CH106557A - Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzes.

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CH106557A
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Kulas Carl
Pauling Curt
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Kulas Carl
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G8/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08G8/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes
    • C08G8/08Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes of formaldehyde, e.g. of formaldehyde formed in situ
    • C08G8/12Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes of formaldehyde, e.g. of formaldehyde formed in situ with monohydric phenols having only one hydrocarbon substituent ortho on para to the OH group, e.g. p-tert.-butyl phenol

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Kunstharzes.       Es hat sich gezeigt, dass man ein Kunst  harz aus     Rohkresol    und Formaldehyd in  einem zweistufigen Verfahren leicht auf fol  gende Weise herstellen kann: Man erwärmt  ein Gemisch von     Rohkresol    und Formaldehyd  in Gegenwart von wenig Säure zunächst so  lange, bis Bildung von     Methylendikresol    er  folgt ist. Dieses Produkt, welches noch un  veränderte     Ausgangsprodukte    enthält und  daher nicht ohne weiteres kristallisiert, wird  nunmehr mit einem neuen Ansatz von Roh  kresol, Formaldehyd und einer solchen  Menge von basischem Kondensationsmittel  versetzt, dass die Mischung eine stark alka  lische Reaktion zeigt.

   Das Ganze wird als  dann so     hinge    gekocht, bis das Wasser ver  dampft und die Harzbildung erfolgt ist, was  man daran erkennt, dass nach der     Vertreibung     des Wassers eine Probe beim Erkalten zu  einer glasigen Masse erstarrt, die sich in or  ganischen Lösungsmitteln, wie Spiritus,  Aceton usw., leicht löst.  



  Das so erzielte Harz unterscheidet sich  von solchen Harzen, die lediglich durch Be  nutzung eines einzigen Ansatzes von Roh-         kresol    und Formaldehyd gewonnen sind, in  sehr erheblicher Weise. Denn während jene  harze entweder     Methylendikresol-Harz    oder  aber     Kresolalkohol-Harz    darstellen, bildet  das neue Harz eine Verbindung von     Methylen-          dikresolen    und     Kresolalkoholen.    Dieses Harz  besitzt die wichtige Eigenschaft, beim Er  hitzen ziemlich lange den löslichen und  schmelzbaren Zustand beizubehalten. Es geht  vielmehr erst ganz allmählich in die     un-          schmelzbare    Form über.

   Wenn man daher  das Harz nach vorheriger Mischung mit Füll  stoffen und Farbstoffen in einer Presse unter  Hitze und Druck während einiger Zeit formt,  geht es nicht, wie andere Harze, schnell in  die unlösliche Form über, sondern erweist  sich noch als restlos löslich. Erst durch  längere Erhitzung auf 100 bis 120   C findet  ein allmählicher Übergang in sogenanntes  Zwischenprodukt statt, wobei der     Kresol-          geruch    verschwindet. Dieses bleibt ausserdem  so lange bestehen, bis die     flüchtigen    Um  wandlungsprodukte selbst aus den innersten  Teilen entwichen sind.

   Eine solche restlose  Beseitigung dieser Spaltprodukte, die nur      infolge der langen Erhaltung einer durch  lässigen äussern Schicht möglich ist, vermei  det die Bildung von Blasen und Spannungen  innerhalb der Formlinge. Die weitere Tem  peratursteigerung bewirkt alsdann die Bil  dung des     unschmelzbaren    und unlöslichen  Endproduktes.  



  Das durch saure Kondensation aus Roh  kresol und Formaldehyd gebildete     Methylen-          dikresol    kann auch zunächst für sich ge  reinigt und isoliert werden. Ebenso kann  man auch den bei der alkalischen Konden  sation von     Kresol    und Formaldehyd gebil  deten     Kresolalkohol    für sich gewinnen und  dann erst dem     Methylendikresol    oder dem  mittelst Säure erhältlichen Kondensations  produkt zusetzen.  



  <I>Beispiel:</I>  50 Teile     Rohkresol    und 25 Teile 40     %iger     Formaldehyd werden mit 1 bis 1,5 Teilen  wässeriger Salzsäure     (spez.    Gewicht 1,15)  allmählich unter Umrühren erwärmt, bis  eine bemerkbare Schichtenbildung einsetzt.  Alsdann wird zu dieser Masse ein Gemisch  von 100 Teilen     Rohkresol,    75 Teilen  40     %igem    Formaldehyd und 7 bis 12 Teilen  25     %igem    Ammoniak zugefügt.

   Man kocht  nunmehr während 30 bis 40 Minuten, be  seitigt nach dieser Zeit vorhandenes Wasser  durch Verdampfen und erhitzt. die verblei  bende Masse so lange auf 100 bis 1.10   C,  bis ein in der Kälte fest werdendes Harz  durchsichtiger Beschaffenheit vorliegt, das  sich in Spiritus usw. leicht und restlos löst.  Dieses lösliche Harz wird mit Füllstoffen  und Farbstoffen gemischt, die Mischung in  einer Formpresse unter Druck und Hitze  geformt, ohne aber hierbei das Harz chemisch  zu verändern. Schliesslich wird der Formling  bei gewöhnlichem Druck so lange auf 100 bis  120   C erhitzt, bis der     Kresolgeruch    ver-         schwunden    ist, worauf endlich durch Tem  peratursteigerung Umwandlung in das End  produkt statthat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Kunst harzes, dadurch gekennzeichnet, dass man Rohkresol mit Formaldehyd unter Verwen dung eines sauren Kondensationsmittels bis zur Bildung von Methylendikresol erwärmt, worauf man zu dieser Masse einen neuen Ansatz von Rohkresol, Formaldehyd und einem basischen Kondensationsmittel in sol cher Menge hinzufügt, dass die Mischung starke alkalische Reaktion aufweist, alsdann längere Zeit kocht, sodann das Wasser ver dampft und die zurückbleibende Masse so lange erhitzt, bis ein in der Kälte festes, durchsichtiges und in organischen Lösungs mitteln lösliches Harz vorliegt,
    welches sich bei längerem Erhitzen auf 100 bis 120 C zunächst in ein Zwischenprodukt verwandelt, das bis zur Beendung der Entwicklung flüchtiger Produkte erhalten bleibt und schliesslich durch gesteigerte Erhitzung in das Endprodukt übergeführt wird. UNTER,AN 'SPRÜCHE 1.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem löslichen und schmelzbaren Kunstharz vor seiner Umwandlung in das Endprodukt Füll stoffe und Farbstoffe zumischt. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man vor der Um wandlung des löslichen und schmelzbaren Kunstharzes in das Endprodukt. eine For mung vornimmt.
CH106557D 1923-06-28 1923-06-28 Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzes. CH106557A (de)

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