CH106018A - Anordnung zum Steuern von Gleich- und Wechselstromkreisen. - Google Patents

Anordnung zum Steuern von Gleich- und Wechselstromkreisen.

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CH106018A
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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  Anordnung zum Steuern von Gleich- und     Wechselstromkreisen.       Beim Unterbrechen hochbelasteter Strom  kreise entsteht ein     Abreissfunke        am    Schalter,  der die Kontaktflächen gefährdet. Die  Schwierigkeit, eine schädliche Funkenbildung  zu     unterdrücken,    wächst mit der Vergrösse  rung der zu steuernden Energiemengen. Die  nachteilige Wirkung des Öffnungsfunkens  wird vermieden, wenn man der .Erfindung ge  mäss als Schalter     Metalldampfap:paratei    ver  wendet. Beispielsweise können parallel zum       Hauptschalter    Gleichrichter angeordnet sein,  deren Lichtbogen einen Teil des zu steuernden       Stromkreises    bilden.

   Durch Zünden des Licht  bogens wird der     Stromkreis    geschlossen, durch  Löschen unterbrochen. Eine Funkenbildung,  welche die Kontaktstellen gefährdet, tritt  hierbei nicht .auf, und es lassen sich mit     Hilfe     dieser Anordnung selbst grosse Energiemen  gen praktisch     funkenfrei    abschalten.  



  Das Löschen des Lichtbogens kann in be  kannter Weise dadurch erfolgen, dass man die  Hilfserregung unterbricht. Man kann aber  auch zum Löschen die Metallbeläge verwen  den, welche zur Erleichterung des     Zündens       auf dem die Anoden     umgebenden    Gehäuseteil  angebracht sind. Verbindet man diese     Metall-          Beläge    mit der Kathode, so reisst der Licht  bogen ab.  



  Die Wirkung dieser     Metallbeläge    beruht  darauf, dass, sie je nach dem Potential,     welches     man ihnen erteilt, den Potentialfall zwischen  Anode und Kathode, der den Übergang der  stromtransportierenden Teilchen verursacht,  stärken oder schwächen. Es ist bekannt, zum  Zwecke des Löschens diese Metallbeläge mit  der Kathode zu verbinden. Die Wirkung  kann aber bedeutend gesteigert, d. h. die Si  cherheit, mit der der Lichtbogen gesteuert  wird, vergrössert werden, wenn man dem Be  lag ein von dem der Elektroden möglichst. ver  schiedenes Potential erteilt.

   Man kann zum  Beispiel, um den Lichtbogen zu löschen, den  Metallbelag auf ein niedrigeres Potential als  das der Kathode mit Bezug auf die Anode  bringen, indem man ihn zum Beispiel mit dem       Sternpunkt    des Transformators oder dem       Endpunkt    der folgenden Phase, das ist die       Anschlussstelle    der benachbarten Anode, ver-      bindet. Der Stromübergang zwischen Anode  und Kathode wird dann so. .gestört, dass der  Lichtbogen abreisst. Von Einfluss ist auch die  Grösse der Metallbeläge, da sie in Verbindung  mit der     zubehöriben    Anode als Kondensatoren  wirken.

   Die Metallbeläge können innerhalb  oder ausserhalb des     Metalldampfgefässes    ange  ordnet werden; sie bestehen zum Beispiel aus  Blech oder Drahtgewebe. Werden sie ausser  halb des Anodenarmes angebracht, so lässt  man zweckmässig zwischen Belag und     Gefä.ss-          zvand    einen Luftzwischenraum zur besseren       Küblunc    und auch um     Durchschläge    zu ver  meiden.  



  Die     Verwendung    von     1VTetalldampfa,ppara-          ten    für     Scha.ltz-,vecke    kommt wegen ihrer       -leichriehtenden        Wirl@ung    zunächst für  Gleichstromkreise in Betracht. Sie lassen sich  jedoch auch für Wechselstromkreise verwen  den, indem man in den zu steuernden Strom  kreis Paare von     Gleiehriehtern    mit     eritbeben-          -esetzter        Ventilwirkung    einschaltet. Jeder der  beiden Gleichrichter lässt .den Strom nur in       c-iner    Richtung hindurch, der eine nur die po  sitive, der andere nur die negative Welle.

