Vorrichtung zur Ermittlung der Orientierung von photographischen Kammern bei sich überlappenden stereophotogrammetrischen Aufnahmen. Vorliegende Erfindung bezieht sich<B>-</B> auf eine Apparatur, weiche gestattet, die Be stimmungsstücke der Zentren photographischer Aufnahmen auf optisch mechanischem Wege ohne Rechnung züi ermitteln, wenn sie für zwei Aufnahmen bekannt sind, besonders um die Verwendung der Aufnahrnen zur Her stellung von Karten oder plastischen Nach bildungen der aufgenommenen Objekte, z. B. eines Geländes, zu ermöglichen.
Für die Auf nahmen besteht dabei die Voraussetzung, dass sie von auseinanderliegenden Standorten, z. B. aus Luftfahrzeugen, gemacht sind Lind dass sie einander überlappende Teile des<B>Ob-</B> jektes darstellen.
Zur Erreichung der Erfindungszwecke ist die den Gegenstand der Erfindung bildende Apparatur mit zwei oder mehreren Paaren von Bildkammern ausgerüstet,<B>d.</B> h. mit Kam mern, in welche die zur Verfügung stehenden photographischen Aufnahmen eingesetzt und aus denen die Aufnahmen heraus projiziert werden können, wobei die Bildkammern ein zeln beliebig einstellbar sind 'und ausserdem paarweise itu Raum bewegt werden können, ohne dass die Orientierung der Einzelkammern eines Paares bei solcher Bewegung geändert wird.
Zur Erläuterung der Grundlagen der Appa ratur mag angenommen werden, dass vier Aufnahmen, die von vier auseinanderliegen- den Punkten aufgenommen sind, zur Verfü gung stehen.
Wenn nun die Aufnahmezentren (Objek.- tive) für zwei der Aufnahmen voneinander eine bekannte Entfernung (Basis B) haben und wenn die Lage dieser Basis zur Hori zontalen, sowie die Lage der optischen Achse jedes dieser beiden Aufnahmeobjektive zur Basis ebenfalls bekannt ist, dann soll der Apparat ermöglichen, die sogenannte äussere Orientierung des den beiden weiteren Auf nahmen entsprechenden Raumbildes herzustel len, besonders wenn die sogenannte innere Orientierung auch des zweiten Raumbildes bekannt ist.
Unter "innerer Orientierung" ist dabei die Lage der photographischen Auf- nahmekammern zurBasis einschliesslich ihres Abstandes voneinander (Basislänge) und unter ,lätif,')erei- Orientierung" die Lage der Basis zum irdischen Horizont und zum Objekt ver standen.
Die Verwendung dieser Apparatur ge- schielit so, dass die ans den Bildkammern herausgeworfenen Bilder durch entsprechende Einstellung der Kammern zu stereoskopischen Rauinbildern vereinigt werden, und dass zwei (oder mehrere) solcherRaumbilder ineinander gepasst werden, was nur möglich ist, wenn die Kammern so eingestellt sind, wie sie es bei der Aufnahme waren,
so dass die zur Vereinigung der Einzelbilder zu Raumbildern und zur Ineinanderpassung der Raumbilder erforderliche Kanimereinstellung zugleich die Einstellung der Kammern bei der Aufnahme ohne Rechnung aUf rein optisch mechanischem Wege ei-gibt. Wenn statt der vier Aufnah men nun- drei zur Verfügung stehen, wobei jedoch sowohl die innere, als auch die äussere Orientierung des zu zwei der Aufnahmen gehörenden Raumbildes bekannt sind, dann ist es möglich,
die dritte Aufnahme mit einer der beiden andern Aufnahmen ebenfalls zu einem Rauinbild zu vereinigen und durch Kombination dieser beiden Rauinbilder die Bestimmungsstücke des Aufnahmezentrums der dritten Aufnahme züi ermitteln.
Durch Verknotung von mehr als vier Auf nahmen miteinander lässt sieh eine Steigerung der Genauigkeit durch Übereinstimmung er zielen.
Zur stereoskopischen Betrachtung der über einander geworfenen Bilder belitifs Einpassung der beiden Raumbilder ineinander muss der A-bstand der Projektionszentren über die Basis hinaus vergrössert werden,. so dass die Teil bilder voneinander getrennt werden und neben einander zu liegen kommen. Man kann dabei sowohl die paarweise orientierten Aufnahmen zu Raunibildern vereinigen als auch<B>je</B> ein Einzelbild zweier solcher Paare.
Denkt man sieh alle Punkte eines solchen I.'xatinibildes, die gleiche Parallaxe besitzen, miteinander verbunden, so ergibt sich eine für das Gelände charakteristische Figur, welche als Schnittfigur einer Ebene mit dein Gelände aufgefasst werden kaiiii.
