CH103446A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stereotypplatten für Rotationsdruckmaschinen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stereotypplatten für Rotationsdruckmaschinen.

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CH103446A
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CH
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Maschinenfabrik Augsburg-Nue G
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Maschf Augsburg Nuernberg Ag
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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von     Stereotypplatten     für     Rotationsdruckmaschinen.       Den Gegenstand :der Erfindung bildet ein  Verfahren und eine Vorrichtung zur Her  stellung von     Stereotypplatten    für Rotations  druckmaschinen. Zweck der Erfindung ist,  eine     Stereotypplatte    zu liefern, bei der das  Abschneiden eines Plattengusses nicht mehr  erforderlich ist. Diese     Aufgabe    wird erfin  dungsgemäss in der Weise gelöst, dass die  fertig gegossene und erstarrte Platte durch  gleichzeitiges Entfernen des Giessmantels und  des Giesskernes vom Giessmundstück von dem  im Giessmundstück etwa noch befindlichen  Metall     abgerissen    wird.

   Die Vorrichtung zur  Ausführung dieses Verfahrens ist derart be  schaffen,     .dass    Giessmantel und Giesskern bei       Beginn    der     Öffnungsbewegung    der Giessform  mit gleicher Geschwindigkeit vom     Giessmund-          stück        abgeschwenkt    werden.  



  Die     Zeichnung    stellt ein Ausführungs  beispiel der Vorrichtung dar, und zwar zeigt       Fig.    1 die Maschine teils in Ansicht, teils  im Schnitt. Die     Fig.    2-5 stellen Einzelhei  ten     .dar.       In den Schmelzkessel a     ist    ein Druck  windkessel b eingebaut, in dessen Boden ein  Ventil c eingesetzt ist. Der     Druckwindkessel     <I>b</I> steht     einerseits    durch die Leitung<I>d</I> mit  dem Druckgasbehälter,     durch-    die Leitung e  mit der Giessform in Verbindung.

   Die     Press-          luftleitung        d    ist mit einem     Dreiweghahn        f    ver  sehen, der auf einer Seite mit der Atmosphäre  in Verbindung steht. Der     Dreiweghahn    f  wird bei Beginn des Giessens so eingestellt,  dass Pressluft in den     Druckwindkessel    b ein  dringt.

   Hierdurch wird das Ventil c nieder  gedrückt, und das flüssige Metall steigt durch  die     Leitung    e empor und füllt die     Giessform,     die durch den Giessmantel     i        und        den    Giesskern       1@    gebildet wird. Das     Pressgas    wird, bevor  es in den     Druckwindkessel    b einmündet,  durch den Zug .der Heizgase mittelst     Win-          durigen        g    hindurchgeführt, die in den Feuer  raum eingebaut sind. Das     Pressgas    wird da  durch vorgewärmt.

   Die Druckleitung e, durch  die das Metall von dem     Druckwindkessel    in  die Giessform gedrückt wird, wird ebenfalls      warm gehalten, damit das Metall in ihr  flüssig bleibt. Die Heizgase     werden    .daher,  wie die Zeichnung zeigt, an derjenigen Seite  des Schmelzkessels entlang geführt, an der  das Steigrohr e liegt, und sie umspülen dessen  der Giessform zugewandtes Ende.  



  Zwischen der Giessform, die aus dem  Giessmantel<I>i</I> und     dein    Giesskern     k    besteht,  und dem Ende :der Steigleitung     e.    ist eine  Platte     l    angeordnet. Diese Platte bildet das       Giessmundstück;    sie ist mit einer Öffnung     gra     versehen, die nach der Seite der Giessform  hin verjüngt ist. Die fertig     gegossene    Platte  wird nun von dein in der Druckleitung be  findlichen Metall in der     )Äreise    getrennt, dass  der Mantel und Giesskern von dem Giess  mundstück mit gleicher Geschwindigkeit  abgeschwenkt werden. Die Platte wird da  durch von dem in der Druckleitung befind  lichen Giessmantel abgerissen.  



