Vergaser. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Vergaser, bei welchem. in der Brennstoffzuleitung am Ende eine Kammer mit zwei Ventilkörpern vorgesehen ist, wel che die Brennstoffzufuhr beim Eintreten bezw. Verlassen der Kammer beeinflussen, miteinander starr verbunden und mit einer Prallscheibe gekuppelt sind, auf welche Brennstoff und Luft beim Ansaugen des Mo tors prallen, wodurch der Brennstoff zer stäubt und mit der Luft gemischt wird.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist in zwei beispielsweisen Ausführungsfor men irr beifolgenden Zeichnungen dargestellt,, und zwar zeigt: Fig. 1 den .Schnitt durch einen Vergaser, 1c4 welchem die beiden Ventilkörper oberhalb und unterhalb der Kammer liegen, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie a-b der Fi @y Fig. 3 den Schnitt durch einen Vergaser, b(4 welchem die beiden Ventilkörper inner halb der Kammer liegen.
Nach Fi . I ist aus dem .Stutzen 1, wel cher an die Saugleitung des Motors ange- schlossen werden soll, das Luftgehäuse mit dem Lufteinlassstutzen 10 aufgeschoben und mittelst einer Mutter gehalten. Öffnungen 17 .führen die Luft in die Kammer 41a und den obern Teil des Stutzens 1 mit der Drossel klappe 2, deren vollständiges Schliessen durch die Stellschraube 3 verhindert werden kann.
In dem Stutzen 1 ist mittelst .des Brennstoff rohres 50 die Kammer 38 mit denn Deckel 51 festgeschraubt. Unterhalb und oberhalb der Kammer 38 sind die beiden mittelst der Spin del 9 verbundenen Ventilkörper 8, 12 ange ordnet. Der Ventilkörper 12 weist die Sitz fläche 37 und der Ventilkörper 8 die Sitz fläche 13 .auf. In der in Fig. 1 dargestellten Stellung sitzt der Ventilkörper 8 auf seinem Sitze 42 auf, während der Ventilkörper 12 seinen Sitz 14 frei gibt.
Zwischen der @Spin- del 9 und ihren Führungen kann Brennstoff durchfliessen. Auf der Spindel 9 ist die Prall- scheibe 4 aufgeschraubt, die mit einer Ver engung 24 des Stutzens 1 zusammenwirken kann. Auf das Brennstoffrohr 50 ist das Brennstoffgehäuse 52 aufgesteckt, das eine Kammer 15 und einen Stutzen 16 besitzt, an welchem die Brennstoffzuleitung angeschlos sen ist, die zum Beispiel direkt vom Vorrats- behälter kommt. Das Brennstoffrohr 50 weist Öffnungen 36 =auf, welche die Kammer 15 mit dem Kanal 40 verbinden.
Die Öffnungen 36 sind mit einem Drahtnetz versehen, um den Brennstoff zu reinigen. Der Kanal 40 führt nach der Kammer 41, die bei geschlossenem Ventil 7.2 noch durch den Kanal 11 mit der Kammer 38 verbunden ist.
Bin Schwimmer ist beim gezeichneten Vergaser entbehrlich, da die Brennstoffzu fuhr durch die Ventilkörper 8 und 12 von der Prallscheibe 4 reguliert wird. Durch die Saugwirkung des Motors wird die Luft durch den Stutzen 10, die Öffnungen 17 in die Kammer 41a gesaugt. Von hier aus streicht die Luft .durch den Stutzen 1, indem sie zwischen der Verengung 24 und der Prall scheibe 4 hindurchtritt. Entsprechend der Saugwirkung .des Motors, wird die Prall scheibe 4 mehr oder weniger gehoben, wobei der Ventilkörper 8 von seinem Sitze abgeho ben wird.
Der unter Druck zugeführte Brenn stoff gelangt durch den Stutzen 16 in die Kammer 15 und, durch das Drahtnetz 35 ge reinigt, in den Kanal 40. Von hier aus füllt er alle Räume und Öffnungen .an bis an die Kammer 38. Solange der Motor nicht arbei tet, nehmen die Ventilkörper 7.2 und 8 die Stellungen nach Fig. 1 ein.
