CH106559A - Verfahren zum Gerben. - Google Patents

Verfahren zum Gerben.

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CH106559A
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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

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  Verfahren zum Gerben.    Man hat bereits vorgeschlagen, mit       Sulfitablauge    zu gerben, und zwar entweder  mit der Lauge als solcher oder mit der darin  als wesentlicher Bestandteil enthaltenen       Ligninsulfosäure.     



  Es hat sich jedoch gezeigt, dass bisher  stets durch die     Ligninsulfosäure    nur eine       Scheingerbung    erfolgte. Das Leder wurde  zwar. durch die     Gerbung    mit der     Sulfitab-          lauge    etwas gefüllt, die     Ligninsulfosäure    trat  jedoch nach einiger Zeit bei Berührung des  Leders mit Wasser wieder heraus, so dass  eine wirksame dauerhafte     Gerbung    bisher  nicht erzielt werden konnte.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass sieh eine  vorzügliche     Crerbung    erzielen lässt, wenn man       Ligninsulfosäure,    in der die     Hydrogylgrup-          pen    mindestens teilweise verestert sind, ver  wendet. Am     zweckmässigsten    verwendet man  direkt eine     Sulfitzellstoffablauge,welche    mit       Sulfochloriden,    und zwar insbesondere mit.       Toluolsulfochlorid,    behandelt worden ist.  



  Es kann indessen auch eine Lauge ver  wendet werden, die ausser mit     Sulfochloriden     auch mit     Azetylierungsmitteln    oder mit         Benzoylierungsmitteln,    zum Beispiel     Benzoyl-          chlorid,    behandelt worden ist, zum Gerben  verwendet werden.  



  In gleicher Weise wie mit behandelter       Sulfitablauge    kann man auch mit vergorener       Sulfitablauge,    der sogenannten     Sulfit-          schlempe,    die bei der Verarbeitung von     Sulfit-          lauge    auf Spiritus zurückbleibt, nach erfolg  ter Behandlung mit     Veresterungsmitteln     gerben.  



  Die veresterte     Ligninsulfosäure    kann zum  Beispiel auch aus     Ligninsulföchlorid    durch       Sulfurieren    gewonnen worden sein.    <I>Beispiel 1:</I>  Man gerbt tierische Haut mit einer Lö  sung, die man wie folgt erhalten hat:  100     gr        Sulfitablauge    von<B>30'</B>     Be    wurden mit  20 bis 30     gr        Alkalilauge    versetzt und dem  Gemisch äquivalente Mengen     Toluolsulfo-          chlorid    bei Zimmertemperatur unter Rühren  beigegeben. Die Reaktion erfolgte unter Er  wärmung.

   Nach einer halben Stunde     TJm-          rührens    wurde die Mischung auf dem Was  serbad weiter erwärmt, bis eine vollständige      Umsetzung stattgefunden hatte. Das End  produkt wies sehr gute leimfällende Eigen  schaften auf.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Man gerbt tierische Haut mit einer Lö  sung, die man wie folgt erhalten hat:  100     gr    Stroh wurden nach einem bekannten  Verfahren mit     Natronkarbonat        aufgeschlossen,     um das     Lignin    zu gewinnen.

   Je 1 kg des       sogenannten        Lignins    wurden mit 500     gr          Toluolsulfochlorid    in alkalischer Lösung     ver-          estert.    Das hierbei gebildete     Ligninsulfo-          chlorid    wurde darauf mit Schwefelsäure     sul-          furiert,    bis es vollständig wasserlöslich wurde.

    Die überschüssige Schwefelsäure wurde ent  fernt, indem man so viel Kalk oder -Natron  lauge zugab, zugab, bis die     Schwefelsäure        abgesät-          tigt    war und darauf das Natriumsulfat     bezw.          Calciumsulfat    auskristallisierte.  



  Die     Gerbung    kann auch in Mischung mit  andern künstlichen oder natürlichen Gerb  stoffen vorgenommen werden.     Ds    hat sich  n     iimlich    gezeigt, dass insbesondere die Ger  bung mit den     bekannten    künstlichen Gerb  stoffen erheblich verbessert wird, wenn man  gleichzeitig veresterte     Ligninsulfosäure    ver  wendet, weil diese das Leder besser füllt als  die übrigen bekannten Gerbstoffe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Gerben, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Gerbstoff Ligninsulfo- säure, in der die Hydroxylgruppen min destens teilweise verestert sind, verwendet. UNTERANSPRÜ CIIE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, class man Sulfitablauge, die mit 'holuolsulfoclilorid verestert wor den ist, verwendet. 2.
    Verfahren naeli Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfitablauge verwendet, die ausser mit aromatischen Sulfochloriden mit andern Veresterungs- mitteln behandelt worden ist, verwendet.
    <B>3 3 .</B> Verf ahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch ?, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfitablauge, die ausser mit aromatischen Sulfochloriden mit Acety- lierungSmitteln behandelt worden ist, ver wendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch ?, dadurch gekennzeichnet, dass inan Sulfitablauge, die ausser mit aro matischen Sull:'ocliloriden mit Benzoylchlo- rid behandelt worden ist, verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass man vergorene Sul- fitablauge, die verestert worden ist, ver wendet.
    ss. Verfahren narb Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens teil weise veresterte Ligninsulfosäure verwen det, die aus Lignin nach Veresterung und nachheriger Sulfurierung hergestellt wor den ist. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Gerben ver- esterte Sulfitablauge in Mischung mit natürlichen Gerbstoffen verwendet wird.
CH106559D 1922-03-11 1923-03-10 Verfahren zum Gerben. CH106559A (de)

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