CH105717A - Verfahren zur Herstellung von Indophenolen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Indophenolen.

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The Gas Light And Coke Company
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  Verfahren zur Herstellung von     Indophenolen.       Vorliegende Erfindung besteht in einem  verbesserten Verfahren zur     Herstellung    von       Indophenolen    durch Kondensation von ha  logenfreien,     N-substituierten        Karbazolen,     zum, Beispiel     Nitroäthylkarbazol,    mit halogen  freien     Nitrosophenolen,    zum Beispiel mit       Paranitrosophenol.     



  In der britischen Patentschrift Nr. 9689  vom Jahre 1909 wurde ein Verfahren für  die Herstellung von     Indophenolfarbstoffen     durch die Kondensation von     N-substituierten          Karbazolen,    wie zum Beispiel     Nitroalkyl-,          Nitroaryl-    und     Nitroaralkylkarbazolen,    mit       Nitrosophenolen,    zum Beispiel mit     Para-          nitrosophenol,    beschrieben.

   Dias     N-substi-          tuierte        Karbazol    löst man zum Beispiel in  kalter konzentrierter Schwefelsäure (66       Be)     und fügt zu dieser Lösung eine Lösung des       1\Titrosokörpers    in der gleichen Säure bei  einer 20   C nicht übersteigenden Temperatur  hinzu, während kräftig umgerührt und ge  kühlt wird. Aus dem auf diese Weise her  gestellten Indophenol kann man Schwefel  farbstoffe durch Erwärmen des ersteren mit  alkalischen Polysulfiden erhalten.    Es ist nun festgestellt worden, dass die  Durchführung .dieser Kondensation in der  nachstehend beschriebenen Weise sowohl die  Ausbeute und die Reinheit der so abgeleite  ten     Karbazolindophenole    verbessert.

   Die  Herstellung von Schwefelfarbstoffen aus der  so erhältlichen Produktion ist wesentlich  leichter ausführbar.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  demnach ein Verfahren zur Herstellung von       Indophenolen    durch     Kondensation    von ha  logenfreien,     N-substituierten        Karbazolen,    wie  zum Beispiel     Nitroäthylkarbazol,    mit ha  logenfreien     Nitrasophenolen,    zum Beispiel  mit     Paranitrosophenol,    in Gegenwart .eines  Kondensationsmittels, wie zum     Beispiel    kon  zentrierter Schwefelsäure.

   Das Verfahren ist  dadurch gekennzeichnet, dass die reagierenden  Substanzen bei einer -10   C nicht über  schreitenden Temperatur in Berührung mit  einander gebracht werden und die Tempe  ratur der Reaktionsmischung     während;    der  ganzen Dauer der Kondensation unter - 5   C  erhalten wird.      Die spezielle     Qualität    des     gewünschten          Farbstoffe;    hängt von den Temperaturverhält  nissen der     Kondensation    ab.

   Je niedriger die  Temperatur ist, bei welcher die     Kondensation          ausgeführt    wird, um so reiner ist in der       P        _-gel    das     Indophenol.    Die für die Zuberei  tung eines erstklassigen     Indophenalfa.rbstof-          fes    vorzugsweise angewendete Kondensations  temperatur ist -20' bis<B>-25'</B> C.

   Der       clureh    die Kondensation bei niedrigerer Tem  peratur erhaltene     Indopheiiolfarbstoff    liefert  bei der weiteren     Verarbeitung    einen Schwe  felfarbstoff von einer besseren Qualität. als  ein solcher     Indophenolfarbstoff,    welchen  man bei einer höheren als der von uns v     or-          zugsweise    angewendeten Temperatur erhält.  



  Es ist vorteilhaft, die Temperatur der       Peal;tionsinis,@hung    während der Ranzen  Dauer der     Kondensation        konstant    auf der  im wesentlichen Bleiehen Höhe zu erhalten,  bei     R-elcher    die reagierenden Substanzen am       _@.nfange    des Prozesses in     Berührun-    mit  einander gebracht wurden. Ist zum Beispiel  die anfängliche     Temperatur        ?iingefiilir     - 25   C, so sollt die Temperatur bei     Be-          endi-ung    der Kondensation     möglichst    nahe  an - 25   C sein.  