Sobald nun aber mittelst der Saugwirkung des Motors Luft zwischen der Verengung 2.1 und der Prall scheibe 4 bei geöffneter Drosselklappe hin durchtritt, wird letztere ,angehoben und hier mit wird zugleich ,das Ventil 8, wie bereits oben erwähnt, von seinem Sitz gehoben.<B>Es -</B> kann .also jetzt Brennstoff .aus Kammer 38 in die Öffnung 43 gelangen, von wo aus er in den vorbeistreiehen.den Luftstrom gelangt und, indem .er gegen die Prallscheibe 4 spritzt, fein zerstäubt wird.
Da der Luft zwischen Pra lscheibe 4 und der Verengung 24 ein enger Durchgang ge lassen ist, findet hier eine innige Mischung der Luft und des zerstäubten Brennstoffes statt. Sofern nun bei hoher Tourenzahl die Prallscheibe 4 infolge der Saugwirkung so weit hochgehoben wird, da.ss der Ventilkörper 12 die Zufuhr des Brennstoffes aus der Kam- mer 41 nach der Kammer 38 längs der Spin del 9 abschliesst, so kann bloss noch Brenn stoff ,aus der Kammer 41 .durch den Kanal 11 nach der Kammer 38 gelangen, Wie hoch sich die .Saugwirkung des Motors .auch stei gert, die Brennstoffzufuhr findet bloss durch den Kanal 11 statt.
Hierin beruht der ökono mische Brennstoffverbrauch bei hoher Tou renzahl. Für niedere Tourenzahl wird die Schraube 3 so eingestellt, dass die Drossel klappe nicht ganz abschliesst, Sondern noch einen bestimmten Durchgangsquerschnitt von der Kammer 47.a nach dem Stutzen 1 gestat tet. Durch Auf- und Niederstellen der Prall scheibe 4 in bezug auf die Verengung 2-1 kann der Vergaser für verschiedene Brenn stoffsorten .angepa.sst werden.
Nach Fig. 3 ist auf dem Stutzen 18, wel- rher an die Saugleitung des Motors ange schlossen werden soll, das Luftgehäuse mit dem Luft.einlassstutzen 32 aufgeschraubt. Öffnungen 43 führen die Luft in die Kam mer 45 und von da durch die Verengung 23 in den Stutzen 18 mit der Drosselklappe 33. In den Stutzen 18 ist ein Gehäuse mit der Kammer 48 eingeschraubt, in der die ein Stück bildenden Ventilkörper 28 und 29 mit der Führung 30 angeordnet sind. Im Deckel, der auf der Kammer 48 aufgeschraubt ist, sind Kanäle 25 und 26 und der Sitz 27 für den. Ventilkörper 28 vorgesehen.
Durch die Öffnung 49 steht die Kammer 48 mit- der Kammer 45 in Verbindung. Fest mit den Ventilkörpern 28, 29 verbunden ist die Prall scheibe 22. In der Nähe der letzteren ist die Verengung 23 vorgcselien. Auf der Prall- scheibe liegt die mittelst der Schraube 19 mit Gewinde 20 regulierbare Feder 21 auf. An die Kammer 46 ist die mit dem Brennstoff zufuhrstutzen 4 7 versehene Filtervorrichtung 31 angeschlossen.
Die \Virkungsweiso dieses Vergasers ist folgende: Beim Ansaugen des Motors wird dia Prallscheibe 22 a.ngE@lioben., wobei. der Ventil- körper 29 entsprechend der Spannung der Feder 27. von seinem Sitze gehoben wird. Der Brennstoff, der unter Druck steht, gelangt von der Kammer 46 beim Anheben des Ven tilkörpers 29 in die Kammer 48, von wo aus er durch Öffnungen 49, 25, 26 in die Kammer 45 gelangt. Hier wird er durch den vorbei streichenden Luftstrom mitgerissen und zer stäubt.
Ist nun die Saugwirkung des Motors d=-rartig, dass der Ventilkörper 28 auf seinen Sitz 27 aufgepresst wird, so ist für den Brenn stoff bloss no,eh der Durchgang durch die Ka näle 25, 26 frei.