Einrichtung zur Kühlung der in rotierenden Maschinen in Verdichtung befindlichen Gase oder Dämpfe. Die in rotierenden Maschinen mit Dreh kolben und mehreren Zellen sich in Verdich tung befindlichen Gase oder Dämpfe erhitzen sich sehr stark infolge der Kompression, die sie erleiden derart, da.ss die Masehinenbesta.nd- teile sich teilweise so hoch erwärmen, dass das Schmieröl verdampft, was die Maschinen zum Stillstande bringen kann.
Es muss daher für gewisse höhere Drucke, die zu erzeugen sind, zweistufig o Anordnung der Maschinen vor gesehen werden. Bei solchen werden die Gase oder Dämpfe erst auf einen gewissen gerin geren Druck verdichtet, dann abgekühlt, wor auf die Verdichtung in einer zweiten Ma schinenstufe beendigt wird. Es ist mit dieser zweistufigen Durchführung der Verdichtung zwar ein Kraftgewinn vcrbunderi, dagegen sind auch bedeutende Mehrkosten infolge von komplizierten Maschinen nicht zu umgehen, was in vielen Fällen, besonders bei kleineren Maschinen, nachteilig ist.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun, eine Abkühlung der in Verdichtung begrif fenen Gase oder Dämpfe zu erlauben, ohne da.ss eine eigentliche zweistufige Verdichtung, bei welcher zwei besondere Maschinenzylin der mit besonderem Drehkolben in<B>-</B>Frage kämen, nötig wäre.
Während des Verdich tungsprozesses werden Gase, oder Dämpfe am Drehkolben einer Maschine, die sich schon erhitzt haben, einer Zelle höheren Druckes entnommen, durch einen Kühlapparat ge schickt, dort abgekühlt und hierauf einer Zelle geringeren Druckes am Drehkolben die ser Maschine wieder zugeführt. Durch diese gekühlten Gase oder Dämpfe werden nun auch die übrigen auf eine geringere Tempe ratur gebracht, so,dass die Endtemperatur der verdichteten Gase oder Dämpfe nach voll zogener Verdichtung wesentlich geringer ist, als wenn ohne diese Abkühlung gearbeitet würde.
In der Zeichnung, die ein Ausführungs beispiel .des Erfindungsgegenstandes darstellt, bedeutet Fig. 1 einen senkrechten Querschnitt durch eine Vielzellenmaschine mit- Drehkol ben, Fig. 2 einen horizontalen Längsschnitt, und Fig. <B>3</B> einen vertikalen Längsschnitt durch das Maschinengehäuse. Die Deckel ani Ende des Maschinengehäuses sind nicht dar gestellt.
In Fig. 1 ist A das Maschinengehäuse mit der Saugöffnung A,. und der Auslassöffnung A2. <I>B</I> bedeutet den Drehkolben, C die Schie ber, welche annähernd radial in den Schlit zen des Drehkolbens gleiten. A., ist ein Aus lassschlitz für die erwärmten und zu kühlen den Gase oder Dämpfe, A4 ein Eintrittsschlitz für die gleichen, jedoch gekühlten Gase oder Dämpfe. D ist eine Kühlschlange, in welcher die teilweise verdichteten Gase oder Dämpfe ,gekühlt werden.
Diese Kühlschlange befindet sich in einem Behälter E, der mit stets zu und abfliessendem Wasser gefüllt ist, das die Abkühlung der Rohrschlange und damit der in ihr zirkulierenden Gase oder Dämpfe be sorgt. I' ist ein in die Kühlschlange einge bauter Regulier- und Absperrhahn.
Der Auslassschlitz A., für die erwärmten und zu kühlenden Gase oder Dämpfe befin det sich vorteilhaft an einem Ende des Ma schinengehäuses, der Einlassschlitz A., befin det sich ebenso vorteilhaft am entgegenge setzten Ende. Endlich sind diese Schlitze so angeordnet, dass beide bei einer gewissen Stellung des Drehkolbens B innerhalb die < 7-leielie Zelle fallen, wenn auch nicht absolut notwendig ist, dass diese Anordnung stets ge troffen werde. Eine Zelle wird gebildet durch zwei Schieber C, den Rotor B und die Wand des Ma.schinengehä,uses A.