  Die Bewegung des Giessmantels i und  des Giesskernes     k    beim Öffnen und Schliessen  der Giessform wird von einem     Steuerzylinder          jt.    aus     gesteuert,    in dem sieh ein Kolben o  unter dem Einfluss des     Pressgases    bewegt,  das dem Zylinder      ,    durch die Leitung p       bezw.        rq    zugeführt wird. Der Steuerzylinder       ir    ist um die Achse 7- schwenkbar.

   An die  Kolbenstange s sind die beiden Hebel     t    und       u        angelenkt.    Beim Niedergehen des Kolbens  s     wird    der     Giessmantel   <I>i</I> durch den Hebel<I>t,</I>  der an ihm     angelenkt    ist, um den Zapfen v  so weit herumgeschwenkt, dass er in die       strichpunktiert    gezeichnete Lage gelangt. Der       Giesskern   <I>7c</I> ist ebenfalls um den Zapfen<I>v</I>  schwenkbar angeordnet. er trägt einen  Zapfen     ao,    der in einem kurvenartig ausge  bildeten Führungsschlitz x des Hebels     u     gleitet.

   Wird nun der Hebel     zf,    der um den  Zapfen y     d'rehba.r    ist, durch 'die Kolben  stange s nach unten bewegt, so wird der  Giesskern infolge der Einwirkung des Hebels       it    auf den Zapfen     2v    ebenfalls um den  Zapfen v von dem     Giessmundstück    abge  schwenkt. Der Schlitz x ist so gestaltet,     da.ss     im Anfang des     Abhebens    der Giesskern     lc     mit gleicher Geschwindigkeit     abgeschwenkt     wird wie der Giessmantel. Hierdurch     wird,       wie schon oben erwähnt, die fertige Platte  von dem in der Druckleitung befindlichen  Metall abgerissen.

   Im weiteren Verlauf der  Bewegung trennen sich die beiden \feile der  Giessform voneinander, so dass die fertig ge  gossene Platte freigelegt wird und von dem  Giesskern abgenommen werden kann. Sie  kann während des     Abschwenkens    eine Dreh  bewegung um den Zapfen     zv    ausführen, so  dass die Platte nach oben zu liegen kommt.  



  Die     Fig.        2--I    zeigen die Steuerung der       Pressgaszuleitungen,    und zwar zeigt     Fig.    2  die Stellung des Hahnes im Augenblick des       Beginnens    des     Abfahrens    des Giessmantels;       Fig.    3 zeigt die     Hahnstellung    beim Anfahren  des Giessmantels;     Fig.    d zeigt sie im Augen  blick des Giessens;     Fig.    5 zeigt einen Druck  windkessel mit Schwimmerventil.  



  Die     Fig.    2-4 stellen die verschiedenen  Stellungen eines Hahnes dar, und zwar weist  der Hahn verschiedene Etagen auf, die mit  I,     1I    und     III    bezeichnet sind. Das     Pressgas     \viril dem     Halrne    in allen Fällen durch die       L6ltung    P     zugeführt.        Durch        L    ist er mit  der     Atmosphäre    verbunden.

       .S"    ist die Ver  bindung mit dem Schmelzkessel     a.        D"    be  zeichnet die Zuleitung zu der     obern    Seite,       1)u    die zur untern Seite des Steuerkolbens o.  In der Stellung nach     Fig.    2 im     Augenblick     des     Abfahrens    sind der Schmelzkessel und  die untere     Seite    des Steuerkolbens mit der       Atmosphäre    verbunden, das     Pressgas    wird der  obern Kolbenseite zugeführt, so dass der  Steuerkolben sich nach abwärts bewegt.

   In  der Stellung des Hahnes nach     Fig.    3, also  beim Anfahren     des    Giessmantels ist wieder  um der     Schmelzkessel    mit der     Atmosphäre          verbunden;        ebenso        ia    die obere Hälfte des  Steuerkolbens mit der     Atmosphäre    ver  bunden, das Druckgas strömt gegen die  untere Seite des Kolbens, so dass er sich. in  die Höhe bewegt.

