CH106727A - Verfahren zur selbsttätigen Einstellung hydraulischer Wehre. - Google Patents

Verfahren zur selbsttätigen Einstellung hydraulischer Wehre.

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CH106727A
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hydraulic
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Lutz Huber
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Huber & Lutz
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/20Movable barrages; Lock or dry-dock gates
    • E02B7/26Vertical-lift gates
    • E02B7/36Elevating mechanisms for vertical-lift gates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Civil Engineering (AREA)
  • Barrages (AREA)

Description


  Verfahren zur selbsttätigen Einstellung hydraulischer Wehre.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren,  welches dazu dient, hydraulische Wehre,  welche eine Druckkammer und einen durch  Wasserdruck bewegbaren Staukörper besit  zen, selbsttätig so einzustellen, dass sie bei  veränderlichem     Wasserzufluss    einen gewoll  ten Oberwasserspiegel unverändert ein  halten.  



  Bei hydraulischen Wehren muss zur Er  zielung des Gleichgewichtszustandes zwischen  den auf das Niedergehen und das Aufstellen  des Staukörpers wirkenden Kräften ein  Spiegelunterschied zwischen dem Oberwasser  und dem Wasser in der Druckkammer (Innen  wasser) bestehen. Bei bisher bekannten Vor  richtungen zur selbsttätigen Regelung des  Oberwasserspiegels besteht, wenigstens wenn  der Wehrkörper in Zwischenstellung ist, ein  ständiger Durchfluss durch eine mit der  Druckkammer verbundene Regulierkammer,  der neben dem fortwährenden Wasserverlust  die Gefahr des Verstopfens, zum Beispiel  eines Einlaufrechens, und daher des un  gewollten Niedergehens des Staukörpers  bringt.  



  Mit vorliegender Erfindung wird be  zweckt, diese Übelstände zu beheben.    Die beiliegende Zeichnung veranschau  licht     Aüsfülrungsbeispiele    der Einrichtung  zur Ausübung des den Erfindungsgegenstand  bildenden Verfahrens.     Fig.    1 stellt den  Längenschnitt durch die Regulierkammer  eines hydraulischen     Wehres    dar. Sie steht  durch die Öffnung b mit dessen Druckkam  mer, den Ein- und     Auslass    mit dieser teilend,  in Verbindung.

   Der Einlauf mit Rechen     c     wird verschlossen durch eine Klappe     d;    statt  einer solchen könnte irgend eine andere leicht  bewegliche     Verschlussvorrichtung,    wie Dros  selklappe,     Zylinderschütz,        Segmentschütz,     angeordnet sein.

   Die Klappe wird mittelst  Stange     g    zugedrückt oder geöffnet durch  einen im Drehpunkt f gelagerten Hebel e, an  dessen anderem Ende die Kolbenstange h des  Druckzylinders k     wirkt.    In den Druckzylin  der     k    mündet eine Röhre     l    mit zwei Mund  öffnungen     m    und n und einem Auslauf o  von kleinerem Querschnitt als die Röhre.  Solange das Innenwasser auf dem Stand i  steht, der zur Haltung des Staukörpers er  forderlich ist, fliesst Wasser durch die Mün  dung<I>n</I> und die Röhre<I>l</I> in den Druckzylin  der k, treibt dessen Kolben nach oben und  schliesst mittelst des Hebels e die Zulauf-      klappe d.

   Sinkt der Innenwasserspiegel un  ter die Rohrmündung n, so entleert sich die  Röhre l und der Druckzylinder k langsam  durch die kleine Öffnung o, der Kolben geht  durch sein Eigengewicht, das durch Zusatz  gewichte vermehrt werden kann, nieder, die  Klappe d öffnet sich (gestrichelte Stellung)  und lässt Wasser in den Innenraum nach  fliessen, bis der Stand i wieder erreicht ist.  Die Zuleitung mit Mündung n auf der Höhe  des Innenwasserspiegels i bewirkt also die  Erzielung des Gefälles zwischen Oberwasser  und Innenwasser mit geringstem Wasserver  lust, wobei doch Sicherheit gegen ungewoll  tes Niedergehen des Staukörpers durch un  vermuteten Wasserverlust besteht.  



  Steigt der Oberwasserspiegel über den zu  lässigen Stand     a,    so wird dem Druckzylin  der k Wasser durch die Mündung m zugeführt  und die Klappe d zugedrückt. Geht das  hydraulische Wehr nun nicht schon durch  den natürlichen Wasserverlust langsam nie  der, fliesst also dauernd Wasser in die Mün  dung m, so hebt sich der Druckkolben weiter,  und da die Klappe d bereits geschlossen ist  und sich nicht weiter bewegt, bildet nun der  Punkt f den Drehpunkt eines einarmigen He  bels e. Der Punkt f ist fest verbunden mit  dem Rohr p, das als Zylinderschütze den  Auslauf q nach dem Unterwasser schliesst.