Für den Spezialfall der horizontalen Ebene würde diese Figur eine Höhenschichtlinie dar stellen, für den Fall einer vertikalen Ebene eine Profillinie. Wenn die Aufnahmezentren des zweiten Raumbildes gegenüber den Auf nahmezentren des ersten Raumbildes nach Lage Lind Abstand massstäblich so orientiert sind, wie dieses bei der Aufnahme der Fall war, dann, Lind nur dann sind in den zwei Raumbildern, welche gemeinsam denselben Geländeteil darstellen, die oben erwähnten, für das Gelände charakteristischen Figuren räumlich identisch. Auf diese Tatsache grün den sich die nachfolgend beschriebenen Kon struktionsprinzipien der Apparatur.
Die Zeichnung veranschaulicht Aus'füll- rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Fig. <B>1</B> und 2 veranschaulichen iiii Aufriss und Grundriss die Lage zweier pliotographi- sehen Aufnahinekammern ini Rauine bei der Aufnahme;
Fig. <B>3</B> ist ein senkrechter Schnitt durch eine teilweise schematisch dargestellte Ans- führungsform des Gregenstandes der Erfin- dung -, Fig. 4 und<B>5</B> veranschaulichen ebenfalls wesentlich schematisch eine weitere Ausfüh- rungsforin des Erfindungsgegenstandes in einem senkrechten Schnitt,
bezw. iin Grrund- riss #- Fig. <B>6</B> und<B>7</B> zeigen eine weitere Ausfüh- ruiio,sfoi#ni in zwei zueinander senkrechten Schnitten und teilweise in Ansicht, wobei der durch Fig. <B>7</B> veranschaulichte Schnitt durch die Linie<B>7-7</B> der Fig. <B>6</B> senkrecht zur Papierebene geführt ist.
Bei der Erzeugung von stereoskopiselien <B><I>b</I></B> Rauinbildern aus Luftfahrzeugen ist der Fall normal, dass die optischen Achsen der Auf nahmeobjektive eine beliebige Lage zueinan der und zur Vertikalen haben. E, benso wird die Verbindungsliiiie <B>( *</B> die Basis) der beiden Objektivzentren in ihrer Lage nur in roher Annäherung horizontal sein.
In Fig. <B>1</B> und 2 ist der allgemeine Fall im Aufriss und G'rund- riss veranschaulicht. Die Anfuallinekammern sind mit Iiii, <I>K2</I> und die Basis mit B be zeichnet; h-h stellt den Horizont dar. Aus der Figur gebt hervor, dass die Basis eine Neigung zur Horizontalen vom Winkelwert<B>o)</B> hat.
Die Abweichung (Azimut) der Basis, bei spielsweise von einer bestimmten Bezugsrich tung ist mit co bezeichnet. Die AMnahme- höhederKamera, beispielsweise des Aufnahme- mentrums der linken Kamera Ki, über einem. gedachten Horizont sei<B>B.</B>
Bei Fig. <B>3</B> sind mit Ki und K2 wieder die photographischeil Kammern bezeichnet, welche im Sinne von Fig. <B>1</B> und 2 als um drei Raumachsen. einstellbar vorausgesetzt sind; um die vorerwähnte, bekannte innere OrientierungderKammernherstellenzukönnen. Die Zeichnungsfigur zeigt die Kaminern als Doppelkammern. Diese Anordnung hat den Zweck, nach Belieben eine wesentlich verti kale oder schräge Aufnahme, bezw. beide Aufnahmen, gleichzeitig zu verwenden.
Die Objektive dieser Kammern sind identisch mit denen der Aufnahmekammern, ebenso die Lage der Bildplatten zu den Objektiven. Den Kammerobjektiven<B>'</B> sind die Projektions objektive<B>01</B> und 02 hintergelagert. Der beid seitige Hauptpunkt dieser Projektionsobjektive repräsentiert das Aufnahmezentrum im Raume, und die Aufnahmehöhe dieses Zentruais über der horizontalen Ebene ist, wie in Fig. <B>1</B> mit .H bezeichnet. (Im Spezialfalle, dass die op tische Achse eines Projektionsobjektives ver tikal ist, wird diese Strecke gleich der Brenn weite dieses Projektionsobjektives.).
Nach der Darstellung der Zeichnung be-_ findet sich hinter der eingelegten photogra phischen Platte eine Beleuchtungseinrichtmig, die es ermöglicht, ein Bild des Photogramms vermittelst des ICammerobjektives und des Projektionsobjektives 01 bezw, 0:, auf der horizontalen Messebene 31-31 herzustellen' Wie eingangs schon erwähnt, ist es not wendig, die zu einem stereoskopischen Raum bilde gehörigen Teilbilder räumlich züi trennen, <B>d.</B> li. den Abstand über die Basis hinaus zu vergrössern.
Nach Fig. <B>3</B> ist dabei, die Basis geteilt, und ist entsprechend dem Massstabe der Verjüngung vom Hauptpunkt des Pro jektionsobjektives 01 bezw. 02 bis zum Kar- dangelerikpunkt Ci bezw. <B>C2</B> abgetragen, die ser Abstand ist in Fig. <B>3</B> mit
EMI0003.0042
bezeichnet. Die Grösse dieses Abstandes ist nach der<B>je-</B> weilig benutzten Basis veränderlich Lind ein stellbar.
