CH105390A - Druckluftbremse für Eisenbahnzüge. - Google Patents

Druckluftbremse für Eisenbahnzüge.

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CH105390A
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Drolshammer Ivar
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      Drueliluftbren        ise    für Eisenbahnzüge.    Die Erfindung bezieht sich auf selbst  tätige     Druckluftbremsen    für Eisenbahnzüge,  mit deren Hilfe es ermöglicht     werden    soll,       die        Bremsbacken    zunächst     durch    schnelles       Einlassen        .von    Druckluft zum Anlegen zu  bringen,

       während    von Erreichung eines ge  wissen     Bremszvlinderdruckes    ab die weitere       Druckluftzuführung    und damit auch Druck  steigerung bis zu dem im Einzelfalle ge  wünschten     Enddruck    langsamer erfolgen  soll.  



  Bei langen Zügen, besonders bei Güter  zügen, ist es nämlich erwünscht, den Brems  zylinderdruck beim Einleiten eines     Bremsens     zunächst schnell bis zu einer bestimmten  Spannung von zum Beispiel 0,6 Atmosphären  ansteigen zu lassen, damit sämtliche Wagen  möglichst schnell, aber mit einer verhältnis  mässig geringen Bremskraft     abgebremst    wer  den; dadurch läuft der Zug langsam auf  und erhält eine gewisse Starrheit.

   Wird jetzt  ein stärkeres Bremsen. eingeleitet, so soll  die Bremskraft viel langsamer     ansteigen    als  vorher in dem Bereich von 0 bis 0,6     Atmo-          sphären    Bremsdruck, damit der Unterschied    der zu gleiche il Zeiten wirkenden Ver  zögerungskräfte am Zuganfang und am Zug  ende verringert wird; dadurch wird die Ur  sache des     starken;        Auflaufens    und der Zer  rungen im Zug, die sehr leicht zu Zugs  zerreissungen     führen,    beseitigt.  



  Bei Personen- und     Schnellzügen,    die nicht  annähernd so lang sind wie die langen Güter  züge und deren Zug-     und    Stossvorrichtungen  im allgemeinen viel besser ausgebildet sind,       kann    es dagegen erwünscht sein, dass     der     Bremsdruck bei Schnellbremsungen schnell  bis zum maximalen Bremsdruck ansteigt.

    Bei den heutigen     Eisenbahnverhältnissen     wird verlangt,, dass jeder Eisenbahnwagen  in einen beliebigen Zug eingestellt werden  kann, was nur dann möglich ist, wenn die  Form des Ansteigens der     Bremszylinder-          chucklinie    und die Höhe der jeweilig er  forderlichen grössten Bremskraft entsprechend  der Zugart und der Belastung des Wagens  durch eine     Um:schältvorrichtung    entsprechend  geändert werden können.  



  Um eine solche Regelung bezüglich der  Form der     Bremszylinderdrucklinie    zu .er-      reichen,     wurden    bisher sogenannte     Mindest-          drucliventile    benutzt, die den     grossen    Nach  teil besitzen, dass sie sehr verwickelt sind  und daher leicht Betriebsstörungen ver  ursachen. Der grundsätzliche Nachteil die  ser Ventile     besteht    aber darin, dass die Brems  zeit und die Lösezeit voneinander abhängig  sind.

   Nun soll aber die Bremszeit eines Wa  gens, der in einem     Personenzug    läuft, un  gefähr 6 Sekunden, dagegen wenn derselbe  Wagen in einem Güterzug laufen soll, un  gefähr 45 Sekunden betragen, wie dies zum  Beispiel bei der bekannten     Kunze-Kriorr-          Bremse    der Fall ist. Hierdurch erhöht sich  aber auch die Lösezeit der Bremse von un  gefähr 10     Sekunden    auf ungefähr 45 bis  70 Sekunden, je nach der Grösse des je  weiligen Bremskolbenhubes. Dabei bleibt  diese Lösezeit stets dieselbe, gleichgültig, ob  der Zug aus einem oder     hundert    Wagen be  steht.