  Nach     Beendigung    der     Kondensation    ist  es vorteilhaft, jede wesentliche Temperatur  zunahme zu     vermeiden,    damit das     Produkt          nicht    Schaden leidet.  



  Das Kondensationsmittel kann Schwefel  <B>s</B>     5ure        #        sein,        welche        genügend        konzentriert        ist,     um die     reagierenden        Substanzen    zu lösen,  aller nicht so     stark,    dass sie bei der Tem  peratur, bei     welcher    die Kondensation aus  führt:     wird,    gefriert. Man kann zum Bei  spiel     93        ioige    Säure verwenden.  



  Die     Kondensation    wird     zweckmässiger-          we;#se        de@clitrch        bewirkt.    dass man das eine       Rea-ens    in zerkleinertem, festem Zustande  der     ,cehwefelsä        urelösung    des andern     allmäh-          lich    hinzufügt.

   So     kann    das substituierte       fest:-.        Karbazol        iii    zerkleinertem Zustande       iait    einer     Schwefelsäurelösung    des     Nitroso-          t@h@@iio@s    oder umgekehrt das feste     Nitroso-          phenol    mit einer     Lösung    des     Karbazols    in       SAwefelsäure    gemischt werden.

   Man kann    das Zusammenfügen nach und nach in     sol#          chen    Mengen erfolgen lassen, als es mit der       Aufrechterhaltung    der erwünschten niedri  gen Temperatur vereinbar ist,     während    die  Reaktionsmischung fortwährend und     rasch          amgerührt    wird, damit die feste Substanz  und die Lösung eine homogene Mischung  bilden und der Neigung zu einer über  schüssigen örtlichen     I@rw        ärmung    vorgebeugt  wird.  



  Die reagierenden Substanzen können auch  in der Weise     miteinander    in Berührung ge  bracht werden, dass man die entsprechend ge  kühlte     Lösung    des     1Titrosophenols    in Form  eines oder einer     Anzahl    dünner Strahlen in  die Lösung des substituierten     Karbazols    bei  der gleichen     Temperatur        einspritzt    oder     mit-          telst    eines Zerstäubers einbringt, während die       Reaktionsmischung    fortwährend umgerührt  wird,

   um eine übermässige     örtlicli@        Erwar-          mun-    zu vermeiden und die erforderliche  niedrige Durchschnittstemperatur durchweg  aufrechtzuerhalten. Das Einbringen der einen  Lösung in die andere     erfolgt    vorteilhaft  gleichförmig, und wird die Mischung konti  nuierlich und     gründlich    umgerührt.  



  Die Reaktionsmischung kann noch eine  gewisse Weile, zum     Beispiel    ungefähr eine  halbe Stunde lang,     umgeriilirt    werden, nach  dem. die ganzen Mengen der Reagenzien in       B-rührung    miteinander gebracht worden  sind.  



  Das     Kondensationsprodukt    kann ausge  schieden werden, indem man die Reaktions  mischung in vorsichtiger Weise in über  schüssiges, stark verdünntes,     wässeriges    Al  kali bringt. Durch dieses Verfahren wird  die     Zersetzung    des     Indophen-As,    welches in  Gegenwart     einer        Säure        unbeständig    ist,     ver-          'aindert    und     ermögliolit,    das     darauffolgende     Filtrieren mit Musse auszuführen.

   Das Fil  trieren und auch das Waschen des Materials  lassen sich leichter und mit     -,erinberen    Ver  lusten und     Beschädigungen    \ des     Produktes     ausführen, als wenn man versucht, das Kon  densationsprodukt in seinem sauren Zustande  unmittelbar zu behandeln. Es empfiehlt sich,      die Reaktionsmischung dem Alkali bei der  gleichen Temperatur, mit welcher die Kon  densation beendigt wurde,     b.2izumischen.    Das  Alkali kann     zweckmässigerweise    mit Wasser  stark verdünntes wässeriges Ammoniak sein,  in welchem Falle schwefelsaures Ammoniak  als Nebenprodukt gewonnen werden kann.  



       Beispiel:     In das mit einem Mantel und einem Rühr  werke versehene Bleigefäss wird eine Lösung  von 8,6 Gewichtsteilen     Paranitrosophenol     in ungefähr 186 Gewichtsteilen 93     %iger          Schwefersäure    eingebracht.

