CH103314A - Verfahren zur Herstellung von Pressspan. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pressspan.

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CH103314A
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  Verfahren zur Herstellung von     Pressspan.            NaGli    dein bekannten Verfahren wird       Pressspan    in der Weise erzeugt,     dass    man  mehrere, aus gut geleimten und eventuell mit  <B>01</B> versetzten     Zeugmassen    hergestellte Papier  bahnen durch     Kautschen    vereint.

   Hierbei  wird zur Herstellung der innern     Bahner,          Iangfaseriges,    zur Herstellung der äussern  Bahnen     ieinfaserigeg    Material verwendet, so       dass    das erhaltene Produkt einen starken  innern Zusammenhang erhält und infolge der       leinfaserigen    Oberfläche geeignet wird, durch  Glätten     uni-er    starkem Druck eine     undurch-          assIge,    gegen äussere mechanische Einflüsse       sehr        widerstandsf:

  hige        ä        Beschaffenheit        an-          zunehmen.    Zur Erzielung dieser glatten, wi  derstandsfähigen Oberfläche     muss    aber das  Material nach dem     Kautschen    unter hydrau  lischem     Druch        gepresst,    hierauf gleichfalls       miter    hydraulischem ]Druck geglättet werden;

    das gewöhnliche     Satiiiieren,    wie dies in der  Papierfabrikation üblich ist, genügt nicht,  und demgemäss erfordert die Herstellung von       Pressspan    grosse Anlagen und besonders kräf  tige     Ilydra.ulisehe    Pressen.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung bildet  ein Verfahren zur Herstellung von     Pressspan,            #velcher    dem     obgekennzeichneten,    bisher in  den Handel     gebracht-en    Materiale gegenüber  den Vorteil aufweist,     dass    dessen Herstellung,  insbesondere die Erzielung der glatten, wider  standsfähigen Oberfläche, ohne Aufwand  grosser     Pressdrücke,    zum Beispiel unter Ver  wendung von Streich- und     Satiniermaschinen,     erfolgen kann.

   Das Verfahren ist     dadurel-i     gekennzeichnet,     dass    Papier oder Pappe,     zum     Beispiel in Form     von    Bogen oder Bahnen, mit  einer Masse     bestrie.hen    wird, die aus einer  Lösung von     Wachsseif    en, das heisst     cerotin-          saurem    Kalium oder Natrium, einem Binde  mittel und einem in feinverteiltem Zustande  sieh befindenden Füllstoffe besteht, und     dass     der Anstrich nach dem Trocknen unter     Druch     verrieben -und geglättet wird.  



  Durch diese Behandlung werden die Poren  des Papiers     resp.    der Pappe mit der     Anstrich-          xaasse    erfüllt     und    die Oberflächen derart ge  glättet,     dass    das Erzeugnis vollkommen     lio-          mogenes    Aussehen erhält, wasserundurchläs  sig und gegen mechanische Einflüsse äusserst       widerstandsfähi-    wird.  



  Als Bindemittel wird     zweckmässigerweise     Leim oder ein     Kaseiii-Alkali    verwendet. Als      Füllstoffe können zum Beispiel     geinahlenes     oder gefälltes     Bariumsulfat,        Caleiumkarbonat     oder     aefälltes        Aluniiiii-timhydroxvd    verwendet  werden.  



  Die in pastöse Form gebrachten     Körper-          fiarbstoffe,    wie zum Beispiel Metallverbin  dungen der     Anilinfarben,    sind als Füllstoffe  besonders geeignet, weil sie     ungeinein    fein  verteilte Körper bilden und dem Produkte       g        gleichzeitig        die        gewünschte        Färbung        geben     können.

    Eine für den gedachten     Zwech    sehr gut       freeignete        Anstrichmasse    wird erhalten, wenn  man,<B>10</B> bis<B>15</B> Gewichtsteile in  <B>100</B>     Gewiehtsteilen    Wasser löst und dieser  Lösung 20 Gewichtsteile     Kasein-Alkali    nebst       einein        Ilärtungsmittel,    wie     züm    Beispiel ein       Gewiehtsteil        Formaldehyd,    und schliesslich  <B>50</B>     bis   <B>70</B>     Gewichtsteile    eines     feinverteilte11     Farbstoffes,

   wie     zum    Beispiel     Antinion-Tan-          ninverbindung    des     Anilinorange,    zusetzt.       z#     Der so erhaltenen Masse kann sodann noch eine  kleine Menge an Talkum (etwa 2     Gewielits-          leile-)    beigefügt werden.  



  Nach gründlichen). Verrühren der  wird dieselbe beispielsweise von Hand aus  oder mechanisch mit Hilfe von     Auftrag-          niaschinen    beiderseitig auf die Papier- oder       Pappebalin    aufgetragen     -und    nach dein     Trock-          neu    unter Druck     verriebeil    und geglättet.

         Das    Verreiben und     Ghilten        erfohrt        iiiit    Hilfe  t3       behannter    Einrichtungen, wie     züm        Beispiul     eines     Friktionskalanders,    wodurch die Ober  fläche des Papiers vollkommen homogenes  Aussehen erhält, wasserundurchlässig und  gegen mechanische Einflüsse äusserst wider  standsfähig wird.  



