CH105018A - Als Lehr- und Hilfsmittel für die Musikharmonielehre dienender Schieber. - Google Patents

Als Lehr- und Hilfsmittel für die Musikharmonielehre dienender Schieber.

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CH105018A
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10GREPRESENTATION OF MUSIC; RECORDING MUSIC IN NOTATION FORM; ACCESSORIES FOR MUSIC OR MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. SUPPORTS
    • G10G1/00Means for the representation of music
    • G10G1/04Transposing; Transcribing

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Description


  Als     Lehr-    und Hilfsmittel für die     Nusikharmonielehre    dienender Schieber.    Bekanntlich verursacht die     Erlernung     der     Musik-Harmonielehre    vielen Musik  lernenden erhebliche Mühe, wobei es einem  Grossteil von ihnen überhaupt nie gelingt,  sich .diese für bleibend ins     Gedächtnis    ein  zuprägen.

   Vorliegende Erfindung in Form  eines mit Skalen versehenen Schiebers er  möglicht, dieses Hemmnis dadurch zu über  winden, dass letzterer für den Lernenden  nicht nur ein handliches Hilfsmittel für  die praktische Übungsstunde bildet, sondern  gleichzeitig zufolge seiner Konstruktion ein  Lehrmittel darstellt, welches das Erfassen  der     Musik-Harmonielehre    im Vergleich zu  blossen tabellarischen Zusammenstellungen       gleichen]    Zweckes wesentlich erleichtert.

    Dieser als Lehr- und     Hilfsmittel    dienende  Schieber für die     Musik-Harmonielehre    ist ge  kennzeichnet durch zwei aneinander ver  schiebbar geführte Skalenschilder mit glei  cher     Skalen-Grundteilung,    von denen das  eine Ton- und Vorzeichenskalen (grund  legendes Skalenfeld), das andere in Merk  zeichen bestehende Intervalle (hinweisendes  Skalenfeld) aufweist, derart, dass durch  gegenseitige Einstellung dieser beiden Ska-         lenfelder    für jede beliebige einer Mehrzahl  von- verschiedenen Tonleitern     Benennung,    Vor  zeichnung, Einzeltöne und Akkorde der  selben, sowie Zusammenhänge zwischen ein  zelnen Tonleitern leicht . ablesbar gemacht  werden können.  



  Die Zeichnung veranschaulicht eine bei  spielsweise Ausführungsform des Erfindungs  gegenstandes, und zwar ist:       Fig.    1 eine Teilansicht des Schildes mit  dem grundlegenden Skalenfeld,       Fig.    2 ein Schnitt nach der Linie     L-L     der     Fig.    4,       Fig.    3 eine Teilansicht des Schildes mil  dem hinweisenden Skalenfeld,       Fig.    4 Gesamtansicht des Schiebers.

    Das Schild I, als Träger des grund  legenden Skalenfeldes, besteht aus . einem  festen Material, wie Karton, Holz oder der  gleichen, und weist auf seinem     mittleren     Längsstreifen zwei übereinander angeordnete,  parallel verlaufende und je mehrere Oktaven  umfassende chromatische Tonleitern in Buch  stabenbezeichnung auf, Skala     1I    und     III,     wobei die Skala     III    mit einem um drei Stu  fen der chromatischen Tonleiter tiefer lie-      geraden Ton anfängt als Skala IL Es stehen  in der ganzen Ausdehnung der beiden Ska  len     II    und     III    jeweils diejenigen zwei Töne  senkrecht aufeinander, welche die Grundtöne  zweier Paralleltonarten,

   das heisst Dur- und       Molltonarten,    gleichen Vorzeichens bilden.  Dementsprechend ist auf Schild I zwischen  die beiden Skalen     II    und     III    die Skala IV  der Vorzeichen     (@    und b) so     eingeschoben,     dass zwischen je zwei übereinander stehende  Töne der Skalen     II    und     III    jeweils das  jenige Vorzeichen zu stehen kommt, welches  die betreffenden Paralleltonarten     -einein-          sam    haben. Das grundlegende Skalenfeld wird  somit in diesem Ausführungsbeispiel durch  die Skalen     II,        III    und IV dargestellt.  