Da die bildseitigen Hauptpunkte der Pro jektionsobjektive die Aufnahmezentren im Raume verkörpern, müssen sie mit den Kam mern Ki, <I>K2</I> einstellbar sein. Hat zum Bei spiel bei der Aufnahme derb Basis, wie in Fig. <B>1</B> angegeben, zur Horizontalen eine Nei gung gleich dem Winkel (p gehabt, so muss auch die im Anschlussapparat verkörperte Basis entsprechend diesem Winkel (p einge stellt werden.
Diese Einstellung geschieht derart, dass beis ielsweise ein doppelarmiger p Hebel<B>1-1,</B> der an den E nden die Projek tionsobjektive 01-02 trägt und in den Kar dangelenken Ci, <B><I>C2</I></B> gelagert ist, vermittelst einer Kurbel<B>3</B> verstellt wird.
.An diesem Hebel<B>1</B> ist<B>je</B> ein Arm 4-4 fest angebracht, der den Schlitten<B>für</B> die Kammern Ki, K2 trägt, so dass sieh aie Win keländerung des Doppelbebels <B>1-1</B> auf diese Weise auf die Träger der Kammern Ki, IC4 zwangsläufig überträgt.
Ergibt sich ein Azimuü der Basis vom Werte näch Fig. 2, so muss auch diese<B>Ab-</B> weichung beim Anschlussapparat nach Fig, <B>3</B> eingestellt werden. Die Einstellung geschieht derart, dass der oben bezeichnete doppelarmige Hebel<B>1-1</B> mit den Objektiven<B>01,</B> 02 um eine vertikale Achse gedreht wird, was ver mittelst einer Nockenscheibe <B>5</B> geschieht.
Gleichzeitig machen auch dieKammern -iiüi,K2 vermöge ihrer Kupplung 4-4 mit dem dop- pelarmigen Hebel<B>1-1</B> diese Bewegung mit. Die Grösse der Winkeleinstellungen (p und o) sind an entsprechenden Skalen und Nonien ablesbar.
Durch diese Einstellung ist jedoch die äussere Orientierung des Raumbildes noch nicht vollständig gegeben. Es fehlt noch die Einstellung uni die dritteRaumachse, gegen über dem Horizont. Diese Einstellung erfolgt nach Fig. <B>3</B> vermittelst der Kardanwelle<B>7-7,</B> welche bei Drehung durch entsprechende Ein richtungen (Kardangelenke) die beiden Kam mern KI, K-2 mitdreht.
Diese Drehung kann auch gemeinsam mit den Projektionsobjektivon 01, 02 erfolgen, in welchem Falle darauf Rücksicht genommen werden muss, dass die Drehachse durch den bildseitigen Hauptpunkt der Projektionsob jektive hindurchgeht.
Durch die beschriebenenWinkelbewegun- gen wird die äussere Orientierung des Raum bildes zum Horizont hergestellt. Zur voll ständigen äussern Orientierung des Raum bildes gehört noch die Orientierung zum Ob- jukt mittelst lateraler Verschiebung.
Uni diese vornehmen zu können ist nach Fig. <B>3</B> eine Raumschlittenanordnung vorge- ,gehen. bestehend ans dem Raumschlitten R, Q, s.
Das Element<B>R</B> des Raumschlittens trägt die gesamte Einrichtung, von der, bezw. von deren Einstellung bisher die Rede gewesen ist. Dieser Schlitten R ist vermittelst einer Spindel mit Handrad<B>8</B> in horizontaler Rich tung bewegbar; der Doppelschlitfen <B>Q,</B> der den Schlitten R trägt, wird mittelst zweier Spindeln und einer gemeinsamen Wolle<B>9</B> durch eine Kegelradanordnung in vertikaler Richtung bewegt.
Der letzte Schlitten<B>8,</B> der dem Schlitten Q und R als Träger dient, isst ebenso wie R in horizontaler Richtung, und zwar rechtwinklig züi ihm, auf zwei Schie nen<B>10-10</B> beweglich. Auch die Bewegung dieses Schlittens erfolgt vermittelst Zahnrä dern bezw. Spindeln oder dergleichen.
Die Bewegungsgrösse der Schlitten ist an geeig neten Massstäben mit Nonien abzulesen. Zur Entlastung der Transportschlitten sind ent sprechende Gegengewichte<B>11-11</B> vorgesehen, die nach Fig. <B>3</B> vorwiegend die Spindeln des Schlittens Q-Q entlasten sollen. Es steht jedoch nichts im Wege, diese Entlastung auf irgend eine'-andere Weise vorzunehmen und auch den Schlitten<B>S</B> mit zu. entlasten.
Mit Hilfe der angeführten Einrichtungen ist es nunmehr möglich, auch di6 äussere Orientierung des Raumbildes sowohl nach dem Horizont, als auch nach dem Objekt durchzuf ühren, <B>d.</B> h. den Projektionsobjektiveu Oi-OL> und den Kammern die massstd-blich gewünschte Lage im Raume wiederzugeben, die bei der Aufnahme der Photogranline vor handen war.
