CH103823A - Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten und druckfesten Stollens in einem Gebirge. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten und druckfesten Stollens in einem Gebirge.

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CH103823A
CH103823A CH103823DA CH103823A CH 103823 A CH103823 A CH 103823A CH 103823D A CH103823D A CH 103823DA CH 103823 A CH103823 A CH 103823A
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CH
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concrete
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Inventor
Siemens- Kommanditgesellschaft
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Siemens Bauunion G M B H Komma
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  Verfahren zur Herstellung eines     wasserdichten    und druckfesten Stollens  in einem Gebirge.    Bei     WasserkraAanlagen    im Gebirge kommt  es häufig vor, dass das gestaute Wasser     mit-          telst        Druckstollens    durch Gebirge hindurch  zuleiten ist. Die Herstellung derartiger Stol  len bereitet dadurch Schwierigkeiten,     @dass    sie  im Betriebe unter einem teilweisen grossen  Innendruck stehen und vor     Inbetriebnahme     und bei vorübergehender     Ausserbetriebsetzung     keinen     Innendi2iclL    aufweisen und dann von  aussen beansprucht werden können.

   Man ist  bisher in der Weise vorgegangen, dass man  solche Stollen mit steinartigen Baustoffen  (Beton oder Mauerwerk) ausgekleidet und  eine wasserdichte Zementschicht aufgebracht  hat. Es sind jedoch     erfahrungsgemäss    infolge  von     Temperaturänderungen    Spannungen,     Än-          derungen    des     Gebirgsdrucl-,es,    Schwinden des  Zementes oder dergleichen bisher in der Regel  Risse entstanden, durch die erhebliche Men  gen von Druckwasser verloren gegangen  sind,     womit    erhebliche wirtschaftliche     I\?ach-          tei'le    verknüpft waren.  



       Erfindungsgemäss    werden derartige Stol  len in der     Z9reise        ausgeführt,        .dass    nach Aus-         bruch    des     Stollens    zunächst durch eine Aus  kleidung aus steinartigen Baustoffen eine  glatte Röhre geschaffen wird. Die Baustoffe  füllen sämtliche Unebenheiten aus, und auf  der glatten Innenfläche wird dann eine  elastische Dichtungsschicht aufgetragen. Sie  besteht     zweckmässigerweise    aus mehreren  Lagen von Pappe, die mit einem Dichtungs  stoff imprägniert ist.

   Das Aufbringen der  Pappe geschieht ,durch     Kleben,    wobei als       Klebemittel    derselbe Stoff oder ein ähnlicher  Stoff dienen kann, der zum Imprägnieren der  Pappe verwendet wurde.     DieDichtungsschicht     wird dann von innen wiederum mit einer  Betonschicht ausgekleidet.  



  In der Zeichnung ist in     Fig.    1 ein Aus  führungsbeispiel eines nach dem Verfahren  gemäss der Erfindung hergestellten     Stollens     für eine Auskleidung mit Eisenbeton und in       Fig.    2 ein solches mit einer andern Ausklei  dung dargestellt.  



       Gemäss        Fig.    1 ist in dem Gebirge     a    zuerst  ein Stollen von dem erforderlichen Durchmes  ser     vorgetrieben.    Alsdann ist durch ein Be-           tons.pritzverfahren    eine Auskleidung b ein  gebracht. Die Verwendung     des.    Spritzbetons  bietet hierbei .den Vorteil, dass der Beton  sämtliche Ecken und Winkel ausfüllt und in  folgedessen sich allseitig ohne Hohlraum an  den bewachsenen Felsen anlegt. Das Licht  raumprofil ist hier     kreisförmig    gewählt.

   Auf  der     Betonschicht    b ist dann in     mehreren    La  gen eine Schicht imprägnierter Pappe c     auf-          geklebt.        Alsdaun    ist die Eisenbewehrung     cl          eingebracht,    und wiederum durch ein Sprit z  verfahren wird die Betonschicht e     li,:rgestellt,     die die Eiseneinlage     d    allseitig umschliesst.  



  Die     Dielitungsschicht    c stützt sich gegen  die     Betonauskleidung    b, wenn innerhalb des  Rohres Überdruck vorhanden ist, andernfalls  dient das Rohr d, e aus Eisenbeton als Wider  laber     gegenüber    einem etwaigen     äussern    Was  serdruck.  



  An Stelle von     imprägnierter    Pappe kann       -li    eine elastische Dichtungsschicht aus     an-          #        -tuo     derem Stoff verwendet werden. .  



  Wenn ein grösserer Innendruck im Rohr  herrscht, ist allerdings damit zu     rechnen,    dass  die innere     Betonauskleidung    Risse bekommt.  Dasselbe ist -der Fall bei     etwaigen        Ge-          birgsbewegungen.    In die entstehenden Risse  wird dann Wasser eintreten, an die Eisenein  lagen     gelangen    und deren Rosten bewirken.  Durch die dabei eintretende     R.a.uinvergrösse-          rung    .des Eisens kann .dann unter Umstünden  ein Absprengen von Teilen der Schutzaus  kleidung eintreten.

