CH102726A - Verfahren und Apparat zur Regelung der Fadenspannung von Stickmaschinenschiffchen. - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Regelung der Fadenspannung von Stickmaschinenschiffchen.

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CH102726A
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CH
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Grabher Armin
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05C—EMBROIDERING; TUFTING
    • D05C11/00—Devices for guiding, feeding, handling, or treating the threads in embroidering machines; Machine needles; Operating or control mechanisms therefor
    • D05C11/18—Shuttles ; Shuttle holders; Shuttle driving arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description


  Verfahren und Apparat zur Regelung der Fadenspannung von     Stickmaschinenschiffchen.       Zur Vermeidung ,der allgemein üblichen  Einstellung     (bezw.    Messung) der Faden  spannung bei     Stickmaschinenschiffchen    nach  dem "Gefühl,     durch.    Ausziehen des Fadens  von Hand, unter gleichzeitiger Verstel  lung des     Fadenspannorganes    am Schiffchen,  wodurch eine gleichmässige Fadenspannung  sämtlicher     Einzelschiffchen    niemals zu er  zielen war, sind bereits Apparate in Ver  wendung, welche eine Messung :der Spannung  durch einen Fallkörper in Verbindung mit  einer     Anzeigevorrichtung    gestatten.

   Bei all  diesen Apparaten handelt es sieh jedoch ledig  lich um Vorrichtungen zum Messen der  Spannung, ohne während des     Messvorganges     selbst auch gleichzeitig die Regelung     bezw.     genaue Einstellung der Spannung vornehmen  zu können. Diese muss     vielmehr    erst durch  Interpolation einer Reihe von Einstellungs  resultaten     vorgenommen    werden. Ein wei  terer Nachteil der     Vorrichtungen    besteht in  der die     Ablesung    störenden Erschütterung,  in die der Apparat durch die freifallenden  Gewichte gebracht wird.  



  Bei dem vorliegenden Verfahren zur  Regelung der Fadenspannung von Stick-         maschinensehiffchen    wird nun gleichzeitig  mit der Messung der Spannung auch deren  richtige Einstellung bewerkstelligt. Nach  dem neuen Verfahren .wird der vom Schiff  chen abgehende Faden unter     die-    Wirkung  eines belasteten Hebels einer     Fadenspann-          und    Spannungsanzeigevorrichtung gestellt  und wird während einer     einzigen    verzögerten       Fallbewegung    dieser Vorrichtung das Faden  spannorgan am Schiffchen so lange geregelt,  bis ein Zeiger der Anzeigevorrichtung auf  den der     gewünschten    Fadenspannung ent  sprechenden Skalenstrich einspielt.  



  Ein zweckmässiger Apparat zur Ausfüh  rung dieses Verfahrens besteht aus einer mit  einem Fallgewicht gekuppelten, geführten  Fadenspann- und Spannungsanzeigevorrich  tung, die mit einer aus einem Zylinder und  Kolben bestehenden Flüssigkeitsbremse ver  bunden ist, und einer zum Halten der Schiff  chen und Einstellen der     Fadenspannorgane     am Schiffchen dienenden     Einrichtung,    so dass  während der Abwärtsbewegung der aus  gelösten Fadenspann- und Spannungsanzeige  vorrichtung, bei einspielendem Zeiger, am      Schiffchen das die Fadenspannung bestim  mende Organ verstellt werden kann.  



  Die Zeichnung veranschaulicht den Ap  parat in     beispielsweiser    Ausführung, und  zwar zeigt     Fig.    1 denselben in Vorderansicht  und     Fig.    2 in Seitenansicht;     Fig.    3 zeigt  eine abgeänderte Ausgestaltung desselben;  die     Fig.    4 veranschaulicht in Draufsicht ein  bei Stickmaschinen verwendetes Schiffchen,  während die     Fig.    5 und 6 eine Ausgestaltung  einer Einstellvorrichtung zur Regelung der  Fadenspannung mit einem Teil des Schiff  chens in Draufsicht     bezw.    im Schnitt dar  stellen.  



  Der Apparat gemäss der     Fig.    1 und 2  besitzt einen Ständer 1, 2, an dem eine in  dessen Längsrichtung gleitbare Schiene 6 an  gebracht ist. Die letztere trägt zwei durch  eine Platte 3 miteinander verbundene, am  Ständer 2 auf- und     abbewegliche    Führungen  4, 5 und wird von am Ständer 2 befestigten  Führungen 7, 8 geführt. An der Schiene 6  ist eine Fadenspann- und Spannungsanzeige  vorrichtung befestigt, die aus einem an der  Schiene 6 befestigten, mit einem Anschlag 9  versehenem     Ärm    10 und einem     andessen    freies  Ende     a.ngelenkten,    mit einem     Ge#%vicht    11  und Zeiger 12 ausgestatteten Hebel 13 be  steht.