Nach Fig. <B>3</B> ist die Projcktionsebene, auf der die Bilder der Kammern I#*"IiC--, entwor fen werden, mit j1I-.II bezeichnet. Diese Ebene stellt einen Tisch dar, der lateral nach drei zueinander senkrechten Richtungen ein- stellbar ist.
Demgemäss besteht auch der die Projektionsebene darstellende Tisch aus drei Schlittenelementen T, <B>I'</B> und <I>U.</I> Der Tisch trägt ein Lager 12 zur Aufnahme des bino- kularen Beobachtungsinstrumentes <B>13.</B> Die von den Photogramnien der Kanimern Ki, L#> projizierten Bilder werden auf der horizontalen Ebene 31-,11 abgebildet, die zu diesem Zwecke in erforderlicheinMat')e diffus reflek- tierendgehalten ist,
und dieseBilder werden nunmehr im Stereo-Beobachtunusinstrument <B>13</B> züi Raumbildern vereiDigt.
Zur Parallaxbestiiiiiiiiing, bezw. Parallax- vergleichung sind auf dem Tisch beispiels weise zwei in ihrem Abstand verstellbare Marken 14-14 vorgesehen, die im Zusammen- haDg mit dein projizierten Gelände als stereos kopische Mefl)marken dienen.
Die Verstellung dieser beiden Messmarken 14-14 zueinander geschieht nach der Fig. <B>3</B> vermittelst einer Spi ii- del <B>15,</B> die auf geg enläufigen Gewindeab schnitten Muttern<B>16-16</B> trägt. Die Marken 14-14 können jedoch auch vermittelst op tischer Einrichtungen auf der Messebelie.#lI,--.1[ oder in das Beobachtungsinstrument hinein projiziert werden. Ebenso kann auch das Beobachtungsinstrument<B>13</B> die Marken in bekannter Weise objektiv enthalten.
Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, dass eine Verlagerung oder eine Dejustierung des Be obachtungsinstrumentes eine Messfälschung zur Folge hat.
Der Messebene JII-JI sind mindestens zwei Aggregate zur Erzeugung der Raumbil- der zugeordnet. Der Vorgang des stereoskopi8chen An schlusses zweier Raumbilder ist nun folgen der:
In dem ersten Aggregat werden in die Kammern Ki und K2 Photogramme einge legt. welche einem Raumbilde zugehören, das seiner innern und äussern Orientierung nach bekannt ist; darauf wird die<B>für</B> dieses Raumbild bekannte innere und äussere Orien tierung an der Apparatur eingestellt, so dass das massstäbliche Verhältnis zwischen Basis einstellung und Projektionsabstand gegenüber Naturbasis und Abstand von der eingangs erwähnten Schnittfigur des Geländes besteht.
Nunmehr werden im zweiten Aggregat die zu dem anzuschliessenden Raumbild gehörigen Photogramme eingelegt und, wenn auch<B>für</B> dieses Raumbild. die innere Orientierung be kannt ist, wird diese ebenfalls an der Appa ratur hergestellt.
Jetzt wird zur Orientierung dieses zwei ten Raumbildes gegenüber dem ersten Raum bilde geschritten. Dieses geschieht beispiels weise folgendermassen<B>-.</B>
Mittelst der lateralen Schlitten R und <B>8</B> und der Einstellvorrichtung für das Azimut o) wird das zweite Aggregat so verschoben, dass beim gleichzeitigen Betrachten beider Raumbilder mittelst des Apparates<B>13</B> auf der Messebene 21-JI die eingangs erwähnte charakteristische Figur der Punkte gleicher Parallaxe sichtbar wird.
Dieses Sichtbar- machen wird sehr erleichtert dadurch, dass man beide Raunibilder abwechselnd rythi-nisch verdunkelt und aufhellt (blinkt). Auf diese Weise findet man sehr rasch eine Zone im Gelände, welche beim Blinken auf beiden vereinigten Raumbildern ruhig steht, während alle andern Geländezonen mehr oder weniger gegeneinander hin- und herspringen. Es han delt sich nun darum, festzustellen, wie diese Zone, welche der eingangs erwähnten ge meinsamen Schnittfigur entspricht, räumlich zur Mefaebene liegt.
Dies kann zu in Beispiel festgestellt worden dadurch, dass man diese charakteristische Zone mit den Messmarken abtastet und untersucht, ob sie an allen Stel len die gleiche Parallaxe besitzt, oder man kann auch so vorgehen, dass man an ver schiedenen Stellen dieser Zone die Messmar- ken im Raumbilde I genau in diese Zone einstellt und dann das Raumbild<B>1</B> ausschat- trit und Raumbild II einschaltet und nach sieht,
ob die Messmarken nunmehr gleichfalls im Gelände liegen oder sich darüber oder darunter befinden. Der Vorgang kann auch so erfolgen, dass die, Mef3marken in einem der beiden Raumbilder genau in die Ober- fläche des Geländes an einer Stelle dieser charakteristischen Zone eingestellt werden.
