CH106776A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Essigsäure aus Acetaldehyd. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Essigsäure aus Acetaldehyd.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Essigsäure aus Acetaldehyd. Die Oxydation des Acetaldehyds mittelst reinen Sauerstoffes oder Luft bietet, obschon im Prinzip sehr einfach, mehrere Schwierig- keiten, wenn der Prozess in einem für prak tische Zwecke geeigneten Massstabe aus geführt werden soll.
Eine der grössten Schwierigkeiten ist die Explosionsgefahr. Verwüstende Explosionen machten schon öfters das Fortsetzen des Betriebes unmöglich.
Bis jetzt glaubte man, dass die Explosio nen nur auf die Bildung von Peressigsäure zurückzuführen seien. Deshalb hat man sich gegen die Bildung derselben in vielerlei\ Weise zu schützen versucht. Man versetzte zum Beispiel nach dem schwedischen Patent Nr. 36684 die Reaktionsflüssigkeit mit einem Katalysator, der verhindern soll, dass Per essigsäure in explosionsgefährlichen Mengen sich bilden kann. Nach dem schwedischen Patent Nr. 49135 dagegen wird das Reak tionsprodukt mit Wärme behandelt, damit die Peressigsäure zersetzt wird.
Es hat sich aber gezeigt, dass nach den genannten Verfahren die Explosionsgefahr nicht beseitigt wird, auch wenn die Peressig- säurebildung verhindert wird.
Auch beim Mischen der Acetaldehyd- dämpfe mit reinem Sauerstoff oder Luft entstehen nämlich explosive Mischungen. Gemäss vorliegendem Verfahren wird jede Explosionsgefahr vermieden.
Das Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren zur Herstellung von Essigsäure durch Oxydation von Acetaldehyd mittelst Sauerstoffes beruht darauf, dass die Reaktionskomponenten miteinander in mit Verdünnungsmitteln fester Natur gefüllten Apparaten zusammengeführt werden, so dass sie erst in den Zwischenräumen zwischen den Teilen des festen Verdünnungsmittels ge mischt werden und miteinander reagieren. Die Temperatur in dem Apparat wird bei dem für die Reaktion zweckmässigsten Wert dadurch aufrecht gehalten, dass der Acet- aldehyd und die Essigsäure in bestimmtem Mengenverhältnis in den Apparat eingeführt werden.
Das Verfahren wird zweckmiiissig bei Gegenwart eines Katalysators ausgeführt. Eine Vorrichtung, die zur Durchführung des Verfahrens verwendet werden kann, ist als Beispiel auf der beigefügten Zeichnung .,schematisch veranschaulicht. Nach der ge zeigten Ausführungsform besteht die Vor richtung aus einer vertikalen Kolonne, die oben mit Wassermantel A und unten mit Dampfmantel C vr#rseheii ist. Die ganze Ko lonne ist mit fein granuliertem Aluminium oder mit Porzellan oder mit Holzkohle oder anderem geeigneten Material gefüllt.
Durch den Flüssigkeitsverschluss H wird der Acet- aldehyd aus dem Behälter D zugeführt, wäh rend reiner Sauerstoff oder Luft durch das Rohr G eingeführt wird. In dem obern 'heil des Reaktionsrohres wird durch einen dort angebrachten Flüssigkeitsverschluss aus dein Behälter E eine Lösung, Aufschlämmung oder Emulsion von einem geeigneten Kata lysator in Essigsäure, oder nur reine Essig säure, wenn die Reaktion ohne Katalysator ausgeführt wird, eingeführt. Das Reaktions produkt wird in dem Behälter K gesammelt.
Die Oxydation des Acetaldehyds zu Essig säure findet hauptsächlich in dem mittleren Teil der Kolonne, wo der eingeführte Acet- aldehyd, der Sauerstoff und die eventuell ge- 1?rauehte Katalysatorlösung zusammentreffen, statt.
