CH107416A - Verfahren zur Herstellung von Grammophonplatten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Grammophonplatten.

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CH107416A
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Ltd Columbia Graphopho Company
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  Verfahren zur Herstellung von Grammophonplatten.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur Herstellung homogener  Grammophonplatten aus thermoplastischem       Material.    Unter homogenen Grammophon  platten werden Grammophonplatten verstan  den, die durchwegs aus     demselben    Material  bestehen, im Unterschied von den     lamellier-          ten    Platten mit Oberflächenschichten, deren  Zusammensetzung von der der     Zwischenlage     verschieden ist. Unter     thermoplastisehem    Ma  terial ist ein Material verstanden, das unier  Anwendung von Wärme und Druck form  bar ist.  



  Bisher war es üblich, homogene Grammo  phonplatten aus thermoplastischem Material  zu bilden, das aus einer zusammenhängenden  Masse besteht. Dabei wurde das eine oder  andere der als "Teig" und als     "Platten"-Ver-          fahren    bezeichneten Verfahren angewendet.  Nach dem     "Teig"-Verfahren    wird das thermo  plastische Material erhitzt, bis es ungefähr  die Konsistenz von Kitt besitzt, so dass es  unter     leichtem    Druck formbar ist. Ein Klum  pen von Material dieser Beschaffenheit wird    in eine Form zwischen vorher erhitzte Ma  trizen gebracht, einem Druck ausgesetzt und  unterdessen gekühlt.  



  Nach dem     "Platten"-Verfahren        wird    das  thermoplastische Material in kompakte Ta  feln geformt, aus welchen Platten von an  nähernd der Grösse der fertigen Grammophon  platten     geschnitten    werden. Diese Platten  werden erwärmt, zwischen die erwärmten  Matrizen eingelegt und dann, wie oben, unter  Druck gesetzt und gekühlt.  



  Nach vorliegendem Verfahren wird das  thermoplastische Material in gepulverter  Form benutzt und so behandelt, dass das Pul  ver zusammenhält, um die Platte zu bilden.  



  Gemäss einer Ausführungsform dieses  Verfahrens wird das gepulverte Material  einer Platte oder sonstigen Träger zugeführt  und dieser auf eine Temperatur erwärmt, bei  der man das Pulver unter Druck zusammen  haltend machen kann. Das gepulverte Ma  terial wird mittelst einer kalten Walze oder  andern     Pressvorrichtung    einem Druck unter  worfen.      Man kann auch gepulvertes thermoplasti  sches Material in eine die Platten bildenden  Matrizen enthaltende Form bringen, in dieser  Druck und genügender Wärme aussetzen, um  das Pulver haften zu machen, und dann die  Form kühlen.  



  Ein weiteres Ausführungsbeispiel des Ver  fahrens ist das     folgende:    Zunächst wird auf  irgend eine geeignete oder bekannte Art. ein  thermoplastisches Material geeigneter Be  schaffenheit, z. B. ein solches mit Zellulose  acetat als Grundstoff, zubereitet und in ge  pulverten Zustand übergeführt, bis es durch  ein Sieb geht, das beispielsweise vierzig Ma  schen auf 25 mm enthält. Dieses Pulver wird  auf eine     kreisrunde    Metallplatte gebracht,  deren Grösse bestimmt ist durch den Durch  messer der herzustellenden Platte. Jene Me  tallplatte wird auf eine Temperatur erwärmt,  bei welcher das Pulver unter Druck zusam  menhaftend gemacht werden kann.

   Das auf  der Platte befindliche Material wird dann       mittelst    einer kalten Walze oder sonstigen  Druckvorrichtung einem Druck unterworfen.  Hierauf kühlt man die Platte, und auf diese  Weise erhält man eine poröse Scheibe, die  entweder sofort benutzt oder bis zum An  bringen einer Eintragung aufbewahrt werden  kann.  



  Eine in dieser Weise hergestellte Platte  besitzt ausser den durch ihre     Porösität.    be  dingten Vorteilen noch solche, die     davon     herrühren, dass die Platte mittelst einer kal  ten Walze gewalzt wird. Diese erzeugt auf  der Seite, auf der die Walze angelegt     wird,     eine blanke Oberfläche. Wird diese Seite  benutzt, so erzeigt sie sich als passend zur  Erzeugung exakter Eintragungen.  



  Nach einer .andern Ausführungsform des  Verfahrens zur Zubereitung der aus Pulver  bestehenden Scheibe wird einer passenden  Form genügend Pulver zugeführt, um eine  Scheibe von irgendwelchem vorbestimmten  Gewicht zu bilden. Dann wird genügend  Druck angewendet zur Erzielung eines vor  läufigen     Zusammenhaftens.    Man erhält so  eine poröse Scheibe, die bereit ist für die  Herstellung von Grammophonplatten in den    Formen unter Hitze, wie hiernach beschrie  ben.  



  Bei der Herstellung von Grammophon  platten aus diesen Scheiben kann man bei  spielsweise folgendermassen vorgehen: Die  offene Form mit den in Stellung befind  lichen Matrizen wird auf einem heissen Tisch  oder durch andere geeignete Mittel auf die  erforderliche Temperatur erwärmt. Dann  bringt man auf jede Matrize eine aus Pulver  bestehende Scheibe und lässt sie während  einiger Sekunden dort liegen, damit sie die  Temperatur der Form annehmen kann. Letz  tere wird dann geschlossen, unter die     Press"     gebracht und hier unter Druck rasch ge  kühlt.  



  Statt die aus Pulver hergestellten Schei  ben für die Zubereitung der Grammophon  platten zu verwenden, kann     man    das     gepul-          verte    thermoplastische Material unmittelbar  in eine Form bringen, welche die Matrizen  enthält, und die erhitzt und     erwärmt    werden  kann, während sie sich unter Druck befin  det. Auf diesem Wege lassen sich die  Grammophonplatten aus dem gepulverten       thermostatischen    Material in einem Arbeits  vorgange herstellen, ohne die Notwendigkeit  der vorhergehenden Zubereitung der porösen  Scheibe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung homogener Clrammoplionpla.tteii aus einem tliernioplasti- schen Material, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Material in pulveriger Form verwen det und unter Verwendung von Druek und Temperatur so behandelt wird, dass das Pul ver zusammenhaftet, um die Grammophon platte zu bilden. Uh TERANSPRtrCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Herstellung poröser Scheiben, aus denen die Grammo phonplatten gebildet werden, gepulvertes Material auf einen Träger gebracht wird, der auf eine Temperatur erwärmt wird, bei welcher das Pulver unter Druck zu- sammenhaftend gemacht werden kann, und dass man das pulverförmige Material einem Drucke unterwirft. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man pulverförmiges thermoplastisches Material in eine die Platten bildenden Matrizen enthaltende Form bringt, das Material in der Form einem Druck und genügender Wärme aus setzt zur Bildung der Platte, und dann die Form abkühlt.
CH107416D 1922-10-18 1923-10-16 Verfahren zur Herstellung von Grammophonplatten. CH107416A (de)

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