CH104336A - Verfahren zur Darstellung der phosphorhaltigen Grundsubstanz des Milchkaseins in chemisch reiner Form. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung der phosphorhaltigen Grundsubstanz des Milchkaseins in chemisch reiner Form.

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CH104336A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/09Esters of phosphoric acids
    • C07F9/10Phosphatides, e.g. lecithin
    • C07F9/103Extraction or purification by physical or chemical treatment of natural phosphatides; Preparation of compositions containing phosphatides of unknown structure

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Description


  Verfahren zur Darstellung der phosphorhaltigen Grundsubstanz des Milchkaseins  in chemisch reiner Form.    Es wurde gefunden, dass man zu der  bis anhin unbekannten phosphorhaltigen       Grundsubstanz    des Milchkaseins in chemisch  reiner Form gelangen kann, indem man das  Milchkasein nach bekannter Methode in  schwach alkalischer Lösung mit Pankreas  fermenten verdaut, die     abfiltrierte    Ver  dauungsflüssigkeit mit     .Schwermetallen    aus  fällt, die     Schwermetallsalzfällung    zwecks  Entfernung des     Schwermetalles    aus der or  ganischen Phosphorverbindung und Trennung  der letzteren von Mineralphosphorsäure mit       Alkalikarbonatlösung    behandelt,

   die da  durch entstehende Lösung der     Alkalisalze     der organischen Phosphorverbindung einer  zweiten Verdauung mit     Pankreasfermenten     während kurzer Zeit aussetzt, die filtrierte  Verdauungslösung mit Alkohol versetzt, das  abgeschiedene     Alkalisalz    der chemisch reinen  Verbindung in Wasser löst, mit einem       Schwermetallsalz    ausfällt, die Fällung mit  Schwefelwasserstoff vom Metall befreit, die       sei    erhaltene Lösung der freien Säure mit  Alkohol fällt und die Fällung zur Trockne       bringt.       Die so erhaltene neue Verbindung stellt  in Form der freien Säure ein weisses amor  phes Pulver dar, welches 5,86 % Phosphor  enthält und in Wasser klar löslich,

   in Al  kohol und andern organischen Lösungsmit  teln wenig     bezw.    unlöslich ist. Die wässerige  Lösung reagiert neutral aus kongorot, sauer  auf     Methylorange    und Lackmus. Die wäs  serige Lösung der Säure trübt sich nicht  beim Zusatz von     Magnesiamixtur.        Molybdän-          flüssigkeit    ruft in der konzentrierten Lösung  der Säure eine rein weisse Fällung, in ver  dünnter Lösung keinen Niederschlag hervor.  Kupferacetat gibt eine hellblaue, Bleiacetat  und Quecksilbersalze eine weisse, Silber  nitrat und Eisenchlorid keine Fällung.

   Die  mit Natronlauge neutralisierte Lösung der  Säure gibt dagegen mit .Silbernitrat einen  weissen, mit Eisensalzen einen gelben Nieder  schlag.     Die,    neue Verbindung gibt die       Biuret-,    nicht aber die     Millon-,        Xantho-          protein-    und     Molisch'sche    Reaktion. Ihre       Alkalisalze    und     Erdalkalisalze    sind wasser  löslich, das gesättigte Eisensalz und die       Schwermetallsalze    in Wasser unlöslich.

   Die      Verbindung ist gegenüber Mineralsäuren in  der Kälte, gegenüber     Ammoniak    und Na  triumbikarbonat unterhalb 40' ziemlich be  ständig.     Ätzalkali,    sowie     Bariumhy        droxy    d  spalten bei gewöhnlicher Temperatur all  mählich die Hälfte der Phosphorsäure, bei  Siedehitze fast augenblicklich sämtliche  Phosphorsäure ab.  



  <I>Beispiel:</I>  10 Kilo technisches Milchkasein werden  in 80 Liter auf 10   vorgewärmtem Leitungs  wasser     aufgeschlemmt.    Man setzt 620     gr     wasserfreie Soda, 600     -r        Natriurnbika.rbonat,     500     gr    fein gemahlene Bauchspeicheldrüse  oder 25     gr        Trypsin    und 200 cm'     Toluol    zu  und lässt unter fortwährendem Rühren zwei  Tage bei 40   und dann noch weitere 2-1 Stun  den in der Kälte stehen. Man filtriert und  fällt mit Bleizucker und Bleiessig vollständig  aus.

   Der Bleiniederschlag, welcher sämtliche  Phosphorverbindungen der Lösung enthält,  wird     abfiltriert,    gründlich mit Wasser ge  waschen und ausgepresst.  



  Um nun die organischen Phosphorverbin  dungen zu     entbleien    und vom Bleiphosphat  zu trennen, zerreibt man den Bleiniederschlag  fein mit etwas Wasser und setzt unter Rüh  ren eine 20     %aige        Sodalösung    bis zur schwa  chen     R.osafärbung    von     Phenolplitaleinpapier     zu.