Die Temperatur in der Reaktionszone beträgt zweckmässig 50 bis 60 C. Bei dieser Temperatur ist die Reaktionsgeschwindig keit ziemlich gross, ohne dass schon wesent liche Verluste durch Verbrennung des Acet- aldehy ds entstehen. In der Reaktionszone werden teils immer neue Mengen von kaltem flüssigem A:cetaldehyd zugeführt, teils fliesst aus dem vom ZVassermantel A gekühlten Teil Essigsäure und dort kondensierter A.cet- aldehyd hinzu.
In der Reaktionszone erhält nian also eine Mischung von Acetaldehyd und Essigsäure, über deren Siedepunkt die Tem- licratur nicht steigen kann. Die Temperatur kann beliebig niedrig gewählt werden, durch Wählen eines geeigneten Verhältnisses zwi- sehen der Essigsäure und dem Acetaldehyd beim Einführen von diesen in die Vorrich tung.
Dur untere, mit dem Dampfmantel C ver sehene Teil d_@r Kolonne wird dagegen er hitzt und bei etwa 100 C gehalten, teils um eventuell nicht oxi dienen Acetaldehyd ab zutreiben, wobei dieser von dem Sauerstoff nach der Reaktionszone oder dem wasser gekühlten Teil der Kolonne mitgeführt wird, um dort kondensiert oder von der Essigsäure, beziehungsweise von der Katalysatorlösung gelöst zu werden. Eventuell gebildete Per essigsäure wird von Acetaldehyd zersetzt.
Somit wird das Produkt, welches durch das Rohr f abfliesst, frei sowohl von Acetaldeyhd, als auch von Peressigsäure.
Bei der Reaktion eventuell unverbrauch tes sauerstoffhaltiges Gas wird durch das Rohr L abgeleitet, nachdem es durch Wa schen und Kühlung in der Kolonne genau von Acetaldehy d befreit worden ist. Hier durch wird es möglich, Verluste an Acetal- dehvd zu vermeiden.
Das Verfahren ist vollkommen konti nuierlich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Essig säure durch Oxydation von Acetaldehyd mit- telst Sauerstoffes, dadurch gelzeiinzeichnet, dass die Reaktionskomponenten miteinander in mit Verdünnungsmitteln fester Natur ge füllten Apparaten zusammengeführt werden, so dass sie erst in den Zwischenräumen 7wi- schen den Teilen des festen Verdünnungs mittels gemischt werden und reagieren, zum Zwecke, eine Explosion der mit Sauerstoff gemischten Acetaldehyddämpfe zu ver hindern.UN TERANSPRtrCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I. da durch gekennzeichnet, dass die Temperatur in dem Apparat bei der für die Reaktion zweckmässigsten Wert dadurch gehalten ,#vird, dass Acetaldehyd und Essigsäure in bestimmtem Men,#@enverhä ltnis in den Ap parat eingeführt werden.?. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Acetaldehi-d in flüssiger Form dem mittleren 'feil des Apparates zugeführt und dort mit dem Sauerstoff zusammengebracht wird und dass der Teil des Apparates, der darunter liegt, erhitzt wird, um den Acetaldehyd aus der durch letztgenannten Teil fliessen den Essigsäure abzudestillieren und even tuell vorhandene Peressigsäure zu zer setzen. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der obere Teil des Apparates gekühlt und Essigsäure, die einen Katalysator enthält, zugeführt wird. PATEN#tANSP1ZUCI1 <B>11 .-</B> Vorrichtung zum Ausführen des Ver fahrens nach Patentanspruch I, bestehend aus einer mit festem Verdünnungsmittel ge füllten Kolonne, deren oberer Teil mit Kühl vorrichtung und Einlass für Flüssigkeit und Auslass für Gase versehen ist, deren mittlerer Teil mit Einlass für flüssigen Acetaldehyd und deren unterer Teil mit Dampfmantel und mit Einlass für Sauerstoff und Auslass für gebildete Essigsäure versehen ist,
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