Vorrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Kontroller-Schaltwalzen elektrischer Fahrzeuge. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Kontroller-Schaltwalzen elektrischer Fahrzeuge vermittels vom Fahrstrom be- einflusster Relais, bei welcher das Drehen der Schaltwalze in dem einen Sinne unter Zuhilfenahme einer durch die Fahrkurbel gespannten Feder erfolgt.
Nun ist es bei Vorrichtungen dieser Art von grosser Wichtigkeit, dass die Schaltwalze auf jeder Stufe sicher festgehalten wird, dass also weder ein Schalten über die Stufe hinaus, noch ein Überspringen von Stufen vorkommt.
Der Erfindung gemäss wird dies dadurch erreicht, dass ein Sperrglied, welchesi auf eine mit der Schaltwalze fest verbundene Sperrscheibe wirkt, zwecks Freigabe der Sperrscheibe, durch einen Antrieb ausgelöst, unmittelbar darauf aber wieder freigegeben und dadurch zur nächsten Sperrung bereit wird, wobei die Steuerung einer elektro magnetischen Vorrichtung, welche eine hin- und hergehende Bewegung dieses Antriebes erzeugt, durch einen Schalter erfolgt, wel cher -durch den Antrieb selbst betätigt wird Auf beiliegender Zeichnung ist eine bei spielsweise Ausführungsform der Vorrich tung schematisch veranschaulicht.
Fig. 1 und 2 sind zwei Ansichten dieser Ausführungsform. Die erste zeigt den Kon- troller in der Nullstellung und die zweite denselben Kontroller in einer Fahrstellung.
Die Kontroller-Schaltwalze 1 ist mit der Sperrscheibe 2 fest verbunden, in die das eine Ende einer Spiralfeder 3 eingehängt ist, deren anderes Ende mit der Welle 5 der Fahrkurbel 4 verbunden ist. In die Sperr scheibe 2 greift die Sperrklinke 14 ein, welche der Wirkung einer Feder 28 unter worfen und mit einem Klinkenhebel 13 ver sehen ist. Der Klinkenhebel 13 dient zur Lö sung der Sperrung und kann zu diesem Be- hufe durch einen Hebel 11 betätigt werden, der durch den Kern 10' eines Entriegelungs- Solenoids 10 und eine Feder 12 in Be wegung gesetzt wird.
Die Schliessung des Stromkreises des Solenoids 10 wird beim Drehen der Fahrkurbel 4 aus der Nullstel lung (Fig. 1) dadurch vorbereitet, dass dann zwei leitende Kontaktstreifen 18, die auf einer Hilfswalze 7 der Welle 5 angeordnet sind, durch einen von der Scheibe 2 getrage nen Kontakt 9 verbunden werden. In den Stromkreis des Solenoids 10 ist. noch ein Schnappschalter eingeschaltet, dessen, dreh barer Arm 15 durch eine Feder 16 mit dem Kern 101 verbunden ist. Ausserdem ist die ser Stromkreis durch ein Beschleunigungs relais 17 besteuert, das unter dem Ei influss des Triebmotorenstromes steht.
Dia Welle 5 ist mit einer Punktierscheibe 6 versehen, welche mit einem Punktierhebel 8 zusammenarbeitet.
Die Wirkungsweise dieser Ausführungs form ist folgende: Beim Anfahren dreht der Führer die Fahrkurbel 4 aus der Nullstellung (Fig.l) direkt auf die der gewünschten Fahr geschwindigkeit entsprechende Fahrstufe, zum Beispiel auf die neunte (Fig. 2). Dadurch wird die Spiralfeder 3 gespannt; gleichzeitig überbrückt auch der Kurzschliesskontakt 9 die beiden Kontaktstreifen 18 der Hilfs walze 7,. wodurch das Entriegelungssolenoid 10 an Spannung gelegt wird, welches an zieht und vermittelst Hebels 1.1 die Sperr klinke 14 veranlasst, die Sperrscheibe 2 für einen Augenblick freizugeben.
Die freigegebene Sperrscheibe und da mit die Steuerwalze 1 drehen sich unter dem Einfluss .der gespannten Spiralfeder 3 um eine Stufe vorwärts, um durch die unter dessen wieder zum Eingriff bereit gestellte Sperrklinke 14 von neuem festgehalten zu werden.
Der Klinkenhebel 13 ist so aus gebildet, dass er beim Anziehen des Ent- riegelungssolenoids 10 die Sperrklinke 14 aus dem Zahn der Sperrscheibe 2? heraus drückt, jedoch sofort wieder deren Eingriff in den nächsten Zahn gestattet in der Weise, dass der Antriebshebel 11 des Ent- riegelungssolenoids 10 bei der Drehung über den Klinkenhebel 13 hinausschwingt (Frei lauf),
wodurch die Sperrklinke 14 unab- hängig von der Stellung des Entriegelunns- solenoids zutn Einklinken freigegeben Vjird.
Durch das Anziehen des Entriegelun -,@s- solenoids 10 wird gleichzeitig der Schnapp- sehalter 15 betätigt., der den Stroml#:reis des Solenoids am Ende. des Hubes unterbricht.
Durch den Stromunterbrueli fällt der Sole noidhern 10' unter Einfluss seiner Zugfeder 12 zurück, wodurch der Schnappschalter 15 unter Einf luss seiner Zugfeder 16 den Strom kreis wiederum schliesst und das Spiel (Vor- wärtsschalten um eine Stufe) von neuem beginnen kann, insofern nicht das unter dem Einfluss des Triebmotorenstromes stehende Beschleunigungsrelais 17 das Weiterschalten verhindert.
Beim Zurückgehen des Solenoidkernes 10' wird der Klinlzenhebel 13 vom Antriebs hebel 11 rückwärts mitgenommen, schwingt aber vor Ende seines Hubes über den An triebshebel hinaus und stellt sieh unter Ein fluss seiner Eiicl@zugfeder 21 wieder zurück vor .den Antriebshebel.
In Fi",. 2 sind die Stellungen der ver schiedenen Teile veranschaulicht, für den Moment, wo die Schaltwalze 1 erst- der Fahr kurbel 4 auf die dritte Fahrstufe gefolgt ist, und zwar im Momente, wo die Sperrklinke 1.4 diese Sehaltw alze bereits wieder fest hält, der die Freigabe bewirkende Entriege- lungssolenoi;lkern 10' ,jedoch noch nicht in seine Ausgangsstellung zurückgegangen ist.
Nachdem die Sehaltti alte 1. in der durch die Fahrkurbel 4 festgesetzten Stellung ange langt ist, verlässt der Kurzsehlusskontakt 9 die Kontalzistreifen 18 der Hilfswalze 7, wodurch der während des Schaltvorganges über die hontakistreifen 18 geschlossene Stromkreis des Entrie",elungssolenoid s 10 geöffnet und die Vorrichtung stillgesetzt bleibt, bis der Führer eine weitere Stellungs veränderung der Fahrkurbel 4 vornimmt.
Das selbsttätige Schalten setzt dann in der vorbesehriebenen Weise wieder ein, bis Steuerwalze und Fahrkurbel in der Stellung übereinstimmen. Das -Zurückstellen .der Steuerwalze um eine oder mehrere Stellungen oder in die Nullstellung geschieht auf rein mechanischem Wege, indem der an der Hilfswalze 7 an gebrachte Anschlag 19 die Steuerwalze 1 über den Anschlag 20 der Sperrscheibe mit nimmt, ohne dass die Feder 3 in Mitleiden schaft gezogen wird.
Das Solenoid 10 kann durch eine an dere elektromagnetische Vorrichtung ersetzt werden.