   Indem man  flüssiges Ammoniak durch den Mantel des  Bleigefässes zirkulieren lässt,     -wird    die Tem  peratur auf -20' C gehalten.     Dies3r    Lö  sung werden 10 Gewichtsteile fein pulveri  sierten     Nitroäthylkarbazols    nach und nach  in kleinen Mengen derart hinzugefügt, dass  die Durchschnittstemperatur während der  ganzen Dauer der Beimischung möglichst  nahe an der anfänglichen Temperatur von  -20' C erhalten bleibt, wobei die Reak  tionsmischung kontinuierlich     und        gründlich     umgerührt wird,

   so dass das Pulver schnell  unter die Oberfläche der Säure gebracht und  in derselben durchweg gleichförmig verteilt       wird.    Nachdem die ganze Menge des     Nitro-          äthylkarbazols        eingebracht    ist, wird die Re  aktionsmischung noch ungefähr eine halbe  Stunde lang umgerührt, wobei die Tempera  tur von ungefähr -20' C noch aufrecht  erhalten wird.  



  Hierauf wird die Reaktionsmischung in  einem dünnen Strahl in     unggfiihr    30     Volum-          teile    verdünnten wässerigen Ammoniaks, des  sen Temperatur ungefähr 15   C beträgt, ge  gossen und die alkalisch erhaltene Mischung       fortwährend    gründlich umgerührt. Die Tem  peratur ist am     Schlusse    ungefähr 35   C.  Das Kondensationsprodukt wird in einer  leicht     filtrierbaren    Form ausgeschieden. Der  Niederschlag wird filtriert. gewaschen und  gepresst.  



  Das Produkt ist ein     Indophenol    von einer  sehr hochgradigen Reinheit. Es ist in     Py-          ridin        vollkommen    löslich und gibt dabei eine    tiefviolette Lösung; ebenso ist es in Alkohol  löslich, wobei es eine violette Farbe gibt, und  in konzentrierter Schwefelsäure, wobei es  einen grünlich blauen Farbton aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Arbeitsverfahren zur Herstellung von Indophenolen durch Kondensation von ha logenfreien, N-substituierten Karbazolen mit halogenfreien Nitrosophenolen in Gegenwart eines Kondensationsmittels, dadurch gekenn zeichnet, dass die reagierenden Substanzen bei einer -10 C nicht überschreitenden Tem peratur in Berührung miteinander gebracht werden und die Temperatur der Reaktions mischung während .der ganzen Dauer der Kondensation unter - 5 C erhalten wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die reagieren den Substanzen bei einer Temperatur von - 20 bis - 25 C in Berührung mit einander gebracht werden.
    Verfahren gemäss Patentanspruch; da durch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Reaktionsmischung während der gan zen Dauer der Kondensation im wesent lichen auf der gleichen Höhe erhalten wird, bei welcher die reagierenden Sub stanzen am Anfange des Prozesses in Be rührung miteinander gebracht worden sind. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, unter Verwendung von Schwefelsäure als Kon densationsmittel, dadurch gekennzgiclinet, dass die Kondensation dadurch bewirkt wird, dass man eine der reagierenden Ver bindungen in zerkleinertem, festem Zu stande einer Schwefelsäurelösung der andern reagierenden Verbindung allmäh lich beimischt, während die Reaktions mischung entsprechend umgerührt wird, um die richtige Verteilung des festen Körpers in der Lösung sicherzustellen und die gewünschte Temperatur in der Lö sung aufrechtzuerhalten. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennz-2ichnet, dass das Kondensa- tionsprodukt dadurch ausgeschieden wird, dass man die Reaktionsmischung vorsich tig in überschüssiges, verdünntes, wässeri ges Alkali einbringt.
    "a. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch .t, dadurch gekennzeieh- net, dass das Einbringen der Reaktions mischung in das wässerige Alkali bei der glsichen Temperatur, bei welcher die Kondensation beendigt wurde, stattfindet.
CH105717D 1922-05-02 1923-04-04 Verfahren zur Herstellung von Indophenolen. CH105717A (de)

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