CH102871A - Schildreklameapparat mit periodisch wandernden Anzeigenträgern. - Google Patents
Schildreklameapparat mit periodisch wandernden Anzeigenträgern.Info
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Description
Schikir eklameapparat mit .periodisch wandernden Anzeigentr ägern. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Schildreklameapparat mit periodisch wandernden Anzeigenträgern. Die periodische Umwechslung der Anzeigenträger erfolgt un ter Verwendung eines Reibungsgetriebes, d. h. einer an den Anzeigenträgern mittelst Reibung angreifenden Transportvorrichtung, wobei der jeweilen umzu-grechselnde Anzei genträger von der einen Seite eines Blockes nach der andern Seite hin um eine Kante dieses Blockes herumgebogen wird.
Die beigegebenen Zeichnungen stellen ein für einseitige Vorführung von Anzeigen be stimmtes Ausführungsbeispiel des Erfin dungsgegenstandes dar.
Fig. 1 ist die Vorderansicht desselben nebst einem Aggregat zur Umformung elek trischer Energie in Luftdruckenergie, Fig. 2 eine Seitenansicht, und Fig. 3 ein Vertikalschnitt nach der Linie A-B <I>der</I> Fig. 1.
Von den übrigen, sämtlich in grösserem Massstab gezeichneten Figuren zeigt: Fig: 4 einen Horizontalschnitt nach der Linie C-D der Fig. 1, Fig. 5 die Vorderansicht der rechten un tern Ecke des Apparates; Fig. 6 einen Vertikalschnitt nach der Linie D-F der Fig. 1 und 4, Fig. 7 einen Vertikalschnitt nach der Linie G-H der Fig. 1, .
Fig. 8 die Vorderansicht der linken obern Ecke, Fig. 9 einen Horizontalschnitt .durch die untere Partie der Fig. 5; ferner zeigen die Fig. 10 bis 13 die einzelnen Teile der Fig. 9 auseinandergezogen; Fig. 14 ist ein Vertikalschnitt eines in der Fig. 1 mit 39 bezeichneten Sperrdentils, und Fig. 15 zeigt einen Einzelteil dieses letz teren.
Der Block lx der Anzeigenträger ist nur in den Fig. 4 und 6 gezeichnet; in andern Figuren, in denen er ebenfalls sichtbar sein könnte, ist er weggelassen, um die Deutlich keit der Darstellung nicht- zu beeinträch tigen. . Die einzelnen Anzeigenträger bestehen vorteilhafterweise aus dünnem, biegsamem Stoff, z. B. Papier oder Karton, in Form von rechteckigen Bogen. die auf beiden Sei ten mit Aufdruch (Text oder Bildern) ver sehen sind und miteinander einen Block 1Y bilden, aus tvelcliem sie unschwer entfernt werden können, um durch andere ersetzt zu werden.
Zur Aufnahme dieses Blockes dient ein rechteckiger Behälter, der zugleich als Gestell für die Anbringung und Befestigung der das Wandern der Anzeigen herbeiführen den Mechanismen dient. Eine Platte 1, die längs ihren Seitenkanten mit Randleisten 2 versehen ist, bildet die Rückwand des Be hälters. Die Vorderseite wird zweckmässiger weise durch eine nicht dargestellte Glas platte abgeschlossen. Die Randleisten 2 bil den die Seitenwände des Behälters; sie sind gemäss Fig. 4 vorn mit einer Hohlkehle 3 und an der Rückseite mit einer Nut 4 ver sehen. Den Boden des Behälters bildet ein an der Rückwand 1 befestigtes Blech 5, auf welchem der Block 1X der Anzeigenträger steht.
In der obersten Partie des Behälters befindet sich eine Walze 6, die umgeben ist von einem an der Rückwand 1 befestigten Gehäuse 13. Den in dieser Weise umgrenz ten Raum des Behälters füllt grösstenteils der Block aus, dessen Breite nur ganz unbe deutend kleiner ist als die Breite des Behäl ters zwischen den Wandungen 7 der Rand leisten 2. Die Wandungen 7 weiser. gemäss Fig. 4 eine Abschrägung 8 auf, in der Weise, dass der Behälterinnenraum nach hinten zu breiter wird; dadurch soll erreicht werden. dass ein nach erfolgter Umwechslung zwischen der Platte 1 und dem Block einzuschieben der Anzeigenträger sich mit seinen Kanten nicht an den Randleisten des Behälters scheuern kann.
