CH104812A - Abziehfilm. - Google Patents

Abziehfilm.

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CH104812A
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    • G—PHYSICS
    • G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00—Photosensitive materials
    • G03C1/76—Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
    • G03C1/805—Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers characterised by stripping layers or stripping means

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Description


      Abziehfilm.       Die Erfindung bezieht sich auf Abzieh  filme, bei denen zwischen Schichtträger und  lichtempfindlicher Schicht ein     Zwischenguss     aus     Kollodium    angeordnet ist.  



  Die Gelatine der lichtempfindlichen Emul  sion haftet bei solchen Abziehfilmen auf dem       Kollodium    sehr fest, so dass sich     Kollodium-          schicht    und     Gelatine-Emulsion    gemeinsam  vom Schichtträger abziehen lassen.  



  Da nun     Kollodium    anderseits auf photo  graphischem     Rohstoff    (z. B. Rohpapier) fest  haftet, so ist die     Anbringung    eines     Unter-          gusses    erforderlich, welcher Papier und Kollo  dium trennt, aber so beschaffen sein muss,  dass das Rollodium auf diesem     Unterguss     während der     photographischen    Operation  (Belichten, Entwickeln, Fixieren, Wässern)  haftet und sich nach dem Trocknen leicht  abziehen lässt.  



  Es sind bereits Verfahren bekannt ge  worden, bei denen ein solcher     Unterguss    an  gewendet wird, und zwar kann dies auf  zweierlei Art geschehen  1. Man überzieht den provisorischen Schicht  träger mit gehärteter Gelatine -oder     Leim    als    Trennschicht und setzt dem     Rollodium    eine  leicht haftende Substanz zu (z. B.     Paragummi,     Harze) ; vgl.     D.R.P.    354.294. Dieses Verfahren  eignet sich indessen nur für bestimmte Pa  piere, weil     Kollodium    an sich auf Rohpapier  zu fest haftet.  



  2. Das ältere Verfahren besteht darin, die  haftende Substanz in den     Unterguss    zu ver  legen, beziehungsweise den provisorischen  Schichtträger mit haftenden Substanzen  (z. B. Kautschuk) zu überziehen; vgl. D. R. P.       117.310.     



  Beide Verfahren haben den Nachteil, dass  die bisher zur Anwendung gelangenden Trenn  schichten aus Kolloiden bestehen, deren Lö  sungsmittel (z. B. Schwefelkohlenstoff, Chloro  form,     Tetrachlorkohlenstoff)    teuer, übelriechend  und schwierig zu handhaben sind.  



  Die vorliegende Erfindung gehört zu der  zweitgenannten Art von Verfahren und sucht  die genannten Nachteile zu beseitigen, indem  sie als Trennschicht und Haftsubstrat einen       Unterguss    aus leicht zu handhabenden Sub  stanzen mit einem billigen und geruchlosen  Lösungsmittel, vorzugsweise Wasser, zur      Anwendung bringt und dabei zugleich die  Verwendung eines beliebigen provisorischen  Schichtträgers, insbesondere eines beliebigen       Papieres    ermöglicht.  



  Der Erfindung liegt folgende Überlegung  zugrunde: Bei den     obengenannten    Verfahren  dient als Haftmittel stets ein     r-ei,ersibles     (d. h. in seinem Lösungsmittel nach dem       Trocknen    wieder lösliches)     I@'olloid,    welches  <I>in Wasser</I>     nicht        löslich    sein darf, damit sich  die Schicht nichtvorzeitig während der photo  graphischen Operation ablöst.  



  Ein für diesen     Zweck    gleichwertiges Kol  loid, welches nach einmal erfolgtem Trocknen  nicht in Wasser löslich ist und dessen Lö  sungsmittel - wie angestrebt - selbst  Wasser ist, ist das Wasserglas, welches ein  <I>irreversibles<B>(d.</B></I><B> 11.</B> in seinem Lösungsmittel  nach dem     Trocknen    nicht mehr lösliches)       Isolloid        anit   <I>Wasser als</I>     Löse47tgsitailtel    darstellt.  



