CH105244A - Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dem Kote von Hunden, Tauben und dergleichen durch Vergären. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dem Kote von Hunden, Tauben und dergleichen durch Vergären.

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CH105244A
CH105244A CH105244DA CH105244A CH 105244 A CH105244 A CH 105244A CH 105244D A CH105244D A CH 105244DA CH 105244 A CH105244 A CH 105244A
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CH
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fermentation
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stains
leather
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Inventor
Chemische Fabrik Haltingen Co
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Chem Fab Haltingen Jucker & Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C1/00Chemical treatment prior to tanning
    • C14C1/08Deliming; Bating; Pickling; Degreasing

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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dein     Kote    von Hunden,  Tauben und dergleichen durch Vergären.    Die Benutzung von vergorenem Hunde  kot an Stelle von chemischen, aus Schlacht  hausabfällen hergestellten Mitteln für Gerbe  reizwecke besitzt in der heute bekannten Form  mancherlei Nachteile, so dass man sich vielfach  den zum Beispiel aus der Bauchspeicheldrüse  hergestellten chemischen Präparaten zugewen  det hat. Bei den bekannten Verfahren zur An       richtung    des Totes für     Beizzwecke    wird der  gereinigte, mit Wasser angemachte Kotbrei in  einem warmen Raum in Gärung versetzt und  nach einiger Zeit für die     Gerbereizwecke     benutzt.

   Die Arbeiter sind dann gezwungen,  den meist noch stark riechenden unhygieni  schen Notbrei zu verwenden, von dem sie  mehr als ausreichende Mengen in Anwendung  bringen müssen, um sicher     zür    sein, dass die       Beizwirkung    genügt. Dies bedingt naturgemäss  eine erhebliche Vergeudung von Beizmitteln.  Ganz abgesehen     hievon    ist auch das Vorhan  densein von schädlichen     Stoffen,    die den     Koten     oft beigemengt sind, ein Übelstand.  



  Gemäss der Erfindung wird die Fermen  tation des in bekannter Weise in volle Ver-         gärung    versetzten, vom Sande gereinigten       Kotbreies    durch den Zusatz von die Gärung  unterbrechenden, aber die     Beizwirkung    nicht  beeinträchtigenden Mitteln, wie z.

   B. etwas       Salzsäure        oder        Alkohol        oder        etwa        20        %        eines          Neutralsalzes,    wie Kochsalz oder Natrium  benzoat und ähnlichen, die     Beizwirkung    nicht  beeinträchtigenden Mitteln, völlig unterbrochen,  die Beize auf eine bestimmte     Beizkraft    ein  gestellt, dann durch Zusatz von die Fermente  nicht angreifenden     Stoffen,    z.

   B.     Fluornatrium,     desinfiziert und schliesslich auf Trockenform  gebracht, sei es durch Verdampfen oder durch  Zusatz von     gerbstoffarmen        Holzmehlsorten.     



  Hierdurch entsteht eine Beize     aus    Kot,  die genau dosiert werden kann, so dass stets  die zum     Beizprozess    erforderliche Menge leicht       zn    ermitteln ist: Der Arbeiter hat es dabei  mit einem hygienischen und fast völlig geruch  losen     Erzeugnis    zu tun, das er ähnlich an  wenden kann, wie rein chemische Mittel.

   Da  der Kot auf eine geruchlose hygienische     Trok-          kenform    gebracht und nicht mehr im Zu  stand einer unübersehbaren Weiterentwicklung      der Gärung sich     befindet,    so lässt sich das  Präparat     fabrikatorisch    mit allen     Mitteln    und       Vorzügen    des     Groläbetriebes    herstellen.

   Wäh  rend das Versenden und Lagern von     gären-          dem    Kot mit ausserordentlichen Schwierig  keiten und Belästigungen verbunden war, so  dass die Gerbereien sich die Beizen mehr oder  weniger     vollkommen    selbst herstellten, so  kann jetzt das trockene und hygienische  Präparat zu beliebiger Verwendung auf Vor  rat gehalten werden.  



  Gegenüber den zum Beispiel aus der  Bauchspeicheldrüse hergestellten chemischen  Produkten besitzt das vorliegende Präparat  den Vorteil, dass es zur Erreichung beson  derer Lederqualitäten und besonderer Beiz  wirkungen geeignet ist, die sich     niit    den mo  dernen Kunstbeizen nicht erreichen lassen.  



  Die Herstellung richtet sich natürlich sehr  wesentlich nach dem vorhandenen Ausgangs  produkt und dem gewünschten Ziel. Je nach  seiner Herkunft besitzt der. Rohlot andere  Eigenschaften und muss zur vollen     Vergärung       anders behandelt werden. Bei solchen Koten,  bei denen nach dem Anrühren mit Wasser  und bei dem Stehenlassen bei zirka 40  C  nach 12 Stunden keine     Gärung    eintritt, setzt  man     Gärungserreger    zu, damit die     Gärung     in Fluss kommt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstclliing von Lederbeizen aus dem Kote von Hunden, Tauben und 4er- gleichen durch Vergären, dadurch geb:enn- zeichnet, dass die Gärung des gereinigten Kotbreies durch den Zusatz von die Gärung unterbrechenden, aber die Beizwirkung nicht beeinträchtigenden Mitteln völlig unterbro chen, die Beize auf eine bestimmte Beizkraft eingestellt, dann durch Zusatz von die Fer mente nicht angreifenden Stoffen desinfiziert und schliesslich getrocknet wird.
CH105244D 1923-06-14 1923-06-14 Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dem Kote von Hunden, Tauben und dergleichen durch Vergären. CH105244A (de)

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