   Der Zeiger 12 spielt auf einer am  Arm 10 angebrachten Skala 14, und das  den Zeiger tragende Ende des Hebels  13 ist mit einer Rolle 15 oder dergleichen  versehen, an der das Ende des aus dem  Schiffchen 16 gezogenen Fadens 17 be  festigt wird. Das Schiffchen wird in einem  am Ständer 2 angeordneten Träger<B>1.8</B> unter  gebracht.  



  Für die zur Verzögerung der Fallbewe  gung nötige Bremse     wurde    im dargestellten  Ausführungsbeispiel folgende Anordnung ge  wählt:  Am Fusse 1 des Ständers ist ein eine  Flüssigkeit, vorzugsweise Öl, enthaltender       7ylinder    19 angeordnet, dessen Kolbenstange  90 ein Fallgewicht 22 trägt und in einer  am Ständer 2 angeordneten Führung 23  gleitbar geführt ist. Der Kolben des Zylin  ders ist hierbei mit     Durchflussöffnungen    für    das Öl versehen, welche zur Regelung der       Kolbengeschwindigkeit    bei dessen Abwärts  bewegung mit Schlitzschrauben verstellt  werden können (nicht gezeichnet). Das Fall  gewicht 22 wird von einem an der Führungs  platte 3 befestigten Handgriff 21 uniergriffen.

    Ferner ist an die Führung 7 der Schiene 6  eine Falle 24     angelenkt.     



  Das Schiffchen 16 kann hierbei von irgend  einer bekannten Konstruktion sein. Gemäss  der in der     Fig.    4 dargestellten Bauart be  steht das Schiffchen in bekannter Weise aus  einem Gehäuse 25, in dem ein     "verschwenk-          barer    Deckel 26 untergebracht ist. Auf dem  letzteren ist bei 27 eine etwas aufgebogene  Blattfeder 28 befestigt, auf der ein am       Sehiffchendeckel    26     verschwenkbar    angeord  neter Riegel 29 ruht, durch dessen Verstel  lung die Blattfeder 28 mehr oder weniger  gegen den     Schiffchendeckel26    gedrückt wird.  Indem zwischen diesem und dem Schiffchen  boden verbleibenden Raum ruht die Faden  spule.

   Deren Fadenende wird durch einen  Schlitz 30 des     Schiffehendeckels    26 gefädelt,  zwischen dem letzteren und der Blattfeder 28  durchgeführt, durch einen Schlitz 31 des       Schiffchendeckels    gefädelt und tritt endlich  durch eine in ;der Seitenwand des Schiffchens  vorgesehene Öffnung 32 aus diesem heraus.  



  Bisher erfolgte die Regelung .des Druckes,  der durch die Blattfeder 28 auf den zwi  schen dieser und dem     Schiffchendeckel    26  durchgezogenen Faden 17 ausgeübt wird, und  somit der Fadenspannung durch     Verschwen-          kung    des Riegels 29 von Hand, ohne Be  nutzung eines Hilfsmittels.

   Gemäss     Fig.    1, 2,  5 und 6 geschieht dies     mittelst    einer am La  ger 18 angeordneten, von Hand zu     betätigen-          den        Einstellvorrichtung    für den Riegel 29,  Diese besteht     zweckmässigerweise    aus einem  hohlen Bolzen 33, der an dem in     Fig.    1 und 2  untern Ende auf einer Seite abgeschrägt  und als Gabel 38 ausgebildet ist, welche den  Riegel 29 umgreift.

   Der Bolzen ist lotrecht  zum     Schiffchendeckel    und zentrisch zur  Drehachse 39 des Riegels 29 angebracht, so  dass durch blosses Verdrehen desselben der  Riegel 29 nach rechts oder links     verschwenkt         und dadurch der Druck der Blattfeder 28 auf  den Faden 17 und somit die Fadenspannung  geregelt wird.  



  Die Gebrauchs-     und        Wirkungsweise    des  Apparates nach     Fig.    1 und 2 ist folgende:  Der Handgriff 21 wird -     erfasst    und hoch  gezogen; dadurch wird .der im     Zylinder    19  arbeitende Kolben, dessen Stange 20 und  Fallgewicht 22, ferner die     Führungsplatte    3  und die an     ihr    befestigte Schiene 6 und deren  Fadenspann- und Spannungsanzeigevorrich  tung 10, 11, 12, 13, 14, 15 zum Beispiel  ungefähr 20 cm gehoben, bis die Falle 24  die Führung 5     untergreift    und dadurch  das Ganze in der hochgezogenen Lage fest  hält.

