Verfahren zur Herstellung metallischer Gewebe, Geüechte und dergleichen. Vorliegende Erfindung bildet ein Verfah ren, das mit einfachen und sehr leicht gross technisch durchführbaren Massnahmen es er möglicht, auch allerfeinste metallische Ge webe, Geflechte und dergleichen, unter Auf rechterhaltung und Verbesserung ihres Durchlässigkeitsgrades derart widerstands fähig zu manchen, dass kein Verziehen und kein Weiterreissen aufgerissener Stellen statt- finden kann.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dA man das Gewebe, Geflecht oder derglei chen, dessen Elemente mit eixiem leicht schmelzbaren metallischen Überzug versehen inrl, derart erhitzt, dass der metallische Über zug an das Grundmetall angeschmolzen wird, wobei die Kreuzungs- bezw. Berührungsstel len der einzelnen Elemente fest miteinander verbunden werden.
Nachstehend sei das Verfahren in einer Ausführungsform beispielsweise erläutert. Ein aus blankem Draht oder Bandmaterial hergestelltes Gewebe, Geflecht oder derglei chen wird auf galvanischem Wege vorerst mit einem Überzug aus leicht schmelzbarem Metall oder einer Metallegierung von solcher Stärke versehen, dass durch , Anschmeizen dieses Überzuges die locker liegenden Ele mente an den Kreuzungs- bezw. Berührungs stellen miteinander verbunden werden.
Das metallische Gewebe, beispielsweise ein Metallsieb feinster Nummer, wird fett frei und oxydfrei in ein galvanisches Zinn.. bad gebracht, das zweckmässig die Anwen dung höherer Stromdichten gestattet. Die Stärke der Zinnauflage wird so bemessen, da.ss bei dein später einsetzenden Ansohm.el_zprozess an den Kreuzungs- bezw. Berührungsstellen der das Gewebe bildenden Draht- bezw. Bandelemente ausreichend Überzugsmetall vorhanden ist, um an diesen Stellen eine feste Verbindung der Elemente sicher zu erhalten.
Das galvanisch mit Zinn überzogene Metall gewebe wird vor dem Erhitzen mit geeigne ten Stoffen behandelt, die .den Anschmelz- prozess fördern. Als solche Stoffe können beispielsweise Lötwasser, Lötpaste und der gleichen verwendet werden.
-Ganz besonders vorteilhafte Wirkungen, insbesondere hin sichtlich Glätte und Dichtigkeit des auge-
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schniolzenen <SEP> Überzuges <SEP> wurden <SEP> beobachtet,
<tb> wenn <SEP> das <SEP> Ansehmelzen <SEP> des <SEP> Überzii--@s <SEP> unter
<tb> Mitwirkung <SEP> sobenannter <SEP> Friselimittel <SEP> erfolgt.
<tb> Derartige <SEP> Frischmittel <SEP> bestehen <SEP> zum <SEP> Beispiel
<tb> aus <SEP> Chlorammonium, <SEP> Salzsäure <SEP> und <SEP> solchen
<tb> Metallsalzlösungen, <SEP> die <SEP> fähig <SEP> sind, <SEP> auf <SEP> die
<tb> ,galvanische <SEP> Auflage <SEP> Glas <SEP> Metall <SEP> der <SEP> Metall salzlösung <SEP> niederzuschlagen.
<SEP> Eine <SEP> bewährte
<tb> Zusammensetzung <SEP> für <SEP> ein <SEP> derartiges <SEP> Fris,_^h mittel <SEP> ist <SEP> beispielsweise <SEP> folgende:
<tb> 10 <SEP> bis <SEP> 30 <SEP> Gewichtsteile <SEP> konzentrierter
<tb> Salzsäure;
<tb> 10 <SEP> bis <SEP> 40 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Eisenchlorid lCisullg <SEP> i30 <SEP> bis <SEP> (0
<tb> ?f1 <SEP> bis <SEP> 40 <SEP> Crewichtsteile <SEP> konzentrierter
<tb> Chlor-Ammoniahlösung, <SEP> und
<tb> ?0 <SEP> bis <SEP> 40 <SEP> Crre-dcht.steile <SEP> von, <SEP> 5 <SEP> bis
<tb> ?t! <SEP> 'öiger <SEP> Kupfersulfatlösung.