    Hinter dem Gleichrichter     vereiniberi    sich  beide Wellen wieder zu einem     Wechselstrom.     Die gleichrichtende Wirkung der     Metall-          dampfa.ppara.te    ist also     auf;elioben,    und sie       dienen        lediglich    als Schaltapparate.  



  Ausführungsbeispiele der Anordnung  nach der Erfindung sind in der     Zeiclinun        db          wiedergegeben.     



  In     I'ig.    1 stellt     n    ein     Einphasennetz    dar,  das über den Hauptschalter     la    an Spannung       0,eleo#t    wird. Parallel zu dem Schalter     lieben     die     Quecl@silbergleichrichter        g1    und     g2    mit  den Anoden     crl    und     (r2    und den     Kathoden        lcl     und     1-2.    Konzentrisch um die Anoden sind die       lIetallbeliibe        b1,

          b.    angebracht. Die Anode     n,     ist über den Ausschalter     s,    mit der Kathode       1-.    und die Anode     a@    über den Ausschalter s,  mit der     Kathode        k1    verbunden. Infolge     der          Crcgeneinanderschaltung    der Apparate kann       clcr    Strom die von den     Gleichrichtern        o,ebil-          deten    Brücken in beiden Richtungen passie  ren, da für jede     Stromrichtung    eine Brücke  vorhanden ist.

      Die Anordnung wirkt nun folgender  massen  Der Hauptschalter     lt    sei zunächst geschlos  sen, so     dass        das    Netz unter Spannung steht.  Die Gleichrichter sind ausser Betrieb. Will  man das Netz     abschalten,    so werden die Schal  ter     s1    und s<I><U>.</U></I>     beschlossen    und die     Ililiserre-          gung        e,        e,    die von einer     beliebigen    Strom  duelle gespeist wird,     einbeschaltet.    Wird nun  der Hauptschalter     la        geöffnet,

      so erhalten die       beiden    Gleichrichter Spannung und springen  an. Der Strom im Netz wird also durch Off  nen des Sehalters     nielit        unterbrochen,    da. er  ja jetzt -anstatt durch den Schalter, durch die  beiden     Quecksilberapparate    fliesst. An Stelle  des Schalters     übernehmen    jetzt die Licht  bogen die Leitung des Strome. Um das Zün  den zu erleichtern, sind die Beläge     b1,        b@        rnit          den    Anoden     a1,        n..    verbunden.

   Werden nun  mittelst der Umschalter     1l,        1r._.    die Beläge von  den Anoden getrennt und mit. den     Kathoden     verbunden, so     -,werden    die     Lielitbögen    und da  mit auch der Strom     unterbrochen.     



  Falls zu befürchten ist, dass die     Metall-          dampf < apparate    beim     Offnen    des Hauptschal  ters nicht sofort     anspringen,    kann man den       Spannungsabfall    im Schalterstromkreis da  durch erhöhen, dass man parallel zum Schal  ter     Widerstände,    Drosselspulen oder derglei  chen anordnet, die bis zum Zünden der     i1le-          ta:lldampfappara.te        einbeschaltet    bleiben. Man  kann den Metallbelag .auch ständig mit der  Kathode verbinden, wenn man zwischen Be  lag und Kathode einen     hochohmigen    Wider  stand (z. B.

   Wasser oder     Silit)    schaltet. Diese  Anordnung ist in     h'i.g.        \?    dargestellt. Wird  durch Öffnen des     Schalters        s;;    die Verbindung  zwischen den Belägen und den Anoden auf  gehoben, so wird' der     Liehtboben    unter  brochen.  



  Die Verwendung von     ll@etallclampfa:ppara._          ten.        zri        Schaltzwecken        errncliclit;    nun eine       Reihe    von     Anordnungen,    bei denen auf eine  gänzlich neue Art die     Erregerstromkreise    von  elektrischen     Maschinen    oder Apparaten, ins  besondere von solchen mit     Gleichstromerre-          gung    gesteuert werden, indem die Gleichrich  ter, welche die Erregerenergie übermitteln,      zugleich als Schaltapparate dienen.

