CH105786A - Ventillose Absorptionskälteeinrichtung. - Google Patents

Ventillose Absorptionskälteeinrichtung.

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CH105786A
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  Ventillose     Absorptionsl;älteeinrichtung.       Bei     Absorptionskälteeinrichtungen    ist  man bestrebt, :alle Ventile zu vermeiden und  eine     automatische    Regelung des Kreislaufes  des     W.iltemittels    zu erreichen.

   Diesen Grund  satz verfolgt man besonders bei Kälteeinrich  tungen, für die eine sachverständige War  tung nicht vorausgesetzt werden kann, so     d.ass     die     Bedienung    auf die einfachsten     141"assn:ah-          men,    beispielsweise auf die     Einschaltung    der  Heizung, beschränkt bleiben muss.     llan    hat  die     Ventillosigkeit    solcher Absorptionskälte  einrichtungen     dadurch    zu erreichen versucht.,  dass man die wirkungswichtigsten Teile der  Anlage, nämlich den     Absorberkocher,    den  Kondensator und den Verdampfer, in der  Weise hintereinander schaltete. dass das  Kältemittel, z. B.

   Ammoniak, aus dem Ab  sorberkocher zuerst in den Verdampfer und  von dort in     den    Kondensator strömt und nach       Verflüssigung    den     rückläufigen    Weg nimmt.  Dabei ist zwischen dem     Absorberhocher    und  dem Verdampfer eine als     Wasserabscheider     dienende Flüssigkeitsvorlage angeordnet, die  während der     Absormtion    die Gase in den Flüs  sigkeitsraum des Absorbers leitet und die    übrigen Leitungswege abschliesst.

   Diese An  ordnung hat den Nachteil, dass die beim Ko  chen ausgetriebenen Gase das 'Wasser der  Vorlage durchströmen müssen, also immer  nieder     'Wasser    aufwirbeln     und    mit. sich rei  ssen, so dass sich bald eine starke Verwässe  rung des     Verdampferinhaltes    mit der Folge  der Verschlechterung der     Xühlv,irkung    er  gibt. Es mussten deshalb noch besondere Ein  richtungen vorgesehen werden, die gestatten,  den Verdampfer von Zeit zu Zeit zu entwäs  sern, was wieder die Anordnung von Ventilen  oder sonstigen umständlichen Vorrichtungen  mit sich brachte.  



  Die     Erfindung    betrifft eine     Absorptions-          kälteeinrichtung;    bei welcher die wirkungs  wichtigen Teile in der üblichen Reihenfolge:       Absorberkocher,    Kondensator und Verdamp  fer hintereinander geschaltet sind:

   Die     Ven-          tillosigkeit    der     Einrichtung    ist dadurch er  reicht,     dass    in der Verbindung zwischen dem       Kondensator    und Verdampfer     durch    Form  gebung die Bildung eines Flüssigkeitsab  schlusses durch das     verflüssi        te    Kältemittel  ermöglicht ist, der verhindert,     dass\    der Ver-           dampferinhalt    in Richtung zum Kondensator  strömt.

   Dieser     Flüssi.glzeitsabschluss    ermög  licht auch die ventillose     Rücl@führung    des  Flüssigkeitsinhaltes des Verdampfers und  damit seines Wassergehaltes zum Kocher  absorber.  



  In     Fig.    1 der Zeichnung ist schematisch  ein Ausführungsbeispiel einer     Absorptions-          kälteeinrichtunggemäss    der Erfindung wie  dergegeben;     Fig.    2 zeigt eine andere Anord  nung des Flüssigkeitsabschlusses in der An  lage; die     Fig.    3 und 4 zeigen schematisch       -weitere    Ausführungsbeispiele der Einrich  tung zur ventillosen Rückführung des Flüs  sigkeitsinhaltes des     Verdampfers    zum     Ko-          eherabsorber.     



  In     Fig.    1 ist     a    der     Absorberkocher,    der  aus einem     Kessel    besteht und beispielsweise  durch elektrische     Ffeizpatronen    b beheizt  werden kann. c ist die übliche Kühlvorrich  tung für den.     Absorberkocher    zur Kühlung       -während    des Absorptionsvorganges. Aus dem       obern    Raum des Kochers zweigt ein Verbin  dungsrohr d zum Kondensator e ab, der mit  dem Unterraum des Verdampfers f derart  verbunden ist, dass sich in dieser Verbindung  ein     Flüssigkeitsabsehluss    bildet.

   In dem Bei  spiel der     Fig.    1 ist das in den     Unterraum    des  Verdampfers einmündende     Verbindungsrohr     g zu einer Schleife     1a    geformt, die ganz am  Boden des Verdampfers ausmündet, so dass  sie ständig unter     Flüssigheitsabschluss    steht.  Aus dem Oberraum des Verdampfers     zweigrt;     eine     Leitung   <I>i.</I> ab, die mit einem Verteiler     k     unter dem Spiegel der Flüssigkeitsfüllung  im     Absorberkocher        a    endigt.  



