CH106042A - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Schaum für Feuerlöschzwecke. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Schaum für Feuerlöschzwecke.

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CH106042A
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Minimax Export Compagnie N V
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Minimax Export Compagnie N V
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  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

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  Verfahren und     Vorrichtuug    zur Erzeugung von Schaum für     Fenerlöschzwecke.       Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung  von Schaum für     Feuerlöschzwecke.    Bei den  bisher bekannten Verfahren zur Erzeugung  von     Schaum    für     Feuerlöschzwecke    hat man  zuerst grössere Flüssigkeitsmengen, denen die  der Schaumerzeugung dienenden Stoffe bei  gemischt waren, in getrennten Behältern be  reit gehalten. Im Brandfalle wurden dann  die Flüssigkeiten zusammengeführt und der  entstehende Schaum auf den Brandherd ge  leitet. Ein Nachteil dieses Verfahrens war  insbesondere der, dass die den Schaumbildner  enthaltende Flüssigkeit sehr bald verdarb und  somit unbrauchbar wurde.

   Demgegenüber  brachten andere Verfahren schon einen we  sentlichen Fortschritt, bei denen die zur  Schaumerzeugung dienenden     Reagenzehemi-          kalien    in trockenem Zustande in Bereitschaft  gehalten und im Brandfalle durch einen       Druckwasserstrom    zur Reaktion gebracht  wurden.

   Diese Verfahren hatten     indessen    den  Nachteil,     da_ss    der     Druckwasserstrom,    je nach  der Ausführung der zur Durchführung des  Verfahren dienenden Vorrichtung     bezw.    An-    Lage und je nach der Beschaffenheit der       Reagenzchemikalien,    insbesondere des mei  stens benutzten     Natriumbikarbonats,    bald  mehr, bald weniger von den     Reagenzchemi-          kalien    auflöste oder fortführte.

   Infolgedessen  wurde bald ein zum Löschen hervorragend       gaeigneter,    bald ein völlig     ungeeigneter          Schaum        euzeugt,    und die feuerlöschende Wir  kung war dementsprechend sehr unsicher.  



  Diese Nachteile der bekannten Verfahren  werden beim vorliegenden Verfahren da  durch vermieden, dass der in Lösung verderb  liche Schaumbildner ebenfalls in trockenem  Zustande, und das zweite     Reagenzchemikal     dagegen, in der Regel ein     Alkalibikarbonat,     in Lösung in Bereitschaft -gehalten wird.  Letztere Lösung wird im Bedarfsfalle den  trocken in Bereitschaft zu haltenden Chemi  kalien zugeführt.

   Das Austreiben der er  wähnten Lösung aus ihrem Behälter erfolgt  zum Beispiel .dadurch, dass letzterer     an    eine       Druckwasserleitung        angeschlossen        wird,    und  zwar in der Art, dass das     Druckwasser    die  Chemikalienlösung vor sich hertreiben kann.  Auf diese Weise werden     besondere    Druck-      m     'ttelbehälter    oder     Einrichtungen    zur     Druck-          mittelerzeugung    überflüssig.  



  Zwei Beispiele einer zur     Ausführung    des  Verfahrens geeigneten     Vorrichtung    sind in  der Zeichnung     veransch.a.uli:cht.     



       Fig.    1 zeigt die erste     Ausführungsform     der     Vorrichtung    in Ansicht;       Fig.    2 ist     ein    Schnitt durch eine zweite       Ausführungsform,        und          Fig.    3     zeigt    deren     Einsatzbehälter        ini     Schnitt und im grösseren.     Massstabe.     



  Der Behälter a     (Fi,g.    1) dient zur Auf  nahme der Lösung eines der     Reagenzchemi-          ka.lien,    z. B. einer     Natriiimbil@arbonatlösunr.     Vom Deckel .dieses Behälters     zweigt        eine     Leitung b ab, in die ein Hahn c oder derglei  chen     einbeschaltet    ist.,

   und die zu einem     Be-          hälter        d        führt.        Sie        mündet        in        diesen     in     ta-ngential.er    Richtung ein, so     dass     die von ihr rotierend zugeführte     Flüssigkeit     spülend auf den Inhalt des Behälters d, ein  wirkt. Letzterer enthält eines der     R:eagenz-          cheinika.lien,    zum Beispiel     Oxalsäure,    und den  Schaumbildner, z. B.     Saponin,    in trockenere  Zustande.