   Dabei  können     die    Gleichrichter in Abhängigkeit von       Regelvorrichtungen    bekannter Art das Feld       verändern.    und stellen in Verbindung mit den  gebräuchlichen     Sicherheitsvorrichtungen,    wie       Überstromrelais,        Überspannungsrelais,    Span  nungsrückgangrelais ein wirksames Mittel  dar, um elektrische Maschinen oder Apparate  vor Beschädigungen durch Störungen ,aller  Art zu schützen.  



  In     Fig.    3 der Zeichnung ist als     Beispiel     eine Bahnanlage dargestellt. Bei     Einanker-          umformern    für Bahnen kommen Überschläge  am Kollektor vor, wenn die Fahrleitung  Schluss mit der Erde     bekommt,    oder wenn  plötzliche Schwankungen auf der Drehstrom  seite auftreten. Dias     -Schaltverfahren    der Er  findung soll dazu     verwendet    werden, um die       Erregung    fortzunehmen.  



  Aus dem Drehstromnetz 1     wird    der Trans  formator 2 gespeist, an dessen Sekundärwick  lung der Rotor des     Einankerumformers    3 an  geschlossen ist, welcher die Bahnanlage 4 mit  Strom versorgt. Der erzeugte Gleichstrom  fliesst über einen normalen Automaten 5 und  einen     Sühnellschalter    6. Der Strom aus dem  Netz 1 wird dem Transformator 2 über  Gleichrichter 7 bis 12 zugeführt. Jede Phase  ist in der oben beschriebenen     Weise    an zwei  parallel     geschaltete    Gleichrichter mit entge  gengesetzter Ventilwirkung angeschlossen, so  dass die.     gleichrichtende    Wirkung der Queck  silberapparate ,aufgehoben ist.

   Sie dienen  lediglich als     Sthaltapparate.     



  Der Erregerstrom wird über den     Gleich-          ri:ehter    13 und Transformator 14 dem Netz  1 entnommen und über einen     Regulierwider-          stand    15 in die     Feldwicklung    16     geschickt.     Zum Abschalten des     Umformers    vom Dreh  stromnetz sind     Kontaktes    17 bis 19 vorge  sehen, die in verschiedener Weise betätigt  werden. Sie dienen dazu, die Anodenbeläge  der Gleichrichter mit der zugehörigen Ka  thode zu verbinden, um in bekannter Weise  den Gleichrichter zum Verlöschen zu bringen  und dadurch den Strom zu unterbrechen.  



  Die     Kontaktvorrichtung    17 ist mit einem       Leistungsrelais    20 verbunden, dessen Strom-    spule mit 21 und dessen Spannungsspule mit  22 bezeichnet ist. Das Relais spricht an, so  bald die     Leistung    einen Maximalwert über  schreitet, oder sobald der Umformer Leistung  in das     Drehstromnetz    zurückgeben sollte.  Gleiche     Relais        sind    auch an die übrigen Pha  sen bei 28 und 24 angeschlossen, sie sind je  doch der Übersicht wegen in der Zeichnung  nur angedeutet. Aus dem gleichen Grunde  sind die Kontaktverbindungen der     Gleich-          richter    7 und 8, 11 und 12 nicht gezeichnet.  



  Die Kontakte 18 und 19 sind     mechanisch     mit dem     Schnellschalter    6 verbunden, so dass  dieser     Schalter    die     Kontakte    schliesst, wenn  er in seine Ausschaltstellung .gekommen ist.  Beide Kontakte wirken in gleicher Weise wie  Kontakte 17, indem auch sie die Verbindung       zwis,chen    Kathode und     Anodenbel.a,g    der  Gleichrichter herstellen, also durch Löschen  der     Gleichrichter    den Strom unterbrechen.  Kontakt 18 liegt parallel zu dem Kontakt 17  und     unterbricht    den Drehstrom, wenn der       Schnells-chalier    6 auslöst.

