CH107730A - Verfahren zur Herstellung von langkristallinischen, schraubenlinienförmigen Wolframleuchtkörpern für elektrische Glühlampen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von langkristallinischen, schraubenlinienförmigen Wolframleuchtkörpern für elektrische Glühlampen.

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CH107730A
CH107730A CH107730DA CH107730A CH 107730 A CH107730 A CH 107730A CH 107730D A CH107730D A CH 107730DA CH 107730 A CH107730 A CH 107730A
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F Patent-Treuhand-Gesellschaft
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Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
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      Verfahren    zur Herstellung von langkristallinischen,     schraubenlinienförmigen          Wolframleuchtkörpern    für elektrische Glühlampen.    Es ist bekannt, dass man     Wolframdraht     in     einen    Zustand, in     welchem    er aus     sehr     langen     Kristallen    besteht, dadurch     bringen     kann,     da.ss    man ihn durch eine Zone sehr  hoher Temperatur     hindurchführt,    und zwar  geschieht dies meist in der Weise,

   dass der  Draht zwischen zwei Kontakten     hindurchbe-          wegt    wird, die durch zugeführten elek  trischen Strom das dazwischenliegende       Drahtstiick    auf die     notwendige,    sehr hohe  Temperatur     bringen.     



  Es ist ferner bekannt, dass .man Wolfram  draht durch Aufwickeln auf einen Dorn zu       schraubenlinienförmigen        Glühkörpern    ge  stalten kann, und dass es erstrebenswert ist,  dazu     Langkristalldraht    zu     verwenden,    da  solche     Glühkörper    während der Brenndauer  der Lampen besondere günstige     Eigensthaf-          texi    in bezug auf Steifheit und Festigkeit  zeigen.  



       Die    Erfindung bezweckt     nun,    die Her  stellung von schraubenlinienförmigen Wol-         främglühkörpern,    die     aus        La.ngkristalldraht     bestehen, zu     verbessern    und zu vereinfachen.  



       DieserSweck        wird    gemäss der Erfindung  dadurch erreicht, dass der     Dralit    unmittelbar  anschliessend     a.n    die in einer     Hochglühstrecke     stattfindende Umwandlung in die     La.ngkri-          stallstruktur    oder zum Teil noch während  der Umwandlung in die     Schraubenform    ge  wunden wird. Der Draht wird somit in einem  fortlaufenden Arbeitsgang sowohl in den       Langkristallzustand    übergeführt; als auch       gleich.zeitigg    in dis Schraubenform gebracht,  wodurch sich die Herstellung wesentlich ver  einfacht.

   Gleichzeitig wird erreicht, dass der  Draht     ruckfrei    durch die     Hochglühstrecke          bezw.    Hitzezone geführt wird. Dies ist von  ganz besonderer Bedeutung, da die     Entste.          hung    langer     Kristalle    davon     abhängt,    dass  der Draht in keinem Zeitteilchen schneller in  die Hitzezone     eintritt,    als der     Umwandlungs-          gesehwindigkeit    der     Kleinkristallite    des     ge.          zo.genen    Drahtes in die langen Kristalle, so.

    zusagen der     Vorwachsgeschwindigkeit    der      langen Kristalle im Draht, entspricht. Führt  man nach     bisher    bekannten Verfahren den  Draht durch die Hitzezone, so wirkt das     kalte          \\'olfra.mdra.htstück    zwischen dem ziehenden  Antrieb und der     Eochglühstrecke    immer       etwa-b    federnd und veranlasst ab und zu ein       riiekweises    Eintreten .des Drahtes in die       Hochglühstrecke.    Diese für ein     gleichmässiges          Vorwachsen    langer Kristalle schädlichen  Rucke     sind    zwar meist sehr klein,

   jedoch er  kennt man ihre grosse Bedeutung sofort,       :renn    man sich vergegenwärtigt, dass das       @'orwachsen    der Kristalle ein selbst     mikros-          hopisch    nur schwer sichtbarer Vorgang zwi  schen     Mikrokristalliteii    ist. Durch das ruck  freie Hindurchführen des Drahtes durch die       ?-l.ochgltihstreeke    wird somit erreicht, dass     die-          er    in sicherer Weise eine sich aus langen       Kristallelementen    zusammensetzende Struk  tur annimmt.

   Eine vollkommen     gleichmässige          Langkristallstrul#:tur    ist aber für das Ver  halten des schraubenlinienförmigen Leucht  körpers in der Lampe besonders günstig.  



  Zweckmässig wird das Verfahren so aus  geführt, dass unmittelbar hinter der     Glüh-          #;i:reeke    ein quer zur     Drahtzuführurigsrich-          tung-    bewegter und relativ zum     Wolfra.m-          dralit    gedrehter Dorn zum Aufwickeln des  heissen     Langkristalldrahtes    angeordnet wird.

    Ein weiterer Vorteil ist dabei erzielbar, wenn  der     Aufwicheldorn    gleichzeitig als Austritts  kontakt für die     Ho^hgliihstrecke    ausgebildet  v     ird.    Man erreicht alsdann, dass der Draht  mit sehr hoher Hitze auf den Dorn gelangt  und sein Kristallgitter in diesem heissen Zu  stan_le sich der     schraubenlinienförmigen    An  ordnung besser anpassen kann, als es sonst  der Fall wäre.