   Man v     erbrauelit    gewöhnlich zirka       21;    Liter     Sololösung.    Die entstandene Lö  sung     -wird    dann vom     un-elösten    Bleikarbonat  und Bleiphosphat scharf     getrennt    und einer  zweiten Verdauung mit     Trypsin    unterwor  fen, nach Zusatz von 100     gr        Natriumbikar-          bonat    und 5     gr        Trypsin.    Nach 24 Stunden  ist die Lösung zur weiteren Behandlung be  reit.

   Man setzt der filtrierten Lösung, wel  che auf 6 Liter gebracht wird, 10 Liter  95      öigen    Sprit zu und lässt das als 01 aus  geschiedene     Natriumsalz    der reinen Phos  phorverbindung absitzen. Man hebert den       obenstehenden    Sprit ab, das<B>01</B> wird in Was  ser gelöst, mit Bleizucker gefällt, das Blei  salz filtriert, gewaschen und mit Schwefel  wasserstoff     entbleit.    Die vom     Bleisnlfit    ge  trennte saure Lösung wird mit einem Luft-    Strom vom     Schwefelwasserstoff    befreit, bei  niedriger     Temperatur    im Vakuum konzen  triert und mit vier Volumen starkem Sprit  gefällt.

   Die     schneeweisse    Fällung wird fil  triert, mit Sprit nachgewaschen und im Va  kuum bei niedriger Temperatur getrocknet  und gepulvert. Sie stellt den reinen     plios-          phorhaltigen        Kern    des     Kaseins    dar. Statt  mit     Bleizuclzer    kann man .die Lösung des  Öls auch mit Kupferacetat oder mit einem  Quecksilbersalz ausfällen, ferner statt     Soda     Ammonium- oder     Kaliumkarbonat    verwen  den, ohne dass     hierdurch    am Ergebnis     etwas     geändert wird.  



  Durch Neutralisation der freien Säure  mit     Alkalien    oder Erdalkalien und nach  lieriges Eintrocknen im Vakuum (nach even  tueller     Ausfällung    mit Sprit) erhält man  die Alkali- und     Erdalkalisalze    der Verbin  dung. Zur Darstellung des     Natriumsalzes     kann direkt das obige 01 im Vakuum ein  getrocknet werden. Durch Umsetzung des       Natriumsalzes    mit löslichen Eisensalzen  stellt man das Eisensalz der organischen  Phosphorverbindung dar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung der phosphor haltigen Grundsubstanz des Milchkaseins in chemisch reiner Form, dadurch gekenn zeichnet, dass man das Milchkasein nach be kannter 'Methode in schwach alka.liseher Lö sung mit Pankreasfermenten verdaut, die ab filtrierte Verdauungfliissigkeit mit Schwer metallsalzen ausfällt,
    die Schwermetallsalz- f < illung zwecks Entfernung des Schwer metalles aus der organischen Phosphorver- bindung und Trennung der letzteren von Mineralphosphorsäure mit Alkalikarbonat- lösung behandelt, die dadurch entstehende Lösung der Alkalisalze der organischen Phosphorverbindung einer zweiten Ver dauung mit Pankreasfermenten während kurzer Zeit aussetzt, die filtrierte Ver dauungslösung mit Alkohol versetzt, das ab geschiedene Alka.1isalz der chemisch reinen Verbindung in Wasser löst,
    mit einem Schwermetallsalz ausfällt, die Fällung mit Schwefelwasserstoff vom Metall befreit, die so erhaltene Lösung der freien Säure mit Alkohol fällt und die Fällung zur Trockne bringt. Die so erhaltene neue Verbindung stellt in Form der freien Säure ein weisses amor phes Pulver dar, welches 5,86 % Phosphor enthält und in Wasser klar löslich, in Alko hol und andern organischen Lösungsmitteln wenig bezw. unlöslich ist. Die wässerige Lösung reagiert neutral auf kongorot, sauer auf Methylorange und Lackmus.
    Die wäs serige Lösung der Säure trübt sich nicht beim Zusatz von Magnesiamixtur. Molybdän- flüssigkeit ruft in der konzentrierten Lösung der Säure eine rein weisse Fällung, in ver dünnter Lösung keinen Niederschlag hervor. Kupferacetat gibt eine hellblaue, Bleiacetat und Quecksilbersalze eine weisse, Silbernitrat und Eisenchlorid keine Fällung. Die mit Natronlauge neutralisierte Lösung der Säure gibt dagegen mit Silbernitrat einen weissen, mit Eisensalzen einen gelben Niederschlag.
    Die neue Verbindung gibt die Biuret-, nicht aber .die Millon-, Xanthoprotein- und Molisch'- sche Reaktion. Ihre Alkalisalze und Erd- alkalisalze sind wasserlöslich, .das gesättigte Eisensalz und die Schwermetallsalze in Was ser unlöslich.
    Die Verbindung ist gegenüber Mineralsäuren in der Kälte, gegenüber Ammoniak und Natriumbikarbonat unter halb 40 ziemlich beständig, Ätzalkali, sowie Bariumhydroxyd spalten bei gewöhnlicher Temperatur allmählich die Hälfte der Phos phorsäure, bei Siedehitze fast augenblicklich sämtliche Phosphorsäure ab.
CH104336D 1923-01-25 1923-01-25 Verfahren zur Darstellung der phosphorhaltigen Grundsubstanz des Milchkaseins in chemisch reiner Form. CH104336A (de)

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