CH107391A - Verfahren zur katalytischen Darstellung eines Methylalkohol enthaltenden Produktes aus Oxyden des Kohlenstoffes. - Google Patents

Verfahren zur katalytischen Darstellung eines Methylalkohol enthaltenden Produktes aus Oxyden des Kohlenstoffes.

Info

Publication number
CH107391A
CH107391A CH107391DA CH107391A CH 107391 A CH107391 A CH 107391A CH 107391D A CH107391D A CH 107391DA CH 107391 A CH107391 A CH 107391A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
carbon
methyl alcohol
oxides
product containing
containing methyl
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Soda-Fabrik Badische Anilin
Original Assignee
Basf Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Basf Ag filed Critical Basf Ag
Publication of CH107391A publication Critical patent/CH107391A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur katalytischen Darstellung eines Methylalkohol enthaltenden Produktes  aus Oxyden des     Kohlenstoffes.       Es hat sich gezeigt, dass man bei der  Einwirkung geeigneter Katalysatoren auf Ge  mische von Kohlenoxyd oder Kohlensäure  oder beiden mit     Wasserstoff    oder     Kohlen-          wasaerstoffen    unter Druck und bei höheren  Temperaturen Methylalkohol, der andere       sauerstoffhaltige    organische Verbindungen als       Beimiscbung    enthalten kann, in guter Aus  beute erhält.

   Bei der praktischen Ausübung  des Verfahrens treten häufig Schwierigkeiten  auf dadurch, dass die Kontaktmassen bald  an Wirksamkeit einbüssen oder unerwünschte  Nebenreaktionen, zum Beispiel die Bildung  von     Kohlenwasserstoffen,    in den Vordergrund  treten. Wie Untersuchungen gezeigt haben,  liegt die Ursache hierfür darin, dass die be  nutzten Gase auch nach der üblichen Weit  gehenden Reinigung für den vorliegenden  Zweck nicht genügend rein sind und dass  ausser einer Entfernung von organischen  Schwefelverbindungen auch eine Entfernung  flüchtiger Eisenverbindungen, insbesondere  von     Eisencarbonyldämpfen,    selbst bis auf    Spuren, unbedingt notwendig. ist.

   Erst wenn  die Reinigung der Gase so weit geführt ist,  dass auch mit den schärfsten analytischen  Hilfsmitteln in dem zu verwendenden Gas  praktisch keine Eisenverbindungen mehr nach  gewiesen werden können, arbeiten die Kon  taktmassen sicher und dauernd befriedigend  unter Bildung von     Methylalkohol    und ähn  lichen Verbindungen.  



  Das Verfahren ermöglicht die Verwendung  der verschiedensten industriellen Gase. Zweck  mässig haben diese eine solche Zusammen  setzung, dass der Gehalt an Wasserstoff in  dem zur Reaktion gelangenden Gemisch den  Gehalt an Kohlenoxyd     überwiegt.    Zum Bei  spiel kann man Wassergas mit 40      /o    Kohlen  oxyd,     55/o    Wasserstoff,     40%    Stickstoff     ünd          1%        Kohlenwasserstoffen        verwenden        oder          Kohledestillationsgase,    wie Leuchtgas,

       Ko-          kereigas    oder     Tieftemperaturverkokungsgas     oder Gemische, wobei man je nach Be  darf vor der Reinigung oder nachher etwa  fehlende Mengen von Bestandteilen, z. B.      Wasserstoff oder Kohlenoxyd, zufügt oder  überschüssig vorhandene Mengen daraus ent  fernt, bis die     gewünschte    Zusammensetzung  erreicht ist, z. B. bis auf 1     Vol.    Kohlenoxyd  3 oder 4     Volumteile    Wasserstoff kommen.  



  Für die Reinigung selbst werden möglichst  wirksame Arbeitsweisen angewendet,     nachdem     zweckmässig die Hauptmenge der Verunreini  gungen, sowie ungesättigte und aromatische       Kohlenwasserstoffe    durch die üblichen Mittel  entfernt worden sind. So kann man z. B.       Kohlenoxydsulfid    und andere     organische     Schwefelverbindungen durch genügend grosse  Mengen aktiver Kohle absorbieren oder mit       Natrorrkalk    oder Kalikalk zersetzen, oder  beide Mittel nacheinander oder gleichzeitig  anwenden. Auch kann man das     Gas    in der  Hitze über eine     alkalihaltige        Masse    leiten.

    Eine vorteilhafte     Reinigungsmethode    besteht  darin, dass man das zu reinigende Gas mit  Wasserdampf gemischt über eine zur teil  weisen Umsetzung des     Kohlenoxydes    mit  Wasserdampf zu Kohlendioxyd und Wasser  stoff geeignete Kontaktmasse leitet, wodurch  die organischen     Schwefelverbindungen    unter  Bildung von     Schwefelwasserstoff    zersetzt  werden, der sich dann leicht entfernen lässt.  