<tb>
Das <SEP> mit <SEP> Lötmittel, <SEP> Lötpaste, <SEP> Frischmittel
<tb> oder <SEP> dergleichen <SEP> behandelte <SEP> Metallgewebe
<tb> wird <SEP> hierauf <SEP> auf <SEP> eine <SEP> solche <SEP> Temperatur <SEP> er hitzt. <SEP> da.ss <SEP> die <SEP> Zinnauflage <SEP> an <SEP> das <SEP> Grund nietall <SEP> des <SEP> Drahtgewebes <SEP> anschmilzt. <SEP> Nach
<tb> rlem <SEP> Anschmelzen <SEP> kann <SEP> die <SEP> Ware <SEP> entweder
<tb> all <SEP> der <SEP> Luft <SEP> oder <SEP> durch <SEP> Z'4Tasserab <SEP> schreckung
<tb> erstarren <SEP> gelassen <SEP> werden.
<tb>
Feonders <SEP> günstige <SEP> Resultate <SEP> werden <SEP> er balten, <SEP> wenn <SEP> die <SEP> Ware <SEP> vorerst <SEP> auf <SEP> galvani sclicnl <SEP> @1'c <SEP> ge <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Zinnüberzug <SEP> verse lien <SEP> und <SEP> hierauf <SEP> unter <SEP> Mitwirkung <SEP> von
<tb> Frischmitteln <SEP> an <SEP> die, <SEP> Ware <SEP> angeschmolzen
<tb> und <SEP> durch <SEP> künstliche <SEP> Kühlung <SEP> zum <SEP> Erstar ren <SEP> ye.bracht <SEP> -wird.
<tb>
Bei <SEP> endlosen <SEP> Waren, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> bei <SEP> einem
<tb> Draht-ewebe, <SEP> -weiden <SEP> diese <SEP> zwecl@mässig <SEP> ini
<tb> fortlaufenden <SEP> Arbeitsgange <SEP> von <SEP> einem <SEP> Vor i:ttwiclsel <SEP> vorerst <SEP> durch <SEP> ein <SEP> ga.lvaitisches <SEP> Bad
<tb> und <SEP> hierauf <SEP> flach <SEP> -lufbringung <SEP> von <SEP> Stoffen,
<tb> ivelclie <SEP> das <SEP> Ansehmelzen <SEP> des <SEP> Ü <SEP> berzugSmetal les <SEP> fördern, <SEP> durch <SEP> einen <SEP> Anschmelzofen <SEP> mit
<tb> oder <SEP> o1111(- <SEP> nachfolyexider <SEP> Wasserabschreckun
<tb> hindurchgeführt.
<SEP> Das <SEP> erhaltene <SEP> Produkt
<tb> kann <SEP> nach <SEP> clem <SEP> Erstarren <SEP> in <SEP> dem <SEP> gleichen
<tb> fortlaufenden <SEP> Arbeitsgan^e <SEP> wieder <SEP> zu <SEP> einem
<tb> Wickel <SEP> aufgewickelt <SEP> werden, <SEP> da <SEP> es <SEP> gute <SEP> Flä ehenbiegsamkeit <SEP> besitzt.
<tb>
Das <SEP> Ansclimclzen <SEP> des <SEP> Überzuges <SEP> -wird
<tb> durch <SEP> absatzweises <SEP> Erhitzen <SEP> bestimmter <SEP> Flü-
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clienteile <SEP> der <SEP> Ware, <SEP> c.nthrccllend <SEP> den <SEP> ini
<tb> Arisclimelzofen <SEP> zur <SEP> Erhitzung <SEP> gelangenden
<tb> I <SEP> 1ä <SEP> chenstreifen, <SEP> vor-enominvn. <SEP> Das <SEP> CTewebe
<tb> 1_a.nn <SEP> auch <SEP> mit <SEP> einer <SEP> stärkeren <SEP> Zinnauflage
<tb> als <SEP> für <SEP> die <SEP> tuehniscli <SEP> ,#icliere <SEP> Verbindung <SEP> der
<tb> hreuziiilgs- <SEP> und <SEP> Berührungsstellen <SEP> der
<tb> Drahtelemente <SEP> notiv <SEP> cridig <SEP> ist, <SEP> versehen <SEP> wer den.
