CH104704A - Stellvorrichtung für Weichen, Signale und dergleichen. - Google Patents

Stellvorrichtung für Weichen, Signale und dergleichen.

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Publication number
CH104704A
CH104704A CH104704DA CH104704A CH 104704 A CH104704 A CH 104704A CH 104704D A CH104704D A CH 104704DA CH 104704 A CH104704 A CH 104704A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
adjusting device
train
weight
pedal
switches
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Company A E Sheremeteff
Original Assignee
A E Sheremeteff & Company
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by A E Sheremeteff & Company filed Critical A E Sheremeteff & Company
Publication of CH104704A publication Critical patent/CH104704A/de

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
    • B61L11/02Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using mechanical interaction between vehicle and track

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description


  



  Stellvorrichtung   f#r Weichen,    Signale und dergleichen.



   Während im Eisenbahnsicherungswesen bei allen für Fernstellungen angewendeten
Kraftantrieben die erforderliche Betriebskraft bisher aus besonderen Krafterzeugungs- und    Sammelstellen    entnommen wurde, wird gemäl3 der   vorliegenden Erfindung d'urch den fah-    renden Zug selbst die   Betriebskraftdurch   
Pedalarbeit crzeugt und die so erzeugte Kraft    f#r sp#tere Verwendung aufgespeichert,    um nach Bedla-rf durch   elektromagnetisch ge-       steuerte Arbeitseinzelleistungen    in Tätigkeit gesetzt zu werden.



   Die vom Zuge geleistete   Arbeit kann da-    bei mechanisch oder pneumatisch, oder hy    draulisch aufgespeichert    und zur Verwen    dung    gebracht werden.



   Die   Zeichnun,    g zeight eine beispielsweise    Ausf#hrungsform einer solchen Anlage    mit   mechanischer Arbeitswelse,    und zwar für die Umstellung einer Weiche in Fig.   1    in Ansicht, in Fig. 2 in Draufsicht.



   Ein an der Fahrschienenaussenseite be   findliches, lang gestr@@ktes Pedal a, welches    den Schienenkopf nur um ein   geringes über-    ragt, wird von jeder   dar#berfahrenden Achse    beeinflusst und um das Mass der Überhöhung    niedergedr#ckt. Entgegen diesem Belastungs-    druck wirkt mittelst   Winkelhebelgestänges    d eine Druckfeder b, welche beim   Niederdr#k-       ken des Pedals zusammengedr#ckt wird    und nach dem Abrollen eines jeden Rades das
Pedal in seine   Anfa. ngsstellung, die durch    zwei   Endanschlage    begrenzt ist,   zurück-       drü'ckt.

   Gleichzeitig wird durch    eine Uber tragungsvorrichtung die der Feder beim Zu sammendrücken zugeführte Energie an den
Kra.ftspeicher abgegeben. Die Kraftauf    speichenmg geschieht daidurch, dass    ein    Schaltgetriebe, c von    der   Stellsta.    nge d mitbewegt dessen Klinke beim Zusammen    drücken    der Feder   leerläuft, dagegen beim    Entspannen derselben in die Verzahnung der Antriebsscheibe e eingreift und diese   nach    jeder Pedalbelastung um ein stets   gleichblei-    bendes   Umfa-ngsstüek-verdreht.   



   Die als   Eettenmitnehmerrolle    ausgebildete   Antriebsacheibe    e nimmt einen endlosen kalibrierten Kettenzug mit, der   #ber    die Spannschleife k, die ebenfalls als Kettenmitnehmerrolle ausgebildete Arbeitsscheibe h und eine zweite   Spannschleife ! geführt    ist. Beide Spannschleifen erhalten   tdurch    vertikal   abge-    lenkte   Zuggewichte    m und n die erforderliche Arbeitsspannung. Das Ausgleichgewicht   iii.    ist dabei nur etwa halb so schwer wie das   Arbeitsgewicht n.   