   In     der    dritten Stellung  nach     Fig.    4 endlich, beim Giessen, wird das       Pressgas    dem     Druckwindkessel    b zugeleitet;  die untere Seite des Steuerkolbens o ist noch  mit dem     Druekgasbeh < ilter    verbunden, wäh  rend die obere Seite mit der Atmosphäre in  Verbindung steht; die Form bleibt infolge-           dessen    geschlossen.

   Anstatt die verschiedenen  Verbindungsleitungen in den verschieden       übereinanclerliegenden    Etagen eines     Hahn-          hiichens    anzuordnen, kann man sie auch in       verschiedenen        Hahnkückenanordnen,    die  zwangsläufig miteinander verbunden sind.  



  Um ein Eindringen des flüssigen     Metalles     in die     Pressgasleitung    d beim Abfahren der  Giessform zu verhüten, sperrt man zweck  müssig die     Pressgasleitung    d zum Druckwind  kessel b, die im Augenblick des     Abfahrens     durch den     Dreiweghahn    f mit der Atmo  sphäre verbunden wurde, durch ein besonderes  Organ,     beispielsweise    durch .das Ventil     a,,    ab,  welches nur bei angefahrener Schale geöffnet  ist und welches im Augenblick des Ab  fahrens der Giessform freigegeben und durch  die Feder     b'    geschlossen wird.

   Wenn nun das  Metall unter dem Druck der     Metallsäule    im  Giessrohr e und im Schmelzkessel selbst in  das Zuleitungsrohr d einzudringen sucht, so  wird das Gas in diesem Rohr zusammenge  presst, und das Metall kann daher entweder  nicht oder doch nur bis zu einer     bestimmten     Höhe eindringen.  



  Die gleiche Aufgabe kann durch die An  ordnung nach     Fig.    5 auf andere Weise er  füllt werden. Hier ist in dem Druckwind  kessel b ein Schwimmer     c'        angeordnet,    der  auf der Metalloberfläche schwimmt und der  beim Steigen des     Metalles    im Druckwind  kessel die Zuleitung d absperrt, so dass das  Metall nicht in diese Leitung eindringen  kann. Beim Einführen von     Pressgas    in die  Leitung d wird das Schwimmerventil nieder  gedrückt, und     Glas        Pressgas    kann auf das Me  tall     einwirken.  

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRüCIIE I. Verfahren zur Herstellung von Stereo- typplatten für Rotationsdruckmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die fertig gegossene und erstarrte Platte, die sich in einer aus einem Giessmantel und einem Giesskern gebildeten Giessform befindet, von einem Giessmundstück, durch das das flüssige Metall in die Giessform einge füllt worden ist, durch gleichzeitiges Entfernen des Giessmantels und des Giesskernes abgerissen wird.
    II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine durch einen Giess kern und einen Griessmantel gebildete Giessform und ein Giessmundstiick, durch welches das flüssige Metall in die Giess form eingefüllt werden kann, ferner ge kennzeichnet durch Mittel,
    durch die im Anfang der Offnungsbewegung der Giessform Giessmantel und Giesskern mit gleicher Geschwindigkeit vom Giess- mundstück des Schmelzkessels abge schwenkt werden. ÜN TERANSPR üCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass .das Giess- mundstück, durch das das flüssige Me tall in den Raum zwischen Giessmantel und Giesskern eintritt, an der Austritts stelle des Metalles in die Giessform stark verengt ist, so dass ein leichtes Abreissen der fertig gegossenen Platte möglich ist. Vorrichtung nach Patentanspruch IF, dadurch gekennzeichnet, dass Giessmantel und Giesskern beim Offnen und Schliessen der Form durch einen Pressgaskolben be wegt werden.
CH103446D 1922-09-09 1922-10-05 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stereotypplatten für Rotationsdruckmaschinen. CH103446A (de)

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