  Das Schild 1 als Träger des hin  weisenden Skalenfeldes ist zum Zwecke des       Aneinanderhaltens    der beiden Schilder I  und 1 in Nuten des Schildes I so geführt,  dass sich die beiden Skalenfelder in zusam  mengeschobenem Zustande des Schiebers  decken. Dieses Schild 1 besteht in dieser  Ausführungsform nicht nur im Bereich des  hinweisenden Skalenfeldes, sondern in sei  ner ganzen Ausdehnung aus durchsichtigem  Material, wie Zelluloid oder dergleichen,  dessen Farbenton sich zudem von demjenigen  des grundlegenden Skalenfeldes auffällig  unterscheidet. Es weist in der Mitte     seiner     Fläche zwei parallele Lochreihen auf,  Skalen 2 und 3, wovon Skala 2 entsprechend  den Intervallen der Dur-Tonleiter, Skala 3  entsprechend denjenigen der natürlichen  Moll-Tonleiter ausgeführt ist.

   Dabei ver  treten diese Löcher in jedweder der beiden       Inteivallenreihen    den ersten bis und mit  siebenten Ton; der achte Ton in der Be  nennung, als Wiederholung des ersten, ist  jeweils bloss durch Kreiszeichen dargestellt.  Längsseitig ausserhalb und parallel der  Skalen 2 und 3 trägt das Schild 1 die Ska  len 4 und 5, .deren kleine Kreiszeichen je die  Intervalle zweier aufeinanderfolgender, durch  Doppelstrich getrennter Tonleitern darstel  len, und zwar Skala 4 in Dur, Skala 5 in  Moll, beide je mit ihren dem Trennungs  strich nächstliegenden Skalenzeichen auf die    Quart     bezw.        Quint    der Skala 2 und 3 fallend.

    Die Skalen 2 und 3 vermitteln die Haupt  ablesung, nämlich die     Tonleitertöne    in Buch  stabenbenennung derjenigen     Dur..        bezw.          Moll-Tonart,    die als Ausgangsart     eines    zu  spielenden     Musikstückes    auf dem Schieber  eingestellt worden ist; dabei wird diese       Hauptablesung    durch die Löcher dieser bei  den Skalen 2 und 3 besonders erleichtert.

    Die Skalen 4 und 5 bezeichnen die Töne  und Vorzeichnung derjenigen Tonarten, wel  che in bezug auf diejenigen der Haupt  ablesung in der Harmonielehre als ver  wandte Tonarten ersten Grades angesprochen  werden; hierbei gehört Skala 4 zu Skala 2,  auf dem Schild 1 summarisch mit dein Wort       "Dur"    benannt, Skala 5 zu Skala 3, mit  dem Wort     "Moll"    bezeichnet.

   Zwischen       Skala.    2 und 3 ist, mit Anfang auf der  Höhe der Löcher, rechts vom Doppelstrich  Skala 6 eingeschoben, welche in     bezug    auf  die Tonleitern, die aus den Löchern abzu  lesen sind, den sogenannten     Haupt-Septinien-          akkord    bezeichnet, und zwar gleichzeitig  denjenigen der Dur- wie der     Moll-Tonart.     Alle     Doppelkreiszeichen    der Skalen 2, 3, 4,  5 und 6 bezeichnen auf den Skalen     II    und       III    Akkordtöne. Sämtliche Skalen des hin  weisenden:     Skalenfeldes    haben die Grund  teilung mit denjenigen des grundlegenden  Skalenfeldes gemeinsam.  



  Der Schieber gestattet mithin in dieser  Ausführung mit einer einzigen Einstellung  das gleichzeitige Ablesen der Tonleiter- und  gebräuchlichsten     Akkordtöne    in Buchstaben  benennung: 1. einer besonders ins Auge ge  fassten, auf die Löcher eingestellten     Dur-          wie    der zugehörigen     Moll-Tonart,    und 2. der  zu obigen beiden je nach rechts und links  verwandten Tonarten ersten Grades; ferner  gibt er gleichzeitig zu jeder dieser an  geführten Tonarten das entsprechende Vor  zeichen an.

   Das gegenseitige Einstellen der  beiden Skalenfelder auf eine bestimmte     Dur-          oder        Moll-Tonart    geschieht dadurch, dass man  entweder, wenn die betreffende     Tonart    nach  der Benennung ihres Grundtones bekannt  ist, das linksäusserste Loch der Skala 2           bezw.        ä    auf den Buchstaben des genannten  Tones der Skala     II        bezw        III    stellt, oder  dass man, wenn die betreffende Tonart nur  nach ihrem Vorzeichen bekannt ist,

   das  linksäusserste Loch der Skala 2     bezw.    d über       bezw.    unter das gegebene Vorzeichen der  Skala IV schiebt.  