   Der im Behälter     d    entstehende       Schaum    wird durch ein Rohr oder einen  Schlauch e dem Brandherde zugeführt.  



  Zum     Zwecke    des     Austreibens    des Inhaltes       des    Behälters a ist     die,-?r    mittelst eines     bis     auf seinen Boden reichenden Rohres     q    an eine  Druckwasserleitung f angeschlossen. Zwi  schen den Behälter a und die Druckwasser  leitung f kann ein nicht gezeichnetes Ab  sperrventil oder dergleichen     ,geschaltet    sein,        ,-elches    das allmähliche Entweichen des in  der im Behälter a     befindlichen    Lösung ent  haltenen     Chemikals    in die     Druckwasser-          leitung    verhindert.

   Soll der Inhalt des Be  hälters     a    .durch ein Druckgas     ausgetrieben          werden,    so muss das Rohr b zum Boden des  Behälters geführt werden.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    2 ist  der erste Behälter in seiner     obern    Stirnfläche  mit einer Einsenkung r versehen, in die der  zweite Behälter leicht     hera.usnehmbar    einge  setzt wird. Wird der Inhalt des ersten.

   Behäl  ters in den zweiten Behälter     hinübergetrieben,     so entsteht in letzterem Schaum, der durch ein         entsprechend        weites    Rohr in eine zum Brand  herde führende     Leitung        hinübergedrückt          v-ird.    Um nun zu verhüten,     dass,    nach     erfohg-          tern        Verbrauch    der den Schaum erzeugenden  Chemikalien reine;     Wasser    auf den Brand  herd geleitet wird und dort.

   Schaden     anrichten     könnte, ist in     dein    zweiten     Behälter,    in dem  die     Scha.umerzeu-ung    vor sich geht, ein  Schwimmer gelagert, der in dem Masse, wie  sich in     diesem    Behälter     Flüssigkeit:    ansam  melt,     emporsteigt    und, sobald der Behälter  nur Flüssigkeit enthält, den     Behälterauslass          bschliesst,    so dass     dur.eii    die     Schauinleitun7     a  kein reines     @@'a.sser        abg < führt    werden kann.

         Dieser        Schwimmer        bleibt    .auch     anwendbar,     wenn     der    Inhalt, des ersten Behälters in den  zweiten     Behälter    durch ein gasförmige       Druckmittel        hinühfrgfdrü_ht    wird. Seine       An,#vendb:arlzeit    ist     auch    nicht auf     Vorrich-          tungen        beschränkt,        bei    denen der     zweite    Be  hälter in den ersten     eingesetzt    ist..  



  Auch bei dieser     Ausführunbsform    ist a  der zur Aufnahme der das kohlensaure Salz  oder     der-,leiclien        gedüst        enthaltenden    Flüssig  keit dienende Behälter. In diesen ist ein Rohr  g eingesetzt, das nahe bis zum     Behälterboden     führt und zur Zuleitung von     Druchivasser     dient.

   Die     obere        Stirnfläche    des Behälters     .r     enthält eine     Einsenkung        r    zur     Aufnahme        di,s          Einsatzbehälters        d.    Zur     Überleitung    der     ini     Behälter a enthaltenen Flüssigkeit in den Be  hälter     e1    dient ein     Linierohr    s,

   das mit     dem          Auslassstutzen    t des Behälters a     inittelt    einer       Überwurfmutter        rr.    oder dergleichen leicht       lösbar        verbunden    ist. Der Behälter d ist durch  eine mit     FlüssigheitsdurchLisaen        versebene          Schi-idewand        7i    in zwei Kammern     i    und     k    ge  teilt. Die     Kammer    i enthält das     Reagenz-          eheinikal,    z.

   B.     Ozalsä.ure,    zu dem im Behäl  ter a     gelöst    enthaltenen     Chemikal    in Pulver  form     und    zugleich den     ebenfalls    pulverförmi  gere Schaumbildner, z. B.     Sa:ponin.    Von der  .Kammer     i    zweit: oben ein     weites    Rohr     in     ab, :an das sieh .die nicht gezeigte, den Schaum  zum     Brandherde        führende.    Schlauchleitung     e     oder eine feste     Leitung    anschliesst.  