Wenn man nun die beiden-Raumbilder blinkt, und zwar in einem Rythinus, der der Psyche des Beobachters angepasst ist, so wird man an der betreffenden Stelle ein Springen der Marken oder,<B>je</B> nach der Individualität des Beobaehters, an der betreffenden Stelle' ein Springen in der Tiefe des Geländes wahr nehmen.
Dies ist ein Zeichen, dass die bei den Raumbilder mit ihren Schnittzonen räum- lieh noch nicht ineinandergepasst sind. -Ist dieses Springen, zum Beispiel gleichmässig über die ganze Schniftzone verteilt, so be weist dies, dass das zweite Raunibild auf ein anderes Niveau orientiert ist als das erste;
ist das Springen auf der rechten Seite posi tiv Lind auf der linken Seite negativ, so zeigt dieses an, dass das zweite Raumbild in dieser Richtung gegen den Horizont geneigt ist.- Das Gleiche gilt für<B>jede</B> andere Richtung. Mittelst der Einstellungen für die äussere Orientierung. lässt sich dieses Springen besei tigen und dadurch die äussere Orientierung des zweiten Raumbildes gegenüber dem ersten finden.
Wenn die innere Orientierung für da4 zweite Raumbild nicht bekamit ist, dann werden seine Einzelbilder an das Raumbild mii bekannter Orientierung angeschlossen wie gegeben,
oben und für auf den diese Fall Weise dreier die Aufnabmen Orientierung an <B>-</B> des zweiten Raumbildes, und zwar zugleich die innere und äussere zusammengefasst ge- .funden.
Hat man auf diese Weise die Projektions zentren zweier Raumbilder festgelegt, so kann man das Raumbild eines dritten Aggregates, bezw, Raumbilder beliebig vieler Aggregate auf dieselbe Weise miteinander verknoten.
Nach der Darstellung der Zeichnung ist <B>der</B> Schlitten R in einen obern und. einen untern Teil zerlegt, und der untere Teil ist nebst den Einrichtungen für die Winkelbe- wegunge i der Kammern um eine vertikale Achse 2 drehbar angeordnet.
Das ermöglicht ein Durchschlagen des erwähnten Apparatur- teils um<B>1800.</B> Das ermöglicht nicht nur eine Kontrolle der Apparatur, sondern vor allen Dinülen auch ein bequemeres Anschliessen 13 der Aufnahmen langer Aufnahmezüge, da dadurch ein Umwechseln der Photogramme des jeweilig im Apparat angeschlossenen Photogrammsatzes mit seinen Fehlerquellen entbehrlich gemacht wird.
Ein Ausführungsbeispiel wird auch noch in Fig. 4 und<B>5</B> gegeben, wobei Fig. <B>5</B> den Grundriss der Fig. 4 darstellt. Die Einrich tung ist in diesem Falle für eine im wesent lichen schräg durchgeführte Aufnahme<B>ge-</B> dacht, und die Projektionszentren der vier Standorte sind mitI, IIIfür das erste Raum bild und ir und IT- für das zweite Raum bild bezeichnet.
Im Grundriss der Fi- 4 ist t" nur der Standort JE der Einfachheit halber mit der Kamera und dein Projektionsobjektiv gezeichnet, bei den Standorten 1, 11 und III sind die Kammern weggelassen.
Auch bei dieser Einrichtung sind die not wendigen Winkel- und Lateraleinstellungen bei den verschiedenen Kammern vorgesehen, ebenso ist die Messtischebene 111-JU vorhan den, nebst dem dazugehörigen binokularen Betraebtungsinstrument <B>13.</B> Auch diese Mess- ebene besitzt die Ra mschlittenanordnung. Der Standort I ist auf der Zeichnung als fest fundierter Sockel gedacht, während die Standorte II, <I>r11</I> und<B>1</B> V eine beliebige Lage zueinander einnehmen können.
Diese Ausführungsfortn hat vorzugsweise den Zweck, getrennte Aufnahmezüge durch ihre Schrägaufnahmen miteinander zu ver knoten oder Aufnahmezüge, die in beliebiger Anzahl sich durchsetzen können und deren Aufnalimestandorte durch die enü#prechende Anzahl von Einzelinstrumenten repri.,seiitioi-t werden, ebenfalls untereinander zu verknoten.
Bei der Verknotung getrennter Auftialime- züge miteinander handelt es sieh im Regel fall um Raunibilder, welche sowohl ihrer innern wie ihrer äussern Orientierung nach bekannt sind.
Die Verknotung dient in die- sein Falle im wesentlicher) als Kontrolle Lind Grundlage für eine Ausgleichung der in den einzelnenAufnahmezügengemachtenAnschluss- messungen. Aus diesem Grunde bedarf es hier keiner besondern Einrichtung, um die <B>zu</B> einem Raumbild ZD gehörigen Kamnierpaare gemeinsam zu verschwenken <B>-</B> es genügt viel- 2 mehr, dass sie gemeinsam lateral verschieb bar sind.