   Hierdurch leidet die Manövrierfähig  keit der Bremse stark, was sich besonders  auf     Gebirgsbahnen    mit verschiedenen Stei  gungen und vielen Windungen sehr nach  teilig bemerkbar macht. Ausserdem sind die       Anschaffungs-    und Unterhaltungskosten die  ser Ventile erheblich und bedeuten so eine  grosse geldliche Belastung der Eisenbahnen.  



  Die Erfindung löst grundsätzlich die  Aufgabe, eine solche     Bremszylinderdruck-          kurve    mit schnellem Ansteigen auf einen ge  wissen niedrigen Druck und von dort ab  eine langsamere Drucksteigerung auf den  -gewünschten     Enddruck    zu verbürgen; dabei  kann die Bremse so beschaffen sein, dass die  Lösezeit der Bremse durch diese Betriebs  weise nicht beeinflusst wird und gleichzeitig  die grundsätzlichen und die konstruktiven  Nachteile der bekannten     ]#Iindestdruekventile     beseitigt werden.

   Hierbei ist die Anordnung  zweckmässig derart, dass von zwei Zuleitun  gen für die     Bremslift    zum Bremszylinder  die eine unmittelbar zu einem Steuerschieber  führt, während die andere derart auf dem  Umwege über eine von einem Steuerkolben  gesteuerte     Durchtrittsöffnung    geführt wird,  dass dieser Umweg nur bis zu einer be  stimmten Stellung des Steuerkolbens offen    bleibt, mit     Überschreiten    dieser Stellung  jedoch abgeschlossen wird.

   Auch kann die  Einrichtung so sein, dass vor dem Steuer  kolben in der     Hauptleitun    stehende Druck  luft durch eine von diesem Kolben gesteuerte       Üffnung    dem Steuerschieber zugeleitet wird,  bis mit Beginn der langsameren Druck  steigerung der Steuerkolben auch diese     C)ff-          nung        absehliesst,    ferner, dass durch Um  stellen eines Absperrhahnes des Brems  steuerventils entweder eine     entsprechende     Einschaltung je eines unmittelbaren Weges  und eines Umweges, mit verschieden grossen       Durchlassöffnungen        herbeigeführt    oder nur  eine, aber relativ grosse,

       Durchtrittsöffnung     für den unmittelbaren     bibergang    der     Press-          luft    zum     Steuerschieber    eingestellt wird.  



  Die     Zeichnung    zeigt in Betracht kom  mende Teile eines Ausführungsbeispiels  einer solchen     Druckluftbremse,    und zwar  stellt     Fig.    1 einen Längsschnitt eines Brems  steuerventils dar, während     Fig.    2 ein Längs  schnitt durch einen zugehörigen     .4bsperrhahii     ist;     Fig.        ä    ist ein in der Achse des Absperr  hahnes durch das Ventil nach     Fig.    1 ge  führter Querschnitt;     Fig.    4 zeigt einen teil  weisen Längsschnitt, während     Fig.    5 einen  Teilquerschnitt durch den Zylinder des  Steuerkolbens     erkennen    lässt;

       Fig.    5, 6, 7  und 8 sind Querschnitte durch den Absperr  hahn des Ventils in dessen drei bezeichnen  den Stellungen.  



  Der Steuerkolben     h,    der mit einer Aus  sparung 4 versehen ist, trägt mittelst der  Kolbenstange<I>d</I> den Federteller     T',    auf den  sich die Feder     1f"    abstützt, die anderseits  den     Steuerkolbenschieber    s mitnimmt, der  mit der     muselielartigen    Aussparung a und  den     Durchtrittska.nälen    z versehen ist und  sieh im übrigen lose auf der Kolbenstange d  führt.

