CH102924A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Wänden und Wandverputz durch Aufspritzen von Mörtel. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Wänden und Wandverputz durch Aufspritzen von Mörtel.Info
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E04F21/00—Implements for finishing work on buildings
- E04F21/02—Implements for finishing work on buildings for applying plasticised masses to surfaces, e.g. plastering walls
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Wänden und Wandverputz durch Aufspritzen Fon Mörtel. Die bisher in der Technik bekannten Ver fahren und Vorrichtungen zum Errichten von Mauerwerk bezw. zur Herstellung von Wand verputz durch Aufspritzen von Mörtel gegen eine nachher wegzunehmende Schalung oder gegen eine Wand, gehen von zwei grund sätzlich verschiedenen Ausgangspunkten aus.
Bei dem einen Verfahren wird der fertig ge mischte Mörtel (hauptsächlich Zement, Sand und Wasser), der sich in einem geschlossenen Behälter befindet, durch Einführung von Druckluft in diesen Behälter durch die Aus trittsöffnung desselben und den anschliessen den Förderschlauch hindurch zur Arbeitsstelle unter Überdruck gepresst und nach Austritt aus dem Schlauch an der Arbeitsstelle in folge der Expansion der Druckluft zerspritzt.
Dieses Arbeitsverfahren und die hierzu dienenden Einrichtungen erfordern für einen kontinuierlichen, ununterbrochenen Betrieb komplizierte maschinelle Einrichtungen, die der Erfüllung der Forderung grösster Orts beweglichkeit an der Baustelle erschwerend im Wege stehen und damit die Anwendbar keit des Verfahrens in einer grossen Anzahl von Betriebsfällen unmöglich machen. Es kommt dabei noch hinzu, dass infolge der verhältnismässig geringen Geschwindigkeit, mit welcher der unter Überdruck stehende Mörtel durch den Förderschlauch hindurch gepresst wird, Verstopfungen dieses Schläu- ches infolge Erhärtung der längs der Schlauchwandung gleitenden Mörtelteilchen nicht selten sind.
Die zweite Gruppe von Verfahren ver zichtet auf die Unterbringung des Mörtels oder der Mörtelbestandteile in einem geschlos senen, unter Überdruck stehenden Behälter, versucht vielmehr den Mörtel oder die Mörtel bestandteile aus offenem Behälter zu ent nehmen und .am Austritt dieses Behälters den Mörtel oder die Mörtelbestandteile durch me- " chanische oder pneumatische Hilfsmittel zur Arbeitsstelle zu fördern.
Wegen der Schwierigkeit, den fertig ge mischten Mörtel -aus offenem Behälter durch einen anschliessenden Förderschlauch hin= durch in Strahlf orm zu leiten, ging man da bei meist so vor, däss die einzelnen Mörtel= Bestandteile (Trookenuestandteile "und Flüs- sigkeit)
für sich getrennt durch F örder s e hläue he hindurch zur Arbeitsstelle geleitet und dann unmittelbar erst vor der Arbeits stelle zur Bildung des fertig gemischten Mör tels zusammengeführt wurden. Das hat den Nachteil, dass die Mörtelbildung unmittelbar vor der Arbeitsstelle keine vollkommene ist und vor allen Dingen nur schwer geregelt werden kann.
Der Vorschlag, fertig gemischten Mörtel aus offenem, unter normalem Luftdruck stehenden Behälter zu entnehmen und in Strahlform durch den anschliessenden Förder- schlauch hindurch zu leiten, hat bisher nur eine Form der Verwirklichung erlangt, wo bei als Förder- und Strahlbildungsmittel die Kombination eines mechanischen und eines pneumatischen Mittels gewählt wurde, näm lich einer in bestimmter Weise gestalteten Förderschnecke, welche den Mörtel aus dem offenen Mörtelbehälter entnimmt, und einer vor Eintritt in den Fördersehlauch angeord neten Expansionsdüse für Druckluft,
in deren Expansionsquerschnitt die Förder- schnecke den aus dem offenen Behälter ent nommen, fertig gemischten Mörtel schiebt, wo er angesaugt und in Strahlform beschleu nigt wird.
Dieses Verfahren ist sowohl betriebs technisch, als auch konstruktiv den vorher beschriebenen Arbeitsverfahren und Ein richtungen überlegen, doch immerhin noch wegen des Zusammenwirkens von Schnecke und Expansionsdüse und des erforderlichen besonderen Antriebes der Schnecke relativ umständlich.
Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, dass der in einem offenen, unter gewöhnlichemLuftdruck befindlichen Behälter untergebrachte, fertig gemischte Mörtel der Expansionszone einer Düse für ein pneumatisches Fördermittel, z. B. Druckluft oder Dampf, lediglich unter Schwerewirkung bezw. lediglich durch freien Fall zugeleitet wird und nach Ansaugung durch das expandierende Fördermittel durch einen Förderschlauch hindurch in Strahl form beschleunigt wird, um an dem Aus- trittsenile des Schlauches, z. B. als zylindri scher Strahl, von grosser Geschwindigkeit und folgedessen grossem dynamischen Druck auszutreten.
