Vorrichtung zur Kühlung von Elektroden von Röntgenröhren. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor richtung zur Kühlung von Elektroden von Röntgenröhren.
Es ist bekannt, Antikathoden von Rönt genröhren dadurch zu kühlen, dass man um die Antikathode herum ein Gefäss anbringt, in dem vermöge der Wärme der Antikathode eine Flüssigkeit, wozu vielfach Wasser be nutzt wird, zu sieden anfängt. Beim Sieden der Flüssigkeit gerät letztere in heftige Bewe- gung, wobei die der Antikathode zunächst befindliche Flüssigkeit, die am meisten er wärmt wird, unter allmählicher Verdampfung ständig abgeführt wird. Infolge der ständi gen Abfuhr der Verdampfungswärme, sowie des starken Umlaufes ist .die Kühlung inten siver, als wenn .die Flüssigkeit noch nicht siedet.
Ein Nachteil einer solchen Kühlvorrich tung ist, dass, die üblichen Kühlgefässe mit der freien Luft in Verbindung stehen und die Flüssigkeit daher die Temperatur ihres ,Siede- punktes und den normalen Luftdruck ange nommen haben muss, bevor die beschriebene günstige Kühlung stattfindet.
Unter .dieser Temperatur wird ja nur die Flüssigkeit, die sich der Antikathode zunächst befindet, ört lich erwärmt. Freilich treten infolgedessen Strömungen in der Flüssigkeit auf, aber selbstverständlich werden in der Flüssigkeit trotz dieser Strömungen und auch infolge der schlechten Wärmeleitung, grössere Tempera turgefälle auftreten als in einer siedenden Flüssigkeit.
Es werden nun Röntgenröhren vielfach während Zeitdauern verwendet, die im Ver gleich zu der zum Sieden .der Flüssigkeit in dem offenen Kühlgefäss erforderlichen Zeit kurz sind. Dies ist zum Beispiel bei der Her stellung von Photographien der Fall. Es kommt dann, um eine konstante Wirkung der Röhre während dieser Augenblicke zu sichern, darauf an, in möglichst kurzer Zeit die grösst- möglichste Quantität Wärme abzuführen.
Gemäss der Erfindung befindet sich die Kühlflüssigkeit unter verringertem Druck in einem völlig geschlossenen Kühlgefäss, das von einem zweiten Kühlgefäss, in dem sich eine Flüssigkeit unter dem normalen Lu:Et- .druck befindet, umgeben ist. Setzt man nun die Röhre in Betrieb, so wird die Antikathode erhitzt, und da. sie mit der Kühlflüssigkeit in Berührung ist, ver dampft ein Teil der Flüssigkeit, wobei die Verdampfungswärme der Antikathode ent zogen wird.
Diese Verdampfungswä.rme wird gleich nach dem obern Ende des Kühlgefässes abgeführt und von dem zweiten umgebenden Kühlgefäss aufgenommen.
U m das innere Kühlgefäss so viel wie mög lich über seine ganze Länge mit der Flüssig keit. im äussern Kühlgefäss zu kühlen, kann letzteres derart angebracht werden, dass es auch innerhalb der Entladeröhrc das innere Kühlgefäss teilweise umgibt.
Will man die Röhre während längerer Zeit .arbeiten lassen, so wird die Flüssigkeit im äussern Kühlgefäss ständig in Temperatur steigen und schliesslich zu sieden anfangen.
Die Höchsttemperatur und somit der Höchstdruek im innern Kühlgefäss wird: 1. Durch die von der Elektrode zuge führte Energie, und ?. Durch die Wärmeleitung der -\V _@n- dung des innern Kühlgefässes bedingt. Stellt man letzteres aus Glas her, so wird man, um während des Betriebes Bruch zu ver hüten, die Wanddicke und die Glasart pas send wählen müssen. Daher kann es auch empfehlenswert sein, (las innere Kühlgefäss aus Metall, z. B. Chromeisen, herzustellen.
Will man das Sieden im äussern Kühl gefäss verhüten, soa kann man mit Hilfe einer Umlaufsvorrichtung das Wasser in diesem Gefäss kühl halten.
Die Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführungsform einer Vorrichtung gemäss der Erfindung zur Kühlung einer R,öntgen- antika.thode dar, mit Wasser als Kühlflüssig keit und Glas als Herstellungsmaterial für das innere Kühlgefäss. An die Antikathode 1 ist mit Hilfe eines Platinringes ? eine zylinderförmige Glas röhre 3 geschmolzen, die mit einer Menge Wasser versehen ist und nach Entfernung der Luft, luftdicht abgeschlossen, das innere Kühlgefäss bildet.
Ein Stromzuführungsdraht 4 für die Antikathode ist luftdicht dureh das Kühlgefäss hindurchgeführt. Um dieses Kühlgefäss herum ist ein zweites Kühlgefäss 5 angebraAht, das das erste Kühlgefäss 3 über eine grosse Fläche umgibt und sich teilweise innerhalb des Körpers E3 der Röntgenröhre befindet.
Um die Antikathode, den Platinring und Teile des innern und äussern Kühlgefässes herum ist eine zz-linderförmige Glasröhre 7 angebracht, die an das äussere @üblgcl'ä.ss a.n- geschmolzen ist, um dis. Verbindungsstulle zwischen Metall und Glas vor Elektronen stössen zu schützen. Man kann das innere Kühlgefäss auch gänzlieh aus itletall her stellen.