Zur Umwechslung in Wanderbewegung der Anzeigenträger dienen die bereits er wähnte Walze 6 und zwei endlose Riemen 9 oder sonstige Transportorgane, die oben je über ein Ende der Walze und unten über eine Riemenscheibe 10 laufen. Diese Trans portorgane sind nur in Fig. 1 angedeutet mit strichpunktierten Linien. Die Walze 6 ist mit etwas Spielraum in Lagern 11 (Fig. 1, \? und 8) gelagert, die je an einem Flansch 12 der Platte 1 befestigt sind. Der Durchmesser der Walze ist ein wenig grösser als die Stärke des Blockes der Anzeigenträger.
In bezug auf den Block ist die Walze derart, angeord net, dass der jeweilen auszuwechselnde Bogen durch Verschiebung in seiner eigenen Ebene zwischen die Walze lind die Riemen 9 ge rät. Das Gehäuse 13 weist eine Abschräguug 13' auf, an welcher ein aufsteigender An zeigenträger entlang gegen den Umfang der Walze 6 gedrängt wird. Die innere Weite des Gehäuses ist nur ganz wenig grösser als der Durchmesser der _NYalze; es besteht daher ein enger Spalt für den jeweiligen Durch gang eines einzelnen Anzeigenträgers.
Der Flansch 12, an welchem das Gehäuse 13 be festigt ist, besitzt eine an die Rundung die ses letzteren anschliessende Absehr@igung 12'. die zur Steuerung des umgewechselten An zeigenträgers nach der Rückseite des Blockes dient. Die Walze 6 ist gemäss Fig. 7 an ihrem Umfang mit Aussparungen 25 ver sehen, die sich jedoch nur über die mittlere Partie der Walze erstrecken und in der Längsrichtung verlaufende scharfe Ansätze 26 aufweisen.
Unter der Walze ist an beiden Enden ein ihrer Krümmung entsprechend gebogenes Blech \@ 7 aiigeorcliiet, das mittelst eines Lappens 28 all den Lagern 11 derart befestigt. ist, dass zwischen seiner vordern Kante und der Innenwandung .des Gehäuses 13 nur ein schmaler Spalt vorhanden ist, dessen Breite die Stärke eines einzelnen An zeigenträgers nur ganz wenig übersteigt, so dass immer nur ein solcher Träger aufs Mal hindurchgehen kann, während die übrigen Träger durch das Blech 27 zurückgehalten werden.
Die Riemenscheiben 10 sitzen lose auf einer liegenden Achse 14, die in Spitzen 15 (Fig. 5) gelagert ist. Jede Spitze ist an einer kreisrunden Scheibe 17 exzentrisch befestigt lind ragt einwärts über die innere Stirn fläche des am Gestell befestigten Halters 16 vor. Die Scheibe 17 ist beim normalen Be- trieb mittelst Klemmschräuben 18 in einer Vertiefung des Halters 16 fest; nach Lösung der Schrauben lässt sie sich um ihre Axe drehen, wobei die Spitze infolge ihrer exzen trischen Anordnung eine kreisende Bewegung ausführt, so dass die Lage der Achse 14 ver schoben werden kann.
Dadurch kann die Spannung der Transportorgane 9 nach Be darf geregelt werden. Der Durchmesser und die Lage der Riemenscheiben 10 sind so ge wählt, dass die beiden Stränge der Riemen @J über die Vorderseite und Rückseite des Blockes 1'- in der Nähe der Seitenkanten des letzteren hinweg laufen.
