CH107010A - Verfahren zur Herstellung des Druckbildes auf Druckträgern mit Hilfe von Silberkolloidbildern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung des Druckbildes auf Druckträgern mit Hilfe von Silberkolloidbildern.

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CH107010A
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/06Silver salts

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung des     Deuckbildes        auf        Druchträgern    mit Hilfe von       Silberkolloidbildern.       Die Erfindung bezieht sich auf Ver  fahren zur Herstellung des     Druckbildes    auf  Druckträgern mit Hilfe von Silberkolloid  bildern und besteht darin, dass eine unab  hängig von dem Druckträger fertig ent  wickelte     Silberkolloidsehicht    von ihrem       S'chiehtträger    auf einen Druckträger über  tragen und auf diesem derart     behandelt    wird,       da,ss    der     Druckträger    druckfähig gemacht  werden kann.

   Dabei wird die     Silberkolloid-          schieht    vorteilhaft mit einem     Gerbmittel,     zum Beispiel     Bichromat,    behandelt.  



  Nach dem von Farmer entdeckten und  von     Payne    angegebenen Verfahren (ver  gleiche:     Eder,        Handbuch    der Photographie,  IV. Band, 3. Teil, Seite 278     ff.)    kann ein  Druckträger dadurch     ätzfähig    gemacht wer  den, dass eine     Silberkolloidschicht    mit dem       Druckfräger    in Kontakt gebracht und als  dann ohne Einwirkung des Lichtes mit     Bi-          chromat    behandelt wird.

   Bei diesem be  kannten Verfahren wird der Druckträger  zuerst mit einer     liehtempfindlichen        Si.lber-          kolloidschicht    versehen und dann in bekann  ter Weise mit Hilfe einer Kamera oder im    Kopierrahmen belichtet und des weiteren  entwickelt und fixiert, wodurch auf dem  Druckträger ein entwickeltes Silberbild ent  steht, welches als Kontaktschicht für die       Gerbung    mittelst     Bichromat    dient.  



  Bei einem andern bekannten Verfahren  (Deutsches Reichspatent     Nr.        303,13.6,    Schrott)  wird eine     Silberkolloidschicht    zuerst gegerbt  und dann erst auf einen Druckträger über  tragen.  



  Die bekannten Verfahren haben den Nach  teil, dass der Druckträger entweder am Ge  brauchsorte sensibilisiert werden muss oder  dass fabrikmässig hergestellte sensibilisierte  Druckträger an den Gebrauchsort transpor  tiert werden müssen, was     namentlich    bei  grossen Formaten mit     Schwierigkeiten    ver  knüpft ist. Auch das registerhaltige Kopieren  e r Bilder auf ein und denselben     Druck-          m        'hrerp     träger ist schwierig, so dass hierfür     besonders     konstruierte Vorrichtungen angewandt wer  den müssen.  



  Zur Ausführung des Verfahrens nach  vorliegender Erfindung Bann von     einem,be-          liebigen,        -möglichst    abziehbaren,     photographi-        _    ,      sehen Schichtmaterial ausgegangen werden,  welches zuerst belichtet, fertig entwickelt  und eventuell noch fixiert wird.

   Das erhal  tene Silberbild wird alsdann auf einen Druck  träger abgezogen und hierauf     der    Druck  träger unter     Einfluh    des aufgezogenen Bild  häutchens     rlruclzf@ihig    gemacht,     zurr    Bei  spiel mit einem     Gerbmittel,    wie     Bichroniat.     Man erhält auf diese Weise     eb nfalls    einen       ätzfähigeri    Druckträger, der durch entspre  chende Behandlung für Hoch-,     Flach-    oder  Tiefdruck geeignet gemacht werden kann.  



  Es wird also das Bild auf der licht  empfindlichen Schicht für sich hergestellt,  getrennt vom Druckträger; es kann ein be  liebiges photographisches Material verwendet  und an einem dafür     geeigneten    Orte behan  delt     -%v(rdeii.    Namentlich bei     Verwendung     von photographischen     Papieren    oder Films  ist leicht-     Transportmöglichkeit        gegeben.     An einem andern Orte kann dann bei Tages  licht der     Drueliträger,    der keinerlei Vor  beliandlung unterworfen zu werden braucht,  behandelt werden.

   Das Aufziehen mehrerer  kleiner Bilder auf einen Druckträger, zum  Beispiel eine     Flachdrucl@platte,    ist leichter  zu handhaben als das genaue Einkopieren  im pneumatischen     Kopierrahmen.     



  Da. die photographische     Aufnahme    oder  Kopie ein Negativ ergibt, so würde auf dem  Druckträger ebenfalls ein Negativbild ent  stehen, was nur bei Tiefätzung unter Um  ständen erwünscht ist. Für Hoch- und Flach  druck muss bei den seither     bekannten    Ver  fahren das Bild auf dem Druckträger     um-          gekehrt    werden.  



  Das vorliegende Verfahren bietet     dein-          gegenüber    nun die Möglichkeit,     auch    ein Po  sitiv verwenden zu können, welches man  durch Kopieren vom Negativ gewinnen kann.  Man     überträgt    dann das Positiv auf     den     Druckträger und erhält somit auch auf dem  Druckträger ein positives Bild. Das Negativ  bleibt unversehrt und     dient    zur Herstellung  von Positiven für Doppel- und Reserveplat  ten, für mehrere gleichartige Bilder auf ein  und demselben     Drucldräger,        oder    zur An  fertigung von Druckträgern bei späteren    Nachbestellungen ohne Zuhilfenahme des  Originals.  