Bei der Anordnung nach Fig. <B>3</B> waren #I zwei Kamera aare vorgesehen, deren Einzel- p 13 kammern zueinander orientiert -waren, wobei jedes der beiden Kamerapaare eines der in einander zu passenden Rauinbilder lieferte.
Hierbei war es nötig, die Basis zu teilen und über ihre massstäblicheSrösse hinaus zu verlängern. Es ist aber selbstverständlich auch möglich, die gleiehsinnigen Einzelauf nahmen der beiden Paare<B>je</B> zur einem Raum bilde zusammenzufassen.
In diesem Fall muss der Abstand der beiden Aggregate von einander über den massstäblichen Abstand hin- aus vergrössert werden, wahrend. der Abstand der Teilkammern eine" jeden Paar-es auf ihren massstäblichen Abstand zurückgeführt wird. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass die Drehpunkte der Basishälften nach- Fig. <B>3</B> in einem Punkt vereinigt werden und die ganze Basisapparatur zur einem starren Basisbalken zusammenschrumpft.
Bei einer solchen An ordnung muss das Beobachtungsinstrument<B>13</B> nebst den Messmarkenträgern um<B>901</B> um eine vertikale Achse gedreht werden. Die in den Fig- <B>3</B> und 4 und <B>5</B> dargestellten und im Vorstehenden beschriebenen Apparatkon- struktionen sehen nur eine Verstellun-- der den Kaminerob e'-tiveii hinterligerten Proiek- tionsobjektive in Anpassung an die <RTI
ID="0006.0099"> Kanimer- einstellung vor. Es bedarf aber auch für die praktische Verwendung der Apparatur einer Anpassung an die der Projek- tionsfläche gegenüber den Kammern. Die in den Fig. <B>6</B> und<B>7</B> dargestellte Konstruktion trägt dieser Forderung Rechnung.
Es ergeben 'sich hierbei insofern beson dere Schwierigkeiten, als bei einer Kupplung der Projektionsobjektive mit der Projektions- fläche die Gefahr einer Beanspruchung des Kanieraträgers besteht, worunter dieEinstell- genauigkeit leidet.
Diese Schwierigkeit ist bei der in Fig. <B>6</B> und<B>7</B> dargestellten Kon struktion dadurch überwunden, dass das ver- schwenkbare Projektionsobjektiv mit der Pro- Jektionsfläche nur lose gekuppelt ist, wie nachstehend näher ersichtlich werden wird.
Es bedarf ferner einer Änderung der Brenn weite des Projektionsobjektives in -Abhängig keit von dem Abstand der Projektionsfläche, welche dadurch sicher gestellt wird, dass der die Steuerung des Projektionsobjektives be wirkende Lenker mit verstellbaren Elementen des Objektives durch ein Getriebe gekuppelt wird, welches bei der Lenkerverstellung eben falls verstellt wird.
Die Gesanitanordnung der Apparatur ik3t bei der in den r4 ig. <B>6</B> und<B>7</B> dargestellten Ausführungsform die gleiche, wie sie auch die Fig. <B>3</B> und. 4 und<B>5</B> zeigen.
Es sind also zwei Paare von Bildinesskammern als vorhanden vorausgesetzt, in welche Bildplat ten eingelegt sind, und für welche die Auf <B>gabe</B> besteht, bei bekannter innerer und äusserer Orientierung des einen Paares bei Aufnahme der Bildplatten durch Ineinander- passen der den Bildern in den beiden Kam- inerpaaren entsprechenden Raun)bilder die Orientierung des andern Kanimerpaares bei derAufnahine zu ermitteln, wobei im beson- dern vorausgesetzt sein mag,
dass von dem zweiten Kammerpaar die innere Orientierung ebenfalls bekannt ist, so dass es nur einer Bestimmung der äussern Orientierung dieses Kammerpaares bedarf. Von den beiden Kam- inerpaaren ist das eine in Fig. <B>6</B> ersielltlich und mit 21 bezeichnet.
Von dem zweiten Kammerpaar erscheint nureine einzigeKain- mer 21.#I in Fig. <B>7.</B> Jede Kammer eines Kam- inerpaares trägt zwei Platten 22 und<B>23,</B> die gewissermassen die Fortsetzung voneinander bilden.
Das Kameraobjektiv ist mit 24<B>be-</B> zeichnet, und 2.5 ist ein Reflektor, we <B>-</B> leber dz%s auf der Platte<B>23</B> enthaltene Bild aus der Kamera berauswirft. Das Projektions objektiv sitzt in einein universal verschwenk- baren Tubus<B>26</B> und besteht nach der Dar- stellung der Zeichnung aus drei gegeneinan der verschiebbaren Elementen 2711, <B>27b</B> und <B>28,</B> von denen die Elemente 27a,
<B>27h</B> in Schlitten 2911, <B>29b</B> sitzen, welche nach der Darstellung der Zeichnung auf einer Kurven walze<B>30</B> verschiebbar sind.