Zur Verschiebung eines ,jeweiligen umzu wechselnden Anzeigenträgers nach oben ist ein Hilfsreibungsgetriebe vorgesehen, das aus zwei gleichen Teilen besteht, von denen je einer in den untern Ecken des Apparates angeordnet ist (Fig. 5 und 6). Eine V-för- mige Blattfeder 19 trägt an ihrem einen Ende eine Gummihülse 20, die sich gewöhn lich gegen den jeweils vordersten, in Fig. 6 mit einer strichpunktierten Linie angedeu teten Anzeigenträger anlegt. Das andere Ende jener Feder ist an einer Blechhülse 21 be festigt, die einen ihr als Führung dienenden.
am untern Ende der Seitenleisten 2 befestig ten aufrechtstehenden Stab 22 umfasst und am obern Ende einer Blattfeder 23 befestigt ist, welche mit ihrem untern Ende gewöhn lich zwischen dein Riemen 9 und dem ITm- fang der Riemenscheibe 10 eingeklemmt ist.
Zum Antrieb des beschriebenen Appa rates wird Druckluft benutzt, welche vor teilhaft mittelst des in Fig. 1 links darge stellten Umforrneraggregates erzeugt werden kann. Ein Gehäuse 29 enthält die Luftpumpe und die Kurbel-,velle 30, welche mittelst eines Riemengetriebes 31 von einem Elektro motor beständig angetrieben wird und die empfangene Energie mittelst der Kurbel 32 und Kurbelstange 33 auf den Kolben der Luftpumpe überträgt.
Der Kolben enthält ein unter Federdruck stehendes Ventil 35, das sich bei seiner Aufwärtsbewegung nach unten öffnet, der Pumpenstiefel 36 dagegen ein ebenfalls unter Federdruck stehendes Ventil, das sich bei. der Abwärtsbewegung des Kolbens ebenfalls nach unten öffnet. In der Luftleitung 38, die vorteilhaft mit einem (nicht gezeichneten) Windkessel versehen sein kann, wird die erzeugte Druckluft so lange aufgespeichert. bis ihr Druck gross genug ist, um das in die Leitung einges-chal- tote Sperrventil 39 (in Fig. 1) betätigen zu können. Das Ventilgehäuse besteht aus zwei ineinander geschobenen Teilen.
An dem der Leitung 38 zugekehrten Gehäuseteil 40 ist der Einlassstutzen 41 angebracht; .die Aus mündung des letzteren ist als Ventilsitz aus gebildet. Am andern Gehäuseteil, 42, ist der Auslassstutzen 46 angebracht, von welchem die Leitung 38 nach dem Apparat hin aus geht. Den Ventilkörper bildet eine kreis förmige, im Gehäuseteil 42 geführte Scheibe 43, die an .der gegen den Ventilsitz (41) ge kehrten Seite mit einem Dichtungsring 44 versehen und an der gegenüberliegenden Seite mit einem Rohrstutzen 45 versehen ist, der in die Bohrung des Auslassstutzens 46 passt und in dessen Wandung ein Loch 50 vorge sehen ist. Die Schraubenfeder 47 drückt den Ventilkörper gewöhnlich gegen den Ventil sitz an.
Zur Begrenzung des Hubes des Ven tilkörpers sind Anschläge 48 vorgesehen. Die Druckluft wird mittelst von der Leitung 38' seitlich abgezweigten Röhren 51 (Fig. 1) den beiden aufrechtstehenden Luftzylindern 52 zugeführt, die je in der Hohlkehle 3 der Seitenwände 2 des Behälters -untergebracht sind und je einen Kolben 53 enthalten.
Die Fig. 5 und 9 bis 13 zeigen die Ein zelheiten der Einrichtung zur Übertragung der Bewegung des in dem auf der rechten Seite des Apparates befindlichen "Luftzylin ders auf- und niedergehenden Kolbens 53 auf die Riemenscheibe 10. - Auf der linken Seite des Apparates ist die gleiche Anord nung vorgesehen. An der Unterseite des Kolbens 53 ist das eine Ende eines Seils 53 befestigt zu denken, das in zwei nebeneinan- derliegenden Rollen 54 um eine auf der Achse 14 sitzende Scheibe 55 geschlungen ist.