   Die Kontakte 19  dienen zum     Abschalten    der Erregung. Damit  letztere erst fortgenommen wird, wenn der  Anker     stromlos    geworden ist, erhält Kontakt  18 eine gewisse     Voreilung    gegen Kontakt 19.  Die Unterbrechung der Erregung ist notwen  dig, da auch nach Abschalten des Drehstro  mes, der infolge des     Beha.rrungsvermö.gens     noch eine Zeit lang weiterrotierende Umfor  mer Strom .auf einen im Bahnnetz aufgetre  tenen Kurzschluss, liefern kann, so lange er  noch erregt ist. Es können also auch     dann     noch     Kollektorübers@chläge    eintreten.

   Da  nach Schluss der Kontakte 19 der Erreger  strom plötzlich unterbrochen wird, sind noch  Vorrichtungen notwendig, um die sehr hohe       Selbstiniduktionsspannung    der     Erregerwick-          lung    unschädlich zu machen. Zu     diesem     Zweck können     Hörnerblitzableiter    25 oder       hochohmige    Widerstände 26 der Erregerwick  lung 16 parallel     geschaltet    werden.  



  Die Anordnung gemäss der Erfindung       kann    'zweckmässig verwendet werden, um Ge  neratoren gegen die schädlichen Wirkungen  von     Kurzschlüssen    und     dergleichen    zu schüt  zen. Ein Beispiel hierfür ist in     Fig.    4 darge-      stellt. Es ist dort 27 ein Turbogenerator,  der aus einer Erregermaschine 28 über einen  Umschalter 29 und Schleifringe 30 und 31       erregt    wird.

   Die Erregung kann mit     Hilfe     des     Umschalters    29 auf einen     mehrphasigen     Gleichrichter 32 umgelegt werden,     sobald    der  Generator Strom in das Netz     schickt.    Dieser  Gleichrichter 32 wird in üblicher Weise über  den Transformator 33 aus dem vom Generator  gespeisten Netz 34 mit Strom versorgt. Das  Löschen des vom Gleichrichter     gelieferten     Erregerstromes erfolgt dadurch,     da.ss    ein Kon  takt 35 die Anodenbeläge des Gleichrichters  mit dessen Kathode verbindet.

   Dieser Kon  takt 35 wird bei Kurzschluss dadurch     betä.-          tigt,    dass ein Eisenkern 36, der an einer     Feder     37 aufgehängt ist, durch die im     Kurzschluss-          kreis    liegende Spule 38 die beiden Kontakt  stellen miteinander verbindet.     LTm    das plötz  liche Unterbrechen des     Erregerstromers    un  schädlich zu machen, ist auch hier wieder     ein     Schutzwiderstand 39 der     Erregeiwieklung     parallel geschaltet. Der übliche Regulier  widerstand der Erregung ist bei 40 ange  geben.  



  Schaltet man zwei Gleichrichter parallel,  die zum Beispiel durch einen     Stufentransfor-          mator    mit verschiedener Spannung versehen  werden, so wird nur derjenige Strom hin  durchlassen, der an     der    höheren Spannung  liegt, während der andere erlischt. Dagegen       wird    sich dieser zweite Gleichrichter sofort  an der Stromlieferung beteiligen, sobald man  den ersten Gleichrichter, der     ursprünglich    die.  höhere Spannung erhielt,     stillsetzt.     



  Hieraus ergibt sich ein Verfahren, Gleich  richter dadurch zum Zünden     bezw.    zum Ver  löschen zu bringen,     dass,    man einen Gleich  richter mit höherer Spannung parallel schaltet  und     diesen    in bekannter Weise zum Verlö  schen     bezw.    zum Zünden     bringt.    Beide  Gleichrichter arbeiten dann abwechselnd.  



  Dieses Verfahren soll dazu verwendet  werden,     die    Spannung von Maschinen funken  frei zu regeln.  



  Das Schaltbild einer Ausführungsform ist  in     Fig.    5 dargestellt, und zwar für die Regu  lierung eines Motors mit wechselnder Dreh-         richtung.    Auf der Zeichnung ist 41 ein  Gleichstromnetz und 42 ein Motor, der von  Null auf eine gewisse Höchstgeschwindigkeit  zu regulieren ist. 43     ist    eine     Hilfsgleich-          strommas,chine,    deren Spannung zum Anlas  sen der Maschine. 42 der Spannung des Netzes  41. entgegenwirkt, dann allmählich auf Null       gebracht    und schliesslich zu der Spannung des  Netzes 41 hinzugeschaltet werden soll.