Die Kurvenwalze<B>30</B> trägt ein Rädervor- gelege <B>31,</B> welches mit einer Verzahnung<B>32</B> auf dein Lenker<B>33</B> durch ein geeignetes Ge stänge verbunden ist, welches auf der Zeich nung einheitlich mit dein Bezugszeicheu 34 versehen ist. Der Lenker<B>33</B> ist durch eine Kardangelenkverbindung mit dem Projektions tisch<B>35</B> verbunden, welcher auf einem Kreuz schlitten<B>36</B> ruht und in der Höhe gegenüber demselben an einem Zapfen<B>37 ,</B> verstellbar ist.
Der Lenker<B>33</B> führt sieh in einer.Hülse <B>38,</B> welche durch eine Kardangelenkverbin- dung mit einem Träger<B>89</B> verbunden ist, der drehbar auf einem Hängelager 40 ruht, das seinerseits ebenfalls auf einem Träger 41 drehbar ist. Das Häugelager 40 des Trägers <B>39</B> bildet zugleich ein Glied einer kardani- scheu Aufhätigung des Basisbalkeris 42, an dein die Messbildkanimern 21 um drei Achsen einstellbar befestigt sind.
Das Schwingungs zentrum. des ObjektivtubLIs <B>26</B> Muss nach be kannter photogrammetrischer Regel mit dem hintern Hauptpunkt des Projektionsobjektives zusammenfallen und fällt zweckmässig auch init dem Schnittpunkt der Hauptstrahlen der Bildrandbüschel der Kammer zusammen, wel- eher Punkt zweckmässig -als Ort der Eintritts pupille des Projektionsobjektives zu behan deln ist.
Der Objektivtubus <B>26</B> ist an den Basis balken 42 der Kammer 21 universal ver- schwenkbar angelenkt und steht mit der ihn mit der Hülse<B>38</B> des Lenkers<B>33</B> verbinden den Kupplungsstange 43 durch ein einach siges (Menk 44 in Verbindung, während die Kupplungsstange 43 init ihrem andern<B>U,
</B> tide dui ch eine Universalgelenkverbindung in Form einer Pivotgabel mit der Hülse<B>38</B> gel-zup- pelt ist.
45 ist ein stereoskopischer Betraehtungs- %rat mit dem Okular 46. Mit 47, 47;1 app# sind zwei Messmarken auf dein Messtisch be zeichnet, von denen<B>je</B> eine einem Kammer paar 21 bezw. 21 ', zugeordnet ist.
Die Handhabung und, Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist wie folgt: An genommen, das Kaniiiierpaar 21 ist dasjenige, worin die Bildplatten eingelegt sind, für welche die Kammerorientierung bei der Aufnahme bekannt ist, darin werden diese Kammern entsprechend derLage derAufnahniekammern eingestellt. Es wird darin der Basisbalken 42 gemäss der bekannten äussern Orientierung entsprechend derLage derKainmern bei der Aufnahme zueinander eingestellt. Die beiden Bilder aus den Kammern 21 werden dadurch ,ruf dem Projektionstisch<B>35</B> übereinander projiziert.
Es wird darin das zweite Kaninierpaar, von dein die eine Kammer 2111 in Fig. <B>7</B> sichtbar ist und welche von einer identischen Appamtur getragen wird, wie die im einzel nen in Fig. <B>6</B> dargestellte, nach ihrer als be kannt vorausgesetzten innern Orientierung, <B>d. 11.</B> nach ihrer Orientierung zur Basis, eben falls eingestellt und durch die zugeordneten Projektionsobjektive getrennt von dem Bild, das den Kammern 21, 21 entspricht, auf den Projektionstisch übereinander projiziert.
Wenn darin die auf dein Projektionstisch<B>35</B> neben einander liegenden übereinander projizierten Bildpaare durch das Okular 46 des stereos kopischen Betraehtungsapparates 45 betrach tet werden, darin geben die zu<B>je</B> zweien übereinander projizierten vier Bilder aus den benutzten vier Kammern zwei Raumbilder. Diese zwei Raumbilder werden abwechselnd durch den stereoskopischenBetraehtungsappa- rat 45, 46 betrachtet.
Die beiden R aumbil- der bieten so lange die Erscheinung eines Springens gegeneinander dar, während sie .abwechselnd dein Blick dargeboten und eutzo- gen werden, als der das Kainmerpaar 2111 tragend<B>c</B> tasisbalken nicht die riehtige Orien tierung im Ratinie hat wie die Basis der Aufnahmekarninern, wie dieses in Anknüpfung an Fig. <B>3</B> beschrieben wurde.
Man verstellt darin den Projektionstiseli <B>15</B> zunächst in der Höhenlage, bis zwei auf dein Tisch vorgesehene Mel')marken 47, 4711 als Ratiiiiiiiarke in der Oberfläche des einen der beiden Raumbilder erscheinen.