<SEP> Diese <SEP> letztgenannte <SEP> 1"-lassrialline <SEP> kann <SEP> mit
<tb> grossem <SEP> Vorteil <SEP> in <SEP> manehen <SEP> Fällen <SEP> sogar <SEP> dazu
<tb> usgenutzt <SEP> werden, <SEP> uni <SEP> lieben <SEP> der <SEP> Verbiil a <SEP> <B>a <SEP> z#</B>
<tb> dun- <SEP> der <SEP> hreilzung_ <SEP> bczw. <SEP> Bc#rü@rungsstel len <SEP> der <SEP> Drahte <SEP> lemc=nt, <SEP> auch <SEP> noch <SEP> eine <SEP> Vcr ii,ndcrung' <SEP> de=. <SEP> I)ii@cli.;
an@#@profils <SEP> cler <SEP> Gewebe niasellen <SEP> herbeizufübi@@n,
<tb> Ein <SEP> zweites <SEP> der <SEP> Er findung <SEP> besteht, <SEP> (Iarin, <SEP> doll) <SEP> diü- <SEP> Draht- <SEP> oeleh
<tb> Bandelemente <SEP> vorerst <SEP> durch <SEP> cineri <SEP> @'_@cigrictcu
<tb> Mütallisierungsprozcss <SEP> mit <SEP> einem <SEP> lötfälligen
<tb> Überzu- <SEP> versehen <SEP> und <SEP> hierauf <SEP> aus <SEP> diesen
<tb> Elementen <SEP> durch <SEP> @\'ehf@-n, <SEP> FlF-eliten <SEP> lind <SEP> der gleichen, <SEP> das <SEP> g,,wt;usclite <SEP> Fc'rti-produl@t <SEP> -(- formt <SEP> und <SEP> dllrA1 <SEP> An@chmelzcli <SEP> des <SEP> nnetalli schen <SEP> t@h@@r%u%'cs <SEP> die <SEP> hrc=uzun@y_ <SEP> bczw. <SEP> L" rüllrnn@.:;
1# <SEP> 11-1i <SEP> ckr <SEP> @@'arcn--1'-nic#ntc# <SEP> fest <SEP> inil einanxler
<tb> ron. <SEP> hisst <SEP> >icli <SEP> iliit <SEP> Verteil <SEP> i,l-.l@_#.#on@lerc# <SEP> f111
<tb> solche <SEP> @ebrc.ucligc@@;entünr_le <SEP> vcriven.#len, <SEP> die
<tb> in <SEP> ihrer <SEP> fertigen <SEP> Form <SEP> s(,liwicrig <SEP> zu <SEP> @@a@v@l nisicren <SEP> sind, <SEP> wic# <SEP> ztiili <SEP> Beispiel <SEP> @e@rn@tän <SEP> l <SEP> @.
<tb> die <SEP> zufolg'o <SEP> ihrer <SEP> Form <SEP> odi@r <SEP> Bali:lrt <SEP> liilt@ <SEP> i.
<tb> sich <SEP> gehende <SEP> Fhidi-ri <SEP> aufweisen, <SEP> die <SEP> 1'#i <SEP> d;r
<tb> GalvanissleI'ling' <SEP> hlftJ-e <SEP> 1111(iihatin#;-r <SEP> Strom linienstreuung <SEP> keine <SEP> gleichrllässi@@e <SEP> @t@eta.ll aufhl;ye <SEP> erh@r.lten.