  Eine in der Wirkung gleichkommende  Anordnung zur Bildung des     Flüssiglceitsab-          schlusses    zwischen Kondensator     undi    Ver  dampfer jedoch     ausserhalb    des letzteren zeigt       Fig.    2 schematisch. Es mündet dort das Ab  leitungsrohr     g    aus dem Kondensator in einen       Flüssigl@eitssach    1, ein, der zweckmässig im       Kühlbereich    des Verdampfers f     bezw.    der  Anlage angeordnet ist und selbst in den Ver  dampfer übergeht. Der Sack bleibt ständig  mit flüssigem Kältemittel gefüllt, das hier  nicht verdampft.

      Die Wirkungsweise der Einrichtung ist  die, dass die aus dem     Absorberkooher        a    durch  den Kochvorgang ausgetriebenen Gase in den  Kondensator e strömen, sich dort verflüssigen  und nun vor allem die     Flüssigkeitsvorlage        1a          bezw.        I        zwischen    Kondensator und Verdamp  fer anfüllen und dann in den Verdampfer f  übertreten.

   Während der Verdampfung und  Absorption bleibt immer ein     Flüssigkeitsab-          schluss    in der Verbindung zwischen Konden  sator und Verdampfer bestehen, der stärker  ist als der Widerstand, der den durch das  Rohr i hochströmenden Gasen durch die Flüs  sigkeitsfüllung des Absorbers etwa. entgegen  steht. Dadurch erübrigt sich jedes     Ventil.     



  Selbst wenn in eine solche Anlage ein       Wasserabscheider    eingebaut ist, wird erfah  rungsgemäss im Laufe der Zeit doch etwas  Wasser in den Verdampfer gelangen und des  sen Wirkungsrad verschlechtern. Es besteht       deshalb    das Bedürfnis, den     Flüssigkeitsinhalt     des Verdampfers und damit das in ihm an  gesammelte Wasser aus dem Verdampfer  heraus zum     Kocherabsorber    fördern zu kön  nen. Dies kann bei einer Anlage gemäss der  Erfindung infolge des Flüssigkeitsabschlus  ses auf ventillose Weise lediglich durch An  ordnung besonderer     Leitungswege    ermöglicht  werden.

   Die     Fig.    3 und 4 zeigen schematisch  zwei Ausführungsformen für diese weitere  Ausgestaltung der Einrichtung. In beiden  Fällen entspricht der Aufbau der Anlage  demjenigen gemäss     Fig.    1 und 2, so dass sich  in der Verbindung zwischen     Kondensator        e     und Verdampfer j'     ein        Flüssigkeitsabschluss     bilden kann.

   Bei der     Ausführungsform    der       Fig.    3 ist, wie bei derjenigen der     Fig.    1, der  Oberraum des Verdampfer: f durch eine     Ii-          tung    t. mit dem     Kocherabsorber        verbunden.     Ausserdem ist noch eine Verbindungsleitung       nr    vorgesehen, die bis zum Boden des Ver  dampfers     freicht,    um dessen     -\Vasserinhalt    ab  führen zu können.

   Der lichte Querschnitt des  Rohres i     bezw.    seiner     Einströmöffnung    im  Verdampfer f ist gegenüber     dem;        lichten     Querschnitt des Rohres     m.    eng und so bemes  sen, dass bei     normalem    Betrieb der während  der Absorption zwischen Verdampfer f und      Absorber a bestehende     Druckunterschied     wohl     ausreicht,    die     Kältemitteldämpfe    durch  das Rohr i zum     Absorber    zu führen, nicht        < ibcr        Flüssigkeit    durch das Rohr m,

   dessen       Fliissigkeitssäule    durch diesen Druckunter  schied nicht gehoben werden kann. Wird je  doch der     _Dru-ckunterschied    zwischen Ver  dampfer f und Absorber a künstlich gestei  gert, beispielsweise durch besonders starke  Kühlung der     Schlange    c im     Absorber    a, oder  aber durch Wärmezufuhr zum Verdampfer  mit der Folge einer starken Gasentwicklung  im Verdampfer, die nicht mehr durch das  enge Rohr i ausgeglichen werden kann, so  wird der     Flüsigkeifsinhalt    des Verdampfers  /' durch das Rohr m, cl. h. auf dem Weg des       heringsten    Widerstandes zum Absorber a ge  schleudert.

   Da das Rohr m bis auf den Grund  des Verdampfers f reicht, wird das dort     an-          f;esammelte    Wasser mitgerissen. Der     Flüssig-          heitsabschluss    im Rohr     g    verhindert, dass ein  in Betracht kommendes     Abströmen    in Rich  tung zum Kondensator e eintritt. Im übrigen  wird dieses Rohr g zweckmässig eng ausge  führt oder stellenweise mit Verengungen oder  dergleichen versehen, damit es dem etwaigen  Rückströmen der Flüssigkeit vom Verdamp  fer zum Kondensator einen merklichen Wi  derstand entgegensetzt, der dem langsam sich  vollziehenden Zufliessen des verflüssigten  Kältemittels vom Kondensator zum Ver  dampfer nicht hinderlich ist.