  Wenn der so erhaltene     Pressspail   <B>als</B>  Isoliermaterial verwendet werden soll, so       ,vird    derselbe nach dem Glätten mit einem       Ül    oder Fett oder<B>öl-</B> oder fettartigen Sub  stanzen, wie Leinöl, Tran, Paraffin,     Paraffin-          öl,    durch Streichen, Tauchen oder Durch  führen der Bahn durch ein geeignetes Bad     1,ye-          tränkt.    Der     Effeht    dieser     Tränkung    ist in  vorliegendem Falle ein ganz besonderer,

   da  der durch die Poren der     Anstriehmasse    in den  Papierkörper eingedrungene<B>Öl-</B> oder Fett-         körper    unterhalb des Anstriches verbleibt  und durch denselben nicht nach aussen tritt;  der     Pressspan    bleibt daher dauernd geschmei  dig und dessen Oberfläche ist vollkommen  fettfrei.  



  Um     Pressspaii    von hoher Isolationsfähig  keit und besonderer Härte zu erlangen, wer  den zwei oder mehrere     Papierlagen    mit Hilfe  einer Masse zusammengeklebt,     welehe    nach  dem Trocknen isolierend wirkt;

   zur     Her-          stellun-    einer solchen Masse     ei-net    sieh     caii7     <B>C M</B>     eD     besonders     harzsaares    Eisen oder ein anderer       laekähnlicher    Körper, welchem<B>01 bis zu</B>  einer solchen Menge zugesetzt wurden kann,       t'          dass    die     Erhärtiiii-    nicht     beeinflusst    wird.

    Demselben Zwecke können auch     Alkali-Ka-          sein-l'Asungen,    denen eventuell ein     Härte-          ;niiitL,1    zugesetzt wird, dienen, da sie nach  dem Eintrocknen ebenfalls isolierend wirken.  Die erwähnten isolierend wirkenden Klebmittel  bieten ausserdem noch den Vorteil,     dass    sie nach  dem Trocknen dem aus mehreren Papier  schichten     7iisainmengesetzten        Materhale        gro1,          Steifigkeit    verleihen.

   Dieses aus mehreren  Schichten zusammengesetzte Material wird  schliesslich in der gleichen Weise, wie früher       besehrieben,        nilt        der        Anstrielimasse    über  zogen, wodurch es     undurühlässige    und wider  standsfähige Oberflächen erhält. An Stelle  dieses Vorganges können auch die einzelnen       el     Papierlagen, oder nur die Decklagen, vor  dein Zusammenkleben ein- oder zweiseitig       init    der     vorbeschriebenen        Anstrichinagse    über  zogen werden.  



  In allen diesen Fällen erhält man ein  Produkt, welches hinsichtlich seiner Eigen  schaften und     Anwendung#:möglichkeiten    dein  bekannten     Pressspan    vollkommen gleich  kommt, sieh aber auf einfachere und billigere,  Weise, beziehungsweise ohne Verwendung  hydraulischer Pressen herstellen     lässt.     



  Das erhaltene Produkt hat auch den Vor  teil,     dass    es in     Berühriiii,-    -mit Wasser weder  quillt. noch sieh wellt; der bekannte     Press-          span.    besitzt diese hohe Widerstandsfähig  keit gegen lange 'Wirkung von Wasser nicht,

    <B>in</B>     t'        rn        el          (la    er sieh infolge seiner     Zusammensetzun.--          i        aus        Schichten        verschiedener        Faserlänce        n        bei              län-erer    Einwirkung von Feuchtigkeit wellt       zn     und wirft und die aus     quellbaren    Fasern ge  bildeten Oberflächen ihre harte     Beschaffen-          liell    einbüssen.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von Pressspan, dadurch gekennzeichnet, dass Papier oder Pappe mit einer Masse bestrichen wird, die -ins einer Lösung von Wachsseifen, einem Bindemittel und einem in feinverteiltem Zu stande sieh befindenden Füllstoffe besteht, Lind dass der Anstrich nach dem Trocknen nnter Druck verrieben und geglättet wird.
    UNTERANSPRMIE.' <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass der Füllstoff von t# einem Farbstoffe gebildet <B>-</B> ist. 2. Verfahren nach Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet, dass das Papier oder dip Pappe nach Behandlung nach Patent anspruch mit einem Öle getränkt wird.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Papier oder di- Pappe nach Behandlung nach Patent- ansprach mit einer Feffsubstanz getränkt wird. <B>-1.</B> Verfahren nach Pitfenlanspruch, dadurch e,el#eiiii7eieliiiel, dass ein(, Mehrzahl von durch Kleben vereinten Papier- oder Pappeblättern nach dem im Patent- ansprucli gekennzeichneten Verfahren be handelt werden.
    <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwei nach dem Patentansprucli behandelte Papier- oder Pappeblätter zu beiden Seiten eines Pa pier- oder Pappeblattes geklebt werden, <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet-, dass zwei nach dem Patentanspruch behandelte Papier- oder Pappeblätter zu beiden Seiten eines Stosses geklebt -werden, der durch Zusammen kleben einer Melirzahl von Papier- oder Pappeblättern erhalten worden ist-.
    <B>7.</B> Verfahren nach Patenfanspruelt und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel har7saures Eisen ver wendet wird. <B>8.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet-, dass als Bindemittel eine Alkali-Kasein- Lösung verwendet wird. <B>9.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprueli 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel mit<B>01</B> versetzles harz saures Eisen verwendet wird.
CH103314D 1921-10-22 1922-10-21 Verfahren zur Herstellung von Pressspan. CH103314A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE761571C (de) * 1934-07-27 1954-04-29 Siemens & Halske A G Papier fuer elektrotechnische Zwecke, insbesondere fuer Kondensatoren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE761571C (de) * 1934-07-27 1954-04-29 Siemens & Halske A G Papier fuer elektrotechnische Zwecke, insbesondere fuer Kondensatoren

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