Kontinuierliche Presse mit Presssehraube. Alle bisherigen kontinuierlichen Pressen. zum Beispiel für Obst, wiesen viele Übel stände auf, teils durch das Anbringen von allerlei komplizierten Press- und Führungs organen, wodurch das Pressen sehr erschwert wurde, teils weil immer Trester mitgerissen und demnach kein klarer Saft gewonnen wurde. Der vorliegende Erfindungsgegen stand soll diese Übelstände aufheben.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand, das heisst die Presse, in einer und ein Presskorb in drei beispiels weisen Ausführungsformen dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 Längsschnitt der Presse, mit dem Presskorb des ersten Ausführungsbeispiels, Fig. 3 Querschnitt des, ersten Presskorbes nach der Linie A-A, Fig. 4 Längsschnitt des Presskorbes des zweiten Ausführungsbei spiels,
Fig. 5 Ansicht des Presskorbes von der Seite des dritten Ausführungsbeispiels, Fig. 6 Längsschnitt zur Fig. 5; und Fig. 2 Ansicht eines Pressringes des in den Fig. 5 und 6 dargestellten Pressringes von vorn.
Nach der Fig. 1 besitzt die gezeichnete Presse ein Pressgehäuse 1 und 2. Es greifen die beiden Teile auf der Höhe der Lager 3 und 4 so ineinander, dass der obere Teil 2 in den untern Teil 1 nach innen eingreift. Die beiden Teile sind an -der einen Seite mit Scharnieren und an der andern Seite mit Befestigungs- und Versclilussorganen mitein ander verbunden (in der Zeichnung nicht er sichtlich).
In den Lagern 3 und 4 ruht die Pressschraube 5, und der Druck derselben wird vom Kugellager 6 aufgenommen, das, damit kein Lageröl mit dem Pressgut in Be- :Z kommt und die Presse praktischer macht. ausserhalb des Pressräumes B liegt.
Der Einfülltrichter C steht mit dem Raum B des Pressgehäuses direkt in Verbindung, und es schliesst sich unmittelbar der Raum D des Presskorbes an. welcher an der Aussenseite mit den Befestigungsorganen 7 (wie in der Fig. 5 ersichtlich) im Pressgehäuse befestigt wird. Zum Zwecke. dass sich der Saft sam meln kann, begrenzt das Pressgehäuse um den Presskorb herum einen Zwischenraum E. Der Saft fliesst zum Abflussstutzen B.
Damit der ausgepresste Trester am Ausgange F des Presskorbes durch ein Messer (es können auch mehrere sein; in der Zeichnung nicht ersieht- lich), das stossfrei schneidet und am Lager träger 9 befestigt wird, ungehindert aus treten kann. so ist das Lager -1 weiter vom Ausgange des Presskorbes angebracht.
An der \Velle der Pressschraubr," sind Organe an bringbar, welche den abgeschnittenen Trester, der sich am Querbalken des Lager.. .1 staut, freimacht (in der Zeichnung ebenfalls nicht ersichtlich). Das Lager .I könnte auch weg- lyelassen werden.
Die Presse wird direld unter der Mühle angebracht, und es werden die Antriebsräder der beiden direkt miteinander verbunden. Bi-. Mühle muss der Presse angepasst werden, und zwar so, dass erstere der letzteren immer gleichmässig geriügencl Pressgut nach- füllt.
Im Raum B des Pressgehä.nses 1 und und dem direkt anschliessenden Rauin D des Presskorbes sind in die Wände die Züge 10 eingelassen, z@t-eclcs Führung des Pressglites, s(-lir < iul)enförmig verlaufend. Diese Züge sind derart:
in die Wandung der genannten Räume eingelassen, dass das Pressgut zwan -sweise in dieselben eingreift, und sind so gerichtet, dass sie in einem stumpfen Winkel (in Aus- an den benachbarten Schrau- bengä ragen der Pressschraube stehen, und das Pressgut besser abgleitet.
Die Züge sind am Anfang im Raum B stärker, das heisst tiefer, darum, -weil das anfangs lockere Presshut oucli einer stärkeren Führung bedarf, wer den aber entsprechend der immer stärker zu- -:
qmmengepressteri Pressmasse, v-elche auch im Verhältnis immer fester in die Ziime eingreift, gegen den Ausgang F des Presskorbes kleiner, glas heisst weniger tief.