Die Maschine arbeitet nun wie folgt: Der Drehkolben B, der im Maschinengehäuse A exzentrisch gelagert ist, rotiert in Rich tung des eingezeichneten Pfeils. Durch die Zentrifugalkraft oder andere Mittel werden die Schieber C fortwährend gegen die Wand des Maschinenzylinders A gedrückt. Es ent stehen auf diese Art mit Gasen oder Dämp fen gefüllte Zellen, die infolge der Drehung des Kolbens in der Bildebene oben von links nach rechts, unten von rechts nach links wan dern. Während der Halbdrehung auf der lin ken Seite vergrössern sich die Zellen stets und füllen sich mit Gasen oder Dämpfen.
Während der Halbdrehung auf der rechten Seite werden die Zellen immer kleiner an Rauminhalt, und die darin enthaltenen Gase oder Dämpfe verdichten sich. Diese Verdieli- tung ist eine zunehmende.
Befinden sich nun die Schieber C in der Stellung C,, die in ge strichelten Linien angegeben ist, so befindet sich eine Zelle höheren Druckes vor dein Auslassschlitze <B>A,</B> und eine Zelle geringeren Druckes vor dem Einlassschlitze A, Es wird daher ein Überströmen der in der Zelle hö- lieren Druckes enthaltenen Gase oder Dämpfe durch die Kühlschlange D hindurch in die Zelle niedrigeren Druckes stattfinden.
Beim Durchströmen durch die Xiihlschlange wer den die Gase oder Dämpfe gekühlt, und das Umströmen kann durch den Hahnen I' regu liert werden. Die in die Zelle niedrigeren Druckes einströmenden Gase oder Dämpf( von geringerer Temperatur kühlen die dort befindlichen heissen Gase oder Dämpfe durch Vermischung und zum Teil drängen sie sie in das entgegengesetzl-e Ende der Zelle. Da.
der Auslassschlitz @1., (Fig. 3) am rechter Ende des Maschinen-ehäuses A lie-t, der Einla.ssschlitz A., dagegen am linken Ende, so ist ein Fliessen der Gase oder Dämpfe in der vom Einlassschlitz nach dem Auslasssehlitz sich bewegenden Zelle möglich, und zwar in der Richtung vom Einlasssehlitz A., zum Aus lassschlitz A.
Diese beiden Schlitze können noch so angeordnet werden, dass sie innerhalb einer Zelle fallen, wie in Fig. 1. ausgezogen dargestellt ist. Gelangt nun infolge der Dre liung die Zelle, die dem Einlassscblitz gegen.
überstand, vor den Aiislassselilitz A.;, so ent weichen infolge des entst:ndenen Über druckes ein Teil der in der Zelle befindlichen Gase oder Dämpfe, und zwar naturgemäss die, am Auslassschlitz zunächst liegenden und heissen Teile in die Kühlschlange. Diese Gas- bewegung wird noch eingeleitet: durch eine Art von Ausblasen, .das eintritt, wenn beide Schlitze innerhalb einer einzi"en Zelle sieh befinden.
Es ist zwar in diesem Aulcenbli.che eine Strömung, hervorgebracht durch Driiek- di.fferenzen, nahezu ausgeschlossen. Dennoch ist eine solche zu erwarten, und zwar ver anlasst durch die lebendige Kraft der stets in Bewegung sich befindlichen Gas- oder Dampf säule in der Kühlschlange, sowie .auch ver- anlasst durch den Gewichtsunterschied von kalten und heissen Gasen oder Dämpfen, wo bei die kalten oben sich befinden und .auf die heissen Teile drücken.
Es ist daher damit zu rechnen, dass in dieser Stellung der Zelle ein gewisses Ausblasen und Einblasen stattfin det, was dem Auswechseln der Gase oder Dämpfe sehr dienlich ist. Überdies besteht die Möglichkeit, die Strömung der Gase oder Dämpfe in dieser Periode durch den Einbau eines kleinen Ventilators oder einer andern Fördermaschine in die Zwischenleitung vom Maschinengehäuse zur Kühlschlange zu un terstützen, welcher Ventilator von aussen an getrieben werden könnte, wie auch die Mög lichkeit besteht, ihn so zu gestalten,
dass er durch die in der Kühlsühlange enthaltenen verdichteten Gase oder Dämpfe selbsttätig angetrieben wird. Nachdem die Zelle endlich ganz über den Auslassschlitz hinweggeglitten ist, wird die Verdichtung der in ihr enthal tenen gekühlten Gase oder Dämpfe im Laufe der Drehung vollendet, und zwar bei einer geringeren Temperatur, als wenn keine Küh lung stattgefunden hätte. Ebenso ist der Kraftaufwand zur Verdichtung dieser Gase oder Dämpfe geringer, als wenn ohne Küh lung gearbeitet würde.
Jeder der Schlitze A ;und A., könnte auch durch mehrere Schlitze ersetzt sein.