   Diese  Maschine besitzt zwei Erregerwicklungen 44  und 45, von denen die eine für Rechtslauf,  die andere für     Linkslauf    dient, und wird von  einem     Drehstromas5-nchronmotor    46 angetrie  ben, der     Stronn    aus einem Drehstromnetz 47  erhält. Das Vorhandensein des Netzes 41 ist  nicht Bedingung für die Ausführung der Er  findung, sondern es kann auch die Maschine  43 den Motor 42 allein mit Strom versorgen,  beispielsweise in .-allen Fällen, wo der Motor  42 Drehrichtung und Geschwindigkeit ändern  muss, wie bei Fördermaschinen oder Walz  werksantrieben.  



  Der veränderliche Erregerstrom der Ma:       sehinE43    wird durch eine Anzahl Gleich  richter 48 bis 51 geliefert, die über     einen          Stufentransformator    52 gespeist werden, der  Strom aus dem Netz 47 bezieht. Seine     Se-          kundärwicklungen    sind in der Mitte zu einem  Nullpunkt 53 vereinigt.

   Die Gleichrichter 48  bis 51 werden durch einen Steuerapparat 54  beeinflusst, der nach Art einer Schaltwalze       aus:gefiihrt        ist.    Die     A.nodenbe-lä.ge    der Gleich  richter 48 und 49 sind zu Kontakten     geführt,     die     durch    die bewegliche Kontaktschiene 55  gleichzeitig berührt werden, und die Anoden  beläge der Gleichrichter 50 und 51 sind mit  andern     Kontakten    verbünden, welche beim  Schalten mit der Kontaktschiene 56 in Be  rührung kommen.  



  In der in der     Fig.    5 gezeichneten Lage  dieser Kontaktschienen 55 und 56 sind die  sekundären Anodenbeläge der Gleichrichter  48 und 49 durch die Schiene 55 mit der     Na.-          thode    verbunden, so dass durch diese Gleich  richter kein Strom     fliesst.    Infolgedessen ist  die Erregerwicklung 45 stromlos. Dagegen  sind die Anodenbeläge der     Gleiehizchter    50  und 51 nicht mit den     zugehörigen.    Kathoden           verbunden,    da die Kontaktschiene 56 in der  gezeichneten Stellung die     entsprechenden     Kontakte nicht berührt.

   Infolgedessen liefert  der     Gleichrichter    51 :allein Strom in die Er  regerwicklung 44, so dass diese in der ge  zeichneten Stellung mit der höchsten Span  nung, die vorgesehen ist,     erregt    wird. Der  Gleichrichter 50 liefert keinen Strom, da er  an einer niedrigeren Spannung liegt-     als     Gleichrichter 51.  



  Werden     nun    die     Kontaktschienen    55 und  56 gleichzeitig und gleichförmig über die       Kontakte-geführt,    so. werden der Reihe nach  die Anodenbeläge zuerst vom Gleichrichter  51, dann vom     Gleichrichter    50 mit den Ka  thoden in Berührung gebracht, und die ent  sprechenden Arme der Gleichrichter lassen  keinen Strom mehr hindurch. Die Spannung  sinkt in sechs Stufen; bevor der letzte Arm  vom Gleichrichter 50 stromlos wird,     gibt    die  Schaltschiene 55 bereits den ersten Kontakt  frei, so d ass ein Arm vom Gleichrichter 49  zündet. Die entsprechende Lage der beiden  Schaltschienen 55 und 56 ist in der Figur  punktiert angegeben.

   In dieser Lage fliessen  durch die Erregerwicklung 44 und die Erre  gerwicklung 45 gleiche, aber entgegengesetzte  Ströme. Die Steuermaschine 43 ist daher  spannungslos. Bei weiterer Bewegung der       Kontaktschienen    55 und 56 wird die Wick  lung 44     stromlos,    während der Strom in der  Wicklung 45     durch        W.eiterschalten    allmäh  lich bis zur höchsten     @Spannung    ansteigt.  



