CH107797A - Direkt anzeigendes Hochvakuummeter. - Google Patents
Direkt anzeigendes Hochvakuummeter.Info
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Description
Direkt anzeigendes Hochvakuummeter. In dem Hauptpatent ist ein Hochvakuum meter beschrieben, bei welchem die Änderung der Wärmeleitfähigkeit als Mass des Vakuums dient und dessen besonderes Kennzeichen darin besteht, dass der röhrenförmig ausgebil dete, das Quecksilber enthaltende Kolb-2n eines Quecksilberthermometers, dessen Queck silber durch eine möglichst konstante, von aussen zugeführte Energie heizbar ist, von einem zylindrischen, gasdicht aufgesetzten Rohr umgeben ist,
welches mit dem das zu messende Vakuum einschliessenden Rezipien ten in Verbindung steht. Dieses an sich sehr empfindliche und für praktische Zwecke b it bnittchbare Vakuummeter hat jedoch noch den Nachteil, da.ss die Temperatur des umgz- benden Raumes den Quecksilberstand des Va kuummeters beeinflusst, so dass, jeder ange- zeigte Wert des Vakuums noch eine die Raumtemperatur berücksichtigende Korrek tur erfordert.
Nun könnte man wohl, um den Einfluss der Raumtemperatur niedriger zu halten, das Quecksilber des Thermometerkol- bens so stark heizen, dass bei der damit er reichten hohen Temperatur des Quecksilbers die Änderung der Raumtemperatur nicht mehr wesentlich ins Gewicht fiele. Aber es zeigt sich, dass die Erhöhung der Temperatur- des Quecksilbers die Empfindlichkeit des Va kuummeters erheblich herabsetzt, weil dann die durch die Änderung des Vakuums .nicht beeinflusste Wärmestrahlung die Wärmelei tung wesentlich übertrifft.
Man erkennt hier nach leicht, dass es für die Empfindlichkeit dieses Vakuummeters ein Optimum der Heiz- temperatur :des Quecksilbers gibt, und es wäre von grossem Vorteil, wenn dieser gün- stigsteWert eingehalten werden könnte. Hier für muss .aber .der Einfluss der Raumtempe ratur auf die Messung des Vakuums nach Möglichkeit ausgeschaltet werden.
Es ist nun Gegenstand der Erfindung ein Hochvakuummeter nach dem Hauptpatent, welches erfindungsgemäss mit einem von dem zu messenden Vakuum nicht beeinflussten Thermometer derart kombiniert ist, dass durch diese Kombination der Stand des ge heizten, von dem zu messenden Vakuum be einflussten Thermometers mit dem Stand des von diesem Vakuum unbeeinflussten Thermo- meters verglichen wird. Beide Thermometer sollen an sich möglichst gleich gebaut sein, damit sie von der Raumtemperatur in glei cher Weise beeinflusst werden.
Im Resultat der Vakuummessung, welches sich aus der Differenz der Wirkungen der beiden Thermo nieter .ergibt, fällt somit der Einfluss der Raumtemperatur heraus und damit ist die Wahl der Heiztemperatur des Quecksilbers freigestellt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist durch Fig. 1 dargestellt.
In Fig. 1 stellen a und b zwei heizbare Thermometer mit langen, spiralig gewun denen Kolben gleicher Abmessung dar. Jeder der beiden Kolben befindet sich in einem nach aussen abgeschlossenen; ringförmigen Raum (c oder d), welcher nach innen und aussen durch zylindrische Rohre begrenzt ist.
Um das innere zylin.drisclie Rohr ist jeweils der Kolben des Thermometers gewunden, unrl der Abstand des äussern zylindrischen Rohres von der Kolbenspirale soll dabei nicht grösser sein, als die freie Weglänge der Gasmoleküle bei dem zu messenden Vakuum. Der Raum c besitzt einen Ansatzstutzen s zum Anschluss an den Raum, dessen Vakuum gemessen wer den soll.
Der Raum d soll zweckmässig eben falls evakuiert sein, und zwar am besten bis zu einem solchen Grad, dass im Normal betrieb die Vakua beider Räume c und d an nähernd gleich sind. e und f sind die beiden Kapillaren der beiden Thermometer, welche die Erweiterungen<I>g</I> und h haben. Die Ka pillaren und ihre Erweiterungen sind mit einem unter hohem Druck stehenden, mög- liehst indifferenten Gas (z. B. Stickstoff) ge füllt und stehen miteinander durch die kom munizierende Röhre i in Verbindung.
