CH105870A - Verfahren zum Haltbarmachen von saftigen Futtermitteln mittelst Elektrizität. - Google Patents
Verfahren zum Haltbarmachen von saftigen Futtermitteln mittelst Elektrizität.Info
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Description
Verfahren zum Haltbarmachen von saftigen Futtermitteln mittelst Elektrizität. Bei einem<I>bisher</I> bekannten Verfahren zum Haltbarmachen von saftigen Futtermitteln wird der elektrische Strom durch pIatten- oder flächenförmig ausgebildete Elektroden <I>an die</I> Oberfläche des im Futtersilo befind lichen Futterstockes herangeleitet.
Zum Unterschied hiervon werden gemäss der vorliegenden Erfindung stabförmige Elek troden in die Futtermasse eingeführt. Dieses wird zum Beispiel in der Weise ausgeführt, dass nachdem der Behälter mit Futter gefüllt ist, die stabförmigen Elektroden in das Futter hineingedreht und alsdann an die Elektrizitäts quelle angeschlossen werden.
Um den elektrischen Strom mit Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit des elektrischen Netzes, an welches die Konservierungsanlagen angeschlossen werden, in seiner Stärke zu begrenzen, können elektrische Widerstände in dem Stromkreis der stabförmigen Elek troden vorgesehen werden.
Diese Widerstände werden zweckmässiger weise im Inneren der als hohler Stab ausge bildeten Elektroden untergebracht, so dass die in den Widerständen erzeugte Wärme wäh rend der Konservierung an das Futter abge geben und auf diese Weise für- den Konser- vierungsprozess voll ausgenutzt wird..
Die Widerstände in den Hohlräumen der Elektroden sind vorteilhafterweise so ausge- ,bilde.t, dar sie als Vorschaltwiderstände und Heizwiderstände arbeiten. Ausserdem kann die Schaltung der Widerstände so eingerichtet sein, dass dieselben auch lediglich als Heiz- widerstände verwandt werden können.
Ein Ausführungsbeispiel einer stabförmigen Elektrode mit eingebauten Widerständen ist in der beiliegenden Abbildung 1, und zwar für eine Drehstromanlage mit Null-Leiter, schematisch im Längsschnitt dargestellt. Die in die Futtermasse F einzuführende hohle Elektrode ist mit a, die Wandung des Futter behälters mit W bezeichnet; die Wandung TV ist elektrisch leitend gemacht und mit der Nullpolschiene E der Anlage verbunden.
Der im Inneren der Elektrode a unter gebrachte Widerstand setzt sich zum Beispiel zusammen aus einem Widerstandsdraht ei und einem Widerstandsdraht c2, beide Wider standsdrähte sind so hintereinandergeschaltet, dass der Strom von der Plusklemme ki (in der Abbildung mit -F bezeichnet) erst durch C und dann durch c_ zur Nullklemme k (in der Abbildung mit 0 bezeichnet) fliehen muh. Von der Stelle s, wo die beiden Wider stände<B>ei</B> und c,_ miteinander verbunden sind,
wird ein Anschlussdraht nach der Mündung der Elektrode geführt, wo er an die Wandung der Elektrode im Punkt p angeschlossen werden kann.
Der Stromverlauf gestaltet sich bei dieser Ausführungsform wie folgt: Zu Beginn der Silage ist erfahrungsgemäss der elektrische Futterwiderstand so gross, dass kein Strom, oder nur wenig Strom durch das Futter fliehen kann, in diesem Falle fliegt demnach der Strom von einer Phasenschiene IZZ des Netzes durch die Pluspolklemme ki der Elek trode zunächst durch den Widerstand er, dann durch den Widerstand c- zur Nullpolklemme lcz und zur Nullpolschierie E des Netzes zurück. Der so verbrauchte Strom erwärmt die Elek trode und damit auch zugleich das Futter.
Wenn nun infolge dieser Erwärmung des Futters nach einigen Stunden des Betriebes der Futterwiderstand herabsinkt, so dah Strom durch das Futter fliehen kann, teilt sich der Strom in dem Punkte s derart, dass<I>ein Teil</I> <I>des</I> Stromes von s nach 2) über die Wandung der Elektrode in der in Abbildung 1 durch Pfeile dargestellten Weise durch das Futter entweder zu einer anderspoligen Elektrode oder zu der Wandung hY und zur Nullpol schiene E des Netzes fliesst,
während<I>der</I> <I>andere Teil</I> des Stromes immer noch von s aus weiter durch den Widerstand czur Nullpolklemme k= und von dort zur Nullpol- schiene E des Netzes zurückgeht.
Wenn nun aber der Futterwiderstand nach längerer Betriebsdauer auf Null herab gesunken ist, was erfalirungsgemäh etwa nach 24-stündiger Silage eintritt, so fliesst alsdann der gesamte Strom von der Pluspol klemme 1i durch den Widerstand ei weiterhin durch die Verbindung von s nach p, sodann durch die Wandung der Elektrode (4 und durch das Futter entweder zrr einer andern Elektrode oder zu den Wandungen des Silos;
in diesem letzten Falle flieht durch den Widerstand e2 so gut wie kein Strom mehr.
Die Verbindung von s nach 1) ist so ein gerichtet, dass inan sie durch an sich be kannte Mittel, wie zurr Beispiel eine Schraube, herstellen oder lösen kann, wobei die Wider- standsdrähte ei und c_ stets hintereinander geschaltet bleihcrr. Die Elektrode arbeitet, wenn die Verbindung von s nach p gelöst ist, als reiner Heizkörper und gibt keinen Strom mehr au das Futter ab.
Abbildung 2 stellt eine Ausführungsform der vorbeschriebenen stabförmigen Elektrode in Ansicht dar, die Schraubengänge g an den Mantelflächen und eineu Handgriff z aufweist, welche zum leichteren Einführen der Elek trode in die Futtermasse angebracht sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRMIE I. Verfahren zurr Haltbarmachen von saftigen Futtermitteln mittelst Elektrizität, dadurch gekennzeichnet, daI Elektroden in Stab form in die Futtermasse eingeführt werden. II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass an der Mantelfläche der stabförmigen Elektroden Schraubengänge angebracht sind. UNTERANSPRüCHE: 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, II, da durch gekennzeichnet, dass die stabförrnigen Elektroden hohl ausgebildet und mit elek trischen Widerständen in der Weise ver sehen sind, dass vor, ihnen sowohl Elek trizität als auch, Wärme an das Futter abgegeben wird. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass die im Innern der Elektroden untergebrachten Wider- stände teilweise als Vorschaltwiderstände ausgebildet sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE105870X | 1922-04-12 | ||
| DE280822X | 1922-08-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH105870A true CH105870A (de) | 1924-07-16 |
Family
ID=25750455
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH105870D CH105870A (de) | 1922-04-12 | 1923-04-10 | Verfahren zum Haltbarmachen von saftigen Futtermitteln mittelst Elektrizität. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH105870A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2549806A (en) * | 1947-04-01 | 1951-04-24 | William D Hall | Electric fuel igniter |
-
1923
- 1923-04-10 CH CH105870D patent/CH105870A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2549806A (en) * | 1947-04-01 | 1951-04-24 | William D Hall | Electric fuel igniter |
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