   Der     schraubenlinienförmig          gewundene    Draht hat in diesem Zustande       weniger    das Betreben während der     Brenn-          flauer    der Lampe sein Kristallgitter gerade  zu richten, was er sonst unter Verzerrung       oler        -i@.ufbreclien    des Leuchtkörpers versucht.  



  Wider alles Erwarten hat sich gezeigt,  dass der in der     Hochglühstrecke    auf     einer     Temperatur dicht unter dem Schmelzpunkt  befindliche     Wolframdraht,        obglE@ich    er gegen       iF-=sest(-        Überbeanspruchungen    auf Zug von    der grössten     Empfindlichkeit        ist,    das     Herum-          wickeln,um    den Dorn in diesem Zustand ver  trägt, und zwar so gut verträgt, d ass     man     den Prozess mit einer     technisch    brauchbaren  Geschwindigkeit durchführen kann.  



  Das Verfahren hat nichts zu tun mit dein  in der     Glühlampentechnik    gebräuchlichen,  warmen Aufwickeln des     )'v'        olfraindrahtes    zu       Schraubenkörpern,    da bei     diesen    möglichst  niedrige     Temperaturen,        die    höchstens der  Rotglut entsprechen, angewandt     werden,    also  Temperaturen, die weit unter der beim Ver  fahren nach der Erfindung in Betracht kom  menden     Rekristallisationstemperatur    liegen.  



  Auf der Zeichnung ist     beispielsweise    eine  Vorrichtung zur     Ausführung    des     erfindungs-          gemä        ssen@erfahrenschematisch    dargestellt.  



  Der in Richtung     des        Pfeils        a    bewegte       @Ärolframdraht    b tritt     im    Kontakt c in die       Hecliglülistrecke    d ein, die sich bis zu dem  Dorn e, der zugleich     Austrittskontakt    ist, er  streckt. Die Stromzuführung zum Kontakt     c     erfolgt mittelst der Leitung f und zu     deri     Dorne     mittelst    der Leitung g. Der Dorn  wird in Richtung des Pfeils 12. v     orbewegt    und  gleichzeitig auch in Richtung des Pfeils     i.     gedreht.

   Der Draht     l)        wird    dadurch, wie dar  gestellt, auf den Dorn e     fortlaufend    in engen       Schraubenwindungen        aufgewunden.    Das       .-aufwinden        de:,    heissen     Lan@kristalldrahtes     auf den Dorn e kann aber auch dadurch ge  schehen, dass der Draht um den     feststehenden     Dorn     Herumbewegt    und auf diesen in Schrau  benwindungen aufgelegt wird.  



  Das Glühen und Aufwinden des Drahtes  erfolgt zweckmässig in einer nicht oxydieren  den Atmosphäre, etwa in Wasserstoff oder  Wasserstoff enthaltendem Gase. Die Ein  trittskontakte     können    beliebiger Art sein, so  fern nur die Reibung an denselben gering ist.  Sie können zum Beispiel aus     Quechsilber,     einer leicht schmelzbaren Legierung und der  gleichen bestehen. Das     HochgIiihen    auf der       Hoeliglülistreel@e.    also zwischen den     KontIk-          ten    c und e kann     gegebenenfalls    auch stufen  weise erfolgen; auch kann durch einen Hilfs  kontakt die Temperatur eines Teils der Glüh  strecko verändert werden.

   Das Aufwickeln      auf den Dorn muss sich jedoch zweckmässig  stets dicht an die Glühstrecke anschliessen.  Durch geeignete Grössenbemessung des     Dor-          lies    und die Art der Stromzuführung an die  sen, auch durch besondere Kühlvorrich  tungen und durch die Wahl des Gases, in       dem    der Vorgang sich abspielt in bezug auf  Wärmeableitung, kann erreicht     -iverden,    dass       der    Dorn auf einer für die Schraubenwick  lung technisch günstigen Temperatur ge  halten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von aus langen Kristallen bestehenden, schraubenlinienför- migen Wolframleuchtkörpern für elektrische Glühlampen, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht unmittelbar anschliessend an die in einer Hochglühliehtstrz3eke stattfindende Umwandlung in die Langkristallstruktur oder zum 'feil noch während der Umwandlung in die Schraubenform gewunden wird, so dass der Draht zufolge des fortlaufenden Arbeits ganges ruckfrei durch die Ho,
    chglühstrecke geführt wird und sowohl in den Langkri- stallzustand, als auch gleichzeitig in die Schraubenform gebracht wird. PATENTANSPRUCH Il. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass unmittelbar hinter der Hochglühstrecke ein zum Aufwickeln des heissen Langkristalldrahtes dienender, quer zur Drahtzuführungsrichtung gestellter Dorn vorgesehen ist.
    UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Aufwickeldorn gleichzeitig einen Kontakt der Hochglüh- strecke bildet.
CH107730D 1923-05-17 1924-01-28 Verfahren zur Herstellung von langkristallinischen, schraubenlinienförmigen Wolframleuchtkörpern für elektrische Glühlampen. CH107730A (de)

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CH107730D CH107730A (de) 1923-05-17 1924-01-28 Verfahren zur Herstellung von langkristallinischen, schraubenlinienförmigen Wolframleuchtkörpern für elektrische Glühlampen.

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