Falle hat  die zweite     Streckwerksgruppe    als Zufüh  rungsorgane Walzen von kleinem Durchmes  ser, welche sehr nahe bei den Streckwalzen  angeordnet sind.  



  Die in     Fig.    1 dargestellte Anordnung  enthält zwei     Streckwerksgruppen,    von denen  die erste aus den Zuführungswalzen 40, 41,  den Zwischenwalzen 6, 7 und den Streck  walzen 4, 5 besteht und die zweite Streck  werksgruppe aus den Zuführungsriemen 31,  32 und den Streckwalzen 8, 9. Die Walze 41       ist    von grossem Durchmesser, damit sie in  folge ihres Gewichtes bereits einen genügen  den Druck auf die Lunte 33 ausübe, und die  Streckwalze 5 ist auf gewöhnliche Art be  schwert, und zwar vermittelst einer ge  bogenen Zugstange 3, woran ein in der Zeich  nung nicht dargestelltes Gewicht hängt, wäh  rend die Walze 7 nur durch ihr geringes  Eigengewicht auf der Walze 6 aufruht.

   In  der zweiten     Streckwerhsgruppe    sind sowohl  die Walze 25, wie auch die Walze 9 durch  die ein Gewicht tragende Zugstange 3 und  das Druckstück 2 beschwert, welch letzteres  den Druck des Gewichtes auf die beiden er  wähnten Walzen überträgt.  



  Die Zuführungsriemen 31, 32 sind auf       gewöhnliche    Weise angeordnet, indem sie von  den Walzen 25, 26 bewegt werden und die  Fasern der Lunte bis zu einem verhältnis  mässig sehr nahe bei den Streckwalzen 8, 9  gelegenen Punkt führen, nämlich einem Punkt,  dessen Abstand von den Streckwalzen     ge-          ringer    ist als die mittlere Faserlänge.  



  Zwischen den Streckwalzen 4, 5 der er  sten     Streckwerksgruppe    und den Zuführungs  riemen 31, 32 der zweiten     Str6ckwerksgruppe         ist das Organ angeordnet, welches der Lunte  auf der Strecke zwischen den Streckwalzen  4, 5 und den Zuführungsriemen 31, 32 einen       vorübergehenden    oder falschen Draht erteilt.

    Durch diesen Draht werden die     Vorgespinst-          fasern,    welche beim Austritt aus den Streck  walzen 4, 5 aufgedreht, zusammenhaltlos und  voneinander getrennt sind, wieder alle ver  einigt und bilden eine Lunte von kleinerem  Durchmesser, wodurch vermieden wird, dass  auf der Strecke zwischen den Streckwalzen  4, 5 und den Zuführungsriemen 31, 32 sich  Fasern von der Lunte loslösen können, was  Unregelmässigkeiten im Faden zur Folge  haben würde. Unmittelbar beim Verlassen  des     Drahterteilungsorganes    verliert die Lunte  den falschen Draht wieder.  



  Diese Verminderung des Durchmessers  erhöht den Zusammenhalt der Fasern unter  einander, befähigt daher die Lunte, den  zweiten Verzug in der folgenden Streckwerks  gruppe zu erleiden, und verhindert ebenfalls,  .dass auch bei diesem zweiten Verzug sich  Fasern von der Lunte loslösen.  



  Das Organ, das der Lunte vorübergehende  Drehung erteilt, kann irgendwelcher geeig  neten Type sein und auf gewöhnliche Art  betätigt werden. Auf der Zeichnung wird  als Beispiel ein Organ dargestellt, das be  sonders geeignet ist, hier zur Anwendung zu  kommen. Dasselbe besteht in der Hauptsache  aus einem annähernd trichterförmigen Teil  60, welcher mit einem Schlitz 62 zur seit  lichen Einbringung der Lunte und einer  Spitze 63 mit schraubenförmiger Nute zur  Erteilung des Drahtes an die Lunte versehen  ist. Der     'feil    60 ruht einfach infolge seines  Eigengewichtes im Innern eines Ringes 66  und wird von diesem in seiner Drehbewegung  mitgenommen.

   Der Ring 66 ruht drehbar  in einem Träger 67 und erhält Drehbewegung  durch eine Schnur, welche durch die     hehle     des     Wirtels    61 geht. Der Teil 60 kann also  weggenommen werden, indem er einfach mit  der Hand erfasst und abgehoben wird, und  auf dieselbe Weise kann er wieder an seiner  Stelle eingesetzt werden, nachdem die Lunte  in den Schlitz 62 eingebracht worden ist.    Schlechterdings notwendig ist es nur, dass  die Umfangsgeschwindigkeit der Zuführungs  organe 31, 32 die der Streckwalen 4, 5 ge  rade so     viel    übertrifft, dass die Lunte zwi  schen beiden Organen gespannt bleibt.