   Um den Druck  unterschied     zwischen    Verdampfer f und Ab  sorber a künstlich steigern zu können, kann  im Verdampfer eine Einrichtung vorgesehen  werden, die das Einfüllen von kochendem  Wasser ermöglicht. In den     Fig.    3 und 4 ist  ein Becher n für diese Zwecke angedeutet.

    Bei     Kleinkältemaschinen    ist es an sich schon  üblich, in den Verdampfer solche Becher für  die Zwecke der Eisbereitung einzubauen, die  dann auch zur     Ilervorrufung    der Druckstei  gerung mit Hilfe heissen Wassers gelegent  lich verwendet werden können.

       Wird,    wie er  wähnt, die     Querschnittsabgleichung    der Lei  tungen i und     m    durch entsprechende Ver  engung der Eintrittsöffnung     desi    Rohres i  im Verdampfer f vorgenommen, so kann das    Rohr m an irgend einer Stelle über     dieser          Eintrittsöffnung    in das Rohr i     umgeleitet     werden, wie dies in     Fig.    3 durch punktierte  Linien angedeutet ist.  



  Bei der Ausführungsform der     Fig.    4 be  steht wieder nur eine     direkte    Verbindung i  zwischen dem Absorber a und dem Ver  dampfer f. Dieses Rohr i reicht aber mit einer  Verlängerung o bis auf den Boden des Ver  dampfers. Über der normalen Flüssigkeits  linie des Verdampfers f ist in dem Rohr       i-o    innerhalb des Verdampfers eine enge  Öffnung p vorgesehen, die ausreicht, um im  normalen Betrieb die     Kä        ltemitteldämpfe    zum  Absorber abströmen zu lassen.

   Der lichte  Querschnitt dieser Öffnung     p    ist kleiner als  der lichte Querschnitt des Rohres     i-o,    so dass  durch künstlich erzeugte     Drucksteigerung    im  Verdampfer f dessen Flüssigkeitsinhalt durch  das Rohr     o-i,    d. h.

   wieder auf dem Weg des  geringsten Widerstandes nach dem Absorber  geschleudert werden kann,     wobei    eben die  enge Öffnung p nicht ausreicht, um den  Druckausgleich durch     Abströmenlässen    der       Kältemitteldämpfe        herbeizuführen.    Durch  den in der Leitung     g-h    vorhandenen     Flüs-          sigkeitsaIschluss    und Leitungswiderstand  wird verhindert, dass sich die     künstlich    her  vorgerufene Drucksteigerung in merklichem  Masse durch den Kondensator e ausgleicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ventillose Absorptionskälteeinrichtung, bei welcher der Kondensator zwischen dein Absorberkocher einerseits und dem Verdamp fer anderseits liegt, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung zwischen dem Kon densator und Verdampfer durch Formgebung die Bildung eines Flüssigkeitsabschlusses durch das verflüssigte Kältemittel ermöglicht ist, der verhindert, dass der Verdarapferinhalt in Richtung zum Kondensator strömt.
    UNTERANSPR'CCHE 1. Absorptionskälteeinrichtung nach dem Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Formgebung zur Bildung des Flüssigkeitsabschlusses im Verdampfer selbst befindet. \?. Absorptionskälteeinriehtung nach dem Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich dir Formgebung zur Bildung des Flüssigkeitsabschlusses ausserhalb des Verdampfers befindet.
    3. Absorptionskälteeinrichtung nach dem Pa- tentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl von der tiefsten Stelle, als auch vom Oberraum des Verdampfers eine un- mittelbareVerbindung zum Absorberkocher führt, und dass die vom Oberraum ausge hende Verbindung gegenüber der ersteren eine Verengung enthält, zum Zweck,
    dass bei dem! der Absorption entsprechenden normalen Druchunterschied lediglich die Iiä.ltemitteldämpfe, und zwar durch den verengten Leitungsweg, zum Absorber strömen, während bei gesteigertem Druelz. unterschied durch die andere, in ihrem lichten Querschnitt grössere Verbindung der @lüsigheitsinh.alt des Verdampfers ' zum Absorber gefürdert wird.
    1. Absc:rptionskälteeinrichtung nach dem Pa- - tentanspruch und Unteranspruch 3, da durch gehennzeichnet, dass die Leitungs wege für die Iiältemitteldämpfe und für die Verdampferflüssigkeit aus einem ein zigen Rohr bestehen, das vom Absorber durch den Verdampfer hindurch bis zu dessen Boden geführt ist und oberhalb der Flüssigkeitslinie des -Verdampfers eine Öffnung hat.
    deren Grösse zur Überfüh rung der normalen Dampfmenge bei ge- wö hnlichem Sangdrncl@ ausreicht und klei ner ist als die lichte Weite des Rohres.
CH105786D 1923-02-07 1923-09-24 Ventillose Absorptionskälteeinrichtung. CH105786A (de)

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