   Die Arbeitsscheibe h wird in ihrer Ruhelage durch ein   elektromagnetisch beeinflusstes    Umlaufgesperre r, s festgehalten ; sie   h#lt    also auch den   Kettenzug    fest, wenn dieser   dureh    das   Schältgetriebe    c in Bewegung gesetzt wird. Demgemäss muss der von der Rolle   e    ablaufende Kettenweg durch die beiden Spannschleifen k und   1    ausgeglichen werden, was dera. rt vor sich geht,   da# das Ausgleichs-      gewicht m im gleichen Ma#e sich senkt,    als   das    as Arbeitsgewicht n angehoben wird.



   Das absatzweise Aufziehen des   Arbeits-    gewichtes erfolgt also nicht durch die   sehnel-    len,   sto#artigen Pedalbewegungen, sondern    durch die sich gleichbleibende Entspannungsarbeit der Pedalgegenfeder b, also in einem bestimmten Rhythmus.



   Die in dem   hochgezoge. nen Arbeitsgewicht       aufgespeicherte Fallkraft ergibt die Betriebs-    kraft der Stelleinrichtung, deren Ablauf verhindert wird einerseits durch das festgelagerte Gegengesperre g an der Antriebsscheibe e und anderseits durch die elektromagnetische Festhaltung der Arbeitsscheibe h. Diese Scheibe h vermittelt nach Bedarf die Umstellung von Weichen, Signalen und dergleichen, und zwar   dure.    die mit ihr fest verbundene Kurbel i, welche im gleichbleibenden Drehsinne sich jeweils um   180      dreht und damit die hin-und    hergehenden Stellgestangebewegungen er-    zeugt.



   Die   Festhaltesperre    der Arbeitsscheibe ist dementsprechend ausgebildet. Unter dem Zuge der   Spannschleife 7c    bezw. des   Arbeitsge-      wichtes M wird    ihr   Anschlagnoeken t'gegen       den Sperrhaken s gepre#t und damit die    Scheibe h in der einen Lage, zum Beispiel Weichenplusstellung (gerades Gleis) festgehalten. Sobald der Sperrhaken s von seiner elektromagnetischen Sperre freigegeben wird. weicht er dem   Nocken r aus, so da#    die An  triebsseheibe    unter dem Einfluss des   Arbeits-      gewichtesMsich    dreht.

   Dem Nocken r gegeniiber sitzt ein zweiter   Nocken ri,    der nach
Ablauf der Scheibe   um 180   nunmehr am       S. perrha. l, ell    s   sikh      f#ngt, da dieser    sofort   nach   
Durchlauf des Nockens r sich automatisch wieder in die Sperrlage eingestellt hat. Kurbel und sind also in ihre   entgegen-    gesetzte   Liae    gebracht und in dieser wieder    festgelegt worden.

   Da w#hrend    dieser Um stellbewegung der Kettenzug auf der An   triebsscheibe @ vom Gesperre g festgehalten    wird, muss der   erforderlicheKettennachlass       f#r    den Umlauf auf Scheibe h von der Spann schleife l unter entsprechendem Anheben des leichteren Ausgleichgewichtes m hergegeben werden. Es muss also jetzt umgekehrt das   
Ausgleichsgewicht m im gleichen Ma#e sich heben, als das Arbeitsgewicht M sich senkt.   



   Bei jeder   folgenden Auslösung des Sperr-    hakens s dreht sich die Scheibe im stets gleichbleibenden Sinne um je   180   weiter, er-    zeugt also stets die der vorangegangenen ent gegengesetzte Bewegung des Stellgestänges, d. h. also die Umstellung der   Weiehe,    des
Signals oder dergleichen in die andere La. ge 'nach dem Beispiel der We. iehen-Minusstellung    (krummes      CTleis).    Die Umlaufgeschwindigkeit der   Stellkurbel i, bedingt durch das pl#tzliche   
Einsetzen der   Fallkraft    des schweren Ar    beitsgewichtes H,    wird gedämpft und geregelt durch eine   Flüssigkeits-oder      Luftbremse    q.

      d. ie so angeschlossen und eingestellt    ist, dass sie beide   Kurbelwege gleichartig und gleich    stark   bremst, und zwar derart, da# bei    der   
Anfangs- und Endbewe,ung jedes Kurbel- laufes die Bremswirkung am st#rksten ist,       w#hrend    sie gegen Mitte des   Kurbellaufes.    wo eine volle   Wirkung    des   Arbeitsgewichtes    erwünscht ist. sieh wesentlich abschwächt.