Die @teigungs#,-e@hä@t- nisse dieser Züge sind zweckmässig so den Schraubengängen der Pressschraub,> ange- passt (wie zum Beispiel in den v orlie#,enden Zeichnungen ersichtlich), dass die Züge im Presskorb von C bis F eine ganze ITnidre- hung machen,
dauen die Pressschraube von C= bis F fünf ganze Schraubengänge hat. so dass bei jeder Umdrehung der Pressccliraube jeder Schraubengang derselben das Pressgili um einen Fünftel einer ganzen Umdrehung vorwärts mit.Ilrelit. Dachsreh wird eine abso lut sichere und gleichmässige Führung des Press,rutes erreicht.
In d.-=m Raum B-D wird das Press-ut mit der Presssehraube un- 'refähr als eine kompakte Masse gleichmässig vorwärts mitges-hraubt und ausgepresst. Zu diesem Verfahren -erden ganz geringe Kräfte beansprucht.
Das mehr oder weniger starke Pressen wird durch Regulierung des Antriebsrades erreicht, wobei die Mühle mehr oder weniger schnell Press2ut nach füllt. Die Presse k"iiin zum Beispiel in Me tall (event. emailliert), Glas oder Porzellan hergestellt sein.
Der in den Fig. 1 und 3 dargestellte Presskorb besitzt Z,#viselienräume 11 zwi schen den Stäben l:?, welch letztere durch die Haltringe 13, die mittelst Schrauben an den Stäben festgemacht sind, zusammen gehalten werden. Damit die Stäbe beim Pressen nicht nach aussen gebogen werden,
so sind zwischen den beiden Haltringen 13 die Halti-inge 1-1 angebracht. Dieselben wer den durch die Schrauben 15, welche in den Haltorga.nen 1(i ruhen, mit Muttern 17 festgehalten.
Dass die Stäbe während des Pressens nicht verschoben werden, so reichen die Zivisehenrä ume nur bis zu den Innenseiten der beiden äussern Ilaltrin"@e 13, und es sind die Stäbe vor dem ersten derselben nach aussen zu bei 18 verstärkt. Damit das Press- gut mit dem Vorwärtsschrauben beim Über gleiten der Zwisclienr:
iunir- von einem Stab auf den nächst- zuvorlie geraden auf der Kante n des letzteren nicht aufstösst, so ist je diese Kante weiter von der Pressschraube entfernt als die Kante 1) des nächst zurückliegenden Stabes.
Um der Reibung der Pressschraube vorzub-ttgen, dass die Kanten b nicht be- scbä digt werden, so reicht die Ausnehmung der Stäbe nach aussen zur Kante R (in Um- fangsrichtung), nur von c, bis e, und die Vertiefung für die Züge (in Längsrichtung)
von der radialen Kante<I>d</I> bis e. Auch sind die radialen Kanten f .je auf der einen Seite eines Stabes in der Lännsriclitung zurück versetzt gegen die radialen Kanten d am glei chen Zwischenraume 11 des benachbarten Stabes, derart, dass das Pressgut an den erst genannten nieht aufstösst.
Der in der Fig. 4 dargestellte Presskorb, clezzsen Wandung Zwischenräume 11 auf- @veist (dieselben können auch gekreuzt an geordnet werden und in der Vertiefung der Züge 10 liegen), ist aus einem Stück ge bildet. Die Kanten der Zwischenräume sind in Umfangsrichtung so angeordnet, dass das Pressgut stossfrei darüber gleitet.
Der in den Fig. 2, 5 und 6 dargestellte Presskorb ist mit Zwischenräume 11 zwischen sieh freilassenden Pressringen 19 versehen, welche mittelst den Befestigungsorganen 20, die je in die Haltorgane 21 des nächst zu rückliegenden Pressringes eingreifen, so<B>zu-</B> sammengehalten werden, dass für das Aus fliessen des Saftes fraistehende Zwischen räume entstehen. Letztere sind (wie in den Zeichnungen ersichtlich ist), damit der Saft freier ausfliesst, nach aussen zu erweitert.
Die Pressringe werden durch die Schrauben 22, welche in den llaltorganen 23 ruhen, mit- teIst der Muttern 24 zusammengehalten.
Damit das Pressgut mit dem Vorwärtsschrau ben beim Übergleiten der Zwischenräume von einem Pressring auf den nächst zuv orliegen- den auf der Kante g des letzteren nicht auf stösst,
so sind dieselben von der Pressschraube weiter entfernt als die Kanten h des nächst zurückliegenden Pressringes. Ebenso sind die radialen Kanten i der Züge längs des Umfan ges versetzt gegen die radialen Kanten k des nächst zurückliegenden Pressringes. Damit die radialen Kanten k durch die Reibung der Pressschraube nicht beschädigt werden,
so reicht je die Ausnehmung der Pressringe bei der Kante g von derselben in dar Längs richtung bis b und bei der Vertiefung für die Züge in Umfangsrichtung von<I>i</I> bis<I>m.</I>