In der Fig. <I>l</I> ist<I>das</I> zu kommunizierende Rohr<I>i</I> auf der dem Thermometer a zugekehrten Seite an der Stelle Z kugelig erweitert. Im untern Teil der kommunizierenden Röhre i befindet sich Quecksilber 7:, welches teilweise die Kugel l ausfüllt und teilweise als Quecksilberfaden den gekrümmten Teil der Röhre i durchsetzt.
Je nach dem Gasdi uclz in den Kapillaren i und f wird das Quecksilber der Röhre i. in die Kugel oder in das rechte Steigrohr dieser Röhre gedrückt. _1n den Enden der holheii a und b befinden sich eingeschmolzene Pla tinstifte na, v, <I>o,</I> h zur Zuführung der Heiz- ströme für die beiden Kolben.
Werden nun beide Thermometer so geheizt, dass sie stets gleichen Quecksilberstand in den Kapillaren haben, dann findet keine Verschiebung des Quecksilbers in die Röhre i statt, weil der Gadruch auf beiden Seiten in gleicher Weise zunimmt.
Steigt aber der Quecksilberfaden des einen Thermometers mehr als der des an dern, dann übertrifft der Gasdruck .diese Thermometers den des andern, und der Aus gleich findet durch Verschieben des Queck- silbers in der Röhre i. nach der Seite des klei neren C#asclraicke.z# hin statt.
Auf keinen Fall aber wird ein ungleiches Steigen des Qiiech- silbers in den beiden Thermometern als, Folge .der Raumtemperaturänderung -eintreten und somit ist bei dieser Einrichtung der Einfluss der Raumtemperatur kompensiert.
Ist das Vakuum im Raum d konstant, dagegen das im Raum c veränderlich, dann wird die A-n- derung der Wärmeleitfähigkeit des Raumes c den Stand de.Thermometers a beeinflussen und das Queclisill>er in der Rühre i zum Aus schlag bringen.
Der Stand des Quechsilh.ers in d(r r@-elitc@n llälfle der Röhre i ist dem- (#einiiss ein Mass des Vakuums des mit. dem Ra.uin c über den Stutzen s verbundenen Raumes, dessen gemessen werden soll.
An Stelle des Rohres i, in der Fig. 1 kann auch .das Rohr t, Fig. 2, treten, wel ches keine kugelige Erweiterung T, dafür aber eine langgPstreckte -Form hat.
Dieses Rohr besitzt. am tiefsten Punkt, wie auch auf jedem Schenkel eingeschmolzene Platin spitzen q, r, <I>t,</I> welche zum Schliessen von Hilfsstromkreisen (P-nen und derart zur Be tätigung von Relais oder beliebigen Schutz einrichtungen verwendet werden, dass die eine Spitze q ihren Stromkreis schliesst, wenn das Vakuum einen untern und die andere.
ihren Stromkreis schliesst, wenn das Va kuum einen obern Grenzwert übers.lireitet. Verbindet man innerhalb der Kapillare i die Spitzen<I>q</I> und t, oder auch y' und f, durch einen dünnen leitenden Metallfaden, .dann kann die Änderung des elektrischen Wider standes dieser Verbindung bei steigendem oder fallendem Quecksilber zur Messung des Vakuums benutzt werden, wobei die Mög- lichkeit bcstelit,
den Messstrom fernzuleiten und die Ablesung des zugehörigen Instru- inentes an beliebigen Orten vorzunehmen.
Es sind auch andere A.usführungsmög- lichkeiten des kompensierten Vakuummeters gegeben. So zum Beispiel ist die Heizung des Thermometers b keine unbedingte Not- wendigkeit. Sieht man von der Heizung die ses Thermometers .ab, .dann kann auch der seinen Kolben umgebende Raum mit dem Raum in Verbindung stehen, .dessen Vakuum gemessen werden soll, weil eine Änderung dieses Vakuums keinen Einflua auf den Quecksilberstand des nicht geheizten Ther- momet ers hat.