  Als Hilfsmittel für die praktische       tlbungsstunde    dient der Schieber insbeson  dere bei der Handhabung derjenigen nach  der allgemeinen Notenschrift gespielter  Musikinstrumente, bei denen die     Begleit-          akkorde    in sich schon so zusammengestellt  sind, dass jeder einzelne derselben durch bloss  eine Taste (nach dem Grundton der dem  Akkord zugrunde liegenden Tonart bezeich  net) in Anschlag zu bringen ist, wie zum  Beispiel bei der sogenannten chromatischen  Handharmonika.  



       Beispiel:    Ein der Harmonielehre nicht  kundiger     Handharmonikaspieler    lernt ein  Musikstück, das ein     #    zum Vorzeichen hat;  im Bass dieses Stücks kommt ein Akkord  vor, der den Ton d zum untersten, den Ton       fis    zum mittleren und den Ton h zum ober  sten im Liniensystem der Notenschrift hat;

    es handelt sich demnach um einen um  gekehrten     h-moll-Akkord.    Der in diesem  Falle zu     unterst    geschriebene Ton d ist also  nicht der Grundton zu diesem auf der     Be-          gleitakkord-Tastatur    gesuchten Dreiklang,  und würde sowohl der     d-dur-,    wie der     d-moll-          Akkord    falsch klingen. Dem Spieler bliebe  demnach nur das Absuchen der ganzen Ak  kordtastatur übrig, um mit Hilfe des An  schlagens der drei gegebenen Töne auf den       Melodietasten    den richtigen     Akkord,    in die  sem Falle h-Moll, nach dem Gehör zu finden.

    Benützt er den Schieber, so stellt er das  Schild I zu Anfang des Spielens auf die  Tonart ein     #    ein, und; findet in Skala 5  rechts vom Doppelstrich die Tonart h-Moll,  der allein die gegebenen Töne     d,,        fis    und h  als Akkordtöne (mit Doppelkreis bezeichnet)  innewohnen.  



       "Was    nun den     Schieber    gegenüber blossen  tabellarischen Zusammenstellungen der ver-         schiedenen    Tonarten einerseits als blosses  Lehrmittel wertvoll macht, ist der Umstand,  dass die Anwendbarkeit der unveränderlichen  Intervalle und Zusammenhänge, das heisst  der     musikalisch-harmonischen    Gesetze, auf  die     Grundtonreihen,    infolge der gegenseitigen       Einstellbarkeit    der entsprechenden Skalen  besonders klar zum Ausdruck gebracht     -wird,     und dass er anderseits, als Hilfsmittel in der       praktischen    Übungsstunde verwendet,

   das  jeweils für ein besonderes Musikstück von  der Harmonielehre Wissensnotwendige in  klarerer Weise veranschaulicht und schneller  auffinden lässt als jene. Als Lehrmittel für  Schulen sehr geeignet, kann der Schieber zu  diesem Zwecke in grossem Massstab ausge  führt und aus Holz hergestellt werden, mit       Zelluloideinlage    im Schild 1.     r,     Für beiliegende Zeichnung ist bezüglich  des Inhaltes der Skalen als besonderer Stoff  der     2Tusik-Harmonielehre    deren Anfangs  gründe gewählt worden; der Schieber kann  aber auch mit Skalen ausgestattet werden,  welche der höheren Harmonielehre entsprin  gen und dienen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Als Lehr- und Hilfsmittel für die Musik- Harmonielehre dienender Schieber, gekeDn- zeichnet durch zwei aneinander verschiebbar geführte Skalenschilder mit gleicher Skalen- Grundteilung, von denen das eine Ton- und Vorzeichenskalen (grundlegendes Skalen feld), das andere in Merkzeichen be stehende Intervalle (hinweisendes Skalen feld) aufweist, derart, dass durch gegen seitige Einstellung dieser beiden Skalen felder für jede beliebige einer Mehrzahl von verschiedenen Tonleitern Benennung, Vor zeichnung,
    Einzeltöne und Akkorde der selben, sowie Zusammenhänge zwischen ein zelnen Tonleitern leicht ablesbar gemacht werden können. UNTERANSPRüCHE 1. Schieber für Musik-Harmonielehre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das hinweisende Skalenfeld deckend über dem grundlegenden Skalenfeld an geordnet ist. Schieber für Musik-Harmonielehre nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, da.ss das Schild des hinweisenden Skalenfeldes im Bereich des letzteren aus durehsiehtigem Material besteht.
CH105018D 1923-01-20 1923-01-20 Als Lehr- und Hilfsmittel für die Musikharmonielehre dienender Schieber. CH105018A (de)

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