CH103435A - Verfahren zur Herstellung von Zündsätzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zündsätzen.

Info

Publication number
CH103435A
CH103435A CH103435DA CH103435A CH 103435 A CH103435 A CH 103435A CH 103435D A CH103435D A CH 103435DA CH 103435 A CH103435 A CH 103435A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
lead
azide
production
detonators
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dr Friederich
Original Assignee
Walter Dr Friederich
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Walter Dr Friederich filed Critical Walter Dr Friederich
Publication of CH103435A publication Critical patent/CH103435A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06CDETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
    • C06C7/00Non-electric detonators; Blasting caps; Primers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B35/00Compositions containing a metal azide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Zündsätzen.    Es ist bereits bekannt,     Schwermetallsalze     der     Stickstoffwasserstoffsäure    als Zündsätze  zu verwenden. Das hauptsächlich benutzte       Bleiazid    wird häufig in Form von grösseren  Blättern oder langen Nadeln erhalten. In  dieser groben Form eignet es sich nicht gut,  weil es sehr     empfindlich    gegen mechanische  Beanspruchung ist und infolgedessen leicht  explodiert.

   Ausserdem kommt es bei Be  nutzung desselben in gebräuchlichen Lade  vorrichtungen vor, dass nicht alle     Zündlädungs-          kapseln    eine gleich grosse Ladung erhalten,  weil die Blätter und Nadeln des     Bleiazids     häufig aneinander haften, wodurch ein gleich  mässiges     Herabrieseln    in die Löcher des Lade  schiebers verhindert wird. Mechanische Hilfs  mittel zur Erreichung einer geeigneten Kör  nung lassen sich infolge der damit verbun  denen Explosionsgefahr nicht anwenden.  



  Es war nun gefunden worden, dass beim  allmählichen Zusammenbringen von Lösungen  von     Aziden    der Alkalien,     Alkalilauge    und  Nitrokörpern mit     Schwermetallsalzlösungen     unter lebhaftem Rühren     Kriställchen    erhalten  werden. Gemäss vorliegender Erfindung wer  den diese Kristallehen zur Herstellung von    Zündsätzen verwendet. Man kann gleichzeitig  auch bekannte     Zündsatzzusätze,    wie zum  Beispiel Knallquecksilber, beimischen. Diese       Kriställchen    haften nicht aneinander und  rieseln übereinander herab, beispielsweise wie  trockener Sand.

   Es können zum Beispiel  Kristallpulver von     Stoffen    verwandt werden,  die dadurch erhalten worden sind, dass zum  Beispiel  1.<B>2500</B> ccm 2     o/oige        Natriumazidlösung     unter lebhaftem Rühren allmählich in ein  Lösungsgemisch von 2500     ccm    4,4     o/oiger          Bleiacetatlösung    mit 100 ccm 3,5     o/oiger        Blei-          essiglösuDg    im Verlauf von zirka     1I/2    Stun  den, einlaufen gelassen wurden,

   die entstan  denen     Mischsalz-Kriställchen    aus     Bleiazid    und  basischem     Bleiazid        bezw.        Bleiazid    und Blei  hydroxyd     abfiltriert    und bei mässiger Tem  peratur getrocknet wurden,  2. eine Lösung von 80     gr        Natriumazid     und 8     gr        Natriumhydroxyd    in 5 Liter Wasser  allmählich in eine Lösung von 260     gr    Blei  nitrat in 6 Liter Wasser unter lebhaftem  Rühren     einfliessen    gelassen wurde,  3.

   eine Lösung von 22     gr        Hexanitrodi-          phenylamin,    12     gr        Pikrinsäure,    12     gr    Natrium-           hydroxyd    und 80     gr        Natriumazid    in     21/z     Liter Wasser in eine Lösung von 300     gr     Bleinitrat oder 340     gr    Bleiacetat in 2'/2 Liter  Wasser unter lebhaftem Umrühren allmäh  lich im Verlauf von 1-2 Stunden einfliessen  gelassen wurde.

   Die erhaltenen rotbraunen       Mischkriställchen,    die in Form von feinen    Körnchen vorliegen, wurden     abfiltriert    und  bei mässiger Temperatur getrocknet.  



  Nachfolgend sei die Zusammensetzung  von als     Ausgangsstoff    verwendbaren     Misch-          kriställchen    bildenden Salzen, die in ganz  analoger Weise hergestellt werden können,  angegeben:  
EMI0002.0012     
  
    1. <SEP> 95 <SEP> 0% <SEP> Bleiazid <SEP> Pb <SEP> NO <SEP> -f-- <SEP> 5 <SEP> % <SEP> basisches <SEP> Bleiazid <SEP> Pb <SEP> (OH)N23;
<tb>  2. <SEP> 850,/0 <SEP> <B>33</B> <SEP> + <SEP> 10% <SEP> basisches <SEP> Bleiazid <SEP> + <SEP> 5% <SEP> Bleikarbonat <SEP> PbC0s;
<tb>  3. <SEP> 700% <SEP> + <SEP> 30% <SEP> Bleitrinitroresorzinat <SEP> Pb(C6H(N02)s02) <SEP> # <SEP> H20;
<tb>  4. <SEP> 70 <SEP> % <SEP> -,- <SEP> 10% <SEP> basisches <SEP> Bleiazid <SEP> + <SEP> 20 <SEP> % <SEP> basisches <SEP> Bleitrinitroresorzinat
<tb>  <B>Cc,H(N02)802(PbOH)9</B> <SEP> ;