   Die Kolbenstange d stützt auf einem  Federteller     T2,    der auf einer Doppelfeder F''  ruht, die     jeweils    dem Leitungsdruck auf dem  Steuerkolben     K    das Gleichgewicht hält und  die demnach bei gelöster Bremse gespannt  und bei maximalem     Bremszylinderdruck    ent  sprechend entspannt ist.     Das    Zylinder  gehäuse D ist mit einem     Einlassstutzen         (Hauptzuleitung) e (Fug.

   2) versehen, ferner  dem Anschluss     g    für den Bremszylinder und  schliesslich mit dem in     Fig.    1 abgebrochenen  angedeuteten     Hilfsluftbehälter    B, der mit  den     Einlasskanä        len    E,     E'    und 1 und dem       Auslasskanal    y versehen ist.

   Ferner besitzt  das Gehäuse<I>D</I> den     Auslassstutzen,   <I>i,</I> die  Aussparungen     k',        k',   <I>k Z,</I>     k3    und 2 und die     Ka-          n-Lle    o,     o'    und 6, ferner die Laufbüchse L,  die mit     den'   <B>Ei</B>     inlasskanälen        g',   <I>k, x',</I>     x2,   <I>3,</I>  5 und     x3    und den     Auslasskanälen    h versehen  ist;

   der     Absp.errliahn    H weist die Kanäle     iv',          zag,   <I>.</I>     w3,    und     w4    und die     Rückschlagventile          P    und     V'    auf.  



  Die     Fig.    1 zeigt die ganze Einrichtung  unter Voraussetzung der Lösung der Ein  kammerbremse, wobei also die Hauptzu  leitung e     bezw.    der     Hilfsluftbehälter    B mit  dem üblichen Druck von 5     Atmosphären     geladen ist.

   Die     Dienstbereitschaft    der  Bremse ist dadurch erreicht, dass der Lo  komotivführer das     Führerbremsventil    all  mählich öffnet, wodurch Druckluft aus  dem     Hauptluftbehälter    der Lokomotive, der  unter konstantem Druck von zum Beispiel  8     Atmosphären    gehalten wird, die Haupt  zuleitung e und den     Hilfsluftbehälter    B  durch die     Rückschlagventile        V2,        V'    und den  Kanal     E'    auffüllt.

   Nachdem der Absperr  hahn H geöffnet und in die in     Fig.    1 er  sichtliche     Stellung    verstellt ist, kann Luft  aus der Hauptzuleitung durch die Öffnung       w'    im Absperrhahn und Kanal o nach der       obern    Seite des Steuerkolbens K strömen.

    Bei zum Beispiel 3,5 Atmosphären Druck  in der Hauptzuleitung fängt der Steuerkolben       K    unter     Zusammendrückung    der Feder     I'2    an,  sich zu bewegen, und erreicht bei zum Bei  spiel 5 Atmosphären Druck seine in     Fig.    1  gezeichnete .untere Endstellung; in dieser  legt. sich der Federteller     TZ    gegen einen ent  sprechenden Absatz des Gehäuses, womit bei       Überladen    der Hauptzuleitung über 5 Atmo  sphären die Feder     F'2    nicht stärker als fest  gelegt belastet werden kann.

   Durch Ver  schieben des Steuerkolbens H nach unten hat  gleichzeitig der Steuerschieber s die in     Fig.1     gezeichnete Lage     eingenommen,       Bei langsamem Vermindern des Druckes  in . der Hauptzuleitung (Betriebsbremsung)  wird zunächst durch     Schluss    des Rückschlag  ventils     V',        V-    das Rückströmen der Luft  aus dem     Hilfsluftbehälter    B in die Haupt  zuleitung e verhindert.