     F#r die Weichenumstellung ist    in das   
Stellgest#nge eine federnde Kupplung p ein-    gebaut, welche kleine, durch Temperaturein flüsse   entstehende Längenänderungen aus-    gleicht   und f#r einen dichten Weichenschlu#    durch elastischen Anzug der Zunge an die    Muttersschiene sorgt.    In das   Stellgestänge    kann auch eine Aufschneidkupplung mit entspreehendem Widerstand eingeschaltet werden. 



   Da a die Aufzugshohe des   Arbeitsgewichtes    baulich begrenzt ist,   kami    eine Erschöpfung derselben eintreten, ehe sämtliche Achsen eines Zuges das Pedal   überfa-hren haben. Es    wird dann die erste   Radbelastung,    die sich nicht mehr in   Arbeitsgewichtshub    umsetzen kann, die   zusammengedrückte    Feder   b    mittelst des Gesperres c auf der nicht weiter drehbaren Antriebsscheibe e sa feststellen, dass sie sich nicht mehr entspannen kann. Das Pedal   erh#lt    also keinen Auftrieb mehr und bleibt in niedergefahrener Stellung festgelegt, so d. es für alle   nachkommenden Zugachsen      au#er    Tätigkeit gesetzt ist.



   Bei der vorbeschriebenen mechanischen Ausführungsweise konnte anstelle der endlosen Kette mit zwei   Spannschleifen    auch ein Wendegetriebe treten, welches ebenfalls eine zeitlich verschiedene,   voneinander unabhän-      gige Bewegung    der Antriebsseheibe e und der Antriebsscheibe h unter dem Einfluss eines   Arbeitsgewichtes gestattet.   



   Die Ausführung der Kraftaufspeicherung in pneumatischer oder hydraulischer Form kann derart geschehen, dass anstelle des Schaltgetriebes und der   mechanischen Kraft-      #bertragung    eine Luft-oder   Flüssigkeits-    pumpe tritt, welche durch die   beim Entspan-    nen der Pedalfeder b frei werdende Energie das Druckmittel (Luft oder Flüssigkeit) in einen Druckbehälter   aufpumpt.    Aus diesem können dann mehrere pneumatische oder hydraulische Arbeitsantriebe mittelst   elektro-      ma.    gnetischer   Fernauslösung gespeist    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Stellvorrichtung g f#r Weichen, Signale, Schranken und dergleichen, dadurch gekenn zeichnet, dass die zur Betätigung ver- stellbarer Organe erforderliche Betriebskraft mittelst Peidals, welches dureh die R#der beeinflusst wird, de. m durchfahrenden Zuge entnommen und in einem Eraftspeicher aufge speichert wird, lim nach Bedarf zu Einzel umstellungen durch Fernsteuerung benutzt werden zu können.
    UNTERANSP@ UCHE : 1. Stellvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die vom Zuge auf das Pedal ausgeübten ungleichen Kra. itstosse zum Spannen eines elastisehen Mittels benutzt werden, welches bei seiner Entspannung die Energie stossfrei an einen Kraftspeicher abgibt.
    2. SteLlvorrichtungnachPatentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da# die dem Zuge entnommenen Kraftst##e durch ein Gesperre auf eine Antriebs scheibe übertragen werden, welche ein Ge wicht hochzieht.
    3. Stellvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspr#chen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die durch Hochziehen eines Gewichtes aufgespeicherte Eraft zur Be wegung eines Eurbelantriebes verwendet wird, dessen Arbeitsgeschwindigkeit-clurch eine Bremseinrichtung regelbar ist.
    4. Stellvorrichtung nach Patentanspruch und Unter. ansprilchen l bis 3, fiir Weichen, da durch gekennzeichnet, dass zum Aus. gleich von Längenänderungen in. dem Stellge stänge eine Faderkupplung eingeschaltet ist, die gleichzeitig einen dichten Weichen schlu# durch elastischen Anzug der Zunge an n die Mutterschiene erzeugt.
CH104704D 1923-06-11 1923-06-11 Stellvorrichtung für Weichen, Signale und dergleichen. CH104704A (de)

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