Durch dieses Verfahren werden alle me chanisch bewegten Teile, welche sonst für solche Einrichtungen zum Spritzen fertig gemischten Mörtels an der Baustelle unmit telbar vorhanden sein mussten, beseitigt, und wird trotzdem ein kontinuierlicher, allen Be triebsfällen gerecht werdender Spritzbetrieb ermöglicht. Dabei wird der konstruktive Aufbau .der eigentlichen Mörtelspritze der denkbar einfachste, so dass Betriebsunter brechungen durch Beschädigungen, z. B. Verstopfungen des Schneckengehäuses, Fest brennen der Schneckenwelle und so fort, aus geschlossen sind. Lediglich eine Kompressor anlage, die bei Grossbauten meist so wie so vorhanden ist, und welche an sicherem Orte in genügender Entfernung von der Baustelle angeordnet sein kann, wird zur Erzeugung des Betriebsmittels, z.
B. der Druckluft, be nötigt. Die Versuche haben gezeigt, dass mit einer derartigen Einrichtung nach diesem Verfahren das Spritzen fertig gemischten Mörtels durch einen ausreichend langen För- derschlauch hindurch (bis zu 10 Meter) mit grosser Geschwindigkeit und grossem dy na.mi- schen Druck ununterbrochen und ohne Ver stopfungsgefahr möglich ist.
Eine Einrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens ist in der Zeichnung bei spielsweise im Vertikalschnitt veranschau licht.
Es ist 1 ein oben offener Behälter zur Aufnahme von fertig gemischtem, also ge brauchsfertigem Mörtel, :der in demselben unter Atmosphärendruck steht. Dieser Be hälter hat einen trichterförmigen Auslauf 9 mit einer engsten Austrittsöffnung 10, in welche die Expansionsdüse 7 mündet. Diese Expansionsdüse wird von dem Druckluft rohr 11 gespeist und ist so gestaltet, da.ss eine vollkommene Expansion der Druckluft ent sprechend dem verfügbaren Druckgefälle herbeigeführt zarircl, so dass im Austrittsquer schnitt 10 die grösste Cleschwindigkeit der expandierten Luft herrscht und damit ein gegenüber dem offenen Füllbehälter stati scher Unterdruck,
durch welchen der unter der Wirkung der Schwere in die Austritts öffnung 10 gelangte Mörtel angesaugt, auf grosse Geschwindigkeit beschleunigt und in Strahlform durch den Schlauchstutzen 12 und den anschliessenden Förderschlauch 8 hindurch zur Arbeitsstelle geleitet wird.
Diese Einrichtung hat den besonderen Vorteil, dass keinerlei mechanisch bewegte Teile vorhanden sind, dass sie infolgedessen konstruktiv äusserst einfach ist und nur sehr geringes Gewicht besitzt, was für eine leichte Ortsbeweglichkeit und vielfältigeAnwendbar- keit im Baubetriebe besonders erwünscht ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Wänden und Wandverputz durch Aufspritzen von Mörtel, dadurch gekennzeichnet, dass in einem offenen, unter gewöhnlichem Luft druck befindlichen Behälter unterge brachter, fertig gemischter Mörtel ledig lieh unter Schwerewirkung der Expan sionszone einer Düse für ein pneuma tisches Fördermittel zugeleitet wird und nach Ansaugen durch das expandierende Fördermittel durch einen Förderschlauch hindurch in Strahlform beschleunigt wird.II. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeich net ,durch einen offenen Behälter zur Aufnahme von fertig gemischtem Mör tel, welcher Behälter einen konisch ver laufenden Austrittsteil hat, in welchen eine Expansionsdüse mündet, und der in einen Anschlussstutzen für einen Förder- schlauch übergeht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH102924T | 1922-09-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH102924A true CH102924A (de) | 1924-01-02 |
Family
ID=4361591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH102924D CH102924A (de) | 1922-09-30 | 1922-09-30 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Wänden und Wandverputz durch Aufspritzen von Mörtel. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH102924A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE943675C (de) * | 1939-05-16 | 1956-05-24 | Roemisch Katholische Kirchenge | Einrichtung zum Verputzen von Waenden, Decken u. dgl. oder zum Betonieren |
| DE951477C (de) * | 1949-10-08 | 1956-10-31 | Edmund Bruche | Vorrichtung zum Verputzen von Waenden, Decken usw. durch Aufspritzen von Moertel |
-
1922
- 1922-09-30 CH CH102924D patent/CH102924A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE943675C (de) * | 1939-05-16 | 1956-05-24 | Roemisch Katholische Kirchenge | Einrichtung zum Verputzen von Waenden, Decken u. dgl. oder zum Betonieren |
| DE951477C (de) * | 1949-10-08 | 1956-10-31 | Edmund Bruche | Vorrichtung zum Verputzen von Waenden, Decken usw. durch Aufspritzen von Moertel |
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