CH105595A - Verfahren zur Herstellung von Verbindungen von langgestreckten Körpern. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Verbindungen von langgestreckten Körpern.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Verbindungen von langgestreckten Körpern. Die Herstellung zuverlässiger Verbindun gen von Stangen, Röhren, Drähten, Seilen und dergleichen, in .den verschiedensten in der Technik üblichen Profilformen, geschieht bis her durch Pressen, Schweissen, Löten, Ver- spleissen, Verschrauben, Verklemmen, oder in ähnlicher Weise.
Für das Pressen sind zu jedem Profil besondere Gesenke oder Matri zen und schwere und teure Pressen erforder- lieh. Ein weiterer Nachteil .dieser Verbin dungsart, sowie des Sehweissens und des Lö- tens besteht in der notwendigen Erwärmung, die gewöhnlich eine Verminderung der Festig keit der verbundenen Stücke zur Folge hat. Durch die letztgenannten Verbindungsarten lässt sieh keine völlige Innigkeit der Verbin dung erzielen.
Dieser Mangel führt leicht zu Zerstörungen durch Oxydation oder durch andere Korrosionserscheinungen. In vielen Fällen, wie sie beispielsweise .auch in der Elektrotechnik vorkommen, sucht man den Zerstörungserscheinungen , durch nachträg liches Überziehen der Verbindungsstellen mit Lack, Kautschuk, Metall oder dergleichen, durch Auftragen oder durch Einpressen von Dichtungsmitteln entgegenzutreten. Diese Hilfsmittel lösen die Aufgabe aber in durch aus ungenügender Weise.
Erst durch ,die vorliegende Erfindung ge lingt es mittelst eines einfachen Verfahrens Verbindungen herzustellen, denen keiner der vorerwähnten Mängel anhaftet. Das geschieht in der Weise, dass die Enden der zu verbin denden Körper und eines Verbindungsstückes in Form eines diese Enden umfassenden Roh res durch mechanische Bearbeitung ineinan der eingepresst werden, indem dieses Rohr der Einwirkung eines Walz- oder Ziehverfahrens ausgesetzt wird. Es ist vorteilhaft, das Ziehen von der Mitte des Mantelrohres nach aussen vorzunehmen.
Es findet nämlich in. diesem Falle eine Verlängerung des Rohres nach dem Ende zu statt, und da die zu verbinden den Körper hierbei in der Ruhelage bleiben, können ihre Enden nicht voneinander entfernt werden. Nötigenfalls kann man auch mit ge heizten Ziehwerkzeugen arbeiten.
Unter Um ständen kann es .zweckmässig sein, dass die zu verbindenden Enden mit Gewinden, Vertie- fnngen, -Scharten oder deraleiclien, versehen wcrien, welche sich in das weichere Mantel rohr besser eindrücken. Hierdurch 1ä sst sich eine noch innigere Verbindung erzielen.
Die Querschnittsform des Mantelrohres kann na- i.ürlich beliebig sein: lueisrund, elliptiseli und dergleichen. Werden vom Mantelrohr erhölitc Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen 'iussere Einflüsse verlangt,
so ha.nn es mit einem zweiten Mantel aus geeignetem Mate rial gegebenenfalls ebenfalls gemäss v orlie- g@F-ndem Verfahren versehen werden.
Der Fortschritt, der durch die vorliegende Erfindung erreicht wird, besteht in erster Linie in der Einfachheit des Verfahrens zur Herstellung der Verbindung. Es gelingt mit- C, einer einfachen Vorrichtung, die sich ohno Schwierigkeiten mitführen und ausser- iialb der Werkstatt verwenden lässt, festere und dauerhaftere Verbindungen herzustellen.
als das bisher selbst mit umständlichen Press- V4Mahren möglich war. Durch zahlreiche Ver- @ctch(-, mit Aluminiumseilen, Kupferseilen und Stahlseilen wurde nachgewiesen, dass ein gemäss vorliegendem Verfahren verbundenes Su-il beim Zugversuch iinme.r ausserhalb der Verbindungsstelle reisst.
Auch ist die Ver- l@indungatelle nicht viel dicker und schwerer als das .Seil selbst.
Infolge der Eigenart der nach dem neuen Verfahren Hergestellten Verbindungen kön- ijen Luft und Feuchtigkeit nicht zwischen dem ani'aezoaenen Mantelrohr und den Enden dür zu verbindenden Stücke eindringen.
Er höhte Korrosionserscheinungen als Folgen -#-(-rseliiedener chemischer oder physikalischer Vor-,äüge, wie sie bei andern Verbindungs arten häufig beobachtet werden können, sind daher aus-eschlossen,
zumal nöti-enfalls das Mantelrohr aus demselben Metall oder .der- selben T.-aierung gewählt werden kann, aus dem die zii verbindenden Stücke bestehen.
