CH106179A - Verfahren zur Herstellung von Fäden grosser Feinheit aus Viskose-Lösungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Fäden grosser Feinheit aus Viskose-Lösungen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Fäden grosser Feinheit aus Viskose-Lösungen. Bei der Herstellung von künstlicher Seide und dergleichen rnittelst des Viskose-Ver- fahrens benützt man gewöhnlich ein Koagu- lierungsbad, das ein Salz, wie Natriumsulfat, enthält, dem eine bestimmte Menge Schwefel säure zugesetzt ist; dem Bad wurden ferner noch andere Substanzen, wie Glukose oder Zinksulfat oder beide; zugefügt um die Spinn eigenschaften zu verbessern und die Arbeits bedingungen zu erleichtern.
Die mit vorstehen den Mitteln hergestellten Fäden konnten je doch aus dem Bad nicht unter eine bestimmte Fadennummer, etwa 6-8 Deniers entspre chend, gesponnen werden; da sich in der Praxis Schwierigkeiten entgegenstellten; die mittelst des Viskose-Verfahrens hergestellten und in den Handel gebrachten Seidenfäden hatten immer die vorgenannte Fadennummer. Diese sauren Koagulierungsbäder wurden mit verschiedenem Gehalt an Säure und Salz verwendet, und es wurden auch noch andere Substanzen zugesetzt; in einigen Fällen wurde vorgeschlagen, hochkonzentrierte Lösungen zu verwenden, was aber zu gegen diese Ver- wendung sprechenden, praktischen Schwierig keiten führte.
Es hat sich nun herausgestellt, dass Fäden von grosser Feinheit, beispielsweise 2-4 Deniers entsprechend ohne wesentliche Er höhung der Kosten oder der Herstellungs schwierigkeiten hergestellt werden können, wenn, gemäss dem Verfahren nach vorliegen der Erfindung, eine gewöhnliche Viskose lösung in ein Koagulierungsbad gesponnen wird, welches eine verhältnismässig kleine Menge eines Ammoniumsalzes, beispielsweise Ammoniumsulfat, enthält.
Die Bildung der Fäden im Bade erfolgt derart, dass Fäden von einer Feinheit, welche 2-5 Deniers entspricht, mit Leichtigkeit vom Strahl im Bad abgezogen werden können, wenn die Geschwindigkeiten des Spinnens und der Zufuhr an Viskose richtig eingestellt ist.
Das Niederschlags- oder Koagulierungsbad enthält zweckmässigerweise etwa 20'/o Na- triumsulfat, 7-14% Schwefelsäure und 1--8'/o Ammoniumsulfat; mit diesem Bade können Fäden von der vorgenannten Feinheit, 5- _ Deniers entsprechend, erhalten werden.
Es hat sich in der Praxis herausgestellt, dass ein Zusatz von 6/o Ammoniumsulfat beson ders wirksam ist; wenn ein solches Bad auf einer Temperatur von 400 C erhalten wird, so können in dasselbe feine Fäden bei einer Ausbeute von etwa 50 m und mehr per Minute aus Düsenöffnungen bis zu 0,15 mm Durchmesser gesponnen werden.
Beim vorgenannten Arbeiten und beim Gebrauch eines sauren Salzbades von der vorbeschriebenen Art, hat sich herausgestellt, dass eine solche verhältnismässig kleine Menge Ammoniumsalz den Spinnprozess und die Bildung des Fadens so reguliert, dass diese Fäden von hoher Feinheit leicht aus Viskose lösungen, die genügend lange gestanden sind und eine bestimmte Viskosität besitzen, her gestellt werden können, da beim Spinnen in das Bad eine viel grössere Dehnung des sich bildenden Fadens möglich ist, ohne dass letzterer bricht, als bei den bisherigen Verfahren.
Die Zusammensetzung des Bades kann bis zu einem gewissen Al:asse verändert wer den, solange seine Beschaffenheit und Stärke im allgemeinen beibehalten wird und ein saures Bad verwendet wird, in welchem der verhältnismässig niedrige Gehaltan Ammo- niumsalz vorhanden ist, und ferner solange als die Veränderungen in den Salzmengen mit Ausnahme in der Menge des Ammonium- salzes, die Herstellung von Fäden in ge nügend elastischem Zustand, so dass sie im Bade gestreckt werden können, ermöglichen,
wobei die Zufuhr der Viskoselösung nach der Düse mit Bezug auf die abgezogenen Fäden so geregelt wird, dass Fäden hoher Feinheit erzeugt werden.
Das gleiche Bad kann in geeigneter Stärke auch in einem Führungstrichter. falls ein solcher verwendet wird, als zweite Be handlungsstufe verwendet werden, oder auf die Behandlung im Bad kann unmittelbar eine Behandlung mit irgend einer Lösung von Salzen oder Säuren, oder 11ischungen derselben, oder rnit einer andern Lösung, oder mit Wasser folgen, worauf die Fäden dann in einer Zentrifuge oder auf sonstige Art behandelt und in einer Fadenform ge sammelt werden.
Bei dem Bad gemäss der Erfindung ist ein Zusatz von Glukose oder andern orga nischen Verbindungen unnötig. Die vorhande nen anorganischen Salze können ihrer Art und Stärke nach innert gewisser Grenzen verändert werden, vorausgesetzt, dass die Menge Ammoniumsalz der festgesetzten Menge entspricht und dass diese Änderung die Herstellung der gewünschten Fäden nicht beeinträchtigt. Mine gewisse Menge von Am nroniumsalz kann aus der in den Führungs trichtern verwendeten Lösung oder vom Waschwasser wieder gewonnen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Fäden von grosser Feinheit aus Viskose-Lösungen mittelst eines lioagulierungsbades, welches ein Salz in saurer Lösung enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Bad 1-8'/o eines Arnmoniumsalzes enthält. UN TERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die nach denn Ver fahren nach Patentanspruch hergestellten Fäden einer weiteren Behandlung in einer Lösung unterworfen werden, unmittelbar nachdem die F öden das Iioagulierungsbad verlassen. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Koagulierungs- bad etwa 20""'(, Natriumsulfat, 7-14% Schwefels < lure und 1-8 0;\o Ammonium sulfat enthält und Fäden von einer Fein heit, welche '3-5 Deniers entspricht, er halten werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB106179X | 1922-11-04 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH106179A true CH106179A (de) | 1924-08-01 |
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|---|---|---|---|
| CH106179D CH106179A (de) | 1922-11-04 | 1923-10-30 | Verfahren zur Herstellung von Fäden grosser Feinheit aus Viskose-Lösungen. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH106179A (de) |
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1923
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