Gleichdruckverbrennungskraftmaschine. Die Gleiehdruckverbrennungskraftmaschiiie (Dieselmaschine), bei welcher die Verbren nungsluft bis über die Entzündungstempera tur des Brennstoffes durch Verdichtung er hitzt wird, hat eine bedeuLende Steigerung des thermodynamischen Wirkungsgrades ge bracht.
Die praktisch erreichte Steigerung der Gesamtwirtschaftlichkeit war jedoch ge ringer, als theoretisch zu erwarten war, weil in dein bei solchen Maschinen angewendeten Kurbeltrieb eine ganz unverhältnismässige Vermehrung der Reibungsarbeiten in Kauf genommen werden musste. Diese schädliche Nebenwirkung des Dieselverfahrens machte sich um so fühlbarer geltend,<B>je</B> höher der Verbrennungsdruck getrieben wurde. Man betreibt dabei, in der Praxis diese Maschinen mit<B>25</B> bis<B>38</B> Atm. Verbrennungsdruck, wäh rend ursprünglich bedeutend höhere Drücke vorgesehen waren.
Nach der vorliegenden Erfindung wird beim Dieselverfahren die Energievernichtung im Triebdruck dadurch bedeutend gemindert, dass statt des Kurbeltriebes eine Bauart an gewendet wird, bei der mindestens zwei Kol- ben, deren Arbeitsräume mit dem gleich-en Verbrennungsraum in Verbindung stehen und die sich in bezug auf diesen immer im glei chen Sinne bewegen, eine gemeinsame Kur- venbalin antreiben.
Diese Bauart ist bereits beschrieben wor den für Explosionskraftmaschiiien, für die sie jedoch bisher irgendwelche praktische Be deutung nicht erlangt hat, weil bei diesen Maschinen die Kompressionslinie ziemlich tief liegt Lind daher lediglich der eigentliche Ar beitshub nennenswerte Druckkräfte zur Gel tung bringt, mithin also die Gesamttreibungs- verluste des Kurbeltriebes in solchen Grenzen bleiben, dass ein Bedürfnis von Masebinen mit Kolben, die eine gemeinsame Kurven, balm antreiben, nicht vorlag.
Vom Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung eine beispielsweise Ausführungs form dargestellt, und zwar in Fig. <B>1</B> der Längsschnitt, und in Fig. 2 der Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. <B>1.</B>
In dein feststehenden Zylinder a spielen die gegenläufIgen Kolben<B>b,</B> die auf Kurven bahnen c wirken. Diese Bahnen sind an um- laufenden Schwungscheihen <B>d</B> vorgesehen. Die Kolbenkräfte werden auf die Kurven bahnen<B>o</B> mittelst Rollen e übertragen, die in dem mit dem zugehörigen Kolben<B>b</B> ver bundenen Querhaupt<B>f</B> mit Kugellagern<B>g</B> Crelagert sind.
Damit beim Anlassen dei- Ma- schiiie die Kolben<B>b</B> die den Kurvenbahnen e entsprechenden Bewegungen ausführen, stät- zen sich die Querhäupter <B>f</B> mit Hilfsrollen <B>m</B> auf an den Schwungscheiben<B>d</B> vorgesehe nen Kurvenbahnen o. Die angetriebene Welle h ist mit den unilaufenden Schwungscheiben il fest verbunden und in einem Bock i ge lagert. In den für die Kolben<B>b</B> gemein samen Verbrennungsraum le wird der flüs sige Brennstoff durch die Öffnung<B>1</B> einge spritzt.
Bei der im Zweitalz--t arbeitenden Masehine tritt die Spülluft zum Beispiel durch die von dem untern Kolben<B>b</B> gesteuerten Schlitze<B>p</B> ein, während die Verbrennungs rückstände durch die von dein obern Kolben <B>b</B> gesteuerten Schlitze r entweichen.
In Fig. <B>3</B> ist durch das Dia'gramin x der Spannungsverlauf und durch die Linie z der Verlauf der Masseildruckkräfte bei der Diesel- niaschine dargestellt, wälirend ini Vergleich hierzu durch das mit gestrichelten Linien "ezeichiiete Diagranim <B>y</B> der Spannungsver lauf bei der Explosionskraftniaschine veran schaulicht ist.
Fig. <B>3</B> ist daller zugleich ein ungefähres Schaubild für die Steigerung der B.eibungsverluste bei der Dieselmaschine ge genüber der Explosionskraftwaschiue.
Durch die beschriebene Bauart der Diesel- inaschine ist eine bedeutende Minderung der Reibungsverluste ei-reicht, weil das Wellen lager reaktionsfrei arbeitet, und ausserdem die Rollen, welche auf der Kurvenbahn lau fen, weniger Reibungsverluste erzeugen als bei Maschinen mit Kurbeltrieb der Kurbel- und Kreuzkopfzapfen zusammen.
Die Dieselmaschine mit Kurbeltriebwerk ist auch ins<B>'</B> ofern benachteiligt, als infolge der unverhältnismässig hohen Verbrennungs- drücke die Abmessungen der Triebwerksteile auf,',erordentlich gross wurdep, was eine Ver grösserung der Reibungshebelarme, sowie eine wesentliche Steigerung des Baukostenauf wandes mit sich brachte. Durch die Erfin dung wird somit nicht nur in zweifacher Hinsicht der mechanische Wirkungsgrad be deutend verbessert, sondern es werden auch die Gestehungskosten der Maschine verringert.
Beide erzielten Vorteile erlauben den Ver brennungsdruck zu erhöhen und dadurch das Dieselverfahren der idealen Verwirklichung näher zu bringen.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Wellenbrüche vermieden sind, die schnellau fenden Dieselmaschinen üblicher Bauart mit Kurbeltriebweik häufig auftreten, weil die <B>für</B> ein kleines Drehmoment beinesseiie Kur belwelle durch schwere Triebwerksteile in Schwingungen versetzt wird. Bei der Ma schine nach der Erfindung kann die Welle mit den gleichförmig umlaufenden Schwung- massen verbunden sein.
Entsprechend der durch die Erfindung erzielten Verringerung der Reibungsarbeit ist auch der Schmiermittelverbrauch geringer, die Betriebskosten sind also verkleinert, wäll- rend infolge der kleineren Abmessungen der die Kolbenkräfte übertragenden Maschinen teile nicht nur das Batigewicht, sondern auch der Raumbedarf der Maschine kleiner ist, so dass sich die Gesamtbaukosten erheblich er mässigen.