CH107908A - Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Übertritts der Schlacke aus einem Schmelzschacht in einen Vorherd. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Übertritts der Schlacke aus einem Schmelzschacht in einen Vorherd.

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CH107908A
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Aktiengesellscha Duerkoppwerke
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Aktiengesellscha Duerkoppwerke
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  Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Übertritts der Schlacke ans einem  Schmelzschacht in einen     Vorherd.       Um Eisen, welches in einem Schmelz  schacht, z. B. einem     Kupolofen    geschmolzen  ist, in einem     Vorherd    des Ofens erfolgreich       entschwefeln    zu können, ist es unerlässlich,  dass das Eisen völlig schlackenfrei ist.  



  Vorliegende     Erfindung    bezweckt, die  Schlackenfreiheit des aus dem Schacht des  Ofens in den     Vorherd    übertretenden Eisens  zu sichern, und erreicht den Zweck dadurch,  dass man dem     Auslass    des Ofenschachtes für  das flüssige Eisen einen verhältnismässig  weiten Steigschacht     vorlagert,    den das flüssige  Eisen passieren muss, um über einen Überlauf  in den     Vorherd    zu gelangen, dass man aber  gleichzeitig den     Eisenzufluss    zu dem Steig  schacht beträchtlich drosselt, was dadurch  geschehen kann, dass man den Kanal in der  Ofenwandung, durch den hindurch das Eisen  zum Steigschacht gelangt, im Verhältnis zur  Weite des Steigschachtes ziemlich eng aus  führt.

   Ein solcher enger Verbindungskanal  zwischen dem Ofenschacht und dem ver  hältnismässig weiten Steigschacht hindert  zwar nicht, dass sich normal das Niveau des  flüssigen Eisens im Ofen so einstellt, dass    das Gewicht der Eisensäule im Ofen, ver  mehrt um das Gewicht der     Schlackensäule     und um die Windpressung, dem Gewicht der  Eisensäule in dem Steigschacht die Wage  hält, aber er verhindert, dass im Ofenbetrieb  unvermeidliche stossweise Druckschwankungen  sich ungehemmt im     Abflusssystem    des Ofens  auswirken, mit dem Erfolg gelegentlichen       Herüberdrückens    von Schlacke in den Steig  kanal.  



  Der Erfolg dieser Art der Beherrschung  des Austritts des flüssigen Eisens aus dem  Ofen ist um so sicherer, je unveränderlicher  das Niveau der flüssigen Eisensäule im Ofen  gehalten wird. Aus diesem Grunde empfiehlt  es sich, das aus einem weiten Steigschacht  und einem engen     Zuflusskanal    zu diesem be  stehende selbsttätige Ableitungssystem für  das flüssige Eisen durch einen selbsttätigen       Schlackenabläss    zu ergänzen,     welcher"jedoch     die Aufrechterhaltung einer passenden Wind  pressung im Schacht nicht hindern darf.  



  Um die Eisensäule noch weiter der Ein  wirkung von Druckschwankungen im Schacht  ofen zu entziehen, kann man auch den Luftraum      des Ofens dauernd mit dem Luftraum des       Vorherds    verbinden, und in Verbindung hier  mit den     Vorherd    als eine gegen die Aussen  luft völlig abgeschlossene Kammer ausbilden ;  Schwankungen in der Windpressung werden  dann auf den Eisenspiegel im Steigschacht  übertragen, so dass jedem Druck auf die  Eisensäule im Innern des Ofenschachtes ein  entsprechender Druck auf die     Eisensäule    im  Steigschacht entgegenwirkt, und somit Schwan  kungen der Windpressung auf das Niveau  der Eisensäule im wesentlichen wirkungslos  werden.  



  Die     Erfindung    ist auf der beigefügten  Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt:       Fig.    1 teilweise in Seitenansicht und teil  weise im     Axialschnitt    einen Schachtabschnitt  eines     Kupolofens    mit gemäss der     Erfindung     daran angeschlossenem V     orherd,    und       Fig.    2 cm     Axialschnitt    einen Schachtab  schnitt eines     Kupolofens,    der nicht nur mit  einem gemäss der Erfindung angeschlossenen       Vorherd    versehen ist,

   sondern auch eine Ein  richtung zur selbsttätigen Schlackenabführung  und zum Druckausgleich zwischen Schacht  luftraum und     Vorherdluftraum    besitzt.  



  Der Schacht des     Kupolofens    ist mit     a,     der     Vorherd    mit b, die Drosselstelle des Ver  bindungsweges zwischen Ofenschacht und Vor  herd mit e, der Steigschacht dieses Verbin  dungsweges, dessen Weite ein Mehrfaches  derjenigen der Drosselstelle beträgt, mit     d     bezeichnet.     g    bezeichnet die Brücke, auf  welcher das aus dem Steigschacht austretende  Eisen zum     Vorherd    b herüberläuft, und     h     eine     Öffnung    in der Wandung des Ofen  schachtes zum Abziehen der Schlacke.

   In       Fig.    1 bezeichnet dann noch e einen     Über-          laufkanat    am obern Ende des Steigschachtes,  und f eine Öffnung in der Wandung des       Vorherdes,    durch welche man in den     Vorherd          Raffinationsmittel,    vorzugsweise ein Mittel  zur Entschwefelung des Eisens einführen  kann.  



  In     Fig.    2 bezeichnet dann noch i einen       Schlackenabflussraum    mit     Wasserverschluss        k     und     Reduzierventil   <B>1</B> in seiner Wandung,    welches etwaigen Dampfüberdruck ableitet.  na ist ein kleines     Becherwerk,        welches    die  granulierte Schlacke aus der Wasservorlage 7;  zu der schiefen Ebene     u    befördert, von wo  sie ins     Freie    abgleitet. o ist ein Verbindungs  weg zwischen     demLuftraum    des Ofenschachtes  und dem nach aussen abgeschlossenen Luft  raum des     Vorherds.     



  Die Wirkungsweise der zeichnerisch dar  gestellten Anordnungen ist aus der voraus  gegangenen allgemeinen Erläuterung der Er  findung ohne weiteres ersichtlich.

Claims (1)

  1. PATER TANSPRüCHE I. Verfahren zur Verhinderung des Über tritts von Schlacke aus einem Schmelz schacht in einen Vorherd, mit Hilfe eines Steigkanals zwischen Schacht und Vor herd, dadurch gekennzeichnet; dass der Metallfluh vor dein Steigkanal einer starken Drosselung unterzogen wird.
    II. Schachtofen zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, mit Vorherd und Steigkanal zur Überführung von inc Schachtofen niedergeschmolzenem Metall in den Vorherd, dadurch gekennzeichnet, dass der Steigkanal einen verhältnismässig grossen Querschnitt besitzt, während sein Verbindungskanal mit dem Ofenschacht nur eng ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Schachtofen nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sein Ofen schacht einen Schlackenauslass besitzt, dem eine gegen die Aussenluft abge schlossene Abflugkammer mit Flüssigkeits- verschluss vorgelagert ist. 2. Schachtofen nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Vorherd luftdicht verschliessbar, und mit dem Luft- raum des Schachtes durch einen Kanal verbunden ist.
CH107908D 1923-03-05 1924-01-28 Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Übertritts der Schlacke aus einem Schmelzschacht in einen Vorherd. CH107908A (de)

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