  Das Negativ ergibt bekanntlich ein seiten  verkehrtes Bild, das Positiv bei der Kopie       Schicht    auf Schicht ein     seitenrichtig?s    Bild,  wodurch bei Kontakt (Schicht auf Druck  träger) auf dem Druckträger ein seitenver  kehrtes Bild entsteht. Wird auf dem Druck  träger ein     s;@it-äriclitiges    Bild     -ewünscht          (zum    Beispiel für den indirekten     [Offset-]     Druck), so kopiert man vom Negativ das Po  sitiv     verkehrt        (Schicht    gegen Papier).  



  Als Positivmaterial verwendet man vor  teilhaft     Gelatinepapier,    da     Kollodiumiinter-          guss    zwar abziehbare     pliotograpbische    Pa  piere ergibt. aber kein     @@Tasser    durchlässt  und sich deshalb für den das Druckfähig  inachen des     Druckträ-ers    erforderlichen Pro  zess wenig eignet.  



       Bei    dem     vorlieyenden    Verfahren kann  zum Beispiel in     folgender    Weise     vorgegangen     werden Irgend ein     silberkolloidhaltiges    photogra  phisches     Neoa.tivmaterial    (Glasplatte, Film,  Papier oder     @dergleichen)    wird     mittelst.    Ka  mera oder im     Kopierrahmen    belichtet und  in üblicher Weise entwickelt,     fixiert,    ge  wässert.

   Im Kopierrahmen wird     davon    ein  Positiv     erzeugt    (für     Offsetdruch        verhIrt          eingelegt).    Das Positivmaterial, welches  ebenfalls einen     beliebizenchichtträger,     jedoch keinen     Kollodiumunterguss,    besitzen  darf und     vorteilhaft    abziehbar ist, wird in  bekannter Weise entwickelt und gespült und  eventuell noch     fixiert    und gewässert.  



  Das erhaltene Positiv wird, mit der  Schichtseite gegen die Platte, auf einen       Druclzträger        feucht        aufgequetscht    und trock  nen gelassen. Alsdann wird der     Schicht,-          träger    entfernt.     Gelatiiiepapier        lä,sst    sich  in lauwarmem Wasser abziehen; bei reinen       Gelatinefilmen    ist ein Abziehen überhaupt  nicht erforderlich.  



  Zur Verstärkung des     .2#tzgTundes    wird  der     Driiel@trägyer    vorteilhaft vor dem     Auf-          quetscben        rlePositivs    mit einer Harzschicht  (zum Beispiel     Asphalt:    in     Benzol)        übergossen.     Statt des     Positivs    könnte     natürlich.    auch das      Negativ auf dem Druckträger abgezogen  und auf dem Druckträger in bekannter  Weise in ein Positiv umgekehrt werden.  



  Der mit einem oder - bei grossen For  inaten - mehreren registerhaltenden Posi  tivbildern versehene Druckträger gelangt  alsdann in ein     Gerbbad,    zum Beispiel     Bi.          chromat,    wobei die Gelatine der Silber  emulsion an den Silberkontaktstellen wasser  unlöslich wird. Nach erfolgtem Trocknen  wird die     ungegerbte    Gelatine in warmem  Wasser ausgewaschen. Die Platte wird als  dann geätzt und gummiert und hierauf kurze  Zeit in einem     Emailbad,    zum Beispiel Chrom  säure, behandelt und schwach eingebrannt.  Die Platte kann auch vor dem Einbrennen       iait    Harzstaub (zum Beispiel Kolophonium,  Asphalt) eingestaubt und dann eingebrannt  erden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIl Verfahren zur Herstellung des Druck bildes auf Druckträgern mit Hilfe von Silberkolloidbildern, dadurch gekennzeichnet, dass eine unabhängig von dem Druckträger fertig entwickelte Silberkolloidschicht von ihrem Schichtträger auf einen Druckträger iibertragen und auf diesem derart behandelt wird, dass der Druckträger druckfähig ge- in.^.elit werden kann. LTNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine fertig entwickelte Silberkolloidschicht auf einen Druckträger übertragen und auf diesem mit einem Gerbmittel behandelt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass von einem photogra phischen Negativ ein Positiv erzeugt und dieses auf einen Druckträger abgezogen und alsdann mit einem Gerbmittel behan delt wird. d.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere photogra- phisehe Silberbilder registerhaltig auf einen Druckträger übertragen und als dann mit einem silberhaltige Gelatine härtenden Gerbmittel behandelt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und- 2, -dadurch gekenn zeichnet, dass mittelst eines Negativsilber- bildes ein seitenverkehrtes Positiv und von diesem ein seitenrichtiges Bild auf einem Flachdruckträger erzeugt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der ursprüngliche Schichtträger des entwickelten Silberbildes nach dem Aufbringen auf den Druckträger von diesem entfernt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und En teranspruch 1, gekennzeichnet durch Ver wendung von abziehbaren Gelatinesilber- papieren ohne Kollodiumunterguss.
CH107010D 1923-07-25 1923-07-25 Verfahren zur Herstellung des Druckbildes auf Druckträgern mit Hilfe von Silberkolloidbildern. CH107010A (de)

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