  
<tb>  5. <SEP> 70% <SEP> -f- <SEP> 10 <SEP> % <SEP> basisches <SEP> Trinitrophenolblei <SEP> C6H2(N02)sOPbOH;
<tb>  1011/o <SEP> basisches <SEP> Trinitrokresolblbi <SEP> COHCHs(N02)s0PbOH;
<tb>  10 <SEP> % <SEP> basisches <SEP> Trinitroresorcinblei <SEP> CGH(N02)30?(PbOH)2 <SEP> j
<tb>  6. <SEP> 25% <SEP> + <SEP> 75% <SEP> basisches <SEP> Trinitroäminophenolblei <SEP> CrH <SEP> # <SEP> NH.-(N02)sOPbOH;
<tb>  7. <SEP> 7% <SEP> -]- <SEP> 93% <SEP> Trinitrokresolblei <SEP> 0oHCHs(N02)s0PbOH.       Die Erfindung hat folgende Vorteile:  Die Empfindlichkeit der neuen Ausgangs  stoffe gegen mechanische Beanspruchung ist  im. Vergleich zur Empfindlichkeit der be  kannten     Schwermetallazide    stark herunter  gedrückt. Die mit der Handhabung der ge  nannten Ausgangsstoffe für Zündsätze ver  bundenen Gefahren sind wesentlich vermin  dert.  



  Die Brisanz der neuen     Ausgangsstoffe    ist  stark herabgedrückt und diese daher für die  Verwendung in Zündhütchen von Handfeuer  waffen, Geschützen und Geschossen verwend  bar. Die     Mischkriställchen    geben eine länger  anhaltende und heissere Zündflamme als die  reinen     Schwermetallazide.     



  Infolge der starken Färbung, welche die       Azidnitrokiirper-Mischkriställchen    haben, wird  die Leichtempfindlichkeit der darin enthaltenen       Schwermetallazide    stark heruntergedrückt.  



  Man kann natürlich auch die     Azidnitro-          körper-Mischkriställchen    in Mischung mit den    seither bekanntgewordenen     Zündsatzbestand-          teilen,    wie z. B. Knallquecksilber, Kalium  chlorat, Schwefelantimon,     Kaliumnitrat    und       Bariumnitrat    verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Zündsätzen für Sprengkapseln, Zündhütchen, Flobert- munition, Initialzünder jeder Art und deto nierende Zündschnüre, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kriställchen verwendet; die beim Zusammenbringen von Lösungen von Aziden der Alkalien, Alkalilaugen und Nitro- körpern mit Schwermetallsalzlösungen unter lebhaftem Rühren entstehen.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man gleichzeitig be kannte Zündsatzzusätze beimischt.
CH103435D 1921-08-16 1921-08-16 Verfahren zur Herstellung von Zündsätzen. CH103435A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH103435T 1921-08-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH103435A true CH103435A (de) 1924-02-01

Family

ID=4362181

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH103435D CH103435A (de) 1921-08-16 1921-08-16 Verfahren zur Herstellung von Zündsätzen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH103435A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60116453T2 (de) Nicht-toxische Zündmittelmischung
DE60011109T2 (de) Nicht-toxische und nicht-korrosive anzündmischung
DE19606237A1 (de) Blei- und Barium-freie, ungiftige Zündmischungen mit Zinnoxid als Hauptoxidationsmittel
CH103435A (de) Verfahren zur Herstellung von Zündsätzen.
DE2806599C2 (de) Mono- und Dinitrodihydroxydiazobenzolsalze
DE102009052120A1 (de) Anzündsätze mit verbesserter Anzündleistung
DE377340C (de) Verfahren zur Herstellung von Zuendsaetzen
AT255287B (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Doppelsalzes von Bleinitroaminotetrazol und Bleistyphnat
DE945010C (de) Spreng- und Zuendstoffe
DE695254C (de) Spreng- und Zuendstoffe
DE400729C (de) Verfahren zur Herstellung von Einheitszuendsaetzen fuer Initialzuender
DE362432C (de) Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln fuer bergbauliche und militaerische Zwecke
AT370403B (de) Zuend- und anzuendsaetze
DE547685C (de) Verfahren zur Herstellung von Zuendsaetzen fuer Sprengkapseln und Zuendhuetchen
AT92706B (de) Initialzündsätze für Detonatoren, Sprengkapseln, Zündhütchen u. dgl.
DE358367C (de) Verfahren zur Herstellung von Zuendsaetzen
US1478429A (en) Primer and process of making same
DE400730C (de) Verfahren zur Herstellung von Zuendsaetzen
DE659721C (de) Verfahren zur Herstellung giessbarer Sprengladungen
DE377269C (de) Verfahren zur Herstellung von Zuendsaetzen fuer Zuendhuetchen u. dgl.
DE691921C (de) Zuendsaetze
DE265025C (de) Verfahren zur Herstellung von Zündsätzen für Sprengkapseln, Zündhütchen und Geschosszündungen
DE350564C (de) Verfahren zur Herstellung von Initialzuendmitteln und von Treib- und Sprengmitteln
DE412651C (de) Verfahren zum Phlegmatisieren von Bleiazid
DE639220C (de) Verfahren zur Herstellung von Zuendsaetzen