  Um die     besamte    Erregung plötzlich fort  nehmen zu können, ist die Steuerwalze so aus  gebildet, dass bei einer weiteren Bewegung  der' Kontakte 55 und 56 die Anodenbeläge  sämtlicher Gleichrichter 48 bis 51 mit den  Kathoden verbunden werden.  



       Da,    es möglich ist, in ausserordentlich kur  zer Zeit einen     Gleichrichter    mit dem     Lösoh-          b,and    zu öffnen, so ist :damit eine     Einrichtung     gewonnen, die an Stelle des Regelwiderstan  des im Erregerkreis treten kann, indem un  mittelbar durch das     Zitterrelais    des Schnell  reglers der Gleichrichter     ,besteuert    wird.     Eine     Ausführungsform der Anordnung ist in     Fig.     6 dargestellt.    Es ist     5$    ein Drehstromgenerator, der das       Drehstromnetz    59 speist.

   Die     Erregung    die- '       ser    Maschine wird     denn    Netz über den Trans  formator 60 entnommen, der in zwei Span  nungsstufen 61 und 62 über zwei Gleichrich  ter 63 und 64 den Erregerstrom liefert. Der  Strom wird einmal über die niedrigere Span  nungsstufe 61 und Gleichrichter 63, das an  dere Mal mit der höheren Spannung 62 über  Gleichrichter 64 der Erregerwicklung der       Maschine    58 zugeführt, indem jeweilig die  Anodenbeläge desjenigen Gleichrichters, wel  cher keinen Strom     durchlassen    soll, mit der  Kathode in Berührung gebracht werden. Dies  geschieht durch die Kontakte 65 und 66.

   Eine  leitende Platte 67, die beweglich ist, kann  durch ein Relais 68 zum Anliegen     an    Kon  takt 65 oder Kontakt 66 gebracht werden,       wodurch    entweder der     Gleichrichter    63 oder  64 erlischt. Im Relais 68 wirken die Kräfte  einer Feder 69 und einer Spule 70, die im  Erregerstromkreis liegt, einander entgegen  und' bestimmen den Takt der Regelung.  71 und 72 sind die Schleifringe, welche in  der Maschine 58 zur     Erregung    führen.  



  Liegt die Kontaktscheibe 67 weder bei 66  noch bei 65 an, so geht der Strom über Gleich  richter 64 zur     Erregung.    Der Gleichrichter  63 kann ,jetzt keinen Strom liefern, da er an  einer niedrigeren     Spannung    liegt als Gleich  richter 64. Der von     letztemem    gelieferte Strom  zieht mittelst der     Spule,    70 den Eisenkern 68  an, so     dass.    sich Kontakte 66 und 67 berühren.  Hierdurch wird der     Gleichrichter    64 strom  los. Der Strom geht nunmehr durch den  Gleichrichter 63 und sinkt     entsprechend    der  Zeitkonstante der     Erregerwicklung    auf einen  niedrigeren Wert herab.

   Dadurch     überwiegt     die Zugkraft der Feder 69 gegenüber der der  Spule 70, so     d.ass    nach einiger Zeit 65 und 67  sich berühren. Hierdurch verlöscht der  Gleichrichter 63. Der Gleichrichter 64 liefert  wieder Strom, und das Spiel beginnt von  neuem. Die Kontakte 65 und 66 schalten     fun-          kenfrei,    wie überhaupt alle     Schaltvorgänge,     ob es sich nun     um    ein Einregulieren oder um  ein Abschalten von Spannung handelt, ohne  eine schädliche Funkenbildung erfolgen.

        Der Vorteil der Vorrichtung nach der Er  findung liegt darin, dass die     liontal@tflächen     <B>0,</B>     S'     <B>,</B>     P-hont    werden, die     Lebensdauer    der Schalt  apparate     verlängert    wird.  