   Lässt man anderseits die  Eiseneinlagen fort, so darf bei der Herstel  lung der Betonauskleidung mit Hilfe des  Spritzverfahrens die obere Röhrenhälfte der       Auskleidung,    von den Seiten anfangend, nur  allmählich fortschreitend ausgeführt werden,  und es sind auch längere Arbeitspausen vor  zusehen, damit der bereits fertig bestellte Teil  der     Auskleidung    abbindet.

   Es besteht an  dernfalls die Gefahr, dass der     geben    die     Stol-          lendecke        bespritzte    Beton durch eine     Ge-          tviehtsbelastung    ein Ablösen und Durch  sacken der Dichtungsschicht     bewirkt.        Man     könnte auch die Betonauskleidung aus       Stampfbeton    herstellen. Es ist aber dann eine       kostspielige    Schalung erforderlich.

      Alle diese Übelstände werden vermieden,  wenn zur innern     Ausk        leidung    des     Stollens          Letonformsteine    verwendet werden. Diese  Verfahren ist in     Fib.    ?     -dargestellt.    Dort     iwt     zur     Verringerung    der Kosten nur der obere  Teil des Stollens mit     Fonmsteinen    ausgelegt       und    für den untern Teil     Stampfbeton    ver  wendet.  



  a ist das     Gebirge,    b die     Auskleidung        lind     c die Dichtungsschicht. Im untern Teil des       Stollens    ist eine     Sta.mpfbetonschiclit        j        ein;ga-          bracht,    die     seitlicb    so weit reicht, als der Be  ton ohne     besondere    Schalung hergestellt wer  den kann.

   Der     übri,-    'feil des     Rin-raurnes     ist mit den     Betonformsteinen        g    ausgekleidet,  die ausserhalb des     Stollens    an beliebiger Stelle  auf Vorrat herbestellt werden. Die Steine       haben    einen     U-förmigen        Querschnitt    und wer  den so     verlegt,        dass    der Hohlraum, der sich  durch die Form der Steine     ergibt,    der Dich  tung     zugekehrt    ist.

   Sie können unmittelbar  nach der Herstellung der Dichtung verlegt  werden und bilden dann eine     Unterstützung     für die Dichtung, deren Abblättern auf     dir-e     Weise     verhindert        wird.    Der Hohlraum zwi  schen den Steinen und der     Dichtung.ssdicht     wird' nachträglich durch das Einführen von  Zement- oder Betonbrei unter Druck ausge  füllt.

   Der sich einerseits     gegen    das     @tein-          1;ewölbe    und anderseits     geben    die     Dichtungs-          schicht        legende        Pressbeton    drückt dann die       Dichtung        geben    ihre Unterlage und verhin  dert ein nachträgliches     Abblättern        od3r          Durchhängen        derselben.    Die Steine können in  einfachen Ringen nebeneinander verlegt wer  den.

   Ein Verband der Steine untereinander  ist     nicht        erforderlich.    Tür     das        Betoneinpre.s-          sen    sind stellenweise Steine mit     offnungeii     einzubauen, die nachträglich     geschlossen     werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines wasser dichten und druckfesten Stollens in einem Gebirge, dadurch gekennzeichnet; dass nach Ausbruch des Stollens mit Hilfe steinartiger Baustoffe eine glatte RÖhTe geschaffen, auf die Innenwand eine elastische Dichtunjs- schicht aufgeklebt und dann eine Betonaus- kleidung eingefügt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch g e 'kennzeichnet, dass die Auskleidung, t' des Stollens aus Beton besteht und . mittelst eines Spritzverfahrens erfolgt. 3.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenauskleidung ,des Stollens aus Eisenbeton besteht, wobei der Beton auch mit Hilfe eines Spritzver- fahrens eingebracht wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum mindesten der obere Teil des Stollens mit Betonform steinen ausgekleidet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Formsteine mit U-förmigem Quer schnitt verwendet werden, so, dass zwi schen der Dichtungsschicht. und den Formsteinen Hohlräume entstehen und dass in die Hohlräume Zement- oder Beton brei unter Druck eingebracht wird.
CH103823D 1922-08-26 1923-03-21 Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten und druckfesten Stollens in einem Gebirge. CH103823A (de)

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CH103823D CH103823A (de) 1922-08-26 1923-03-21 Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten und druckfesten Stollens in einem Gebirge.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1989000633A1 (fr) * 1987-07-21 1989-01-26 Alagi Állami Tangazdaság Procede pour la reparation sans demontage d'ouvrages d'art, d'objets, notamment d'egouts et de canalisations defectueux au niveau de la statique et de la retention d'eau

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1989000633A1 (fr) * 1987-07-21 1989-01-26 Alagi Állami Tangazdaság Procede pour la reparation sans demontage d'ouvrages d'art, d'objets, notamment d'egouts et de canalisations defectueux au niveau de la statique et de la retention d'eau

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