Werden beide Thermometer durch Strom geheizt, dann ist ihre Reihen- oder Parallelschaltung möglich. In beiden Fällen wird man zwcclzmässig Shunt- oder Seriewiderstand zur Justierung, Abgleiehung oler Regelung der Heiztemperatur der Quecksilberho.lben verwenden, wobei es an sich gleichgültig ist, ob die Heizung mit Gleichstrom- oder mit Wechselstrom erfolgt. An Stelle spiralförmig gewundener Kolben können auch langgestreckte,
gerade oder im Ziel:za,2k geführte, oder scheibenförmige. auch schneckenförmig gewundene Kolben treten. Der enge, den Kolben umhüllende jra.kuumraum muss sich in jedem Falle der gewählten Kolbenform anpassen.
Das beschriebene Hochvakuummeter der Fig. 2 eignet sich auch zum Anzeigen des Maximums und Minimums des gemessenen Vakuums. Hierzu ist nur notwendig, in der bei den gebräuchlichen Maximum und Mini mumthermometern bekannten Weise über dem im untern Teil der U-förmigen Zwischen röhre i befindlichen Quecksilberfaden in bei den Schenkeln der Röhre eiserne Schwimmer anzubringen, welche von, dem steigenden Quecksilberfaden mitgenommen werden, aber derart .an den Wänden der Kapillare haften,
dass sie dem fallenden Quecksilberfaden nicht folgen und so den höchsten Stand des Queck silbers in jedem Schenkel, also das Maximum und das Minimum des Vakuums anzeigen.
Auch als selbstregistrierendes Instrument ist das beschriebene IIo.chvakuummet.er brauchbar. So könnte man den einen Sehen kel des U-förmigen Zwischenrohres in den Schlitz eines sonst lichtdichten Dunkelraumes stellen. Lässt man dann von aussen Lieht durch den Schenkel in den Dunkelraum fal len, dann .dringt, je nach der Flöhe des Queck silberfadens, mehr oder weniger Licht in den Dunkelraum ein. Befindet sich in .diesem eine lichtelektrische Zelle, z. B. eine Selen zelle, so kann die Widerstandsänderung oder die Änderung einer EMK als Mittel zur automatischen Registrierung des jeweils be stehenden Vakuums dienen.
Eine unmittel bare Aufzeichnung des Quecksilberstandes im Schenkel erreicht man am ,einfachsten in der Art, dass man im vorgeschriebenen Dunkel raum ein breites, mit Zeiteinteilung versehe- nes, lichtempfindliches Band dicht hinter dem durchleuchteten Schenkel an diesem (z. B. durch ein Uhrwerk) vorbeibewegt und den belichteten Streifen nachher entwickelt. Der Quecksilberstand wird -sich daun als Grenz linie zwischen einer hellen und einer dunklen Fläche zeigen.
Um die Ablesung des Flochvakuumineters zu erleichtern, kann vor dasselbe eine Glas linse gestellt werden, welche den an sich dünnen Quecksilberfaden und die zugehörige Skala in starker Vergrösserung zeigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Hochvakuummeter nach dem Patentan spruch des Hauptpatentes, gekennzeichnet durch die Kombination des von dem zu mes senden Vakuum beeinflussten Thermometers mit einem zweiten gleich gebauten Thermo meter. das derselben Raumtemperatur ausge setzt ist, aber vom Vakuum nicht beeinflusst wird, das Ganze derart, dass eine Differen tialwirkung beider Thermometer auf ein .ge meinsames Anzeigeorgan ausgeübt wird.UNTERANSPRtrCIIE 1. Hochvakuummeter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Er- iveiterungen versehenen, ein hochkompri miertes indifferentes Gas enthaltenden Kapillaren der beiden Thermometer durch ein u-förmig behobenes Zwischen rohr in Verbindung stehen, in dessen unterem gekrümmten Teil ein Queck silberfaden sich befindet,dessen Stand dem Unterschied des Gasdruckes in den beiden Kapillaren entspricht und als Mass für das Vakuum dient. 2. Hochvakuummeter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beide Ther- niometer in allen wesentlichen Teilen bleichen Aufbau zeigen. 