CH103099A - Verfahren zur Herstellung eines Mutterkornpräparates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mutterkornpräparates.

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CH103099A
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Chemische Fabrik Norgine Stein
Wiechowski Wilhelm Dr Prof
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Chem Fab Norgine Dr Victor Ste
Wiechowski Wilhelm Dr Prof
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  Verfahren zur Herstellung eines     Nutterkornpräparates.       Es ist bisher nicht gelungen, sämtliche  wirksamen Stoffe ,des     Mutterkorns    (Seeale       cornutum)    in einer für Injektionen brauch  baren Lösung zu vereinigen.     'NZTässerige    Ex  trakte enthalten alle wirksamen     Bestandteile     der Droge, sind     aber    für Injektionen     nicht          aiiwenclbar,    weil sie     schmerzhafte    Neben  wirkungen und Schwellungen erregen;

   die       alkoholischen    Auszüge sind wohl     injizierbar,     enthalten aber gewisse     wichtige    Bestandteile       der    Droge nicht. Da     diewirk        ,amen        Bestamd-          teile    in den verschiedenen     Mutterkornsorten    in  absolut und relativ verschiedenen Mengen  vorkommen, ist ferner die Wirkung der be  treffenden Drogen und der     aus    ihnen leerge  stellten Präparate verschieden und schwan  kend.

       Man    hat sich daher bemüht., die Stoffe,  denen man die Wirksamkeit .der Droge     zu-          schrieb,    aus der Droge zu isolieren, kam aber  in dieser     ZVeise    zu keinen guten Ergebnissen,  da die abgesonderten Körper     entweder    un  s     s        icher        in        der        Wirkung        oder        ganz        unwirksam     sind.

   Das führte auf den 'Weg, die wichtig  sten der     angeblich    wirksamen Stoffe synthe-         tisch        .cla.rzustellen.    Doch es hat sich erwiesen,  dass die.     synthetis,cli    dargestellten Substan  zen nicht völlig     gleichartig    wirken wie das       11lutte?rkorn,    sondern nur Uteri einzelner Tier  gattungen beeinflussen.

   Im Gegensatz hierzu  ermöglicht es die     vorliegende.    Erfindung, aus  der Droge selbst ein Präparat von hoher und  konstanter     Wirksamkeit    herzustellen, das die       sämtlichen    wirksamen     Komponenten    enthält  und     dabei        injizierba.r    ist. Es geschieht dies  im wesentlichen .dadurch, dass eine     -#vässerige          Aufs-chlä@mmung    der Droge von der     chemi-          sehen        Reinigung    der     Gärung    überlassen  wird.

   Die Gärung tritt nach einiger Zeit,       etwa    12 Stunden, spontan .ein, da sie offen  bar von einem Mikroorganismus eingeleitet  wird, den das Mutterkoma selbst enthält, und       dauert    3 bis 5 Tage; dabei     entn-ic-1zelt    sich  reichlich     Kohlensäure.    Die anfangs dunkle  Lösung     v-ird    heller, und die an die Oberfläche       getriebenen    Drogenteilchen setzen sich zu  Boden. Hierbei     nimmt    die Wirksamkeit der  Lösung erheblich zu, während     Farb-    und an  dere     Ballaststoffe        versehwinden,        bezw.    aus-      fallen.

   Die Lösung wird hierauf zur     wei-          leren        Reinigung    mit     Cal@ciumoxydh-,t7#drat,     z. B. mit gelöschtem     Ätzkalk,    versetzt, der  Niederschlag     abfiltri.ert    und das Filtrat     ent:-          ka.lkt,    z.

   B. .durch Zusatz von     Ammonium-          karbona.t.    Nach dem     Abfiltrieren    und mög  lichst schonenden     Einengen    der     Lösung,    z.     B.     bei niederer Temperatur,     bis    zur     Sirupdieke.     wird sie mit einem     wasserhaltigen    Alkohol,  z. B. mit 90     %-ibem        Äthylall#.ohol,    am vor  teilhaftesten mit     wasserhaltigeim    Methylalko  hol, versetzt, wobei abermals Schmieren- und  Ballaststoffe ausfallen, welche     abfiltriert     werden.

   Der beim Eindampfen des alkoho  lischen Filtrates im Vakuum zurückbleibende  lichtbraune Sirup kann in Wasser     aufbenoin-          inen    werden. Bei dieser     Darstellungsweise     geht von der     wirksamen    Substanz     niehts     verloren.  



       Beispiel:     1000     gr    der Doge werden     gemahlen    und       finit    10 Liter     'N,#Tasser    verrührt und in einem       Brutschrank    bei 17   stehen belassen. Nach  1? bis     ?4    Stunden beginnt die     Gäiunb    und  ist. nach 2 bis 5     Taben    beendet.

   Hierauf     wer-          den    ?00     -r        Atzkalk        gelöscht    und in Brei  form     einbetragen.    Nach     gutem        Verrühren          wird    die nunmehr hellgelbliche     Lüsunb    ab  filtriert und mit 150     -r        Ainmonka.rbonat    ver-    setzt.

   Der     ausbescliiedene    Schlamm von     Cal-          ciumkarbona.t    wird     abfiltriert    und     das    Fil  trat bei     niedriger    Temperatur auf 1 Liter     ein-          geenb    . Der gelbe Sirup wird nunmehr mit  10 Liter     llethyl.alkohol    (90 %) verrührt, vom  körnigen     Niedersehlab        abfiltriert    und das  Filtrat im     Vakuum    eingedampft.

   Der ver  bleibende Sirup wird in Wasser     aufgenom-          men,    wobei sich eine     weingelbe    Lösung er  gibt, welche nach entsprechender Verdün  nung k     olorimetrisch        einbestellt        wird.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung eines Mutter- kornpräparates, .dadurch gekennzeichnet, dass eine wä.ssei-ige Aufschlämmung der Droge der Gärung überlassen wird, worauf man Cal- ciumovydhydrat zusftzt, den Niederschlag ab filtriert, das Filtrat vom überschüssigen kalk befreit,
    den Niederschlag abfiltriert und dass Filtrat möglichst schonend einengt. Dann wird mit einem wasserhaltigen Alkohol ver setzt, vomiedei:@chl.a.b .abfilt.rieit und die abfiltrierte Lösung im Vakuum einbedampft.
CH103099D 1921-09-16 1922-07-21 Verfahren zur Herstellung eines Mutterkornpräparates. CH103099A (de)

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