  Zur völligen Befreiung des Gases von       Eisencarbonyl,    das bei der üblichen Ent  fernung von Kontaktgiften nicht ohne wei  teres beseitigt wird, sind besondere     Reini-          gungsrnethoden        erforderlich.        Man    kann das  Gas zu diesem Zweck durch eine Schicht  einer aktiven, für     Eisenearbonyl    besonders  aufnahmefähigen Kohle leiten oder in der  Hitze über eine kupferhaltige     blasse    oder  einen     Vorkontakt    führen und den gegebenen  falls     entstandenen    Eisennebel durch Filter  entfernen.

      Die Reinigung des Gasgemisches kann  bei gewöhnlichem Druck oder nach erfolgter  Kompression     vorgenommen    werden.  



  Auch die verwendeten Kontaktmassen  werden zweckmässig frei von Schwefel und  andern schädlichen Bestandteilen gehalten,       wenn    sich auch gezeigt hat, dass namentlich  bei einem Gehalt der Kontaktmassen an  starken Basen oder solche bildenden Ele  menten geringe     Mengen    von Schwefel, Chlor,  Phosphor,     Arsen    und dergleichen meist nicht  oder nur wenig schädlich wirken. Um eine  erneute Verunreinigung der gereinigten Gase  durch flüchtige Eisenverbindungen zu ver  meiden. werden zweckmässig der Reaktions  raum, sowie metallische Teile in ihm mit  Material überzogen oder aus Material her  gestellt, das gegen Kohlenoxyd widerstands  fähig ist. Solches Material ist zum Beispiel  Kupfer.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur katalytischen Herstellung eines Methylalkohol enthaltenden Produktes aus Oxyden des Kohlenstoffes durch Reduk tion mit einem Wasserstoff enthaltenden Aus gangsstoff bei höheren Temperaturen und Drucken, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Umsetzung dienenden Gasgemische nicht nur von den üblichen Kontaktgiften, sondern auch von flüchtigen Eisenverbindungen voll ständig befreit werde. UNTERANSPRUCH: Verfahren gerrri±fi Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigung des Gases eine Behandlung mit Dampf in Gegenwart von Kontaktmassen vorausgeht.
CH107391D 1923-04-05 1923-09-26 Verfahren zur katalytischen Darstellung eines Methylalkohol enthaltenden Produktes aus Oxyden des Kohlenstoffes. CH107391A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE107391X 1923-04-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH107391A true CH107391A (de) 1924-10-16

Family

ID=5650985

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH107391D CH107391A (de) 1923-04-05 1923-09-26 Verfahren zur katalytischen Darstellung eines Methylalkohol enthaltenden Produktes aus Oxyden des Kohlenstoffes.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH107391A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2946193C2 (de)
DE617645C (de) Verfahren zur Herstellung von zur Ammoniaksynthese geeigneten Stickstoff-Wasserstoff-Gemischen aus bituminoesen Brennstoffen
DE1166182B (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylen durch thermische Umsetzung von Kohlenwasserstoffen
DE3049639T1 (de)
CH107391A (de) Verfahren zur katalytischen Darstellung eines Methylalkohol enthaltenden Produktes aus Oxyden des Kohlenstoffes.
DE484337C (de) Verfahren zur Gewinnung mehrgliedriger Paraffinkohlenwasserstoffe aus Kohlenoxyden und Wasserstoff auf katalytischem Wege
DE462837C (de) Verfahren zur Herstellung von sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen aus Oxyden des Kohlenstoffs durch Reduktion
AT116054B (de) Verfahren zur Darstellung von Methanol und anderen sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen.
DE2837416A1 (de) Verfahren zur weiterverarbeitung von kohleentgasungsrohgas
DE488944C (de) Herstellung von aktiver Kohle
DE1082240B (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Zirkontetrachlorid durch Sublimation
DE2926107A1 (de) Verfahren zur abscheidung von stickstoffoxiden aus gasen
DE860487C (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoff aus Kohlendioxyd und Ammoniak
DE2235426C3 (de) Verfahren zur Behandlung von Stickoxiden enthaltenden Abgasen
DE606841C (de) Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff
DE393727C (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefelverbindungen aus Gasen
DE629886C (de) Verfahren zur Herstellung von mit Wasserstoff voellig abgesaettigten Kohlenwasserstoffen
AT142438B (de) Verfahren zur Destillation fester, fossiler Brennstoffe.
DE480961C (de) Herstellung von Phosphorsaeuren und Wasserstoff
DE484055C (de) Verfluessigung und Trennung von Gasgemischen bei tiefer Temperatur
DE517337C (de) Herstellung von Schwefelkohlenstoff
AT200241B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von organischen Schwefel- und Stickstoffverbindungen und zur Beseitigung von Harzbildnern aus Kohlenwasserstoffen
DE1567728B2 (de) Verfahren zur erzeugung eines an wasserstoff und kohlenstoff reichen gases aus kohlendestillationsgasen
DE718854C (de) Verfahren zum Entfernen von Kohlenoxyd aus organische Schwefelverbindungen enthaltenden Gasen oder Gasgemischen mittels der Wasserdampfkatalyse
DE393631C (de) Verfahren zur Herstellung von Titanstickstoffverbindungen