   Der Steuerkolben     K     und damit die Kolbenstange<B>d</B> mit dem  Federteller     T'    wird etwas nach oben ver  schoben, und zwar so weit, bis der jeweilige  Luftdruck auf dem Kolben 9 gleich der  jeweiligen Spannung der Feder     I'2    ist; da  mit werden .dem Steuerkolben den jeweiligen  Drücken in     der        Hauptzuleitung        eindeutig     zugeordnete (proportionale)     Stellungeai    an  gewiesen.

   Beim Verschieben des Steuerkol  bens K wird der Steuerschieber s durch die  entstehende kleine Spannung der Feder     F1,     die der Reibung des entlasteten     Steuersehie-          bers    entspricht, mitgenommen. Hierdurch       werden    die     Auslasskanäle    h für die aus dem  Bremszylinder G überströmende Luft ge  schlossen und dafür der     Einlasskanal    k zum  Bremszylinder geöffnet (Bremsstellung).

    Die     Drucklift    kann jetzt also vom     Hilfs-          luftbehälter    B durch den Kanal E schnell  durch die weite     Absperrhahnöffnung        w',     die     Kanäle.    1, 2, 3, die Aussparung 4 des  Steuerkolbens     K,    die Kanäle 5 und 6, Aus  sparung     K3,    Kanäle k, die Aussparung     a     des Steuerschiebers s, die Öffnungen     g'    der  Laufbüchse L in den Bremszylinder C strö  men und gleichzeitig durch die Öffnungen     "z     des Steuerschiebers in den Raum     ca'    zwischen  Steuerschieber s und Steuerkolben K.

   Die  ser     ZVeg    der Bremsluft ist der oben als "Ne  benweg" oder     "Umweg"    bezeichnete und be  sitzt relativ grosse     Durchtrittsquerschnitte.     Gleichzeitig strömt Druckluft aus dem       Hilfsluftbehälter    B durch den Kanal E in  die Öffnung     iv'    und die enge Drosselöffnung       iv''    langsam nach der Aussparung k 3 und  durch die Kanäle k, die Aussparung a des  Steuerschiebers s, die Öffnungen     y'    und den  Stutzen g in den Bremszylinder C. Dieser  als     ,direkt"    bezeichnete Weg weist also klei  nere Querschnitte auf.  



  Gleichzeitig hat der Steuerschieber s  die in gleicher Höhe mit den Kanälen k      angeordnete Öffnung x' der Laufbüchse L  geöffnet, womit Druckluft aus der Haupt  leitung in den Bremszylinder, das heisst vor  erst die vom Steuerkolben     K    durch seine Be  wegung nach oben in die Hauptleitung e  zurückgedrängte Luftmenge durch die  Öffnung x', den Kanal     o',    die Öffnung x',  die Aussparung a, Öffnungen     g'    und den  Stutzen     g    in den Bremszylinder C strömen  kann. Dadurch wird erreicht, dass bei Zügen.

    deren Wagen je ein Ventil gemäss     Fig.    1       besitzen,    der Druckabfall sich in der über  den ganzen Zug erstreckenden Haupt  zuleitung sehr schnell und gleichmässig  fortpflanzt; damit werden die Bremsen der  hintern Wagen des Zuges eben so schnell  und gleichmässig in     Tätigkeit    gesetzt wie  die Bremsen der vordern Wagen.  



  Wird keine     Verringerung    des Druckes  in der Hauptleitung durch den Lokomotiv  führer eingestellt, so bleibt der Steuerkolben       h    in der ihm durch die     Druckerniedrigung     eindeutig bestimmten Stellung sofort stehen,  während Druckluft aus dem     Hilfsluftbehäl-          ter    und aus der Hauptzuleitung nur so lange  nach dem Bremszylinder strömen kann, bis  der     achsiale    Rückdruck der den Brems  zylinder füllenden Luft auf dem Steuer  schieber s gleich der durch seine Verschie  bung     entetehenden    Spannung der Feder     F@     ist.