   Der eine Arm des     Hebels    13 ruht auf  dem Anschlag 9     .des    Armes 10 und dessen  Zeiger 12 fällt mit dem Nullteilstrich der  Skala 14 zusammen.  



  Nun wird das Schiffchen 16, dessen Fa  denspannung zu regeln ist, in den Träger 18  gelegt und das Ende des Fadens 17 an der  Rolle 15 befestigt. Hierauf wird -der Ein  griff der Falle 24 von der Führung 5 ge  löst und die Schiene 6 mit den an ihr be  festigten Teilen des Apparates, sowie der  Kolben und dessen Kolbenstange 20 und Fall  gewicht 22 beginnen sich zu senken. Wegen  der Verzögerung der freien Fallbewegung  durch die     Flüssigkeitsbremsung    im Zylinder  19 erfolgt das Senken langsam und dauert  zum Beispiel bei ungefähr 20 cm Falltiefe  ungefähr 20 Sekunden. Bei Anfang des  Senkens wird der Faden 17 gespannt; da  durch wird das     Zeigerende    des Hebelarmes  13 entgegen der Gewichtsbelastung 11 zu  rückgehalten, also relativ zur Skala 14 ge  hoben, und der Zeiger 12 auf der Skala 14  spielen.

   Um nun die richtige Fadenspannung  am Schiffchen zu erhalten, wird der Stell  bolzen 33 und .durch dessen gegabeltes Ende  der Riegel 29 so lange verstellt und dadurch  der Druck der aufgebogenen Blattfeder 28  auf den zwischen dieser und dem Schiffchen  deckel 26 befindlichen Faden so lange ge  regelt, bis der Zeiger 12 bei dem der ge  wünschten Fadenspannung entsprechenden         Teilstrich    der Skala 14, z. B. beim vier  ten Teilstrich, ruhig stehen bleibt. Nun     ist     die richtige Fadenspannung eingestellt. Diese  Einstellung     erfordert    für einen geübten Ar  beiter.     einen    Zeitraum von ungefähr drei Se  kunden.

   Besorgt ein ungeübter Arbeiter die  Einstellung, so verbleibt noch immer ein ge  nügend grosser Zeitraum in dem die richtige  Einstellung der Fadenspannung zu bewerk  stelligen ist.  



  Die Führung 7 und daher auch die Falle  24 ist am Ständer 2 verstellbar, so     dass-    die  verfügbare Fallzeit nach Wunsch geändert  werden     kann.     



  Die Fadenspannung     sämtlicher        Schiffchen     einer Maschine wird auf die gleiche Span  nung, zum     Beispiel    auf Teilstrich 4 der Skala,  einzustellen     sein.     



  Die     Fig.    3 veranschaulicht eine abge  änderte     Ausführung    der Fadenspann-     und          Spannungsanzeigevorrichtung,    und zwar be  steht diese aus einem an dem Arm 10 aasge  lenkten, die     Faclenbefestigungsrolle    15 und  den Zeiger 12 tragenden, den Doppelhebel 13  ersetzenden einfachen Hebel 35, der mittelst  einer Feder 37 mit einem Ansatz 36 des Ar  mes 10 verbunden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Regelung der Faden spannung von Stickmaschinenschiffchen, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Schiffchen abgehende Faden unter die Wirkung eines belasteten Hebels einer Fadenspann- und Spannungsanzeigevor richtung gestellt wird und während einer einzigen verzögerten Fallbewegung .dieser Vorrichtung das- Fadenspannorgan am Schiffchen so lange geregelt wird,
    bis ein Zeiger der Anzeigevorrichtung auf den der gewünschten Fadenspannung ent sprechenden Skalenstrich einspielt. 1I. Apparat zur .Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet. dass die Fadenspann- und Span nungsanzeigevorrichtung mit einem Fall gewicht- gekuppelt ist und unter dem Einfluss. einer Bremsvorrichtung steht, um, eine verzögerte Fallbewegung zu er zielen.
    UNTERANSPRUCH: Apparat nach Patentanspruch II, bei dem als Zubehör zum Einstellen des Faden- Spannorganes am Schiffchen eine um die Drehachse des bekannten Klemmriegels des Schiffchens zu verschwenhende Gabel zur Drehung des Klemmriegels vorgesehen ist.
CH102726D 1922-05-16 1922-05-16 Verfahren und Apparat zur Regelung der Fadenspannung von Stickmaschinenschiffchen. CH102726A (de)

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