  Die Erfindung bewährt sich überall,     zvo     es sich darum handelt, die     Erregerkreise    elek  trischer Maschinen oder Apparate zu steuern  oder     gegen        Beschädig        ngen    durch elektrische  Einflüsse zu schützen. Selbst dort, w o es sich,  um ein plötzliches Abschalten     grosser        Ener-          giemengen    handelt,     erfolgt    die Stromunter  brechung ohne gefährliche     Funkenbildung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zum Steuern von Gleich- und Wechselstromkreisen, dadurch gel@ennzeieli- .i.et, daU .als Schalter Mefallda.mpfapparate dienen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zum Steuern von Wechselstromkreisen in dieselben paarweise parallel liegende Metalldampf apparate mit entgegengesetzter Ventil wirkung geschaltet sind.
    \?. Anordnung nach Patenta,nsprueli und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass die Ventile zu einem Haupt- sehalter parallel liegen. 3. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Erhöhung des Span nungsabfalles am Schalterstromkreis pa rallel zum ,Schalter Widerstände geschal tet sind. 4.
    Anordnung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, die einen die Anode der Metalldampfapparate umge benden Metallbelag zum Zünden des Lichtbogens mit der Anode, zum Löschen mit der Kathode zu verbinden bestattet. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss ein die Anode der Metal.ldampfap.parate umgebender Metallbelag über einen hochol.migen Wi derstand ständig mit der Kathode verbun den ist. 6.
    Anordnung nach Patenta.nspru:ch und Unteransprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Vorri:clitunb, die zum Löschen des Lichtbogens den 1Vletallbelag auf ein Potential bringt, das von den zwischen Anode und liatliode. auftretenden Poten tialen verschieden ist.
    7. Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis .t, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, die zum Löschen des Lichtbogen; den Metallbel.aö auf ein Potential bringt., welches niedriger ist als das der Kathode in bczug auf die Anode.
    B. Anordnung nach Patentanspruch und Untera.nsprüehen 1 bis 4 und 7, gekenn- zeielinet durch eine Vorrichtung, die zum Löschen des Lichtbogens den Metallbelag mit dem Stcernpunlct des Transformators verbindet. 9.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteralnsprüclien 1 bis 4 und 7, gekenn zeichnet durch eine Vorrichtung, die zum Löschen des Lichtbogens den Metall.bela mit der benachbarten Anode verbindet.
    l.1). Anordnung nach Patentanspruch und Untei .ans:prüclien 1 bis .4, dadurch gehenn- zeichnet, dass zwischen Metallbelag und Anodenarm ein Luftzwischenraum be steht. 11.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei elektrischen Maschinen Ankerstrom und Erregerstrom über Metalldanrlifapparate geführt sind, die in Ibliä.iibiglieit von Sicherheitsvor- richtZin-en bei Störungen die Stromkreise unterbrechen. 12.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Feld eines Wechselstromgenerators beim Anlassen durch eine Gleielist.roniinascliine und nach Aufnahme der Stromlieferung über einen Gleichrichter aus dem Netz erregt wird, wobei der Gleichrichter durch Schutzmit tel der Anlage gesteuert wird. 13.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Gleichrichter an verschiedenen Spannungen parallel lieben, derart, dass durch. Zünden des Gleichrichters an der höheren Spannung die Gleichrichter niedrigerer Spannung von selbst erlöschen und nach Löschen des Gleichrichters höherer Spannung wie der zünden. 14. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, d ass die Felderre gung eines Reversiermotors nach Stärke und Richtung durch einen Stufentrans- form.ator unter Zwischenschaltung von Gleichrichtern beeinflusst wird.
    1b. Anordnung nach Patentanspruch, da durch ,gekennzeichnet, dass: ein eine Erre gerwicklung speisender Stufentransfor mator mit Hilfe von Gleichrichtern so ge steuert wird, dass er abwechselnd eine hö here und eine niedrigere Spannung in die Erregerwicklung schickt.
CH106018D 1922-07-01 1923-06-23 Anordnung zum Steuern von Gleich- und Wechselstromkreisen. CH106018A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE756936C (de) * 1939-10-17 1953-02-09 Arno Fischer Steuerung fuer die elektrischen Antriebsmaschinen eines Befoerderungsmittels

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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