CH106216A - Verfahren zur Darstellung von 1-Chlor-2-Anthrachinonkarbonsäure. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 1-Chlor-2-Anthrachinonkarbonsäure.

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CH106216A
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  Verfahren zur Darstellung von     1-Chlor-2-Anthrachinonkarbonsäure.       Die Erfindung betrifft die Darstellung  von     1-Chlor-2-Anthraohinonkarbonsäure.    Die  Erfindung umfasst auch die intermediäre Dar  stellung von     1-Chlor-2-Methylanthrachinon.     



  Die     Ausübung    des Verfahrens geschieht  zum Beispiel wie folgt:       Beispiel   <I>1:</I>  35 Teile     p-Toluylbenzoesäure        werden    auf  bekannte     Weise    mit<B>350</B> Teilen schwachen       Oleums,    welches 3 % freies     S03    enthält, be  handelt, so     dass    sich     2-Methylanthrachinon     bildet. Man fügt 0,35 Teile Jod hinzu,  worauf die Schmelze bei ungefähr<B>50'</B> bis  <B>60'</B> C der Einwirkung trockenen Chlors un  terworfen wird.

   Man leitet Chlor ein,     bis     die erforderliche Gewichtszunahme stattge  funden hat, wobei die Löslichkeit des Chlors  in schwachem     Oleum    gebührend zu berück  sichtigen ist. Die Schmelze wird dann abge  kühlt und mit weiteren 350 Teilen Schwefel  säure     versetzt,    worauf man mit Wasser ver  dünnt, bis die Säure eine Stärke von 80 %  zeigt. Hierbei fällt ein Teil des     1-Chlor-2-          Methylanthrachinons    aus. Man gibt weiter    95 Teile fein gepulverten Braunsteins hinzu  und lässt die Temperatur bis auf etwa 110  C  steigen. Diese Temperatur     wird    einige Stun  den lang aufrecht erhalten.

   Nach Vollendung  der Oxydation     lä.sst    man die Schmelze in  Wasser laufen. Bei Anwesenheit unveränder  ten Braunsteins wird durch     Hinzufügen    von  etwas     Bisulfit    und Kochen für dessen Be.  seitigung gesorgt. Unmittelbar     nach    dem  Abkühlen wird die Lösung     filtriert    und  die rohe     Anthrachinon-l-Chlor-2-garbonsäure     isoliert. Nach der Reinigung beträgt die  Ausbeute an der genannten Säure etwa 30  bis 32 Teile.  



  Das Chlorieren kann in eisernen Türmen  vorgenommen werden. Es kann bei Tem  peraturen geschehen, welche von den oben  angegebenen abweichen.  



  Auch die Jodmenge kann Schwankungen  unterliegen.  



  Das folgende Beispiel veranschaulicht  eine andere     Ausführungsform    des     vorliegen-          ,den    Verfahrens.           Beispiel   <I>2:</I>  Man beschickt eine mit     Rührer    und Man  tel versehene Pfanne mit     331,3    kg 5     %igem          Oleum    und fügt hierzu     3.1,8    kg fein     gepul-          v        erte        p-Toluylbenzoesä,ure.    Die Pfanne wird  hierauf verschlossen und die Temperatur auf  <B>90'</B> C gebracht und eine Stunde lang auf die  ser Höhe gehalten.

   Hiernach wird die Tem  peratur auf<B>100'</B> C gesteigert und zwei Stun  den lang auf dieser Höhe gehalten. Während  der ganzen Zeit wird der Inhalt gut umge  rührt. Man lässt sodann Kühlwasser in den       lllantel    der Pfanne laufen und setzt 76,8     lig     20     %iges        Oleum    zum Inhalt. Nach gründ  lichem Durchmengen     wird    eine Probe ge  zogen und der Gehalt .an freiem     S0,    festge  stellt. Dieser liegt     gewöhnlich    zwischen     :3     und 5     9ö.    Hierauf wird mit dem Chlorieren  begonnen, Dampf in den Mantel eingelassen  und die Temperatur auf<B>70'</B> C erhöht.

   Man  lässt die Beschickung durch einen mit Eisen  drehs,pänen, Steingut oder einem andern, ge  eigneten Material     gefüllten    Turm zirkulieren.  In diesem wird Chlor eingeleitet, und     zwar     in solchem Verhältnis, dass alle 5 Minuten je       -152        gr    eingelassen werden, bis 10,4 kg ein  geströmt sind.     Darauf    wird eine Probe aus  der Pfanne gezogen und auf den     Clilorgeliali-,     untersucht.

   Wenn dieser 13,5     n@    freies Chlor  oder mehr beträgt,     wie    dies meist der Fall  ist, drückt man die     Beschickung    in eine  253 kg Schwefelsäure enthaltende, mit     11'tan-          tel    versehene     gusseiserne    Pfanne. Die ganze  Beschickung     -wird    sodann durch Zugabe     von          1_58    kg Wasser so weit verdünnt, dass ein  Schwefelsäuregehalt von 80      X         resultieid;.     Während des     Zusetzens    des Wassers wird die  Temperatur auf 90 o C gesteigert und auf  dieser Höhe gehalten.

   Wenn alles Wasser  zugesetzt ist, trägt man in einer Zeitspanne  von 6 Stunden nach und nach     9.1,5    kg     gepul-          verten    Braunstein ein, wobei die Temperatur    zwischen 90  und     100     C gehalten wird.     Daä     Gemenge     wird    dann weiter vier Stunden lang  auf     100'    C erhitzt.

   Darauf verdünnt man den  Inhalt der     Pfanne    mit.     ?7011        Liter    kaltem  Wasser, gibt 14,92 kg     Natriumbisulfitlösung     hinzu und kocht das Ganze, bis der Inhalt  eine gelbe Farbe     zeigt.    Die Suspension wird  sodann auf     30     C     abgekühlt,    mit kaltem Was  ser weiter verdünnt,     abfiltriert    und in ge  bräuchlicher Weise     gewaschen.     



  Die Rohpaste kann behufs Befreiung von       Unlöslichem    noch weiter     gereinigt    werden,  indem man sie in Natronlauge löst, filtriert       un.d    durch Eingiessen in Säure wieder aus  fällt.     Wenn    man     1-Clilor-?-Methylanthra.-          ehinon    zu erhalten     wünscht,    so kann diese       Verbindung        gewonnen    werden, indem man  nach     Vollendung    des     Chlorierens    den Inhalt  der Pfanne in     Wasser        drückt,    .das Produkt.

    durch Filtrieren     absondert    und in gebräuch  licher Weise wäscht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 1-Chlor-?- 3iithrachinonlzarl>ons:iure, dadurch gekenn zeichnet, da13 inan 1i-To'.tij-lbenzoesä.ure mit- telst Scliwel'els#;
    inre zu 2-Methyla.nthraehinon kondensiert und in die schwefelsaure Lösung, zwecks Bildung von 1-Chlor-2-Methylanthra- chinon Chlor einleitet und hierauf durch Zu setzen eines Oxydationsmittels zu Anthra- chinonl-Chlor-?-harbonsä.ur#, oxydiert. UNTERANSPRUCH:
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gel@ennzeiehnet, dass die Schwefelsäure, mittelst welcher zu ')-Methylanthrachinon kondensiert wird, 3 (') S0,' enthält.
CH106216D 1922-07-08 1923-07-08 Verfahren zur Darstellung von 1-Chlor-2-Anthrachinonkarbonsäure. CH106216A (de)

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