Wenn der Basisbalken des zweiten Kammerpaares falsch steht, darin befindet sieh die Raum marke in den) zweiten Raumbilde im allge- ineinen weder in der Oberfläche noch am gleichen Ort. Durch Verstellung des Basis balkens in bezug auf drei Achsen und durch Verschieben, Heben und Senkei) desselben läf,)'t sich erreichen,
dass die Ri-ttiiniiizii-Ize in beiden Raumbildern in der Oberfläche des Geländes steht und am gleichen Ort verliarrt. Durch Verschieben und Heben oder Senken des Tiselies lässt sieh Jetzt die Rauniniarke ,
in Jeder beliebigen 'Stelle # des Bildes in die Oberfläche eines Raumbildes bringen, und wenn darin der Basisbalken des zweiten Kaiii- inerpaares tatsächlich richtig eingestellt ist, darin muss die Pkauminarke in beider) Raum bildern am Ort bleiben und in der Oberfläche des Geländes stehen.
Bei jeder Bewegung des Projektionstisehes <B>35</B> erfolgt eine Verdrehung und VerschiebLitil- des Lenkers<B>33,</B> wobei sieh die Verschiebung in der Hülse 38 durch das Gestänge 34 auf die Spindel<B>30</B> und dadurch auf die Eie- inente 2V1, <B>27 1'</B> des Projektionsobjektives über trägt, was zur Folge hat, dass die Brennweite des Objektives stets entsprechend dem Ab- stande des Bildes auf dem Projektionstisch vom Projektionszentrum geregelt wird.
Zugleich mit der Verstellung des Len kers<B>303</B> geht auch eine Venchwenkung des Objektivtubuis <B>26</B> Hand in Hand. Diese Ver- schwenkung erfolgt ohne Ausübung eines wesentlichen Zwanges auf den Basisbalken 42, da die drei K-ardangelenke des (x'elenkparallelo- grammes, von dem der Lenker<B>33</B> bezw. seine Führungshülse<B>38</B> und der ObjektivtLibus <B>26</B> zwei parallel zueinander laufende Elemente bilden, in Verbindung init der Lagerung der L,
Hülse<B>38</B> in einem vom Träger 4# getrennten Träuer <B>39</B> die Übertragung von Schuh- oder Zugspannungen auf den Basisbalken 42 ver hindern, während das einachsige Gelenk 44 gleichwohl der Gelenkverbindung zwischen dem Lenker<B>33</B> und dem Objektivtubus <B>26</B> den Charakter einer sichern Parallelogramm- führung verleiht.
Die Zeichnung veranschaulicht in Fig. <B>6</B> diejenige Stellung des Tubus<B>26</B> mit dem Projektionsobjektiv, bei welcher die Platten 22 der beiden Kammern 21 auf dem Pro jektionstisch projiziert werden.
Hierbei fallen die Projektiousstrahlen mit nicht übermässiger Neigung auf den Projektionstisch auf, so dass die Ebene der schärfsten Abbildung nahezu mit der Projektionsfläche zusawrnenfällt. Für eine derartige Projektion würde es genügen, wenn die Bedingung erfüllt wird, dass das Projektionsobjektiv 2711, 27b, <B>28</B> um seinen hintern Hauptpunkt verschwenkt wird.
Wenn aber, wie in der Zeichnung ebenfalls 'ange deutet, auch schräge Aufnahmen, wie sie auf den Platten<B>23</B> enthalten sind, ausgewertet werden sollen, dann muss dem Projektions objektiv eine sehr starke Neigung zum Pro jektionstisch gegeben werden. Die Grenzla gen der Projektionsstrahlen für die Ränder der Platten<B>23</B> sind auf der Zeichnung in Fig. <B>5</B> ebenfalls striehpunktiert angedeutet. Es ist ersichtlich, dass diese Projektionsstrah len tatsächlich sehr schräg auf den Projek tionstisch auffallen. Unter diesen Umständen ist auch die Ebene der schärfsten Abbildung sehr stark zur ]VIesstischfläche geneigt.
In diesem Falle hängt die Lage derDurchstossungs- punkte der Projektionshauptstrahlen mit detri Messtisch nicht nur von der Lage des hin- tern Hauptpunktes des Projektionsobjektives, sondern auch von der Lage der Austritts pupille ab. Beim Auseinanderfallen des hin tern Hauptpunktes des Projektionsobjektives und der Austrittspupille tritt bei stark ge neigten Projektionsstrahlen eine seitliche Ver- lagernng der Bildorte gegenüber dem idealen Projektionsort ein.
Um eine solche Bildver lagerung und damit Fälschung des Müssergeb- nisses zu vermeiden, muss die Austrittspupille mit dem hintern 11auptpunkt des Projektions objektives möglichst zusammenfallen. Infolge dessen muss auch der vordere Hauptpunkt des Projektionsobjektives mit der Eintritts pupille möglichst zusammenfallen.
Wenn nun die Eintrittspupille fest im Kammerob jektiv und möglichst im Drehpunkt des Pro jektionsobjektives liegt, dann ergibt sich für das Projektionsobjektiv die Bedingung, dass wenigstens bei stark schräger Stellung zum Messtisch, also bei langen Brennweiten, auch der vordere Hauptpunkt möglichst im Dreh punkt liegen, also mit der Eintrittspupille und dem hintern HauptpunkL zusammenfallen sollte.