Das andere Ende .dieses .Seils ist mit dem obern Ende einer langen Schraubenfeder 57 ver- Bunden, die in Fig. 3 durch zwei strich punktierte Linien und in Fig. 4 im Quer schnitt ebenfalls durch strichpunktierte Li nien dargestellt ist. Diese Feder ist in der ,Tut 4 der Seitenwand 2 des Behälters ange bracht und oben über eine in Fig. 4 ebenfalls strichpunktierte Rolle 58 gelegt; ihr anderes Ende ist in .der untern Partie der Nut 4 be festigt, wie Fig. 6 zeigt.
Das Seil 53 durch setzt mit einem Knick den Grat zwischen den beiden Rillen 54 der Scheibe 55. Beim Emporschnellen des Kolbens 53 unter der Wirkung der Druckluft im Zylinder 52 wird die Seilscheibe 55 in rasche Drehung ver setzt, wobei sich der mit dem Kolben ver bundene Strang des Seils von der innern Rille 54 abwickelt und der andere Strang in der äussern Rille aufwickelt. Die Seilscheibe 55 überträgt ihre Drehbewegung auf die Riemenscheibe 10 mittelst eines Sperrades 59 (Fig. 13) und eines Triebrades 60 (Fig. 11).
Das Sperrad 59 ist mit der Seilscheibe 55 fest verbunden, das mit ihm konzentrische Triebrad 60 auf der Achse 14 mittelst einer Schraube 61 befestigt und mit einer Schutz hülse 63 (Fig. 9) umgeben. Den Eingriff des Sperrades 59 mit dem Triebrad 60 ver mittelt ein als Sperrklinke wirkender Keil G3 (Fig. 12), der in eine Aussparung des Triebrades 60 lose eingelegt ist und durch eine zwischen dem Keil und der Schutz hülse 62 vorgesehene Blattfeder 72 gegen die Verzahnung des Sperrades 59 gedrückt wird.
Das Triebrad 60 trägt einen Zapfen 64 (Fig. 10), der das zu einer Hülse umgebogene äussere Ende einer Spiralfeder 65 durch setzt; das innere Ende der Spiralfeder ist an einer mit der Riemenscheibe 10 verbun denen Nabenhülse 66 befestigt. Die Spiral feder 65 erhält eine solche Spannung, da.ss der Zapfen 64 des Triebrades 60 gegen einen auf der Riemenscheibe 10 angebrachten CIummipflcch 6 7 (Fig. 10) anliegt.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Apparates ist folgende: Sobald der Druch in der Leitung 38 gross genug ist, um den auf den Ventilkörper des Sperrventils 39 wir kenden Druck der Feder 47 zu überwinden, strömt die hindureligeiassene Druckluft durch die Leitung 38 und die Zweigleitungen 51 in die Zylinder 5 2 und drückt die Kolben 53 rasch nach oben. Dadurch werden die Schei ben 55 und mittelst der Sperräder 59 und der Triebräder 60 auch die Riemenscheiben 10 ein paar Mal schnell herumgedreht.
Ihre Drehungen werden durch die Riemen 9 auf die Walze 6 übertragen, und zwar in solchem Sinne, dass der vor der Vorderseite des Blok- kes 11 vorüberlaufende Strang der Riemen die Richtung nach oben hin annimmt. Hier bei werden die zwischen den Riemen 9 und den Riemenscheiben 10 eingeklemmten Blatt federn 23 ebenfalls nach oben geführt, und zwar so weit, bis ihr unteres Ende nicht mehr eingeklemmt ist; die am obern Ende der Führungsstäbe ?? befestigten elastischen Anschläge 24 verhindern ein zu weites Em porschnellen der Federn 23.
An der Auf wärtsbewegung der Federn \?3 nehmen auch die den aufrechten Stäben 22 entlang ver schiebbaren Blattfedern 19 teil, deren Gummihülsen 20 den vordersten Anzeigen träger des Blockes infolge Reibung so weit nach oben schieben, bis dessen obere Kante zwischen die Riemen 9 und die Walze 6 eingeklemmt wird. Die V-förmige Ausbil dung der Federn 19 liat sich erfahrunErsgemä.ss als besonders vorteilhaft für die Erreichung einer sichern Reibung mit dem Anzeigen träger erwiesen, selbst bei verhältnismässig geringem Druck.
