CH103056A - Gleichdruckverbrennungskraftmaschine. - Google Patents

Gleichdruckverbrennungskraftmaschine.

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CH103056A
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Michel Hermann
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      Gleichdruckverbrennungskraftmaschine.       Die     Gleiehdruckverbrennungskraftmaschiiie     (Dieselmaschine), bei welcher die Verbren  nungsluft bis über die Entzündungstempera  tur des Brennstoffes durch Verdichtung er  hitzt wird, hat eine     bedeuLende    Steigerung  des thermodynamischen Wirkungsgrades ge  bracht.

   Die praktisch erreichte Steigerung  der Gesamtwirtschaftlichkeit war jedoch ge  ringer, als theoretisch zu erwarten war, weil  in dein bei solchen Maschinen angewendeten  Kurbeltrieb eine ganz     unverhältnismässige     Vermehrung der Reibungsarbeiten in Kauf  genommen werden     musste.    Diese schädliche  Nebenwirkung des Dieselverfahrens machte  sich um so fühlbarer geltend,<B>je</B> höher der  Verbrennungsdruck getrieben wurde. Man  betreibt dabei, in der Praxis diese Maschinen  mit<B>25</B> bis<B>38</B>     Atm.    Verbrennungsdruck, wäh  rend ursprünglich bedeutend höhere Drücke  vorgesehen waren.  



  Nach der vorliegenden Erfindung wird  beim Dieselverfahren die Energievernichtung  im Triebdruck dadurch bedeutend gemindert,       dass    statt des Kurbeltriebes eine Bauart an  gewendet wird, bei der mindestens zwei Kol-         ben,    deren Arbeitsräume mit dem     gleich-en     Verbrennungsraum in Verbindung stehen und  die sich in     bezug    auf diesen immer im glei  chen Sinne bewegen, eine gemeinsame     Kur-          venbalin    antreiben.  



  Diese Bauart ist bereits beschrieben wor  den für     Explosionskraftmaschiiien,    für die sie  jedoch bisher irgendwelche praktische Be  deutung nicht erlangt hat, weil bei diesen  Maschinen die Kompressionslinie ziemlich tief  liegt Lind daher lediglich der eigentliche Ar  beitshub nennenswerte Druckkräfte zur Gel  tung bringt, mithin also die     Gesamttreibungs-          verluste    des Kurbeltriebes in solchen Grenzen  bleiben,     dass    ein Bedürfnis von     Masebinen     mit Kolben, die eine gemeinsame Kurven,       balm    antreiben, nicht vorlag.  



  Vom Erfindungsgegenstand ist in der  Zeichnung eine beispielsweise Ausführungs  form dargestellt, und zwar in     Fig.   <B>1</B> der  Längsschnitt, und in     Fig.    2 der Querschnitt  nach der Linie     A-B    der     Fig.   <B>1.</B>  



  In dein feststehenden Zylinder a spielen  die     gegenläufIgen    Kolben<B>b,</B> die auf Kurven  bahnen     c    wirken. Diese Bahnen sind an um-      laufenden     Schwungscheihen   <B>d</B> vorgesehen.  Die Kolbenkräfte werden auf die Kurven  bahnen<B>o</B> mittelst Rollen e übertragen, die  in dem mit dem zugehörigen Kolben<B>b</B> ver  bundenen Querhaupt<B>f</B> mit Kugellagern<B>g</B>       Crelagert    sind.

   Damit beim Anlassen     dei-        Ma-          schiiie    die Kolben<B>b</B> die den Kurvenbahnen e  entsprechenden Bewegungen ausführen,     stät-          zen    sich die     Querhäupter   <B>f</B> mit Hilfsrollen  <B>m</B> auf an den Schwungscheiben<B>d</B> vorgesehe  nen     Kurvenbahnen    o. Die angetriebene Welle  h ist mit den unilaufenden Schwungscheiben  il fest verbunden und in einem Bock i ge  lagert. In den für die Kolben<B>b</B> gemein  samen Verbrennungsraum     le    wird der flüs  sige Brennstoff durch die Öffnung<B>1</B> einge  spritzt.