   Der Steuerschieber s wird also in eine  Stellung zurückgeschoben, in der er die Ka  näle k und x' wieder absperrt. Bei einer  weiteren allmählichen     Druckverminderung    in  der Hauptzuleitung spielt sich derselbe Vor  gang noch einmal unter Erreichung eines  höheren Bremsdruckes ab.  



  Wenn entsprechend einem     bestimmten     Druckabfall in der Hauptzuleitung ein       Bremszylinderdruck    im Zylinder von G von  zum Beispiel 0,6 Atmosphären erreicht ist,  so hat also der Steuerkolben     K    einen be  stimmten Weg nach oben zurückgelegt.

   Die  ganzen     Verhältnisse    sind nun so gewählt,  dass jetzt der Steuerkolben     K    die     Zuströmung     der Druckluft aus -dem Hilfsbehälter B über  das     Bremssteuerv        entil    in den Bremszylinder  C durch die weiten     Öffnungen        w',    1, 2, 3, 5    und 6 absperrt,     indem    er die     Durchtritts-          öffnungen    3 und 5 schliesst; damit ist also  der erwähnte Umweg der Druckluft abge  sperrt.

   Mit weiterem Erhöhen des Brems  druckes durch Vermindern des Druckes in  der Hauptzuleitung seitens des Lokomotiv  führers kann jetzt die Druckluft aus dem       Hilfsluftbehälter    nur mehr auf dem direkten  Wege, das heisst durch die enge Drossel  öffnung     w''    des     Bremssteuerventils    in den  Bremszylinder C gelangen. Dadurch erfolgt  das Ansteigen des Bremsdruckes von jetzt an  nur langsam, und zwar entsprechend der  Grösse der Drosselöffnung     to',    so dass man       zum.    Beispiel die Füllzeit auf etwa 40 Se  kunden bemessen     kann.     



  Damit nun nicht das Überströmen der  Druckluft aus der     Hauptluftzuleitung    in den  Bremszylinder durch die Öffnung x', den  Kanal     o1    und die Öffnung x' das langsame  Ansteigen des     Bremszylinderdruckes    v     erhin-          dert,    schliesst der Steuerkolben     K    gleichzeitig  die Öffnungen 3 und 5 und die     Öffnung    x:'  ab, womit auch das starke Überströmen aus  der Hauptzuleitung beim Erreichen eines       Bremszylinderdruckes    von zum Beispiel  0,6 Atmosphären aufhört.

   Falls es im Be  triebe noch wünschenswert sein sollte, dass  ein ganz schwaches Überströmen von Druck  luft aus der Hauptzuleitung in den Brems  zylinder nach dem Erreichen des Brems  zylinderdruckes von zum Beispiel 0,6 Atmo  sphären eintritt, so kann man die Lauf  büchse L noch mit einer engen     Überströni-          öffnung    (in der Zeichnung nicht dargestellt)  versehen, die der Steuerkolben     K    erst in sei  ner höchsten Stellung abschliesst.  



  Um das selbsttätige Überströmen aus der  Hauptzuleitung den Betriebsverhältnissen  besonders gut anzupassen, ist die Laufbüchse  L ausser mit der Öffnung x' noch mit einer  grösseren Öffnung     x2    versehen, die beim  schnellen Vermindern des Druckes in der  Hauptzuleitung durch den Lokomotivführer  von dem     Steuerschieber    s freigegeben wird;  damit kann die     Drucklift    aus der Hauptzu  leitung durch die beiden Öffnungen x' und      x', das heisst also noch schneller als früher  beschrieben, in den Bremszylinder C strömen.

    Mit dem allmählichen Zurückdrücken des  Steuerschiebers s unter den in dem Raum     a3     sich einstellenden Gegendruck wird zunächst  die Öffnung     x2    abgeschlossen, so dass nur       .x1    zur Verfügung steht.  



