CH106230A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Drucken. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Drucken.Info
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Description
Verfuhren und Vorrichtung zur Herstellung von Drucken. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Drucken.
Ein Verfahren zur Herstellung von Drucken unter Benutzung eines Reibers und eines auf eine Unterlage, zum Beispiel auf den Karren einer Steindruckhandpresse, auf gelegten klappbaren Doppelrahmens, dessen unterer Teil die Druckform umschliesst und in dessen oberem Teil zwischen den beiden zueinander einstellbar angeordneten Schen keln ein Gummituch eingespannt ist., ist be kannt.
Das Verfahren gemäss Erfindung be steht darin, dass durch einen senkrecht auf das allseitig straff eingespannte, im gleichen Abstande zur Druckfläche angeordnete Gummituch wirkenden Reiberdruck das zu bedruckende Blatt längs einer Linie an die Druckfläche gebracht wird und durch gleich mässige Fortbewegung des Reibers über das linear an .die Druckfläche gebrachte Gummi tuch der Abdruck erfolgt.
Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens umfasst einen Reiber und einen auf eine Unterlage, zum Beispiel auf den Karren einer Steindruckhandpresse, auf gelegten aufklappbaren Doppelrahmen, des sen unterer Teil die Druckform umschliesst und in dessen oberem Teil zwischen zwei zueinander einstellbar angeordneten Schen keln ein Gummituch eingespannt ist. Gemäss Erfindung sind die parallel zu der Spann richtung des Gummituches liegenden Oberrah menschenkel mit Einrichtungen zur Führung und F'estmachung von Organen versehen, durch welche das Gummituch beim Spannen seitlich geführt und nach erfolgter allseitig straffer Spannung in der Spannlage fest gehalten werden kann.
Die Vorrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens ist.in Form eines Beispiels durch die Fig. 1 bis 6 der Zeichnung ver anschaulicht.
Fig.1 zeigt die Vorrichtung, ohne Gummi tuch, geöffnet, im Schaubild, Fig. 2 in Sei tenansicht mit eingespanntem Gummituch in der dem Pfeil B (Fig. 1) entgegengesetzten Richtung gesehen, Fig. 3 im Grundriss der Fig. 1 in Richtung C gesehen, Fig. 4 im Quer schnitt durch die geschlossene Form während des Druckes;
Fig. 5 zeigt in Draufsicht eine Spannschiene für das Gummituch, und Fig. F den Querschnitt eines Rahmenschenkels nach der Linie A-A der Fig. 1.
In einen zum Beispiel auf den Kar ren der Steindruckhandpresse aufzulegenden Rahmen a wird die Druckform 1 fest ein gespannt, wozu der Rahmen mit Spann schrauben d versehen ist. Durch Höhenstell schrauben b kann der jeweils erforderliche Abstand zur Druckform eingestellt erden. Mit dem Rahmen<I>a</I> ist um Scharniere 1c klappbar ein Rahmen lt verbunden, der zum allseitig straffen Einspannen des Gummi drucktuches 2 dient.
Letzteres wird an dein am Scharnier liegenden Rahmenschenkel 1c1 durch eine Klemmschiene f und an dem vor- dern, verstellbaren R.ahmensihenkel 1r.2 durch eine gleitende Klemmschiene e starr befestigt; an den beiden Seitenschenkeln h' und 1c' des Rahmens h erfolgt dagegen zunächst keine starre, sondern eine anfangs nachgiebige Be festigung des Gummituches 2.
Dies geschieht in der Weise, dass das Gummituch 2 hier durch Spannkloben g und geschlitzte Klemm- schienen 7n. lose gehalten wird, die sich in Nutenführungen c der Rahmenschenkel k' und h4 leicht verschieben können, und zwar so lange, bis durch Verstellen der Spann leiste 1z2 die gewünschte, allseitig gleich mässige Spannung des Gummituches erreicht ist.
Alsdann werden auch die Spannkloben g in ihrer jeweiligen Lage durch Anziehen der die .Schlitze der Klemmschienen in, durch dringenden Schrauben festgelegt und das Gummituch dadurch in seiner Spannung ge sichert. Durch seitliche Führungslaschen 1. des klappbaren Rahmens h, welche den Rah men a an den Seiten übergreifen können, werden die beiden Rahmen gegenseitig der art festgelegt, dass jegliche seitlichen Lage änderungen ausgeschlossen sind.