Die Cefahr der Mitnahme von dahinterliegenden Anzeigenträgern zv e- gen Reibung unter sich ist dabei praktisch ausgeselilossen. Die Federn 19 besitzen fer ner die Eigenschaft einer selbsttätigen Rege- leng:
die Reibung nimmt zu mit dem Wi derstand, den der Anzeigenträger seiner Fortbewegung entgegensetzt. Da der nach innen gerichtete Arm der Federn unter einem spitzen Winkel von unten nach oben gegen den Block zu gerichtet ist, erleidet er eine Durchbiegung, sobald er in Tätigkeit tritt; diese Durchbieg ing vergrössert ersichtlich den Winkel zwischen Feder und Block, wo durch die Gummihülse 20 entsprechend fester gegen den vordersten Anzeigenträger ge- presst wird.
Der Federdruck wächst also zu gleich mit dem Widerstande des Anzeigen trägers gegen die Fortbewegung. ist diese einmal im Gang, so wird sie durch die Clummihülsen 20 nicht aufgehalten, weil die Federn 19 sich alsdann wieder strecken. An den abgeschrägten Flächen 13' des Gehäuses 13 gleitet die obere Kante des umzuwechseln den Anzeigenträgers entlang und gelangt nun in den Bereich der Walze 6; über die er ge rollt und weiter bewegt wird, wobei er also uni die obere Kante des Blockes herumge bogen wird.
Nachher gleitet die vordere Kante des Anzeigenträgers der abgeschräg ten Fläche 12' entlang und wird unter spit zem Winkel gegen die Rückseite des Blockes 1X geführt und zwischen dem hintersten An zeigenträger und der Rückwand 1 des Be hälters hineingeschoben. Hierbei helfen die scharfen Ansätze 26 der Aussparungen 25 der Walze 6 nach.
Der letzte Teil der Bewe gung des Anzeigenträgers erfolgt unter dem Einfluss der eigenen Bewegungsenergie, die im allgemeinen ausreicht, um den Träger im Behälter bis auf den Boden 5 herabzu- treiben. Um aber unter allen Umständen zu vermeiden, dass der fortbewegte Anzeigen träger unvollständig hinter den Block einge trieben wird und in solcher Lage stehen bleibt und beim nächsten Wechsel dem fol genden Anzeigenträger den Weg versperrt, wird die hintere Partie desselben durch die scharfen Ansätze der Aussparungen der Walze 6 vorgeschoben. Entsprechend der Dicke des einen angeschobenen Anzeigen trägers wird der ganze Block parallel zu sich selbst etwas nach vorn gesteckt.
Nachdem die Fortbewegung des umge wechselten Anzeigenträgers beendigt ist. wird den Riemenscheiben 10 eine Verhältnis mässig kleine Rückdrehung beigebracht; wo bei .dann die Blattfedern 23 wieder zwischen den Riemen 9 und jenen Riemenscheiben ein geklemmt werden, um hernach aufs neue ihre Bereitschaftstellung einzunehmen. In dem Augenblick, wo die Kolben 53 im obern Ende der Zylinder 52 anlangen, werden die Triebräder 60 dadurch plötzlich zum Still- stand gebracht, :dass ein auf den an den Kol ben befestigten Seilen angebrachter Hemm körper 73 (Fig. 3) auf das äussere Ende eines um den Bolzen 71 schwingbaren Brems hebels 68 einwirkt.
Hierbei wird letzterer infolge des auf die Kolben 53 wirkenden Luftdruckes fest gegen die Schutzhülse 62 des Triebrades 60 gedrückt und dadurch des sen Drehbewegung aufgehoben. Die Riemen scheiben 10 und dasRiemengetriebe setzen da gegen ihre Bewegung unter Einwirkung ihrer Trägheit noch ein Weilchen fort, wobei die Spiralfedern 65, die der Bewegung entgegen wirken, einen Teil der Bewegungsenergie des Riemengetriebes aufnehmen.