   Bei der im     Zweitalz--t    arbeitenden       Masehine    tritt die Spülluft zum Beispiel durch  die von dem untern Kolben<B>b</B> gesteuerten  Schlitze<B>p</B> ein, während die Verbrennungs  rückstände durch die von dein obern Kolben  <B>b</B> gesteuerten Schlitze r entweichen.  



  In     Fig.   <B>3</B> ist durch das     Dia'gramin    x der  Spannungsverlauf und durch die Linie z der  Verlauf der     Masseildruckkräfte    bei der     Diesel-          niaschine    dargestellt,     wälirend        ini    Vergleich  hierzu durch das mit gestrichelten Linien       "ezeichiiete        Diagranim   <B>y</B> der     Spannungsver     lauf bei der     Explosionskraftniaschine    veran  schaulicht ist.

       Fig.   <B>3</B> ist     daller    zugleich ein  ungefähres Schaubild für die Steigerung der       B.eibungsverluste    bei der Dieselmaschine ge  genüber der     Explosionskraftwaschiue.     



  Durch die beschriebene Bauart der     Diesel-          inaschine    ist eine bedeutende Minderung der  Reibungsverluste     ei-reicht,    weil das Wellen  lager reaktionsfrei arbeitet, und ausserdem  die Rollen, welche     auf    der Kurvenbahn lau  fen, weniger Reibungsverluste erzeugen als  bei Maschinen mit Kurbeltrieb der     Kurbel-          und        Kreuzkopfzapfen    zusammen.  



  Die Dieselmaschine mit     Kurbeltriebwerk     ist auch ins<B>'</B>     ofern    benachteiligt, als infolge  der unverhältnismässig hohen Verbrennungs-    drücke die Abmessungen der     Triebwerksteile          auf,',erordentlich    gross     wurdep,    was eine Ver  grösserung der Reibungshebelarme, sowie eine  wesentliche Steigerung des Baukostenauf  wandes     mit    sich brachte. Durch die Erfin  dung wird somit nicht nur in zweifacher  Hinsicht der mechanische Wirkungsgrad be  deutend verbessert, sondern es werden auch  die Gestehungskosten der Maschine verringert.  



  Beide erzielten Vorteile erlauben den Ver  brennungsdruck zu erhöhen und dadurch das  Dieselverfahren der idealen Verwirklichung  näher zu bringen.  



  Ein weiterer Vorteil liegt darin,     dass    die  Wellenbrüche vermieden sind, die schnellau  fenden Dieselmaschinen üblicher Bauart mit       Kurbeltriebweik    häufig auftreten, weil die  <B>für</B> ein kleines Drehmoment     beinesseiie    Kur  belwelle durch schwere     Triebwerksteile    in  Schwingungen versetzt wird. Bei der Ma  schine nach der Erfindung kann die Welle  mit den gleichförmig umlaufenden     Schwung-          massen    verbunden sein.  



  Entsprechend der durch die Erfindung  erzielten Verringerung der Reibungsarbeit ist  auch der     Schmiermittelverbrauch    geringer,  die Betriebskosten sind also verkleinert,     wäll-          rend    infolge der kleineren Abmessungen der  die Kolbenkräfte übertragenden Maschinen  teile nicht nur das     Batigewicht,    sondern auch  der Raumbedarf der Maschine kleiner ist, so       dass    sich die Gesamtbaukosten erheblich er  mässigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gleichdruelz-verbrennungskraftmaschine, ge kennzeichnet durch mindestens zwei Kolben, deren Arbeitsräume mit dem gleichen Ver brennungsraum in Verbindung stehen und die in bezug auf diesen sich immer im gleichen Sinne bewegen und eine gemeinsame Kurven bahn antreiben.
CH103056D 1921-10-28 1922-10-18 Gleichdruckverbrennungskraftmaschine. CH103056A (de)

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