CH103079A - Schutzeinrichtung nach Kondensatorart an Hochspannungswicklungen. - Google Patents
Schutzeinrichtung nach Kondensatorart an Hochspannungswicklungen.Info
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Description
Schutzeinrichtung nach Itondensatorart an Hochspannungswicklungen. Bekanntlich treten insbesondere bei Hoch spannungsapparaten an den Eingangsspulen bei Schaltvorgängen oder andern Ursachen einer plötzlichen magnetischen oder elektro statischen Feldänderung starke ÜTberspan- nungserscheinungen auf.
Es ist bereits mehrfach vorgeschlagen worden, auftreffende Wanderwellen mit steiler Stirn oder Hochfrequenzschwingungen, welche diese Erscheinungen im Gefolge haben, sei es durch einen kapazitiven Schutz uiit Konden satoren zwischen Hochspannungspole und Ei-de, sei es nur durch eine kapazitive Überbrückung der Eingangsspulen mittelst passender Konden satoren zwischen den Wicklungsenden der Spulen oder Spulengruppen für die Wicklung selbst unschädlich zu machen.
Es zeigt sich dabei, dass ein solcher Schutz besonders wirksam ist, wenn die Grösse der Kapazität und die Zahl der kapazitiven Unter teilungen möglichst gross ist, beziehungsweise wenn möglichst viel Spulen oder Spulen gruppen der Wicklung kapazitiv geschützt sind.
Ein neuerer Vorschlag geht dahin, bei Spulenwicklungen die einzelnen Lagen der Wicklungsspulen mit einer 11Tetallzwischen- lage zu versehen und so die Spulenkapazität zu vergrössern. Dieser an und für sich gute Gedanke lässt sich, da die einzelnen Metall beläge aus der Spule herausgeführt werden müssen, nur schwer verwirklichen; ausserdem ist die Herstellung teuer und recht unsicher.
Eine andere Lösung. die zwar auf günstige Ausbildung des Spulenfeldes hinzielt, ist durch das österreichische Patent 72573 gegeben, bei welchem Innen- und Aussenfläche der Wick lungsspulen metallisch abgeschirmt werden. Die konstruktive Durchbildung dieses Ge dankens verursacht jedoch ebenfalls grosse Schwierigkeiten.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Schutzeinrichtung nach Kondensatorart an Hochspannungswicklungen, bei , welcher diese Schwierigkeiten dadurch vermieden ver- clen, dass einzelne oder alle Spulen der Wick lung je mit einer äusseren, elektrisch leiten den, rings um die Spule laufenden Umhüllung versehen sind, die mit der Spulenzuleitung in Verbindung steht, jedoch von der Spulen ableitung durch eine Isolationsstrecke ge trennt ist.
Zweckmässig wird diese Spulenumhüllung, die gewissermassen einen Kondensatorbelag darstellt, durch ein um die Spule herum gewickeltes leitendes Band gebildet.
Dabei ist vorteilhaft diese Spulernimhül- lung auf einen mehr oder weniger grossen Längenteil der Spulen beschränkt, der von Spule zu Spule sich ändert, um der ver schiedenen Eigenkapazität der einzelnen Spu len gegen Masse Rechnung zu tragen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, insoweit als dies zum Verständnis der Er findung notwendig ist: Fig. 1 zeigt in Draufsicht eine Spulen wicklung mit der Schutzeinrichtung, beispiels weise für einen Transforrnatorhochspannungs- schenkel ; Fig. ? ist ein teilweiser senkrechter Schnitt, und Fig. 3 eine Seitenansicht hierzu; Fig. 4 ist ein Teilquerschnitt in gi-öfäerem Massstabe an einer Stelle einer der Spulen.
Die Spulen ar, die in üblicher Weise mit einer Isolationsschicht b versehen sind, tragen über derselben je eine leitende Umhüllung c, die rings tun die Spule läuft und gemäss Fig. 1 und 3 durch ein um die Spule herum gewickeltes dünnes, leitendes Band, zum Bei spiel Metallband, gebildet wird.
Diese Um- hüllung c erstreckt sich nicht über die ganze Spulenlänge. Sie steht mit der Zuleitung x der Spule in leitender Verbindung, ist jedoch von der Ableitung f der Spule durch eine Isolierstrecke getrennt Die Umhüllung c ist ihrerseits mit einer Isolierung d geschützt.
Die Dicke der Umhüllung c kann beliebig gewählt werden, jedoch hat der Versuch ge zeigt, dass auch schon die Dicke einer Metall folie genügt; auch könnte die Umhüllung nach dein Schoop'schen Spritzverfahren durch auftragen einerMetallschicht erhalten werden.
In Fig. 1 und 3 ist die Isolierstrecke, die zwischen Anfang und Ende der Umhüllung c liegt, durch Schwarzanlegen ken ntl i eh g emacht. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, ist diese Isolierstrecke in den aufeinanderfolgenden Spulen verschieden lang.
In der obern Spule erstreckt sich zum Beispiel die Umhüllung über eine grössere Spulenlänge, in der untern über eine 1@leinere Spulenlänge, wodurch der verschiedenen Eigenkapazität der einzelnen Spulen gegen Masse Rechnung getragen wer den soll.
Um Entladungen an der Trennstelle der Umhüllung, wo die Spulenableitung y heraus geführt wird, zu verhüten, können die be nachbarten Ränder oder Enden der Umhüllung mittelst eines passend leitenden Lackes oder einer 14letalloxydschicht oder überhaupt einer schlecht leitenden Schutzschicht abgedeckt werden, so dass eine wirksame Abschirmung des Randfeldes erfolgt.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH'</B> Schutzeinrichtung nach Kondensatorart an Hochspannungswicklungen, dadurch gekenn zeichnet, dass einzelne oder alle Spulen der Wicklung je mit einer äusseren, elektrisch leitenden, rings um die Spule laufenden Um hüllung versehen sind, die mit der Spulen zuleitung in Verbindung steht, jedoch von der Spulenableitung durch eine Isolations strecke getrennt ist. UNTERANSPRüCHE 1.Schutzeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulen- Umhüllung, die gewissermassen einen Kon- densatorbelag darstellt, durch ein tun die Spule lierunigewickeltes leitendes Band gebildet ist. . Schutzeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulen umhüllung auf einen mehr oder weniger grossen Längenteil der Spulen beschränkt ist, der von Spule zti Spule sich ändert, um der verschiedenen Eigenkapazität der einzelnen Spulen gegen Masse Rechnung zu tragen. 3.Schutzeinrichtung nach Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Spulenrrmhüllung mit einer passend leitenden Schutzschicht abgedeckt sind, so dass eine wirksame Abschirmung des Rand feldes erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH103079T | 1923-01-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH103079A true CH103079A (de) | 1924-01-16 |
Family
ID=4361787
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH103079D CH103079A (de) | 1923-01-22 | 1923-01-22 | Schutzeinrichtung nach Kondensatorart an Hochspannungswicklungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH103079A (de) |
-
1923
- 1923-01-22 CH CH103079D patent/CH103079A/de unknown
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