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Dir, <SEP> finit <SEP> Kilt'-. <SEP> rl@
<tb> Effeht:e <SEP> spi-h=i: <SEP> Vrrw. <SEP> _- Chlng <SEP> aller <SEP> 1l114 <SEP> -r-lir <SEP> i'inC#il <SEP> Dttihten, <SEP> <B>31M1,111-</B>
<tb> ]Andern <SEP> und <SEP> rlet'!@'l@,lcllc#Il <SEP> hehsestellt ri
<tb> ruid <SEP> @fr@chtcv:@ten <SEP> lind <SEP> der-'1_eichcn <SEP> inlirsou dere <SEP> bei <SEP> ltlctal.lsir=be.i, <SEP> Metalltüchurn <SEP> fc-inc#rc#-r
<tb> Nummern <SEP> eine <SEP> s-fir <SEP> grosse <SEP> Rolle. <SEP> Da,. <SEP> bei
<tb> groben, <SEP> met-alli#c@lic#11 <SEP> Web- <SEP> und <SEP> Geflecht ivaren <SEP> geübte <SEP> Eintauelien <SEP> der <SEP> @@'are <SEP> in
<tb> t:allsclimelzc@ii <SEP> ist <SEP> Hir <SEP> die <SEP> ein@'a <SEP> n"@s <SEP> erwähntc#il
<tb> Feinwaren <SEP> vollt;
indig' <SEP> unbrauchbar, <SEP> da <SEP> z@ini
<tb> Beispiel <SEP> beim <SEP> Eilhauchen <SEP> einos <SEP> Drahtsi-bc@s
<tb> feinerer <SEP> Nummer <SEP> in <SEP> eine <SEP> llctallschmclz^
<tb> dessen <SEP> enge <SEP> )laschen <SEP> sieh <SEP> sofort <SEP> ganz <SEP> ver- Pappen und aus dein Sieb augenblicklich ein undurchlässiges Blech entsteht.
Das Verfahren gemäss der vorliegendi#n Erfindung schafft daher für die Feinmetall gewebeindustrie neue Erzeugnisse, da aus feinen Drähten hergestellte Gewebe mit ganz geringer Maschenlichte in nicht ver- zerrbarer Form bisher überhaupt nicht her gestellt werden konnten. Hierzu kommt aber noch, dass durch das neue Verfahren auch bei den feinsten Geweben, Sieben und der- :,11lei.chen, eine überraschende Verbesserung des Durchlässigkeitsgrades derartiger Waren für das zu sichtende oder zu filtrierende Gut erzielt wird.
Bei den bisherigen metallischen Geweben und -Drahtsieben kreuzen die Ele mente des Gewebes und Geflechtes überein ander oder umschlingen sich und bilden an den Kreuzungs- bezw. Berührungsstellen un- lcr sich gehende, keilförmige Vertiefung-311. In diesen Vertiefungen verkeilt sich das. zu sortierende Gut und gibt zu Verstopfungen der Maschen Veranlassung.
Bei dem neuen Verfahren hat sich nun überraschender Weise @@ezeigt, dass das bei dem Anschmelzprozess in Fluss geratende Überzugmetall in die vor- ;
(Venannten keilförmigen Vertiefungen unter (Iem Einfluss der durch diese Vertiefungen hervorgerufenen Kapilla.rwirkung geradezu liiireingezogen wird, so dass diese Vertiefun- geri derart ausgefüllt bezw. ausgerundet wer den, dass in diesen Vertiefungen störende An lagerungen des zu sortierenden Gutes oder das Ansetzen von Krusten nicht mehr .mög lich ist.
bezw. Berührungsstellen der einzelnen Ele mente fest miteinander verbunden werden.
UNTERANSPRÜCHE: 1.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss .(las aus blanken Me tallelementen hergestellte Gewebe, Ge fleckt oder dergleichen, auf galvanischem Wege mit einem leicht schmelzbaren, me- tallisehen Überzug von solcher Stärke ver sehen wird, dass durch Anschmelzen dieses Überzuges die Elemente .an den Krea- zungs- bezw. Berührungsstellen fest mit einander verbunden werden.
2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man aus mit einem leicht schmelzbaren metallischen Über- zug versehenen Elementen ein Ge webe, Geflecht. oder dergleichen erzengl und hierauf durch Anschmelzen des me- tallis-chen Überzuges die Elemente an den Kreiizungs- bezw. Berührungsstellen fest miteinander verbindet.
3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch geli:ennzeichnet, dass das Anschmelzen des galvanischen Überzuges unter Verwendung zusätzlicher, das Ansichmelzen fördernder Stoffe er folgt.
4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus blanken Ele menten hergestelltes Gewebe, Geflecht oder dergleichen auf galvanischem Wegr, mit einem leicht schmelzbaren metalli schen Überzug versehen wird, vorauf die ser Überzug unter Mitwirkung von Frisch mitteln an das Grundmetall angeschmol- zen und durch künstliche Kühlung zum Erstarren gebracht wird.