  Wasserglas hat die Eigenschaft, Kollo  dium abzustossen, und eignet sich deshalb  vorzüglich als Trennschicht. Uni ihm auch  die haftende Eigenschaft des Kautschuks zu  verleihen, versetzt man es     finit    einem ganz  oder teilweise in Wasser (dem Lösungsmittel  des Wasserglases) löslichen Haftmittel. Es  wurde gefunden, dass sich hierzu wasserlös  liche reversible (in ihrem Lösungsmittel  lösliche) Kolloide eignen, z. B. Gelatine, Leim,       Gummi        arabicuin.    Diese wasserlöslichen Kol  loide lösen sich nämlich nach ihrer Bei  mengung zu Wasserglas nach erfolgtem  Trocknen ebensowenig in Wasser wie das  Wasserglas selbst.

   Sie halten daher während  der photographischen Operation die Kollo  diumschicht genügend fest und gestatten ein  leichtes Abziehen des Films nach erfolgtem  Belichten, Entwickeln, Fixieren     undWässern.     



  Dieser Vorgang findet eine Analogie bei  der Herstellung von     Flachdruckplatten    nach  dein     Chromeiweissverfahren,    wo an den ge  ätzten Stellen der Platte Metalloxyde gebildet  werden, die den an sich wasserlöslichen  Gummi verankern und ihn dadurch wasser  unlöslich machen. In ähnlicher Weise wird  bei dem     vorbeschriebenen    Verfahren das was  serlösliche Kolloid nach dem Trocknen im    Wasserglas verankert und     dadurch    wasser  unlöslich.  



  <I>Beispiel:</I>  Ein als provisorischer Schichtträger die  nender photographischer     Rohstoff    (Rohpapier,  geleimtes,     gelaticiiertes    oder     barytiertes    Papier,  Zellulose, Glas, Metall     etc.)    wird mit einer  Lösung von 80 Gewichtsteilen Wasser und  20 Gewichtsteilen Wasserglas, dem 0,5 Ge  wichtsteile Gelatine     beigeinerigt    sind, be  strichen und     trocknen    gelassen.

   Nach dein  Trocknen dieses Untergusses erfolgt ein     Zwi-          schenguss    von     Kollodium    und der     Aufguss    der  lichtempfindlichen     Gelatine-Einulsion    in be  kannter Weise, nötigenfalls unter     Verstärkung     durch eine     Gelatineschicht.     



  Auf dem erhaltenen Negativmaterial lassen  sich nun in der Kamera     Aufnahmen    machen  oder im Kopierrahmen einfache oder Reflex  kopien herstellen, die in gewohnter Weise  entwickelt, fixiert und gewässert werden  können und sich auch     verstärken    und ab  schwächen lassen.

   Nach dem     Trocknen    lässt  sich die die Aufnahme beziehungsweise Kopie  tragende     Gelatineschicht        mit        der    gleichzeitig  als Schutzschicht     wirkenden        Kollodiumschicht     abziehen und ergibt einen     durchsichtigen          Gelatinefilin,    der in der üblichen Weise ko  piert werden     kann.     



  Das Wasserglas, sowie der Zusatz können       sinngemäss    durch andere geeignete Kolloide  ersetzt werden. Die Mengen des Zusatzes  können variiert und damit der unterschied  lichen Struktur verschiedener Schichtträger  angepasst werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Abziehfilm mit Kollodium als Zwischen- guss, dadurch gekennzeichnet, dass der provi sorische Schichtträger mit irreversiblen Kol- lodien, deren Lösungsmittel Wasser ist, vor- ri -t ist. p itpariei UNTERANSPRÜCHE: 1. Abzielifilin nach Patentanspruch, bei dem der provisorische Schichtträger initWasser- glas vorpräpariert ist. 2.
    Abziehfilm nach Patentansprueb, gekenn zeichnet durch Beimengung von reversiblen wasserlöslichen Kolloiden zum irreversiblen Kolloid. Abziehfilm nach Patentanspruch, bei wel chem dem irreversiblen Kolloid Gelatine beigemengt ist.
CH104812D 1923-07-17 1923-07-17 Abziehfilm. CH104812A (de)

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CH104812D CH104812A (de) 1923-07-17 1923-07-17 Abziehfilm.

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