  In der     Kammer    i. ist an einer     Stane    o  (Feg. 3) ein Schwimmer n, geführt. Dieser      liegt,     solange    die Vorrichtung nicht arbeitet,  am Boden der Kammer i     und    ist in die in  dieser enthaltenen pulverförmigen Chemika  lien eingebettet. Wird durch das Rohr g  Druckwasser in den Behälter a eingeleitet, so       treibt    es die im Behälter a befindliche Lö  sung vor sich her und durch den Rohrstutzen  <I>t</I> und das Rohr s hindurch in     die    Kammer<I>k</I>  des     Behälters    d.

   Von hier aus gelangt die  Lösung durch die     Durchlässe    der Platte     1a    in  die Kammer i und kommt dort mit den pul  verförmigen Chemikalien zur Reaktion, so  dass sich     S-cha.um    bildet, der durch Rohr     m.     abgeleitet wird. In     dem    Masse, wie sich in .der  Kammer i Flüssigkeit ansammelt,     steigt    der  Schwimmer     n    empor.

   Ist die Kammer völlig  mit Flüssigkeit gefüllt, so nimmt der Schwim  mer die in     Fig.    3     punktiert    dargestellte Lage  ein,     in    der er den Einlass des Rohres m ab  schliesst, so dass in letzteres, sowie in die -an  dasselbe angeschlossene Schaumleitung keine  Flüssigkeit gelangen kann. Um einen mög  lichst dichten Abschluss des Rohres in zu er  reichen, kann der     Schwimmer        n    auf seiner  Oberseite mit einem geeigneten Dichtungs  mittel in Gestalt eines Ringes oder einer  Scheibe p versehen sein.  



  Der Schwimmer bleibt auch anwendbar,  wenn zum Austreiben des Flüssigkeitsinhal  tes des Behälters a ein gasförmiges Druck  mittel an Stelle des Druckwassers benutzt  wird. In' diesem Falle wird statt des Stut  zens t ein bis nahe zum     Behälterboden    füh  rendes Rohr verwendet und das Rohr     g    fort  gelassen. Gleichzeitig wird vorteilhaft der  Rauminhalt des Behälters a     etwas    vergrö  ssert, so dass letzterer     so@    viel Flüssigkeit auf  nehmen kann, als nötig ist, um den Schwim  mer mit Sicherheit auf seinen Sitz am Rohr       in    zu bringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Erzeugung von Schaum für Feuerlöschzwecke, bei dem zur Er- zeugung von Schaum dienende Reagenz chemikalien verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, dass das eine der Rea- genzchemikalien aufgelöst, in Lösung aufbewahrt und im Bedarfsfalle dem andern, zusammen mit dem Schaumbild ner in trockenem Zustande in Bereit schaft gehaltenen Reagenzchemikal un ter Druck zugeführt wird.
    II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch zwei hintereinander ge schaltete Behälter, von denen der eine zur Aufnahme der Lösung des einen Reagenzchemikals, der andere zur Auf bewahrung des zweiten Reagenzchemi- kals und .des Schaumbildners in trocke nem Zustande, sowie zur Schaumberei tung dient, wobei der erste Behälter zum Anschluss an eine Druckmittelleitung eingerichtet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der erste Be hälter an seiner obern Stirnfläclie mit einer Einsenkung, versehen ist, die den mit einem Schaumabzugsrohr versehenen zweiten Behälter aufnimmt, wobei beide Behälter durch ein leicht lösbares Rohr miteinander verbunden sind. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch I, dadurch gekennzeich net, dass der zweite Behälter in einer das pulverförmige Reagenzchemikal und den pulverförmigen Schaumbildner aufneh menden.
    Kammer einen Schwimmer ent hält, der nach Verbrauch der schaum erzeugenden Chemikalien das Schaum abzugsrohr gegen den Durchtritt von Flüssigkeit verschliesst.
CH106042D 1922-09-16 1923-09-14 Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Schaum für Feuerlöschzwecke. CH106042A (de)

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