Der Zapfen 64 steht während der sich fortsetzenden Dre hung der Riemenscheiben 10 in einer Rinne 69 der letzteren so lange frei, bis ein zweiter Gummipflock 70 gegen ihn anschlägt; da durch wird die Bewegung des Riemengetrie bes aufgehoben. Infolge der Spannung der Spiralfedern 65 setzt dann aber gleich eine Rückwärtsbewegung des Riemengetriebes ein, die durch den Anschlag des Gummi pflockes 67 gegen den Zapfen 64 begrenzt wird. Inzwischen hat auch der Luftdruck in den Zylindern 52 nachgelassen; infolgedes sen vermögen die mit dem einen Ende der je an den Kolben 53 befestigten Seile 53 ver- bunJenen Federn 57 die Rückdrehung .der Seilscheiben 55 zu bewirken und die Kolben. 53 wieder in ihre untere Lage zu versetzen.
Bei diesem Rückgang der Seilscheiben 55 gleiten die Zähne der Sperräder 59 über den Sperrkeil 63 hinweg.
Beim Stillstand des Getriebes -wirkt die durch die Leitung 38 zuströmende Luft im Sperrventil 39 nur auf eine dem Querschnitt des am innern Ende des Anschlussstutzens 41 befindlichen Ventilsitzes entsprechende Fläche des Ventilkörpers, während nach dem beim kritischen Druck der Druckluft erfolgenden Öffnung des Ventils die Druck luft auf die ganze Fläche des Ventilkörpers 43 wirkt, so dass dieser in der Offenstellung verharrt, bis sich der Luftdruck unter den kritischen Druck vermindert hat und die Spannung der Feder 47 -ausreicht;
um den Ventilkörper wieder auf seinen Sitz zu be- R#egen.
Es ist noch zu bemerken, da.ss .die Druck luft nur während eines sehr kurzen Zeitab schnittes das Sperrventil 39 passiert, das nachher sogleich wieder die Sperrstellung einnimmt, worauf die Aufspeicherung einer neuen Druckluftmenge in der Leitung 38 be ginnen kann, die dann für den nächsten Wechsel eines Anzeigenträgers verwendet werden kann. Die für die Aufspeicherung erforderliche Zeit hängt einesteils vom Fas sungsraum der Leitung 38 und andernteils von dem Druck ab, den die Feder 47 auf den Ventilkörper' ausübt. Durch Regelung des einen oder andern oder auch beider Fak toren lässt sich leicht die Periode regelfix, während derer jeder Anzeigenträger sichtbar bleibt.
Die jeweilen hinten an den Block ange schobenen Anzeigenträger werden während des rucl@weise erfolgenden Vorschubes inner halb des Behälters von den nach vorn kon vergierenden Schrägen 8 der Seitenteile 2 ge steuert, wobei etwaige schiefe Stellungen korrigiert werden. Nachdem sie vorn ange langt sind, passen sie genau zwischen die Flächen 7 der Seitenteile.
Bei doppelseitiger Vorführung der An zeigen in einem Schildreklameapparat er folgt die Fortbewegung der umzuwechseln den Anzeigenträger zweckmä.ssigerweise in horizontaler Richtung. Um den hiervor be schriebenen Apparat zu doppelseitiger Vor führung verwenden zu können, ist er so zu drehen, dass die Walze 6 und die Achse 14 lotrecht zu stehen kommen, wobei der eine Zylinder 52 über, der andere unter den Be hälter für den Block der Anzeigenträger zu liegen kommt. Ausserdem ist die Rückwand 1 des Behälters durch eine Glasscheibe oder dergleichen zu ersetzen. Hierbei wird eine und dieselbe Seite eines Anzeigenträgers un mittelbar nacheinander von beiden Seiten des Apparates her sichtbar.
Bei einer Tiefe von nur 3 cm des Behäl ters können unter Umständen ein paar hun- dert Anzeigenträger untergebracht und nach einander zur Schau gebracht werden. Beinahe die ganze Vorderseite der Tafel, abgesehen von der Umrahmung. l-isst sich als wirksame Reklamefläche ausnutzen.