3. Hoclivahuumm.z,#ter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auch das Vergleichsthermometer elektrisch heiz bar ist.d. Hochvakuummeter nach Patentanspruch, dadurch bel@ennzeicliiiet, dass die Heizung beider Thermometerkolben auf die je ,veils günstigste Heiztemperatur, bei der also dio Anzeigeempfindlichkeit ihren Hcchstwert erreicht, einstellbar ist.5. Hoclivalzuummeter nach Patentanspruch, dadurch bel@cnnzeirhnct, dass dies Ver- gleichsthermometer sich in einem eva kuierten Raum befindet, der auf ein be stimmtes Vakuum einregelbar ist.0. Hochvakuummeter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nur eines der beiden Thermometer heizbar ist, die sieh bei;le in Räumen befinden, welche ,in den Raum, dessen Vakuum gemessen -erden soll; nach Bedarf a nsahliessbar sind.7. Hochvakuummeter nach Patentanspruch, dadurch bel@ennzeiclinet, da.ss die die Thermometerkolben unmittelbar umge henden evakuierten Räume im Quer schnitt ringförmig gestaltet sind und innen und aussen durch zylindrische Rohre begrenzt werden,innerhalb deren sich die spiralig ausgeführten Kolben der Thermometer um die innern z5lindri- sehen Rohre winden und einen Abstand von den äussern Rohren haben, der nicht grösser ist, als die freie -Weglänge der Gasmoleküle bei dem zu messenden Va kuum.B. Hochvakuummeter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Hindurchleiten eines elektrischen Stromes heizba.renKolben der beidenThermometer inReiheund derartsali:iltbar sind, dasseine Justierun:b, Ab#lcicliung oder Regelung des Quecksilherstimdes durch zu den Kolben parallel beschaltete Shuntwidcr- stände ermöglicht ist.9. Hoclival@uummeter mach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Hindurchleiten eines elektrischen Stro- inc:s heizbaren Kolben der beiden Ther mometer parallel und derart schaltbar sind, dass eine Justierung, Abgleichun- und Regelung des Quecksilherstündes durch zu den Kolben in Reihe beschaltete Widerstände ermöbliclit ist.10. Hoclivakuummeter nach Unteranspruch 1, dadurch? bn@kennzei.chmet, dass das U- förmige, die Verbindung der beiden Ka pillaren herstellende Zwischenrohr mit ein-eschmolzenen Kontaktstiften verse hen ist,-elche zur Schliessung von Hilfs- sironikreisen dienen und derart auf ein Relais oder .dergleichen einzuwirken ver mögen, dass die eine oder andere Kon taktspitze ihren zugehörigen Stromkreis schliesst, je nachdem das Vakuum einen obern oder untern Grenzwert über schreitet.11. Hochv akuummeter nach Unteranspruch 10, dadurch bel,ennzeidinct, dass die im U-förmigen Zwi_clicnrohr eingeschmolze nen I%ontalzt.tifte innerhalb des Rohres unter sich durch dünne leitende Metall fäden verbunden sind, deren elektrische Widerstandsänderungen als Mass des Va kuums bei steigendem oder fallendem Quecksilber dienen können.1.2. Hochvakuummeter näeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich über dem am untern Teil des U-förmigen Zwi- schenrohres befindlichen Quecksilber faden in beiden Schenkeln des Rohres an sich bekannte eiserne Schwimmer befin den, welche von dem im Schenkel stei genden Quecksilberfaden mitgenommen werden, die aber derart an den Wänden des Zwischenrohres zu haften vermögen, dass sie dezi fallenden Quecksilberfaden nicht folgen und so den jeweiligen höch sten Stand des Quecksilbers im Schenkel,also entweder den Höchst- oder Tiefst wert des Vakuums anzeigen. 13. Hochvakuummeter nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d.ass ein Schenkel des U-förmigen Zwischenrohres einen Schlitz eines sonst .lichtdichten Dunkelraumes ausfüllt und von einer äu ssern Lichtquelle sich durchleuchten lässt, dass je nach der Höhe des Quecksilber fadens mehr oder weniger Lieht in den Dunkelraum fällt, in welchem sich eine lichtelektrische Zelle befindet, deren Än derungen hinsichtlich des Widerstandes oder der EMK als Mittel zur selbsttäti gen Registrierung des Vakuums dienen können.14. Hochvakuummeter nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schenkel des U-förmigen Zwischenrohres einen Schlitz eines sonst lichtdichten Dunkelraumes ausfüllt, in welchem ein breites, lichtempfindliches Band dicht hinter dem von einer äussern Lichtquelle durchleuchteten Schenkel an diesem durch eine mechanische Einriehtüng vor- 7 ist,so dass sich auf diesem Band nach der Entwicklung der Queck silberstand des durchleuchteten Schen kels als Grenzlinie zwischen einer helle ren und einer dunkleren Fläche zeigt.
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