   Doch  wird in den meisten Fällen ein besserer Er  folg erzielt werden, wenn die Umfangs  geschwindigkeit der Zuführungsorgane merk  lich grösser ist als die der Streckwalzen 4, 5,  so dass zwischen diesen Walzen und den Zu  führungsorganen 31, 32 ein gewisser Ver  zug der Lunte stattfindet, während diese  vorübergehend Draht erhält.

   Dieser Verzug  mit gleichzeitigem Draht trägt bedeutend zur       besseren:        Parallelisierung    der Fasern und  gleichmässigen Gestaltung des Fadens bei,  weil der Draht sich an den     Luntenstellen    von  kleinerem Durchmesser anhäuft und daher  den Widerstand dieser Teile gegen den Ver  zug vergrössert, so dass der Verzug vorzugs  weise an den dickeren     Luntenteilen    statt  findet, welche dadurch dünner werden, bis sie  den andern gleich sind.  



  Die Zuführungsorgane der zweiten Streck  werksgruppe können     irgendwelcher    geeigne  ten Type sein, wenn sie nur zu derjenigen  Art von Zuführungsorganen gehören, welche  grosse     Verzüge    gestatten, denn da es sich um  eine Lunte handelt, welche infolge des vor  herigen     Streckens    in der ersten Streckwerks  gruppe ohne jeglichen Draht zu den Streck  walzen der zweiten     Streckwerksgruppe    ge  langt, ist es erforderlich, dass die Zuführungs  organe besagte Lunte bis zu einem Punkte  begleiten, dessen Abstand von den Streck  walzen geringer ist als die mittlere oder  Durchschnittslänge der Fasern.  



  In     Fig.    2 wird, unter Weglassung der  ersten     Streckwerksgruppe    in der Zeichnung,  ein     Ausführungsbeispiel    dargestellt, bei wel  chem die Zuführungsorgane der zweiten       Streckwerksgruppe    einfach aus zwei Walzen  54, 55 von kleinem Durchmesser bestehen,  welche sehr nahe bei den Streckwalzen 8, 9  angeordnet sind. Die Walze 55 erhält ihre  Bewegung auf irgendwelche gewöhnliche Art  und die Walze 54 ruht auf der untern nur  durch ihr Eigengewicht, und da dieses sehr      gering ist, so     ist    auch der durch diese Walze  auf die Lunte ausgeübte Druck gering und  gestattet daher, dass die von den Streckwalzen  8, 9 angezogenen Fasern zwischen den Wal  zen 54, 55 gleiten.  



  Um die ungleiche Abnutzung der Wal  zen und Riemen zu vermeiden, ist es zweck  mässig, der Lunte auf bereits bekannte Art  vermittelst .der Schiene 57     (Fig.    1) eine hin  und hergehende Querbewegung zu erteilen,  und in diesem Falle wird das     DrahterteiluDgs-          orga.n    so angeordnet, dass es sich ebenfalls, wie  die Schiene 57, hin- und herbewegt. Dieses  kann dadurch erreicht werden, dass man zum  Beispiel den Träger 67 des     Drahterteilungs-          organes    auf einer Schiene anordnet, welche  in Führungen der Böcke gleitet, und diese  Schiene mit der Schiene 57 starr verbindet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Streckwerk für Textilvorgespinste, da durch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Streckwerksgruppen, von welchen die zweite grosse Verzüge gestattet, ein Organ angeord- net ist, welches der Lunte bei ihrem Aus tritt aus der ersten Streckwerksgruppe vor übergehend Draht erteilt, zum Zwecke, :die Fasern der Lunte zu vereinigen, den Durch messer dieser letzteren zu vermindern und dieselbe für den Verzug in der zweiten Streckwerksgruppe vorzubereiten.
    UNTERANSPRUCH: Streckwerk nach Patentanspruch, dadurch geli:ennzeichnet, dass die Umfangsgeseh -in- digkeit .der Zuführungsorgane der zweiten Streckwerksgruppe merklich grösser ist als die der Streckwalzen der ersten Streckwerks gruppe, zum Zweck, zwischen den beiden Streckwerksgruppen einen Verzug der Lunte auszuführen, während diese gleichzeitig v or- übergehend Draht erhält, und so dazu bei zutragen, die Fasern parallel zu legen und die Dicke der Lunte gleichmässig zu ge stalten.
CH102717D 1921-09-10 1922-08-10 Streckwerk für Textilvorgespinste. CH102717A (de)

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