Ein solcher Schildreklameapparat kann beispielsweise in Schaufenstern hängend oder stehend angebracht werden, ohne den für die ausgestellten Waren beanspruchten Platz er heblich zu beeinträchtigen. Ferner eignet er sich zur Anbringung in Eisenbahn- und Strassenbahnwagen usw. usw.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH S,childreklameapparat mit periodisch wandernden Anzeigenträgern, gekennzeich net durch die Kombination eines Blockes von Anzeigenträgern mit einem Reibungs getriebe, mittelst dessen die Fortbewegung eines zur Schau gestellten Anzeigenträgers nach dem andern von der einen Seite des Blockes zur andern unter Umbiegung der Anzeigenträger um eine Kante des Blockes herbeigeführt werden kann. IINTERAN SPP,ü CHE 1.Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Reibungs getriebe eine drehbare Walze aufweist, welche parallel zu derjenigen Kante des Blockes angeordnet ist, um welche die Anzeigenträger herumgebogen werden.?. Apparat nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigenträger bei der Fortbewegung von der einen Seite des Blockes zur andern durch einen ge krümmten Durchgangsspalt geführt wer den, dessen äussere Begrenzung eine Steuerfläche für die Vorderkante des jeweilen umzuwechselnden Anzeibentr@ä- gern und dessen innere Begrenzung die drehbare Walze bildet, und dessen Welle so bemessen ist:, dass immer nur ein ein zelner Anzeigenträger hindurchgehen und sich ein Stück weit um die Walze rollen kann. 3.Apparat nach Unteranspruch \?, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Walze, um die sich der jeweilen um zuwechselnde Anzeigenträger ein Stück weit herumrollt, etwas grösser ist als die Stärke des Blockes der Gesamtheit der Anzeigenträger, und dass die Walze derart angeordnet ist;dass ihr Angriff mit einem an der einen Seite des Blok- kes befindlichen umzuwechselnden An zeigentriiger nach dessen Verschiebung in seiner eigenen Ebene zustanclekommt und dass der Anzeigenträger nach Passie- rung des Durchgangsspaltes unter spit zem Winkel gegen die andere Seile des Blockes hin geführt wird. 4.Apparat nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze in der Längsrichtung verlaufende Aussparun gen mit scharfen Ansätzen an der Wal zenoberfläche aufweist, mittelst welcher Ansätze ein über die Welle sich rollen der Anzeigenträger sicher vorgeschoben werden kann. 5. Apparat nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fortbewegung eines umzuwechselnden Anzeigenträgers nach der Walze hin endlose Transport organe vorgesehen sind, die vor und hinter dem Block vorüber und über die Walze laufen. 6.Apparat nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einleitung der Fortbewegung eines umzuwechselnden Anzeigenträgers ein an den Transport organen angeordnetes Hilfsreibungsge- triebe vorgesehen ist, mittelst dessen der betreffende Anzeigentrii.ger in den Be reich der Walze vorgeschoben werden kann. 7. Apparat nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet. dass das Hilfsreibungs- getriebe mit Reibungsorganen versehene Federn aufweist, die je von einem Trans portorgan zeitweise betätigt werden. B.Apparat nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass feststellende Füh rungen für die Federn vorgesehen sind. 9. Apparat nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Feder eine Blattfeder zugeordnet ist, . deren -eines Ende beim Ruhezustand zwischen dem betreffenden Transportorgan und einer Rolle, über die letzteres läuft, einge klemmt ist, während jede der erstgenann ten Federn einen Reibungsarm trägt, der gegen den demnächst umzuwechseln den Anzeigenträger des Blockes hin ge richtet ist. 10.Apparat nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung zur Aufhebung der Wirkungsverbindung zwischen den Federn und den Trans portorganen vorgesehen ist, welche Ein richtung in Tätigkeit tritt, sobald die Transportorgane die F erlern einer Strecke weit mitgenommen haben. 11. Apparat nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, tlass jeder Reibungsarm durch den einen Schenkel einer V-förmi- gen Blattfeder gebildet wird, deren dem Block der Anzeigenträger zugekehrtes Ende eine Reibungshülse trägt, die sich gegen den demnächst umzuwechselnden Anzeigenträger anlegt. 