Auch andauernde Erschütterungen und wie- derholte s Ausdehnen und Zusammenziehen infolge Wärmeschwankungen wirken in kei- - ter -\V # eise lockernd auf die Verbindung ein, während Schweissnähte,
Lötstellen und Ver- schraubungen diesen Einflüssen nicht auf .die Dauer widerstehen können.
Im folgenden soll die Ausführung des Verfahren" zum Verbinden von Kupferseilen für eine Frcileitiing beispielsweise beschrie- beri werden.
Die zu verbindenden Enden der Kupfer seile werden in ein Rohr von beringerer Härte, zum Beispiel von weicherem Kupfer, cingeführt, so dass die Seilenden sich berüh ren; oder die Seilenden werden ineinander verflochten und dann das Rohr darüber @e- schoben, welches in diesem Falle vorerst über das eine Seil geschoben wurde.
Darauf wird mit zwei. Ziehtcerhzeu@en von der Mitte des Rohres aus nach dessen Enden in entgegen besetzter Richtung gezogen und so der Rohr querschnitt in bekannter Weise vermindert. Dabei drücken sich die härteren Drähte des Seils in die innere Wandung des weicheren Rohres und vereinigen sich mit dieser so innig, d@ass eine Verbindung von mindestens derselben Festigkeit wie das Seil entsteht.
Bei der Verbindung von Seilen mit einer Seele aus anderem Metall, z. B. Aluminium- seilen mit Stahlseele, wird zwecl#.mä.ssia so verfahren, dass (las äussere Aluminiumseil los- gewickelt wird und zuerst die Enden der Stahlseelen gemäss dem vorliegenden Verfah ren miteinander verbunden werden.
Dann werden die Aluminiumlitzen wieder @ewih- kelt, und es erfolgt nunmehr auch ihre Ver bindung gemäss vorliegendem V erfahren.
Statt die Vereiniauna des Vei-l)iiiduna'-- rohrcs mit cleni zti ve=rbindenden Körper mit- tcast Ziehwerlzzeu;-en zu b,.---#rirhen, kann nian sie auch dureli Walzen Herstellen.
1 < i: es sich bei dune 1@escliriebenen Verfah ren hauptsächlich d:-truin handelt. Verbindun- aen ausserhalb der Wurhslatt auszuführen, ist eine Zielivorricht=nng notwendig, welche leicht mitzuführen und ftinrai@cli zu handhaben ist.
In der Fig. 1 ist eine solche V orrichtunb beispielsweise dargestellt, Fig. \? ist ein Grundriss, und Fia. 3 ein Schnitt nach _1-B.
In einem Körper a ist eine reelits- und linksgängige Spindel b, b# gelagert, welche durch einen Hebel, der auf den Vierkant cl, e2 aufgesetzt wird, gedreht werden kann.
Auf der Spindel b1, b2 sind zwei Mutterkörper an geordnet, auf deren Unterteilen d, und d2 die Oberteile ei und e2 mittelst Schrauben f 1 und /-'2 befestigt werden können. In den ATutter- körpern sind zwei teilbare Zieheisen g, und fr_. angeordnet.
Soll nun eine Verbindung her gestellt werden, so wird, nachdem die Mutter körper in die Mitte gedreht wurden, ein Rohr (h.) durch die Zieheisen gesteckt, nachdem vorher der Querschnitt des Rohres in der Mitte durch Hämmern oder dergleichen etwas verjüngt worden ist. Darauf schiebt man die Seilenden i, und i2 in das Rohr (h) hinein und bewegt die Ziehscheiben durch Drehung der Spindel in entgegengesetzter Richtung nach aussen.
Claims (1)
- PATENTANSPRtl CHE I. Verfahren zur Herstellung von Verbin dungen von langgestreckten Körpern durch mechanische Bearbeitung, bei der die Buden der zu verbindenden Körper und eines Verbindungsstückes ineinander- gepresst werden, -dadurch gekennzeichnet, d.ass ein die Enden umfassendes Rohr der Einwirkung eines Walz- oder Ziehver fahrens ausgesetzt wird. II. Ziehvorrichtung zur Ausführung,des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch zwei über ..das Rohr zu schiebende zweiteilige Zieheisen.UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch I, zur Verbindung von .Seilen mit einer Seele aus anderem Metall als die Hülle, dadurch ge kennzeichnet, dass' zunächst die äusseren Hül len der Seilenden losgewickelt werden, dann die Seilenden gemäss vorliegendem Verfahren verbunden werden, worauf die äusseren Hül len der Seilenden wieder gewickelt und eben falls ,gemäss vorliegendem Verfahren verbun den werden.
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