       @l'ird    der Absperrhahn H aus der in     Fig.1     und     Fig.    6 gezeichneten Lage, die der Güter  zugeinstellung entspricht, in die nach     Fig.    7,  das     heisst    die     Personenzugeinstellung,    ver  stellt, so strömt stets schnell Druckluft aus  dem     Hilfsluftbehälter    B     ungedrosselt    durch  die grosse Bohrung     w'    des Absperrhahnes H,  die Aussparung     k3,    die     Einlassöffnungen        k,     die Aussparung a des Steuerschiebers s,

   die       Öffnungen        rg'    und den Stutzen     g    in den  Bremszylinder C, bis der maximale Brems  druck erreicht ist. Hierdurch wird zum Bei  spiel die Füllzeit von den     oben    angenomme  nen 40 Sekunden auf zum Beispiel 6 Sekun  den ermässigt, ohne dass damit die normale  Lösezeit der Bremse und das beliebige Re  geln des     Bremszylinderdruckes    beeinflusst  würde.

   Man kann aber den Absperrhahn H. so  ausbilden, dar auch für die     Personcuzug-          einstellung    an sich die gleiche Gesetzmässig  keit wie für die     Güterzugeinstellung    bei  behalten wird,     das        heisst    der enge, direkte  Weg und der weitere Umweg über die vom  Steuerkolben     k    gesteuerte Öffnung, nur in  andern Abmessungsverhältnissen.  



  Wird der     Ilbsperrhahn    H in seine in     Fig.    8  bezeichnete     Abschlussstellung        gebracht,    so  wird der     Hilfsluftbehälter    B überhaupt ganz  abgesperrt, dadurch also die Druckluft darin  erhalten. Dagegen strömt, wenn die     Bremse     angezogen war, jetzt die Druckluft aus dem  Bremszylinder G durch     den        Auslasskanal    y  und die weite Öffnung     av'    des Absperrhahnes  11 ins Freie, wodurch die Bremse sich löst.  



  Damit! auch die Grösse der Bremskraft  entsprechend der jeweiligen Beladung der  Wagen beliebig geändert werden kann, ist  das     Bremssteuerventil    mit einem besonderen,  in     Fig.    1 dargestellten Aufbau versehen.  Da dies aber nicht speziell Gegenstand der  vorliegenden Erfindung ist, so ist auch von    einer Beschreibung dieser rein zusätzlichen  Einrichtung hier abgesehen.