Für den Arbeitsgang wird sodann der Klapprahmen 1a gegen die Druckform l nie dergeklappt, wobei darauf zti achten ist, dass das Gummituch 2 .die Bildfläche der Druckform 1 nicht berührt, sondern von dieser einen geringen, überall gleichen Ab- stand x behält (Fig. .1.) Wird nun, das Gummitueh,das_einevollkommen ebene,straffe Fläche bildet, durch den senkrecht wirken den Druck des Reibers 3 gegen die Druck form 1 herangebracht, so drückt es sich in einem Neigungswinkel derart durch,
dass immer nur eine Linie in fortschreitender Bewegung mit der Bildfläche in Berührung kommen kann. Dabei wird die Schärfe bezw. Härte des Reiberdruckes gemildert und aus geglichen durch die entgegengesetzt wirkende Spannkraft des Gummituches, wodurch dem Reiberdruck eine Anpassungsfähigkeit ver liehen wird, die bei keiner andern Druckart zu erreichen ist, und es -werden ihm dadurch alle Vorzüge des (-r'urrinllzyllnderdrtielie: eigen.
Ein Verfahren, welches mittelst dieser Vorrichturigg vorteilhaft ausgeführt wird, ia ein Gummidruckverfahren. Zunächst erfolgt ein Abdruck von der Druckfläche auf das Gummituch, unrl dann wird das Druckbild von dem Guinmitueli auf das auf die Druck- form gelegte und, wenn nötig,
von der Druek- fläcliederselben durch eine Zwischenlaue getrennte Blatt in bleicher Weise über tragen.
Eine andere Ausführungsform des Ver fahrens besteht darin, dass zunächst ein Ab druck von der Druel@fl:iehe auf da., Gummi tuch erfolgt. und dann naeli Wiedereinfärben der Druckfläche das zti lieclruel@i-nde Blatt, zum Beispiel eine durchsichtige Folie,
auf die Druekforin gelegt und bei dieser Lage zwischen zwei Druckflächen von beiden Sei ten gleichzeitig rnit dem Abdruck in sich deckender Lage versehen -wird. Diese Aus- führungsform des Verfahrens dient zum Bei spiel zur Herstellung von Kopien zur Über- tragung im Wege der Durehliehtung für die Erzeugung besonders scharfer Lichtbilder.
Zum. Führen während des Spannens und nach erfolgter Spannung und zur Festlegung der parallel zu der Spannrichtung liegenden Seiten des Gummituches sind in schwalben- schwanzförmigen Nuten der beiden seitlichen Rahmenschenkel geführte verschiebbare und durch Sicherungsmittel festmachbare Spann- hloben und geschlitzte Spannschienen ange ordnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Drucken unter Benutzung eines Reibers und eines auf eine Unterlage aufgelegten auf klappbaren Doppelrahmens, dessen un terer Teil die Druckform umschliesst und in .dessen oberem Teil zwischen zwei zu einander verstellbar angeordneten Rah menschenkeln ein Gummituch einge spannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen senkrecht auf das allseitig straff eingespannte, in gleichem Ab stande zur Druckfläche angeordnete Gummituch wirkenden Reiberdruck das zu bedruckende Blatt längs einer Linie an .die Druckfläche gebracht wird und durch gleichmässige Fortbewegung des Reibers über das linear an die Druck fläche gebrachte Gummituch der Ab druck erfolgt.1I. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch. I, mit einem Reiber und einem auf eine Unter lage aufgelegten aufklappbaren Doppel rahmen, dessen unterer Teil die Druck form umschliesst und in dessen oberem Teil zwischen zwei zueinander verstell bar angeordneten Rahmenschenkeln ein Gummituch eingespannt ist.dadurch ge kennzeichnet, tlass die parallel zu der Spannrichtung des Gummituches liegen den Oberrahmenschenkel mit Einrich tungen zur Führung und Festmachung von Organen versehen sind, durch wel- - ehe das Gummituch beim Spannen seit lich geführt und nach erfolgter allseitig straffer Spannung in der Spannlage festgehalten werden kann. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zunächst ein Abdruck von der Druckfläche auf das Gummituch erfolgt und dann das Druck bild von dem Gummituch auf das auf die Druckform gelegte und von der Druckfläche derselben durch eine Zwi schenlage getrennte Blatt übertragen .wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch I, dadurch gekennzeich net, dass zunächst ein Abdruck von der Druckfläche auf das Gummituch erfolgt und dann nach Wieder.einfärben derDruck- fläche das zu bedruckende Blatt auf die Druckform gelegt und von beiden Seiten gleichzeitig mit dem Abdruck in sich deckender Lage versehen wird. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zum Füh ren und nach erfolgter Spannung zur Festlegung der parallel zu der Spann richtung liegenden Seiten des Gummi tuches in schwalbenschwanzförmigen Nu ten der beiden seitlichen Rahmenschenkel geführte verschiebbare und durch Siche rungsmittel festmachbare Spannkloben und geschlitzte Spannschienen angeor,l- net sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE106230X | 1922-08-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH106230A true CH106230A (de) | 1924-08-16 |
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ID=5650599
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH106230D CH106230A (de) | 1922-08-21 | 1923-08-07 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Drucken. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH106230A (de) |
-
1923
- 1923-08-07 CH CH106230D patent/CH106230A/de unknown
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