12.Apparat nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeielinet, dass eine Einrichtung vorgesehen ist, mittelst derer den Trans portorganen, nachdem die mit ihnen in Wirkungsverbindung stehenden Federn einen umzuwechselnden Anzeigenträger eine Strecke weit verschoben haben, eine kleine Rückbewegung erteilt werden kann, um den Federn die Rückkehr in ihre Bereitschaftsstellung zu ermög lichen. 18. Apparat nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Rückbewegung der Transportorgane Fe dern aufweist, die während deee Vor- w *trtsbewegung gespannt werden. 14.Apparat nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufnahme des Blockes der Anzeigenträger -ein Behäl ter vorgesehen ist, dessen Seitenwände Führungen bilden für den ruckweisen Vorschub des Blockes parallel zu sich selbst. 15. Apparat nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände in der Richtung des Vorschubes des Blok- kes eine Strecke weit konvergieren. 1.6.Apparat Mach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einleitung der Bewegung des Reibungsgetriebes Druck luft verwendet wird, zu deren Erzen gung und Aufspeicherung eine beständig arbeitende Luftpumpe und ein Luftbehäl ter mit Sperrventil vorgesehen sind, wo bei letzteres derart eingerichtet ist, dass es sieh periodisch bei einem bestimmten Druck im Luftbehälter öffnet. 17.Apparat nach Unteranspruch 16, dadurch ,gekennzeichnet, dass die Druckluft beim Stillstand des Getriebes nur auf eine Ventilfläche wirkt, deren Grösse dem Durchgangsquerschnitt des Ventilsitzes entspricht, wogegen nach dem beim kritischen Druck der Drucli:luft erfolgen den Offnen des Ventils die Druckluft auf eine erheblich grössere Ventilflüche wirkt, so dass das Ventil offen bleibt; bis sich der Luftdruck unter den kritischen Druck vermindert hat und die Span nung einer Feder ausreicht, um den Ven tilkörper wieder auf seinen Sitz zu be wegen. 18.Apparat nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausnutzung der Energie der Druckluft in Zylindern bewegbare Kolben vorgesehen sind, deren Bewegungen unter Mitwirkung von Fe dern auf das Reibungsgetriebe übertra gen werden. 19. Apparat nach Unteranspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übertragung der Bewegungen der holL-ii auf (las Rei bungsgetriebe ein Sperradgetriebe vor gesehen ist, mittelat dessen der Rück gang der Kolben unter Mitwirkung von Federn, aber ohne Mitnahme der Trans portorgane, erfolgt.Apparat nach Unteranspruch 19, dadurch gekennzeichnet, da13 die Cbertragung der Bewegungen der Kolben auf die dem Reibungsgetriebe angehörigen Transport organe unter Vermittlung eines Sperr- rades und eines Triebrades erfolgt, welch letzteres zum Eingriff mit der Rolle. über welche das Transportorgan läuft, derart angeordnet ist, , dass diese Rolle ihre Drehbewegung noch eine Strecke weit fortsetzen kann, nachdem das Trieb rad bereits zum Stillstand belangt ist. 21.Apparat nach Unteranpruch \?U, dadurch gelzennzeielinet, dass im Bereich des Triebrades eine Bremsvorrichtung vor gesehen ist, welche sogleich nach Been digung eines Hubes :ler Kolben, bezw. sogleich nach Beendigung der Umwechs- lung eines Anzei\-enträgers in Tätigkeit tritt. 22.Apparat nach Unteranspruch 21, dadurch gekennzeichnet, (lass eine mit dem Trieb rad verbundene Feder der Vorwärtsbewe gung der Rolle. über welche das Trans portorgan läuft, nach der Bremsung des Triebrades entgegenwirkt und alsdann eine Rückbewegung jener Rolle bewirkt.
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE102871X | 1922-02-18 | ||
| SE190522X | 1922-05-19 | ||
| SE300123X | 1923-01-30 | ||
| SE310123X | 1923-01-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH102871A true CH102871A (de) | 1924-01-02 |
Family
ID=27484544
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH102871D CH102871A (de) | 1922-02-18 | 1923-02-17 | Schildreklameapparat mit periodisch wandernden Anzeigenträgern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH102871A (de) |
-
1923
- 1923-02-17 CH CH102871D patent/CH102871A/de unknown
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