   Es sei hier  lediglich     noch    erwähnt, dass die Drossel  öffnungen nicht in dem     Hahnkücken    ange  ordnet zu werden brauchen, sondern auch  in der     Hahnbüchse    vorgesehen sein können,  wie überhaupt im Rahmen des. oben an  gegebenen Leitgedankens noch     eine    Reihe  anderweitiger baulicher Ausführungen mög  lich sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Druckluftbremse für Eisenbahnzüge, wel che derart eingestellt werden kann, dass mit Einleitung des Bremsens der Bremsdruck zunächst schnell bis zu einer bestimmten geringen Spannung steigt, während das weitere Anwachsen nur langsam erfolgt,-da,- durch gekennzeichnet,
    dass bei genannter Einstellung ein von dem vom Führerbrems- ventil eingeregelten Luftdruck in der Haupt leitung in eindeutig zugeordnete Stellungen bewegter 'Steuerkolben zusammen mit einem Steuerschieber eines Bremssteuerventils das Überströmen von Druckluft in den Brems zylinder derart überwacht, dass beim Ein leiten des Bremsens die Luft schnell in den Bremszylinder strömen kann, bis ein ge-. wünschter Mindestdruck erreicht wird,
    wäh rend von da ab selbsttätig die weiter -erfor derliche Druckluft nur durch eine enge Drosselöffnung in den Bremszlinder strömen kann, womit das weitere Ansteigen des Bremsdruckes nur langsam erfolgt. UNTERANSPRüCHE 1. Druckluftbremse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuer kolben und der Steuerschieber des Brems- steuerv entils das Überströmen von Druck luft aus dem Hilfsluftbeh@lter und der Hauptleitung.
    in den Bremszylinder der art überwacht., dass beim Einleiten des Bremsens schnell sowohl Hilfsbehälter luft, als auch Leitungsluft in den Brems zylinder strömt, bis der gewünschte Min destdruck erreicht ist, bei dem selbst= tätig das starke Überströmen aus dem $ilfsluftbehälter und das Überströmen aus der Hauptleitung unterbrochen wird, während von jetzt an die weiter erforder liche Druckluft, und zwar mindestens zum überwiegenden Teil, nur aus dem Hilfsluftbehälter durch eine enge Dros selöffnung über das Bremssteuerventil in den Bremszylinder strömt.
    2. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass von den zwei Zuleitungen für die Bremsluft zum Bremszylinder die eine unmittelbar zu dem Steuerschieber führt, während die andere derart auf dem Umwege über eine von dem Steuer kolben gesteuerte Durchtrittsöffnung ge führt wird, dass dieser Umweg nur bis zu einer bestimmten Stellung des Steuer kolbens offen bleibt, mit Überschreiten dieser Stellung jedoch abgeschlossen wird.
    3. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der unmittelbare Weg zu dem Steuerschieber des Bremssteuer ventils die enge Drosselöffnung aufweist, während der Umweg über die von den Steuerkolben bis zu einer bestimmten Stel lung offen gelassene Durchtrittsöffnung grössere Durchlassquerschnitte aufweist.
    4. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absperrhahn des Bremssteuerventils zwei Durchtritts- öffnungen einstellt, von denen die eine dem Umweg über die vom Steuerkolben gesteuerte Durchtrittsöffnung entspricht, während die zweite unmittelbar zum Steuerschieber des Bremssteuerventils führt.
    5. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch Umstellen des Absperrhahnes des Bremssteuerventils entweder eine entsprechende Einschal tung je eines unmittelbaren Weges und eines Umweges mit verschieden grossen Durchlassöffnungen herbeigeführt wird oder nur eine, aber relativ grosse Durch trittsöffnung für den unmittelbaren Über gang der Bremsluft zum Steuerschieber eingestellt wird.
    6. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auch die vor dem Steuerkolben in der Hauptleitung ste hende Druckluft durch eine von diesem Kolben gesteuerte Öffnung dem Steuer schieber zugeleitet wird, bis mit Beginn der langsameren Drucksteigerung im Bremszylinder der Steuerkolben auch diese Öffnung abschliesst. 7. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, d,-tdurch gekennzeichnet, dass der Steuerschieber gleichzeitig mit. dem Abschluss der Hilfs- behälterluft auch die Überströmung der vor dem Steuerkolben stehenden Luft aus der Hauptleitung abschliesst.
    B. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 7. dadurch . gekennzeichnet, dass ausser der vom Kol ben mit Beginn der langsameren Druck steigerung im Bremszylinder abgeschlos senen Durchtrittsöffnung für die Luft aus der Hauptleitung noch eine enge Bohrung zum gleichen Zwecke vor gesehen ist, die der Steuerkolben erst in seiner äussersten Stellung abschliesst.
    9. Druckluft-bremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ausser der vom Steuerschieber gleichzeitig mit dem Ab schluss der IiilfsbL#hälterluft gesteuerten Überströmung der Luft aus der Haupt leitung noch eine grössere Übertritts- Öffnung hierfür vorgesehen ist, die mit der Druckerniedrigung in der Haupt leitung zunächst vom Steuerschieber frei gegeben. dann aber bei seiner Nachstel lung unter dem Gegendruck im Brems zylinder wieder abgeschlossen wird.
CH105390D 1922-05-03 1923-04-20 Druckluftbremse für Eisenbahnzüge. CH105390A (de)

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CH105390D CH105390A (de) 1922-05-03 1923-04-20 Druckluftbremse für Eisenbahnzüge.

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