    Wird der Hebel e um den Drehpunkt f' nach  aufwärts in die strichpunktiert gezeichnete  Lage     gedrückt,    so öffnet sich der Auslauf  und das Wasser fliesst aus dem Innenraum  unter grossem Druck nach dem Unterwasser  ab. Geht der Oberwasserspiegel unter die  Rohrmündung<I>na</I> zurück, so schliesst sich die  Auslaufschütze infolge ihres Eigengewichtes.  Sobald sie wieder aufsitzt, bildet der Punkt  f wieder den Drehpunkt des Hebels e und  beim weiteren Niedergehen des Kolbens wird  die Einlaufklappe d geöffnet und ein zu  tiefes Absinken des Staukörpers durch Ein  tritt von Wasser in die Wehrkammer ge  bremst.  



  Die Rohrmündungen m und n können  teleskopartig zum Verstellen eingerichtet  werden, so dass verschiedene Wasserspiegel    selbsttätig geregelt werden können. Durch  Tieferstellen der Mündung n Regulier  schacht kann auch willkürlich das Nieder  legen des Staukörpers bewirkt werden, indem  dabei Wasser aus dem Innenraum zum  Druckzylinder fliesst und so das Auslaufven  til q geöffnet wird.  



  Mittelst einer Feder r, die bei der     Auf-     wärtsbewegung der Kolbenstange h gespannt  wird, kann das Öffnen des Auslaufes q ver  zögert werden, so dass nach Bedarf das Nieder  gehen des Staukörpers in der Geschwindig  keit geregelt werden kann.  



  Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform der  Regulierung, bei der das Ablassen von Was  ser aus der Regulierkammer nicht durch ein  Bodenventil, sondern durch ein Überlaufrohr  erfolgt. Der Druckkolben k ist umgekehrt  wie in Fig. 1 angeordnet, so dass sich beim  Einleiten von Druckwasser die Kolben  stange h nach abwärts bewegt und die  Klappe d, deren Drehachse unten liegt schliesst.  Der Drehpunkt f des Hebels e ist durch  ein Gegengewicht s gehalten. Ist die Klappe  d geschlossen, so bildet das Gelenk f' den  Drehpunkt des Hebels, und wenn der Kol  ben weiter niedergedrückt wird, senkt sich  das Überlaufrohr t, das sich teleskopartig  über das Ablaufrohr q bewegen kann, und es  fliesst Wasser aus dem Innenraum ab.

   Diese  Anordnung hat den Vorteil, dass der Innen  wasserspiegel nicht unter ein     gewisses    Mass,  das dem für das     L'berlaufrohr    t möglichen     Weg     entspricht, absinken kann, so dass das     )Vehr,     auch wenn eine Störung im Schliessen der       Auslauföffnung    auftreten würde, nie ganz  niedergehen könnte.  



  Statt     eines    Druckzylindern mit Kolben  kann bei der Anordnung nach     Fig.    1 ein  Schwimmer     gewiililt    werden, der     mittelst     einer senkrecht geführten Stange entsprechend  der     Kolbenstange        1r    auf den Hebel e     wirkt.     Fliesst     dein        Schwimmerschacht,    der eine  kleine Öffnung nach dem     Unterwasser    hat,  beim     I'berschreiten    des normalen Innen- oder  Oberwasserspiegels durch das Rohr l Was  ser zu,

   so übt     der    Schwimmer die gleich      Funktion aus wie der Kolben des Druck  zylinders.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur selbsttätigen Verstellung des durch Wasserdruck bewegbaren Stau körpers hydraulischer Wehre mit Druck kammer, dadurch gekennzeichnet, dass beine Überschreiten des Stauspiegels zunächst die Verbindung zwischen Oberwasserspiegel und Druckkammer geschlossen und dann der Ablauf aus der Druckkammer nach dem Un terwasser geöffnet wird.
    PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Betätigung des Ein lauf- und Auslaufverschlusses der Druck- kammer. durch die Bewegung eines Kolbens in einem Druckzylinder erfolgt, dem das Druckwasser durch ein Rohr mit zwei Mün dungen zugeführt wird, von denen die eine auf der Höhe des einzuhaltenden Oberwas sers, die andere auf der Höhe des für den Gleichgewichtszustand des Staukörpers er forderlichen Innenwasserspiegels steht.
    UNTERANSPRUCH: Einrichtung nach Patentanspruch 1i, da durch gekennzeichnet, dass der Druckkolben an einem Hebel angreift:, der zum Schliessen des Einlaufes als zweiarmiger Hebel mit Drehpunkt über dem Auslauf, zum Öffnen des Auslaufes als einarmiger Hebel mit Dreh punkt über dem Einlauf wirkt.
CH106727D 1923-09-19 1923-09-19 Verfahren zur selbsttätigen Einstellung hydraulischer Wehre. CH106727A (de)

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